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Julianes Berberitze

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Julianes Berberitze
Datei:Berberis julianae A.jpg

Julianes Berberitze (Berberis julianae)

Systematik
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Eudikotyledonen
Ordnung: Hahnenfußartige (Ranunculales)
Familie: Berberitzengewächse (Berberidaceae)
Gattung: Berberitzen (Berberis)
Art: Julianes Berberitze
Wissenschaftlicher Name
Berberis julianae
C.K.Schneid.

Julianes Berberitze<ref name="Zander2000" /> (Berberis julianae), auch Großblättrige Berberitze genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Berberitzen (Berberis) innerhalb der Familie der Berberitzengewächse (Berberidaceae). Ihre Heimat liegt im mittleren China.

Beschreibung

Datei:Berberis julianae (Wintergreen Barberry) (33208965692).jpg
Laubblätter
Datei:Berberis julianae B.jpg
Zweige mit Blüten
Datei:Fruits of Berberis julianae.jpg
Fruchtstände mit blaubereiften Früchten

Vegetative Merkmale

Julianes Berberitze ist ein mittelgroßer, aufrechter und sehr dichter, immergrüner Strauch, im Alter sind die Zweige bogig überhängend. Er erreicht Wuchshöhen von 2 bis 3 Meter und ist oft breiter als hoch wachsend. Die Rinde der Zweige ist gefurcht und gelblich, im Alter grauer werdend, sehr kräftig. Julianes Berberitze besitzt bis zu 4 Zentimeter lange, steife dreifach Blattdornen.

Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind in kurzen Blattstiel und -spreite gegliedert. Die derb ledrigen, kahlen Blattspreiten sind bei einer Länge von bis zu 10 Zentimetern sowie einer Breite von bis zu 3 Zentimetern schmal-elliptisch bis eiförmig oder verkehrt-eiförmig mit spitzem und stachelspitzigem oberen Ende. Je Zentimeter ist der Blattrand drei- bis viermal stachelig gezähnt. Die Blattfläche ist dunkel-grün, unten blass-grün, im Austrieb kupferfarben.

Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht von Mai bis Juni. Die gestielten Blüten stehen in dichten Büscheln bis zu 25 zusammen. Die schwach duftenden und zwittrigen Blüten sind dreizählig mit doppelter Blütenhülle. Es sind zwei Kreise mit je drei gelben Kelchblättern vorhanden, von denen die inneren drei größer und bis zu 7 Millimeter lang sind. Es sind zwei Kreise mit je drei gelben Kronblättern mit bis zu 6 Millimeter Länge vorhanden, mit jeweils zwei Nektarien an ihrer Basis. Die kurzen Staubblätter sind berührungsempfindlich, wie diejenigen der Gewöhnlichen Berberitze. Der längliche Fruchtknoten ist oberständig mit (fast) sitzender Narbe.

Die bei Reife blau-schwarzen und „bereiften“ Beeren sind bei einer Länge von bis 8 Millimetern ellipsoid mit Griffelresten und enthalten ein bis zwei Samen.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 28+2B.<ref name="IPCN" />

Vorkommen

Julianes Berberitze gedeiht in Höhenlagen von 1100 bis 2100 Metern in den chinesischen Provinzen Guangxi, Guizhou, Hubei, Hunan sowie Sichuan.<ref name="FoC2011"/>

Als Zierstrauch nach Europa eingeführt ist sie in Mitteleuropa in Wäldern und an Waldrändern öfters verwildert.<ref name="Schmeil-Fitschen2024" /> Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 3 (mäßig feucht), Lichtzahl L = 3 (halbschattig), Reaktionszahl R = 3 (schwach sauer bis neutral), Temperaturzahl T = 4 (kollin), Nährstoffzahl N = 3 (mäßig nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 2 (subozeanisch).<ref name="InfoFlora" />

Verwendung als Zierpflanze

Der Standort sollte sonnig bis absonnig sein. Der Boden sollte mäßig trocken bis feucht, sauer bis alkalisch sein und es sollte ein guter Oberboden vorhanden sein. Der Strauch ist frosthart, stadtklimafest und verträgt zeitweilige Trockenheit. Er eignet sich gut als Heckenpflanze.

Systematik

Berberis julianae wurde 1900 von Ernest Henry Wilson in Europa eingeführt, der von 1899 bis 1905 für Veitch and Sons in West- und Mittelchina Pflanzen sammelte. Die Erstbeschreibung erfolgte 1913 durch Camillo Karl Schneider in Plantae Wilsonianae. An Enumeration of the Woody Plants Collected in Western China for the Arnold Arboretum of Harvard University, Bd. 1, Nr. 3, S. 360.<ref name="GRIN" /> Das Artepitheton julianae ehrt die Frau von Camillo Karl Schneider, Juliane.

Die Hybride zwischen Berberis julianae und Thunbergs Berberitze (Berberis thunbergii) wird als Berberis ×mentorensis <templatestyles src="Person/styles.css" />L.M.Ames bezeichnet.

Quellen

Literatur

  • John Kelly, John Hillier (Hrsg.): The Hillier Bäume & Sträucher. Thalacker-Medien, Braunschweig 1997, ISBN 3-87815-086-5.
  • Marilena Idžojtić: Dendrology. Academic Press, 2019, ISBN 978-0-444-64175-5, S. 90.

Einzelnachweise

<references> <ref name="IPCN"> Berberis julianae bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="InfoFlora"> Berberis julianae C. K. Schneid. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Zander2000"> Robert Zander: Zander. Handwörterbuch der Pflanzennamen. Hrsg. von Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold. 16. Auflage, Eugen Ulmer, Stuttgart 2000, ISBN 3-8001-5080-8. </ref> <ref name="FoC2011"> Junsheng Ying: Berberis Linnaeus. In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 19: Cucurbitaceae through Valerianaceae, with Annonaceae and Berberidaceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2011, ISBN 978-1-935641-04-9. Berberis julianae - textgleich online wie gedrucktes Werk. </ref> <ref name="Schmeil-Fitschen2024">J.G.Rohwer: Berberidaceae. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2024. ISBN 978-3-494-01943-7. S. 332. </ref> </references>

Weblinks

Commons: Julianes Berberitze (Berberis julianae) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien