Habitzheim
Habitzheim Gemeinde Otzberg
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|---|---|---|---|---|---|---|
| Das Ortswappen bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1439)&title=Habitzheim 49° 51′ N, 8° 53′ O
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| Höhe: | 157 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 8,29 km²<ref name="lagis" /> | |||||
| Einwohner: | 1439 (31. Dez. 2019)<ref name="DF">Einwohnerzahlen. In: Webauftritt. Gemeinde Otzberg, abgerufen im Februar 2021.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 174 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 31. Dezember 1971 | |||||
| Postleitzahl: | 64853 | |||||
| Vorwahl: | 06162 | |||||
Lage von Habitzheim in Otzberg
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Habitzheim (im lokalen Dialekt: Hoazem)<ref>Darmstädter Echo, Dienstag, 15. September 2015, S. 24.</ref> ist einer von sechs Ortsteilen der Gemeinde Otzberg im südhessischen Landkreis Darmstadt-Dieburg, die sich am 31. Dezember 1971 als bis dahin selbständige Gemeinden zur neuen Gemeinde Otzberg zusammengeschlossen haben. Mit seinen circa 1500 Einwohnern ist Habitzheim der zweitgrößte Ortsteil der Gemeinde und wird vom Bach Semme durchflossen.
Geschichte
Anmerkung: Ab ca. 1618 waren die Herren von Wallbrunn das weltliche und geistliche Oberhaupt von Georgenhausen. 1649, nach dem Dreißigjährigen Krieg, waren die von Walbrunn so verschuldet, dass sie Georgenhausen an den Kamptz zu Godow verkauften. Von ihm erbten 1671 die von Haxthausen Hofgut und Macht in Georgenhausen. 1806 kam der Ort wie auch die Herrschaft Habitzheim dann an das Großherzogtum Hessen. Mehr zu den Herrschaftsverhältnissen der verschiedenen Orte unter dem Eintrag der Stadt Reinheim, zu dem heute die Ortsteile Georgenhausen, Spachbrücken und Zeilhard gehören. Groß-Zimmern ist heute eine eigenständige Großgemeinde und Habitzheim Teil von Otzberg</ref>
Ortsgeschichte
Habitzheim wurde erstmals 1262 als Habuchisheim urkundlich erwähnt.
- Suffia b. n. mater Donei .... Graslac et Erimannus fratribus in Mohsbach quondam agrum in Habuchisheim obligans ita ejus memoria apud frares per .... haberetur<ref>Urkunde aus dem Jahr 1262 (HStAD Bestand A 1 Nr. 86/1). In: Archivinformationssystem Hessen (Arcinsys Hessen).</ref>
Der Ort änderte seinen Namen im Laufe der Zeit, wobei auch um 1339 der heute noch im Dialekt gebräuchliche Name Hoazem entstand. Bereits 1323 besaß die Reichsabtei Fulda eine Wasserburg im Ort, die als Vorwerk zur Veste Otzberg gehörte.
Mehrere Adelsgeschlechter waren im Mittelalter Lehensnehmer der Fuldaer Äbte. Dazu zählten neben den Bickenbachern, die heute ausgestorben sind, auch die Grafen von Erbach und die Grafen von Wertheim sowie der Pfälzer Kurfürst.
Ab 1561 gehörte der Ort zum Besitz der späteren Grafen bzw. Fürsten von Löwenstein-Wertheim-Rochefort. Die ehemalige Wasserburg Habitzheim, heute ein Hofgut<ref name="HG">Geschichte des Hofguts Habitzheim. In: www.hofgut-habitzheim.de. Private Website, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 10. Juli 2015; abgerufen im November 2019.</ref>, befindet sich noch in ihrem Besitz (seit 2014 Johanna Freifrau Heereman, geb. Prinzessin zu Löwenstein<ref name="HG" /><ref>sie ist eine Tochter von Felix zu Löwenstein und dessen Ehefrau</ref>). Zu dieser Herrschaft gehörten neben Habitzheim selbst auch die benachbarten Orte Spachbrücken, Zeilhard, Groß-Zimmern und Georgenhausen (dieser nur von 1482 bis vor 1618). 1806 fiel die Landeshoheit der kleinen Herrschaft Habitzheim im Zuge der Bildung des Rheinbunds und der Mediatisierung der Fürsten von Löwenstein-Wertheim an das Großherzogtum Hessen. In der Folge war die Herrschaft Habitzheim eine hessische Standesherrschaft, zu der neben dem Marktflecken Habitzheim sieben Dörfer gehörten.<ref>Johann Andreas Demian: Beschreibung oder Statistik und Topographie des Großherzogthums Hessen. Le Roux, 1825, S. 81 (Google Books)</ref> Bis 1822 gehört Habitzheim dann verwaltungsmäßig zum standesherrlichen Amt Habitzheim.
