Topfstedt
| Wappen | Deutschlandkarte | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Datei:DE-TH 16-0-65-074 Topfstedt COA.svg |
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| Basisdaten | ||||||
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 51° 15′ N, 10° 58′ O keine Zahl: {{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|16065074}}
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| Bundesland: | Thüringen | |||||
| Landkreis: | Kyffhäuserkreis | |||||
| Verwaltungsgemeinschaft: | Greußen | |||||
| Höhe: | 175 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ km² | |||||
| Einwohner: | {{Metadaten Einwohnerzahl DE−Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|16065074}} (Fehler: Ungültige Zeitangabe)<ref name="Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code">{{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | QUELLE}}</ref> | ||||
| Bevölkerungsdichte: | Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ Einwohner je km² | |||||
| Postleitzahl: | 99718 | |||||
| Vorwahl: | 03636 | |||||
| Kfz-Kennzeichen: | KYF, ART, SDH | |||||
| Gemeindeschlüssel: | 16 0 65 074 | |||||
| Gemeindegliederung: | 2 Ortsteile | |||||
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Bahnhofstr. 13a 99718 Greußen | |||||
| Website: | www.vgem-greussen.de | |||||
| Bürgermeister: | René Kämmerer (CDU) | |||||
| Lage der Gemeinde Topfstedt im Kyffhäuserkreis | ||||||
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Bild:Topfstedt in KYF.png|rahmenlos|300x375px|zentriert|Karte poly 135 111 136 0 0 0 0 109 Thüringen poly 83 199 93 193 96 188 81 184 73 189 68 187 75 197 Abtsbessingen poly 186 170 198 162 201 153 213 154 229 147 234 152 228 162 239 166 250 177 245 178 240 173 229 175 223 181 232 194 223 202 217 199 221 194 218 189 208 188 206 180 201 178 196 178 An der Schmücke poly 245 195 251 184 245 179 240 180 230 185 An der Schmücke poly 236 122 228 125 228 145 232 145 241 152 247 146 252 146 266 150 273 149 272 139 266 139 258 141 255 138 259 130 255 128 251 120 243 122 Artern poly 191 117 189 124 181 123 181 131 183 136 178 138 174 152 176 161 187 166 196 160 199 153 209 152 217 150 228 146 228 131 222 128 215 124 208 122 203 124 194 124 Bad Frankenhausen/Kyffhäuser poly 93 187 102 176 87 180 85 188 Bellstedt poly 217 130 226 124 220 114 213 119 Borxleben poly 131 218 137 209 134 198 131 187 135 202 121 204 121 212 Clingen poly 73 214 82 209 76 196 72 188 82 184 82 175 86 177 88 168 75 163 66 156 62 172 76 173 68 185 54 183 Ebeleben poly 106 188 113 183 101 181 94 188 Ebeleben poly 211 200 217 187 207 186 200 194 Etzleben poly 78 222 94 212 90 194 81 202 87 215 Freienbessingen poly 246 172 253 160 261 154 244 155 236 165 Gehofen poly 150 219 150 208 154 205 156 198 153 198 144 205 138 196 129 216 Greußen poly 96 210 103 208 114 211 116 208 117 200 116 190 119 187 147 189 144 182 147 168 129 167 123 167 119 173 105 172 103 180 113 187 98 190 92 198 Greußen poly 43 176 38 162 22 162 12 172 4 167 6 159 1 152 12 139 19 128 42 138 70 163 61 171 51 177 Helbedündorf poly 70 183 53 182 47 174 62 171 74 173 Holzsußra poly 275 149 258 147 255 137 244 140 241 152 262 157 Kalbsrieth poly 133 124 130 131 136 136 141 150 137 156 125 150 128 159 133 160 135 168 148 170 154 161 159 162 165 180 173 175 177 160 173 151 177 137 184 134 180 129 182 123 189 124 191 117 177 111 159 119 154 117 158 112 150 112 143 120 Kyffhäuserland poly 254 140 273 139 275 129 259 129 Mönchpfiffel-Nikolausrieth poly 164 184 151 169 154 188 Niederbösa poly 166 177 160 164 155 156 151 165 164 183 Oberbösa poly 232 184 235 181 248 178 243 174 231 172 223 178 223 185 228 188 Oberheldrungen poly 236 165 243 161 247 154 236 144 229 145 230 153 227 162 Reinsdorf poly 85 189 89 179 82 174 74 184 Rockstedt poly 274 148 274 153 264 158 258 158 258 163 252 169 251 175 258 178 257 182 264 189 279 200 288 191 288 184 293 176 297 172 290 164 280 155 284 152 Roßleben-Wiehe poly 168 151 172 146 173 137 166 133 164 137 162 146 Kyffhäuserland poly 164 168 168 161 176 157 173 151 165 152 156 157 Kyffhäuserland poly 102 178 85 183 94 170 62 152 36 133 45 133 84 125 102 114 124 122 135 125 133 132 138 141 138 155 128 145 125 157 130 161 130 166 Sondershausen poly 185 137 178 129 189 115 176 109 154 116 156 120 162 133 Kyffhäuserland poly 146 202 153 196 157 185 146 186 131 188 135 199 Topfstedt poly 141 187 155 187 151 165 143 180 Trebra poly 123 199 136 190 117 185 112 197 Wasserthaleben poly 121 212 125 205 134 204 131 186 119 199 117 199 Westgreußen desc top-right </imagemap> | ||||||
Vorlage:Check Geschlecht gegen Wikidata
Topfstedt ist eine Gemeinde im thüringischen Kyffhäuserkreis, die zur Verwaltungsgemeinschaft Greußen gehört.
Geografie
Topfstedt gehört zur Thüringer Hügellandschaft und liegt im Thüringer Becken. Der Ort liegt ca. 40 km nordöstlich der Landeshauptstadt Erfurt und 18 km südlich der Kreisstadt Sondershausen, direkt an der Bundesstraße 4 und besteht aus Niedertopfstedt und Obertopfstedt. Die beiden Ortsteile sind ca. einen Kilometer voneinander entfernt.
Geschichte
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes Topfstedt erfolgte im Jahre 842, als ein gewisser Frecholf seine Güter in Topfestat dem Kloster Fulda schenkte.
Die Schenkungsurkunde selbst ist jedoch nicht erhalten. Ihr Wortlaut war in einem unter Abt Hrabanus Maurus seit 833 angelegten Cartular (Sammlung von Urkundenschriften) eingetragen. In diesem Cartular wurden alle Schenkungen Thüringer Privatleute an das Kloster gesammelt. Aber selbst dieses Cartular ist nicht erhalten. Jedoch ist eine kurze Zusammenfassung des Urkundeninhalts erhalten. Dies ist im zweiten Band des so genannten Codex Eberhardi<ref>StA Marburg K426 Bl.87r</ref> nachzulesen. Der genaue Zeitpunkt der Schenkung Frecholfs ist auch nicht nachzuvollziehen.
Da die Schenkung vermutlich in die Regierungszeit des Fuldaer Abtes Hrabanus Maurus (822–842) fiel, wurde das letztmögliche Jahr, also 842, als Jahr der ersten Nennung angenommen. Die älteste noch vorhandene Urkunde von Topfstedt stammt aus dem Jahre 1089; diese ist jedoch eine Fälschung. Bei der Fälschung handelt es sich um eine Besitzstandsurkunde des Klosters Reinhardsbrunn. Die fingierte Urkunde wurde um das Jahr 1165 von einem Mönch des Klosters Reinhardsbrunn hergestellt, um den Besitzstand des Klosters gegenüber den Feudalgewalten zu sichern.
1333 wurden erstmals die beiden, noch heute existierenden, Ortsteile Niedertopfstedt und Obertopfstedt genannt. Beide Orte gehörten bis 1815 zum kursächsischen Amt Weißensee. Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses kamen sie zu Preußen und wurden 1816 dem Landkreis Weißensee im Regierungsbezirk Erfurt der Provinz Sachsen zugeteilt, zu dem sie bis 1944 gehörten.<ref>Der Landkreis Weißensee im Gemeindeverzeichnis 1900. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 30. Oktober 2023; abgerufen am 5. November 2025.</ref>
Besuch des preußischen Königs
Am 15. Oktober 1806, einen Tag nach der Doppelschlacht bei Jena und Auerstedt, eilten die geschlagenen preußischen Truppen von Weißensee kommend durch Topfstedt, um die Festung Magdeburg zu erreichen.
Zur Rettung des Königs Friedrich Wilhelm III. vor der Gefangennahme wandte Generaloberleutnant Kalckreuth eine Kriegslist an. Ohne erfolgreichen Abschluss dieser List wäre eine Gefangennahme des Königs durch französische Truppen sehr wahrscheinlich gewesen. Der König war in der Nacht nach der Schlacht von Auerstedt bis Sömmerda geritten und hatte im dortigen Pfarrhaus Quartier genommen. Am 16. Oktober 1806 nahmen ein Husaren- und ein Dragonerregiment den König in die Mitte und geleiteten ihn über Weißensee-Ottenhausen zunächst nach Niedertopfstedt. In Niedertopfstedt angekommen, wollte der König im Rittergutshaus ein Mahl einnehmen, musste aber nebst einer Eskorte von 50 Reitern unter Generalleutnant von Blücher schleunigst die Flucht antreten, da gegen 10 Uhr in Greußen französische Husaren einritten, die jedoch durch eine Schwadron preußischer Dragoner wieder vertrieben werden konnten.
Der König setzte seine Flucht dann in Richtung Sondershausen fort. Am Mittag des 16. Oktober 1806 sammelten sich preußische Truppen zwischen Niedertopfstedt und Greußen zu einem Rückzugsgefecht, um die Flucht des Königs zu decken. Zwischen 15:30 Uhr und 19:30 Uhr kam es dann zu einem kurzen Gefecht, an dem eine preußische Nachhut in Stärke von 12.000 Mann teilnahm. Nach dem Treffen zogen Teile dieser Nachhut, teils ohne Waffen, durch den Ort. Der größte Teil jedoch wurde von den französischen Truppen gefangen genommen. Zum Andenken an den Fluchtbesuch des preußischen Königs wurde in dem Zimmer des Rittergutes, in dem er sich aufgehalten hatte, eine Gedenktafel angebracht, die aber 1945 wieder entfernt wurde.
