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Strontiumoxid

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Kristallstruktur
Struktur von Strontiumoxid
Vorlage:Farbe Sr2+ 0 Vorlage:Farbe O2−
Kristallsystem

kubisch

Raumgruppe

Fm3m (Nr. 225)Vorlage:Raumgruppe/225

Koordinationszahlen

Sr[6], O[6]

Allgemeines
Name Strontiumoxid
Andere Namen

Ätzstrontian

Verhältnisformel SrO
Kurzbeschreibung

farblos bzw. weiß<ref name="CRC90">David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press / Taylor and Francis, Boca Raton FL, Physical Constants of Inorganic Compounds, S. 5-92.</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 215-219-9
ECHA-InfoCard 100.013.837
PubChem 73975
ChemSpider 66603
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 103,62 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

5,0 g·cm−3<ref name="Sato">Yosiko Sato, Raymond Jeanloz: Phase Transition in SrO. In: Journal of Geophysical Research. 86, 1981, S. 11773–11778, doi:10.1029/JB086iB12p11773.</ref>

Schmelzpunkt

2430 °C<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>

Siedepunkt

3200 °C<ref name="GESTIS"/>

Löslichkeit

Zersetzung in Wasser<ref name="GESTIS"/>

Brechungsindex

1,8710<ref name="CRC90_10_248">David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press / Taylor and Francis, Boca Raton FL, Index of Refraction of Inorganic Crystals, S. 10-248.</ref>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="GESTIS" />
Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 314
P: 280​‐​301+330+331​‐​303+361+353​‐​305+351+338​‐​310<ref name="GESTIS" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C

Strontiumoxid ist das Oxid des Erdalkalimetalls Strontium. Es ist in reinem Zustand ein weißes Pulver, in technischer Qualität durch Fremdbeimengungen oft grau gefärbt, die beispielsweise durch Oxidation des sehr reaktionsfähigen Strontiums entstehen.

Gewinnung und Darstellung

Strontiumoxid lässt sich aus Strontiumcarbonat, das sich in der Natur als Mineral Strontianit findet, gewinnen. Bei 1268 °C unter normalem Luftdruck zerfällt Strontiumcarbonat zu Strontiumoxid und Kohlenstoffdioxid:

<math>\mathrm{SrCO_3\ _{\overrightarrow {1268\,^{\circ}\mathrm{C} }}\ SrO + CO_2 \uparrow}</math>

Eigenschaften

Strontiumoxid kristallisiert in der Natriumchlorid-Struktur. Bei hohen Drücken von >36 GPa wird eine Phasenumwandlung zu einer Caesiumchlorid-Struktur beobachtet. Dies geht mit einer Volumenverkleinerung von 13 % einher, die Dichte des Kristalls steigt auf über 7,1 g/cm3.<ref name="Sato"/>

Mit Wasser reagiert Strontiumoxid unter Wärmeentwicklung zu Strontiumhydroxid:

<math>\mathrm{SrO + H_2O \rightarrow Sr(OH)_2}</math>

Mit Hilfe von Aluminiumgrieß lässt sich Strontiumoxid zu Strontium reduzieren (Aluminothermie):

<math>\mathrm{3\,SrO + 2\,Al \rightarrow Al_2O_3 + 3\,Sr}</math>

Verwendung

Strontiumoxid wird in der Glasindustrie zur Herstellung von Spezialgläsern verwendet, so wird etwa das Oxid dem Glas von Bildschirmröhren zur Strahlungsminderung beigemengt. Früher wurde Strontiumoxid bei der Herstellung von Rübenzucker eingesetzt (Strontianverfahren).<ref>H. Ost: Lehrbuch der Technischen Chemie, Verlag von Robert Oppenheim, Berlin, 1890, S. 369ff.</ref>

Weiterhin wird es aufgrund seiner hohen Schmelztemperatur und seiner geringen Elektronenaustrittsarbeit von 1,0 eV als Beschichtungsmaterial auf Kathoden, zum Beispiel aus Wolfram, eingesetzt. Dadurch wird es eine Oxidkathode. Siehe hierzu Austrittsarbeit. Da es jedoch wasserlöslich ist, werden in Anwendungen, bei denen das Vakuum für Wartungsarbeiten unterbrochen werden muss, und feuchte Atmosphärenluft in die Anlage eindringen kann, andere Werkstoffe bevorzugt. Daher beschränkt sich der Einsatz in der Praxis auf Anlagen, die kontinuierlich im Vakuum betrieben werden. In diesen dauerhaft geschlossenen Dioden erlauben sie Glühemission bei bereits 800 K.

Einzelnachweise

<references/>

Vorlage:Klappleiste/Anfang Berylliumoxid | Magnesiumoxid | Calciumoxid | Strontiumoxid | Bariumoxid | Radiumoxid Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein