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Martin Heckmanns

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Datei:Palais Martin Heckmanns 1.jpg
Martin Heckmanns liest im Palais im Großen Garten (gemeinsam mit der Schauspielerin Alexandra Sinelnikova).

Martin Heckmanns (* 19. Oktober 1971 in Mönchengladbach) ist ein deutscher Schriftsteller und Dramatiker.

Leben

Heckmanns ist der Sohn des Künstler- und Pädagogen-Ehepaars Jutta und Jürgen Heckmanns. Er wuchs in Herford auf, wo er 1990 sein Abitur am Friedrichs-Gymnasium ablegte.<ref>Ralf Bittner: Ein Literaturkurs macht Theater, in: Neue Westfälische, 10. Oktober 2018</ref> Er studierte Philosophie, Geschichte und Komparatistik und schloss sein Studium mit einer Arbeit über den Witz in der Frühromantik ab. Er hat Kurzprosa in Zeitschriften und Anthologien veröffentlicht und Theaterstücke geschrieben, die bisher in mehr als zehn Ländern zur Aufführung gekommen sind. Er wurde mit zahlreichen Preisen und Stipendien ausgezeichnet, zuletzt 2008 mit dem Niederrheinischen Literaturpreis der Stadt Krefeld und dem Margarete-Schrader Preis der Universität Paderborn 2012. 2002 wurde er in der Kritikerumfrage der Zeitschrift theater heute zum Nachwuchsdramatiker des Jahres gewählt. 2003 und 2004 erhielt er den Publikumspreis bei den Mülheimer Theatertagen. Aufenthaltsstipendien auf Schloß Wiepersdorf, im Künstlerdorf Schöppingen und im Döblin-Haus Wewelsfleth, Auslandseinladungen u. a. nach Kuba, Chile, Rumänien und Japan.<ref>Logbuch Suhrkamp - Logbuch Suhrkamp. Abgerufen am 14. Januar 2026.</ref> Er unterrichtete Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin, der Bundesakademie Wolfenbüttel und bei der Biennale Wiesbaden „Neue Stücke aus Europa“, bei den Werkstatttagen am Wiener Burgtheater und beim Schweizer Dramenprozessor. Zwischen 2009 und 2012 war Heckmanns Dramaturg und Hausautor am Staatsschauspiel Dresden.<ref>Martin Heckmanns. www.staatsschauspiel-dresden.de, abgerufen am 19. August 2016.</ref> Im Jahr 2012 wurde Heckmanns mit dem Margarete-Schrader-Preis ausgezeichnet.<ref>Pressemitteilung der Universität Paderborn: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />“Margarete Schrader-Preis” der Universität Paderborn an Martin Heckmanns verliehen (Memento vom 23. Februar 2014 im Internet Archive)</ref> 2023 war er Stipendiat der Villa Decius in Krakau.<ref>Willa Decjusza - Screenwriting scholarships. Abgerufen am 28. Oktober 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Heckmanns lebt mit Familie in Berlin (Stand 2024).

Theaterstücke

(Quelle: <ref>Der eingebildete Kranke am Staatstheater Kassel. In: Staatstheater Kassel. Abgerufen am 7. Oktober 2024.</ref>)

Bearbeitungen

  • Carlo Goldoni, Der Diener zweier Herren. UA am Staatsschauspiel Dresden am 21. November 2013. Regie: Bettina Bruinier.
  • Moliere, Der eingebildete Kranke. UA am Theater Bonn am 6. Dezember 2019. Regie: Simone Blattner.<ref>Der eingebildete Kranke. Theaterstück von Molière. In: Suhrkamp TheaterVerlag. Abgerufen am 7. Oktober 2024.</ref>

Literatur

  • Marcus Twellmann: Der Regel entgegen. In: Martin Heckmanns: Finnisch. Kränk. Stücke und Materialien. Suhrkamp Verlag, Frankfurt 2003
  • Was fängt das Theater mit diesen Texten an? Diskussion am Beispiel von Martin Heckmanns’ „Schieß doch, Kaufhaus!“ und Sarah Kanes „4.48 Psychose“. In: Dramaturgie, Zeitschrift der Dramaturgischen Gesellschaft, Heft 1/2003, S. 19–24
  • Natalie Bloch: Popästhetische Verfahren in Theatertexten von René Pollesch und Martin Heckmanns. In: Der Deutschunterricht. Theaterdidaktik, 2004, H. 2, S. 57–70
  • Jerome Carroll: Unbestimmtheit als Methode. Die endlosen Stücke von Martin Heckmanns. In: David Barnett, Moray McGowan, Karen Jürs-Munby (Hrsg.): Das Analoge sträubt sich gegen das Digitale? Materialitäten des deutschen Theaters in einer Welt des Virtuellen. Verlag Theater der Zeit, Berlin 2005
  • Katrin Bettina Müller: Ich ist eine Bildstörung. In: Spectaculum 76. Suhrkamp Verlag, Frankfurt 2005
  • Simone Kaempf: Martin Heckmanns – Wer bin ich, und wenn ja, wie viele? In: Barbara Engelhardt, Andrea Zagorski (Hrsg.): Stück-Werk 5, Deutschsprachige Dramatik. Verlag Theater der Zeit, Berlin 2008
  • Sandra Berchtel, Die Kunst der Reduktion: Minimalismus in Literatur und Film (Über Kaurismäki, Jarmusch, Fosse und Heckmanns). vdm-Verlag 2008
  • Gerhard Jörder: Schlaf mit mir, du hast doch eh nichts vor. In: Die Zeit, Nr. 43/2007; Porträt
  • Dirk Pilz: Wir sind aus Sprache gemacht. Porträt. In: Zitty; http://www.zitty.de/wir-sind-aus-sprache-gemacht/, abgerufen am 16. Oktober 2016
  • Katrin Bettina Müller Der Witz der Verzweifelten. In: taz

Eigenständige Publikationen

  • Finnisch/Kränk. Stücke und Materialien. Edition Suhrkamp Theater, Frankfurt 2003, ISBN 978-3-518-13435-1.
  • Vater Mutter Geisterbahn / Hier kommen wir nicht lebendig raus / Ein Teil der Gans. Suhrkamp Spectaculum, Berlin 2013, ISBN 978-3-518-42379-0.
  • Konstantin im Wörterwald. mixtvision-verlag, München 2014, ISBN 978-3-944572-11-6. (UA der Bühnenfassung am Kresch-Theater Krefeld am 28. Februar 2020, Fassung und Regie: Franz Mestre.)

Auszeichnungen

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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