Zum Inhalt springen

Olivone

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 20. April 2026 um 13:19 Uhr durch imported>Bruno Wulfilo (Bevölkerung: Diagrammtyp geändert, da TimeLine längerfristig nicht mehr unterstützt werden wird).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Vorlage:Hinweisbaustein

Olivone
Datei:Olivone-coat of arms.svg
Wappen von Olivone
Staat: Vorlage:CHE2
Kanton: Kanton TessinDatei:CHE Ticino COA.svg Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Bleniow
Kreis: Kreis Olivone
Gemeinde: Blenioi2
Postleitzahl: 6718
frühere BFS-Nr.: 5043
Koordinaten: 715296 / 154281Koordinaten: 46° 31′ 48″ N, 8° 56′ 29″ O; CH1903: 715296 / 154281
 {{#coordinates:46,52989|8,94149|primary
dim=5000 globe= name= region=CH-TI type=city
  }}
Höhe: 902 m ü. M.
Fläche: 76,13 km²
Einwohner: 878 (31. Dezember 2005)
Einwohnerdichte: 12 Einw. pro km²
Website: www.comuneblenio.ch
Datei:Tessin Lukmanierpass 04.JPG
Olivone am Fusse des Sosto
(2221 m ü. M.)
Olivone am Fusse des Sosto
(2221 m ü. M.)
Karte
w{w
Datei:Karte Gemeinde Olivone 2005.png
Gemeindestand vor der Fusion am 22. Oktober 2006
Datei:ETH-BIB-Olivone im Bleniotal, Val Camadra, Valle Santa Maria, Piz Medel, Piz Valdurus v. S. aus 2200 m-Inlandflüge-LBS MH01-003550.tif
Olivone, historisches Luftbild von 1923, aufgenommen aus 2200 Metern Höhe von Walter Mittelholzer

Olivone, im alpinlombardischen Ortsdialekt Rivöi <templatestyles src="IPA/styles.css" />[riˈvøj]<ref name="lsg">Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen. Hrsg. vom Centre de Dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung von Andres Kristol. Frauenfeld/Lausanne 2005, S. 676 f.</ref> ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)), ist eine Ortschaft im oberen Bleniotal im Schweizer Kanton Tessin. Früher eine selbständige politische Gemeinde, ist sie heute Teil der Gemeinde Blenio im Kreis Olivone im Bezirk Blenio.

Datei:ETH-BIB-Marzano bei Olivone-LBS H1-015905.tif
Werner Friedli (Fotograf): Marzano, historisches Luftbild (1953)

Geographie

Olivone liegt im oberen Bleniotal. Das Gebiet der ehemaligen Gemeinde umfasst die Fraktionen Marzano<ref>Celestino Trezzini: Marzano. In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz, Band 8, Supplement, Macheret – Z. Paul Attinger, Neuenburg 1934, S. 110 (PDF Digitalisat), abgerufen am 23. Oktober 2017</ref>, Scona, Sommascona, Camperio<ref>Celestino Trezzini: Camperio. In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz, Band 2: Brusino – Caux. Paul Attinger, Neuenburg 1924, S. 481 (Digitalisat).</ref>, Acquacalda<ref>Celestino Trezzini: Acquacalda. In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz. Paul Attinger, Neuenburg 1921, Band 1, S. 92 f. (PDF Digitalisat), abgerufen am 6. Mai 2017.</ref> und das Valle Santa Maria, durch das einer von zwei Armen des Brenno fliesst. Olivone liegt an der Strasse zum Lukmanierpass, der das Bleniotal mit dem Bündner Oberland verbindet.

Nachbargemeinden waren von Nordwesten aus im Uhrzeigersinn Medel (Lucmagn) im Kanton Graubünden, Campo (Blenio), Ghirone, Aquila und Acquarossa im Tessiner Bezirk Blenio sowie Faido, Campello, Calpiogna, Mairengo, Osco und Quinto im Bezirk Leventina, ebenfalls Kanton Tessin. Ganz im Osten grenzte Olivone über eine kurze Strecke an die Bündner Gemeinde Vals.

Die Form des Berges im Wappen entspricht genau derjenigen der Westflanke des Berges im Nordosten des Dorfes, des Sosto.

Geschichte

Olivone wurde erstmals 1193 als Alivoni erwähnt. Die Bedeutung des Ortsnamens ist ungeklärt.<ref name="lsg" />

Die Ortschaft wurde im Hochmittelalter erst von der Familie da Torre (bis 1182), später von der Familie da Locarno beherrscht. Ein Aufstand der Bürger von Olivone und Acquarossa 1213 erreichte, dass die Orte durch einen Statthalter aus der fernen Lombardei regiert wurden. Das örtliche Gewohnheitsrecht wurde 1237 und 1474 schriftlich festgehalten. Die Wirtschaft basierte jahrhundertelang auf dem Passverkehr und der Landwirtschaft, profitierte aber auch schon früh von den Auswanderern und seit dem 19. Jahrhundert vom Tourismus.

Die Dörfer Scona und Sommascona bildeten seit dem Mittelalter eine der drei degagne im Patriziato interno von Olivone. Die Kapelle San Colombano von Scona wird 1205 erstmals erwähnt. 1567 gab es in Scona 28 Haushaltungen; 1920 zählte der Ort 79 Einwohner.<ref>Celestino Trezzini: Scona. In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz. Band 8, Supplement, Macheret – Z. Paul Attinger, Neuenburg 1934, S. 156 (PDF Digitalisat), abgerufen am 23. Oktober 2017.</ref>

Am 25. Januar 2005 beschloss das Tessiner Kantonsparlament, die fünf Gemeinden des oberen Bleniotals – neben Olivone auch Aquila, Campo (Blenio), Ghirone und Torre – zur neuen Gemeinde Blenio zusammenzuschliessen. Dieser Plan wurde durch eine Beschwerde der Gemeinde Aquila verzögert, doch nachdem das Bundesgericht im April 2006 die Beschwerde abgewiesen hatte, war der Weg zur Fusion frei. In Olivone, der grössten der fünf Fraktionen, wurden die zentralen Einrichtungen wie Gemeindekanzlei und Schule konzentriert.

Die bisherige Ortsbürgergemeinde Olivone, Campo und Largario blieb auch nach der Fusion der Einwohnergemeinden bestehen.<ref>Patriziato generale di Olivone, Campo e Largerio. In: www4.ti.ch/fileadmin/DI/DI_DI/SEL/Patriziati. Abgerufen am 29. Juli 2024 (italienisch; mit Landkarte).</ref><ref>Patriziato Generale di Olivone, Campo e Largario (mit Fotos) (italienisch) auf patriziatolivone.ch</ref>

Bevölkerung

Vorlage:Säulendiagramm1960: Bau Luzzone-Stausee

Sehenswürdigkeiten

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden. Das Dorfbild ist im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) als schützenswertes Ortsbild der Schweiz von nationaler Bedeutung eingestuft.<ref>Olivone Chiesa-Solario (Blenio). In: Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung ISOS. Bundesamt für Kultur BAK, 2008, abgerufen am 20. April 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Die hie und da anzutreffenden Palazzi im oberen Bleniotal sind eine Folge der Rückkehr von erfolgreichen Auswanderern. Die neoklassische Residenz Il Centralone im Ortsteil Chiesa beispielsweise, ein ehemaliger Sommersitz der Tessiner Regierung, wurde vom Anwalt Carlo Poglia (1793–1877) erbaut, ein im Ausland zum Tod verurteilter Holzhändler und Staatsrat, der nach seinem Exil ins Bleniotal zurückkehrte und erneut Grossrat wurde. Die Casa Piazza gegenüber entwarf 1868 der Mailänder Architekt Luigi Savoia für Vincenzo Piazza (1816–1875), einen der bekanntesten Chocolatiers Mailands.<ref name="Martinoli" />

An der Lukmanierstrasse stand einst das Hospiz Camperio; die Kapelle wird 1303 erwähnt, ein Hospiz 1389, als Filiale desjenigen von Casaccia. 1476 hiess es Kloster der heiligen Barnabas und Defendens und wurde von einem Prior und mehreren Brüdern des Humiliatenordens geleitet. Die vicinìa von Olivone besass dort 1478 das Patronatsrecht. 1478 wurde das Hospiz dem Ospedale Maggiore (Mailand) angeschlossen.<ref>Celestino Trezzini: Camperio. Digitalisat (abgerufen am 16. Juli 2017).</ref> Heute befindet sich in einem Teil des ehemaligen Hospizes ein Restaurant.

Weitere Sehenswürdigkeiten sind:

Bilder

Hütten für Alpinwanderer

Persönlichkeiten

Literatur

Weblinks

Commons: Olivone – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

<references responsive />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Hinweisbaustein