Die Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen berichtet 1829 über Habitzheim:
„Habizheim (L. Bez. Breuberg) Marktflecken; liegt an dem Semderbach, 3 St. von Breuberg und gehört dem Fürsten von Löwenstein-Wertheim-Rosenberg. Der Ort hat 140 Häuser und 1029 Einw., unter denen 648 Luth., 304 Kath., 20 Reform. und 57 Juden sind. Man findet eine luth. Pfarrkirche, eine kath. Kapelle, die 1412 von Eberhard Schenk von Erbach gestiftet wurde, ein Schloß, jetzo die Fürstl. Löwensteinische Rentei, mit einem großen Garten, 2 Mahl- und 2 Oelmühlen. Jährlich werden 3 Vieh- und 3 Krämermärkte gehalten. – Das Schloß Habizheim, zu welchem Spachbrücken und Zeilhardt gehörten, hat zu Anfang des 14. Jahrhundert Ulrich I. von Bickenbach von der Abtei Fulda zu Lehen getragen. Nach dem Ableben Ulrichs I. ohne männliche Erben, zog der fuldische Abt Heinrich, 1340, diese Lehenstücke ein, verlieh solche aber, 1342, dessen Wittwe Elisabeth, einer Tochter Johannes I., Herrn zu Limburg an der Lahn, und deren beiden Töchtern, Agnes und Amene. Durch den in diesem Jahre ausgefertigten Lehenbrief wurde die Burg in vier Theile getheilt, von welchen Ulrichs I, Wittwe für sich und ihre Töchter drei, ihr Vetter Conrad III. von Bickenbach, einen Theil bekam. Durch Verheurathung und durch die weitere Theilung der bickenbachischen Güter, kamen die drei Theile an den Schenken Eberhard von Erbach und das vierte an Graf Gerhard von Reineck. Durch des letzteren Tochter, Margarethe, kam dieser Theil an den Grafen Johann von Wertheim. Pfalzgraf Ruprecht der Aeltere brachte von der Abtei Fulda, 1390, die Hälfte von Umstadt mit allen davon abhängenden Lehenschaften, durch Kauf an sich; wodurch er zugleich das Lehensrecht über Habizheim sich erworben hatte. Zufolge dieses Rechts belehnte er 1397 Eberhard, Schenken von Erbach, mit dessen Theil an der Burg, Dorf, Vogtei und Gericht zu Habizheim. Die Schenken von Erbach scheinen erst 1406 in den vollständigen Besitz von Habizheim gekommen zu seyn. In der bairischen Fehde nahm Landgraf Wilhelm II. die Burg sammt Zugehör weg; jedoch wurde bald alles wieder in vorigen Stand gesetzt. Im Jahr 1530 verkaufte Schenk Valentin das Lehen mit Bewilligung des Churfürsten Ludwigs V. von der Pfalz an die Grafen, nachherigen Fürsten von Löwenstein, die auch die übrigen veräußerten Theile alle zusammenbrachten. Das Schloß machte mit den Dörfern Habizheim, Spachbrücken, Zeilhardt und Großzimmern eine Cent aus, in welcher die Fürsten von Löwenstein-Wertheim die Untergerichtsbarkeit, die Umstädter Sammtherrschaften (Hessen und Pfalz) hingegen die Territorialhoheit und alle hohe Obrigkeit hatten. Die pfälzischen Gerechtsame kamen 1802 an Hessen, und 1805 trat Hessen die Landeshoheit und die Centrechte von Habizheim an Löwenstein-Wertheim durch Tausch ab. Im Jahr 1806 hat der Fürst Constantin dem Ort das Privilegium, 3 Jahrmärkte zu halten, ertheilt. Endlich kam Habizheim 1806 unter Hess. Souveränität.“<ref name="GW">Vorlage:BibOCLC</ref>
Gebietsreform in Hessen (1970–1977)
Im Zuge der Gebietsreform in Hessen schloss sich Habitzheim zum 31. Dezember 1971 freiwillig mit den Gemeinden Hering, Lengfeld, Nieder-Klingen, Ober-Klingen und Ober-Nauses zur neuen Gemeinde Otzberg zusammen.<ref>Gemeindegebietsreform in Hessen: Zusammenschlüsse und Eingliederungen von Gemeinden vom 14. November 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1971 Nr. 46, S. 1828, Punkt 1506; Abs. 9. (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 6,1 MB]).</ref><ref></ref> Für die sechs ehemals eigenständigen Gemeinden wurden Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 334 kB) §; 6. In: Webauftritt. Gemeinde Otzberg, abgerufen im Juli 2019.</ref> Sitz der Gemeindeverwaltung wurde Lengfeld.
Verwaltungsgeschichte im Überblick
Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Habitzheim angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref><ref name="Tischner" /><ref>Vorlage:BibOCLC</ref>
- vor 1323: Heiliges Römisches Reich, Zent Umstadt (Kondominat), Amt Habitzheim des Klosters Fulda
- ab 1323: Heiliges Römisches Reich, Zent Umstadt, Amt Habitzheim an die Herren von Bickenbach
- ab 1360: Heiliges Römisches Reich, Zent Umstadt, Amt Habitzheim (Bickenbachischen Rechte gehen an die Schenken von Erbach)
- ab 1390: Heiliges Römisches Reich, Kurpfalz (durch Kauf; bis 1427 an Herrschaft Hanau verpfändet), Zent Umstadt, Amt Habitzheim
- ab 1504: Heiliges Römisches Reich, Zent Umstadt (Kurpfalz und Landgrafschaft Hessen je zur Hälfte), Amt Habitzheim
- 1567–1803: Hessischer Anteil zeitweise aufgeteilt zwischen Landgrafschaft Hessen-Kassel, Landgrafschaft Hessen-Darmstadt und Hessen-Rheinfels
- ab 1528: Heiliges Römisches Reich, Zent Umstadt, Amt Habitzheim als Lehen an die Herren von Löwenstein-Wertheim
- ab 1803: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen-Darmstadt,<ref group="Anm.">Durch den Reichsdeputationshauptschluss.</ref> Zent Umstadt, Amt Habitzheim (Standesherrschaft Löwenstein-Wertheim)
- ab 1805: Heiliges Römisches Reich, Herren von Löwenstein-Wertheim (durch Tausch), Amt Habitzheim
- ab 1806: Großherzogtum Hessen,<ref group="Anm.">Mediatisierung infolge der Rheinbundakte.</ref> Fürstentum Starkenburg, Amt Habitzheim (Standesherrschaft Löwenstein-Wertheim)
- ab 1815: Großherzogtum Hessen<ref group="Anm.">Das Großherzogtum Hessen war von 1815 bis 1866 Mitglied des Deutschen Bundes. Ein Staatenbund ehemaliger Territorien des Heiligen Römischen Reichs. Er gilt als gescheiterter Versuch einer erneuten Reichsgründung.</ref>, Provinz Starkenburg, Amt Habitzheim (Standesherrschaft Löwenstein-Wertheim)
- ab 1822: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landratsbezirk Breuberg<ref group="Anm.">Trennung zwischen Justiz (Landgericht Höchst) und Verwaltung.</ref>
- ab 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Dieburg
- ab 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Dieburg
- ab 1871: Deutsches Reich,<ref group="Anm.">Deutsche Reichsgründung infolge des Deutsch-Französischen Krieges.</ref> Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Dieburg
- ab 1918: Deutsches Reich (Weimarer Republik), Volksstaat Hessen,<ref group="Anm." name="VstH">Der Volksstaat Hessen war der Rechtsnachfolger des Großherzogtums Hessen (Hessen-Darmstadt), das infolge des Ersten Weltkriegs mit der Novemberrevolution 1918 und der Abschaffung der Monarchie in Deutschland zu Ende gegangen war.</ref> Provinz Starkenburg, Kreis Dieburg
- ab 1938: Deutsches Reich, Volksstaat Hessen, Landkreis Dieburg<ref name=RB1937 /><ref group="Anm.">Im Zuge der Gebietsreform 1938 wurde die Provinz Starkenburg aufgelöst.</ref>
- ab 1945: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone,<ref group="Anm.">Infolge des Zweiten Weltkriegs.</ref> Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Dieburg
- ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Dieburg
- ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Dieburg
- ab 1972: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Dieburg, Gemeinde Otzberg<ref group="Anm.">Am 31. Dezember 1971 als Ortsbezirk zur Gemeinde Otzberg.</ref>
- ab 1977: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Darmstadt-Dieburg, Gemeinde Otzberg