Einwohnerentwicklung
Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):
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Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik
Politik
Wappen
| Blasonierung: „Geteilt von Rot und Silber; belegt mit je einer querliegenden Wolfsangel in verwechselten Tinkturen.“<ref name="Wappen">Hartmut Ulle, Erfurt: Neues Thüringer Wappenbuch. Die Wappen der thüringischen Landkreise, Städte und Gemeinden. 3. Auflage. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza 2011, ISBN 978-3-86777-211-2, S. 97.</ref> | |
| Wappenbegründung: Damals wurde die Fachgruppe Heraldik „Schwarzer Löwe“, in Leipzig mit der Forschung nach einem Gemeindewappen beauftragt. Die Recherchen der Fachgruppe brachten keine historischen Überlieferungen zu einem Gemeindewappen ans Licht. Zwar traten nach verschiedenen Urkunden Angehörige des Ende des 14. Jahrhunderts ausgestorbenen Geschlechts derer von Topfstedt zwischen 1175 und 1369 als Zeugen auf. Dabei wurde jedoch nie deren Wappen beschrieben. Die Siegel dieser Urkunden waren in den meisten Fällen nicht mehr vorhanden oder aber völlig unkenntlich.
Da also kein Wappen nachzuweisen war, wurde die Fachgruppe Heraldik mit dem Entwurf und der Colorierung eines Ortswappens beauftragt. Historische Grundlage bildete das in Johann Siebmachers Wappenbuch<ref>Ausg. 1901 Band 21, Tafel 16, Seite 4</ref> des abgestorbenen sächsischen Adels der preußischen Provinz Sachsen abgebildete Wappen derer von Topfstedt. Dieses Wappen zeigt im Schild einen quer liegenden Widerhaken, auch Wolfsangel genannt. Das Wappen wurde auf dem Siegel einer von Hermann von Topfstedt für das Kloster Kelbra ausgefertigten Urkunde entdeckt. Es ist das einzige erhaltene Wappensiegel dieses Geschlechts. Für das Gemeindewappen modifizierten die Spezialisten der Forschungsgruppe Heraldik das Siegel Hermann von Topfstedts durch Teilung des Wappenschilds und setzten in jeden Teil, je einen der beiden Ortsteile repräsentierend, eine Wolfsangel in verwechselten Farben. Rot und Silber verweisen auf die Farben des historischen Thüringer Wappentiers, des bunten Löwen der Ludowinger, der seit 1990 auch wieder das Wappen des wiedererstandenen Freistaats Thüringen ziert (Thüringer Landeswappen). Das Wappen wurde von der Heraldischen Gesellschaft „Schwarzer Löwe“ in Leipzig gestaltet, vom Gemeinderat bestätigt und am 30. August 1987 mittels Wappenbrief offiziell eingeführt; es ist in der Quedlinburger Wappenrolle unter der Nummer QWR II/87032 eingetragen. |
Flagge
Die Flagge der Gemeinde Topfstedt ist Weiß – Rot geteilt und trägt das Gemeindewappen.<ref name="HS">§ 2 der Hauptsatzung der Gemeinde Topfstedt (PDF; 621 kB).</ref>
Dienstsiegel
Das Dienstsiegel trägt die Umschrift im oberen Halbbogen „THÜRINGEN“, im unteren Halbbogen „Gemeinde Topfstedt“ und zeigt das Gemeindewappen.<ref name="HS" />
Sehenswürdigkeiten
- Dorfkirche in Niedertopfstedt
- Historisches Rittergutshaus (Herrenhaus) in Niedertopfstedt
- Dorfkirche St. Sebastian und Fabian in Obertopfstedt (Das Herrenhaus des Guts in Obertopfstedt wurde nach 1945 abgerissen)
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Kriegerdenkmal in Niedertopfstedt
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Epitaph an der Kirche von Obertopfstedt
Wirtschaft
Wirtschaftlich ist Topfstedt eher von der Landwirtschaft geprägt, es sind aber auch eine Reihe kleiner mittelständischer Unternehmen angesiedelt. In Niedertopfstedt ist 2010/2011 eine Biogasanlage entstanden, die Dächer der Wirtschaftsgebäude sind großflächig mit Solarpanelen bestückt.
Bis Anfang der 1990er Jahre wurde die Wirtschaft durch die in Niedertopfstedt ansässige Ziegelei und die in beiden Ortsteilen vorhandene LPG geprägt. Ein Großteil der Bevölkerung arbeitete in diesen Betrieben.
Literatur
Weblinks
- Literatur von und über Topfstedt im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Webpräsenz. vgem-greussen.de
Einzelnachweise
<references />
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