Gerichte
Die zuständige Gerichtsbarkeit der ersten Instanz war:<ref name="lagis" />
- Zentgericht Umstadt aus dem ehemals fuldischen Vogteigericht hervorgegangen
- bis 1822: standesherrliches Amt Habitzheim
- ab 1822: Landgericht Höchst, zweite Instanz: Hofgericht Darmstadt
- ab 1853: Landgericht Reinheim, zweite Instanz: Hofgericht Darmstadt
- ab 1879: Amtsgericht Reinheim, zweite Instanz: Landgericht Darmstadt
- ab 1968: Amtsgericht Darmstadt mit der Auflösung des Amtsgerichts Reinheim, zweite Instanz: Landgericht Darmstadt
Historische Namensformen
In erhaltenen Urkunden wurde Habitzheim unter den folgenden Ortsnamen erwähnt (in Klammern das Jahr der Erwähnung):<ref name="lagis" />
| Habuthisheim (1262) | Habelsheim (1371) | Habetzheim (1427) |
| Habothsheym (1321) | Habolczheim; Habolßheim (1373) | Heytzheym (1442) |
| Haboltsheim (1322) | Habiczheim (1384) | Hatzen (1454) |
| Hatzhem (1339) | Habotsheim (1390) | Hatsheim (1458) |
| Habelsheym (1347) | Haboltsheim (1392) | Hatzhem (1472) |
| Habechseym (1355) | Habczheim (1395) | Haytßheym (1482) |
| Habetsheim (1360) | Habeczheim (1396) | Haytzem (1507) |
| Habitzheim (1361, 1398, 1419, 1516) | Habezheim (1412) | Habeltzheim (1510) |
| Haboltzheim (1365) | Hatzheim (1418, 1422) | Habitzheimb (1549) |
Bevölkerung
Einwohnerstruktur 2011
Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Habitzheim 1365 Einwohner. Darunter waren 57 (4,2 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 231 Einwohner unter 18 Jahren, 579 waren zwischen 18 und 49, 312 zwischen 50 und 64 und 246 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 564 Haushalten. Davon waren 141 Singlehaushalte, 150 Paare ohne Kinder und 207 Paare mit Kindern, sowie 57 Alleinerziehende und 12 Wohngemeinschaften. In 102 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 390 Haushaltungen leben keine Senioren.<ref name="Z2011E" />
Einwohnerentwicklung
| • 1633: | 208 Einwohner |
| • 1829: | 1029 Einwohner, 140 Häuser<ref name="GW" /> |
| • 1867: | 998 Einwohner, 151 Häuser<ref name="WP">Vorlage:BibOCLC</ref> |
| Habitzheim: Einwohnerzahlen von 1829 bis 2019 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1829 | 1.029 | |||
| 1834 | 1.064 | |||
| 1840 | 1.109 | |||
| 1846 | 1.067 | |||
| 1852 | 1.035 | |||
| 1858 | 1.017 | |||
| 1864 | 986 | |||
| 1871 | 974 | |||
| 1875 | 975 | |||
| 1885 | 954 | |||
| 1895 | 952 | |||
| 1905 | 930 | |||
| 1910 | 943 | |||
| 1925 | 968 | |||
| 1939 | 963 | |||
| 1946 | 1.314 | |||
| 1950 | 1.296 | |||
| 1956 | 1.194 | |||
| 1961 | 1.173 | |||
| 1967 | 1.216 | |||
| 1970 | 1.335 | |||
| 1980 | ? | |||
| 1990 | ? | |||
| 2000 | ? | |||
| 2011 | 1.365 | |||
| 2012 | 1.390 | |||
| 2015 | 1.411 | |||
| 2019 | 1.424 | |||
| Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: Die Bevölkerung der Gemeinden 1834 bis 1967. Wiesbaden: Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" />; ab 2012: Gemeinde Otzberg<ref name="EW" /> | ||||
Historische Religionszugehörigkeit
| • 1829: | 648 lutheranische (= 62,97 %), 20 reformierte (= 1,94 %), 57 jüdische (= 5,54 %) und 304 katholische (= 29,54 %) Einwohner<ref name="GW" /> |
| • 1961: | 657 evangelische (= 56,01 %), 513 katholische (= 43,73 %) Einwohner<ref name="lagis" /> |
Politik
Ortsbeirat
Für Habitzheim besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Habitzheim) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung.<ref name="HS" /> Der Ortsbeirat besteht zurzeit aus fünf Mitgliedern. Seit den Kommunalwahlen in Hessen 2021 gehören alle Mitglieder der CDU an. Ortsvorsteher ist Markus Terk.<ref>Ortsbeirat Habitzheim. In: Rats- und Bürgerinformationssystem. Gemeinde Otzberg, abgerufen im Mai 2023.</ref>
Wappen
| Blasonierung: „In Silber auf grünem Dreiberg stehend ein golden gekrönter, schwarz bewehrter roter Löwe, der auf der rechten Vorderpranke einen flugbereiten roten Habicht trägt und die linke auf einen von Silber und Blau schräg gerauteten Schild stützt.“ | |
|
Das Wappen wurde durch den Heraldiker Georg Massoth gestaltet und 1933 vom Innenministerium des Volksstaates Hessen<ref group="Anm." name="VstH" /> genehmigt. Der Löwe und das Schild mit den Rauten sind Teile des Wappens des Ortsadels, der Familie Löwenstein-Wertheim-Rochefort, die bis heute im Ort lebt. Der Habicht ist in redendes Wappenbild. |
Eine offizielle Flagge wurde nie genehmigt. Es gibt jedoch eine nichtamtliche Flagge, die auf rot-weißem Flaggentuch das Gemeindewappen zeigt.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
-
Löwenstein-Wertheimer Wappen, dessen Elemente auch ins Ortswappen Eingang fanden
-
Aufbau der Burg Habitzheim zwischen 1777 und etwa 1850
Natur und Schutzgebiete
Das Naturschutzgebiet Taubensemd von Habitzheim, Semd und Groß-Umstadt liegt zu einem Teil in der Gemarkung Habitzheim. Das artenreiche Schutzgebiet umfasst Feuchtwiesen, Röhrichte, offene und teils temporäre Wasserflächen und trockene Raine am Bachlauf der Taubensemme.<ref>Verordnung über das Naturschutzgebiet „Taubensemd von Habitzheim, Semd und Groß-Umstadt“ vom 3. Juni 1992. (PDF; 440 kB) In: Staatsanzeiger für das Land Hessen 25/1992. Regierungspräsidium Darmstadt Darmstadt, S. 1389, Punkt 502, abgerufen am 14. Juli 2020. </ref> Es ist Teil des Natura-2000-Gebietes „Untere Gersprenzaue“ (EU-Vogelschutzgebiet 6119-401).<ref>Wolfgang Röhser (Hessen Forst): Bewirtschaftungsplanfür das FFH- und Vogelschutzgebiet „Untere Gersprenz-FFH/Untere Gersprenzaue-VSG-TR Süd“. PDF. Regierungspräsidium Darmstadt, 29. Dezember 2014, abgerufen am 17. Juni 2021.</ref>
Regelmäßige Veranstaltungen
- September: Kerb<ref>Darmstädter Echo, Donnerstag, 10. September 2015, S. 22.</ref>
- 1. Advent: Hofweihnacht in Habitzheim
Weblinks
- Ortsteil Habitzheim. In: Webauftritt der Gemeinde Otzberg.
- Habitzheim, Landkreis Darmstadt-Dieburg. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
- Bilder Habitzheim In: fototrip.de
- Vorlage:HessBib
Anmerkungen und Einzelnachweise
Anmerkungen <references group="Anm." />
Einzelnachweise <references> <ref name="lagis"> Habitzheim, Landkreis Darmstadt-Dieburg. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 17. April 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="Tischner">Heinrich Tischner: Geschichte von Zeilhard. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 15. März 2022; abgerufen im Juni 2019.</ref> <ref name="EW">Einwohnerzahlen. In: Webauftritt. Gemeinde Otzberg, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen im November 2019. </ref> <ref name="Z2011E">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 16 und 70, archiviert vom Vorlage:IconExternal. </ref> <ref name="RB1937"> Gesetz über die Aufhebung der Provinzen Starkenburg, Oberhessen und Rheinhessen vom 1. April 1937. In: Der Reichsstatthalter in Hessen Sprengler (Hrsg.): Hessisches Regierungsblatt. 1937 Nr. 8, S. 121 ff. (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 11,2 MB]). </ref> </references>