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Balatabaum

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Balatabaum
Datei:Manilkara bidentata 1.JPG

Balatabaum (Manilkara bidentata)

Systematik
Kerneudikotyledonen
Asteriden
Ordnung: Heidekrautartige (Ericales)
Familie: Sapotengewächse (Sapotaceae)
Gattung: Manilkara
Art: Balatabaum
Wissenschaftlicher Name
Manilkara bidentata
(A.DC.) A.Chev.
Datei:Manilkara bidentata MHNT.BOT.2010.6.32.jpg
Manilkara bidentata, Holz

Der Balatabaum (Manilkara bidentata) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Sapotengewächse (Sapotaceae). Er ist weit verbreitet auf den Karibischen Inseln und im tropischen Mittel- und nördlichen Südamerika.<ref name="WCSP" />

Beschreibung

Der Balatabaum ist ein langsamwachsender, meist immergrüner Baum, seltener ein kleiner Strauch, der an besten Standorten Wuchshöhen von mehr als 30 Metern und einen Stammdurchmesser von 1,3 Meter erreichen kann. Ausgewachsene Bäume bilden eine dichte Baumkrone mit horizontalen Ästen. Ältere Bäume besitzen öfters breite Brettwurzeln. Die Pflanzenteile enthalten einen weißen Milchsaft.

Die wechselständigen und ganzrandigen, ledrigen, kurz gestielten Laubblätter sind mit einer Länge von bis etwa 7–20 Zentimeter, elliptisch bis verkehrt-eiförmig. Die Blätter sind unterseits bronzefarben, die Spitze ist abgerundet bis spitz oder bespitzt, seltener stumpf, und teils eingebuchtet. Der Blattstiel ist bis 1,5–4,5 Zentimeter lang. Die Nervatur ist gefiedert mit vielen undeutlichen parallelen Seitenadern. Die größeren oder kleineren Nebenblätter sind mehr oder weniger haltbar oder fehlen ganz.

Die Blütezeit liegt am Beginn der Regenzeit. Die bis 2,5 Zentimeter lang gestielten, zwittrigen, radiärsymmetrischen, leicht duftenden, kleinen und sechszähligen Blüten mit doppelter Blütenhülle, sind grünlich-gelb bis weiß. Sie erscheinen in meist achsenständigen Gruppen, Büscheln, endständig an den Zweigen. Der meistens sechszählige Kelch ist in zwei ungleichen Kreisen angeordnet. Die sechs, meist dreiteiligen, bzw. mit zwei petaloiden Anhängseln, und kahlen Kronblätter, sind cremefarben, weiß, die Kronröhre ist nur kurz. Es sind sechs antipetale, kurze Staubblätter und sechs kurze, unregelmäßig geformte Staminodien vorhanden, die basal zu einem Ring verwachsen sind. Der sechs- bis achtkammerige, kahle Fruchtknoten ist oberständig mit relativ kurzem, kegelförmigem Griffel mit kleiner kopfiger Narbe.

Die mit einem Durchmesser von bis etwa 2,5–3 cm kugeligen bis ellipsoiden und orangen bis gelben, glatten Beeren besitzen ein essbares, süßes Fruchtfleisch, das den meist nur einzigen, manchmal auch zwei, und glatten, eiförmigen, harten, glatten und abgeflachten, dunkelbraunen Samen mit deutlichem Hilum umgibt. An der Frucht ist an der Spitze oft der haltbare Griffelrest und an der Basis der haltbare Kelch.

Nutzung

Das Holz des Balatabaums wird unter den Bezeichnungen Massaranduba, Balata rouge, Beefwood etc. gehandelt. Es ist eine tropische Hartholzart, ähnlich wie Bangkirai.

Die Farbe des Holzes ist ein sehr dunkles Rot bis Rotbraun. Mit einem Gewicht von 1100 bis 1300 kg/m3 schwimmt dieses Eisenholz nicht. Es wird für Zimmermannsarbeiten, Bautischlerarbeiten, Eisenbahnschwellen, Wasserbau, Brückenbau, Schiffbau, Möbel, Furnier, Musikinstrumente, Werkzeuge und Sportgeräte verwendet. In Europa sind aufgrund seiner Witterungsbeständigkeit besonders Produkte für den Außenbereich als Massaranduba auf dem Markt. Eine negative Eigenschaft dieses Holzes ist das verstärkte Quell- und Schwindverhalten. Für maßhaltige Bauteile ist das Holz daher nicht geeignet.

Weitere Handelsnamen: Maçaranduba (BR), Baiata (SR, CO), Nisperillo (CO), Quinilla (PE), Purguo morado (VE), Bulletwood, Beefwood (GB).

Aufgrund seiner Herkunft und des damit verbundenen meist schwer kontrollierbaren Einschlags ist die Nutzung dieses Tropenholzes nicht unumstritten. Wegen seines langsamen Wachstums ist fraglich, ob eine nachhaltige und ökologische forstwirtschaftliche Nutzung möglich ist.

Der Milchsaft des Balatabaumes, die Balata, ist guttaperchaartig und dient zur Herstellung von Treibriemen und Transportbändern, früher wurde sie auch häufig für Golfbälle verwendet. Aus dieser Art lässt sich auch Chicle, eine Kaugummimasse, gewinnen.

Systematik

Diese Art wurde 1844 unter dem Namen Mimusops bidentata durch Alphonse Pyrame de Candolle in Prodromus Systematis Naturalis Regni Vegetabilis, 8, S. 204–205 erstbeschrieben. Auguste Jean Baptiste Chevalier veröffentlichte 1932 den heute gültigen Namen Manilkara bidentata in Revue de Botanique Appliquée et d'Agriculture Tropicale 12 (128), S. 270.

Weitere Synonyme für Manilkara bidentata <templatestyles src="Person/styles.css" />(A.DC.) A.Chev. sind: Manilkara balata <templatestyles src="Person/styles.css" />(Aubl.) Dubard, Manilkara williamsii <templatestyles src="Person/styles.css" />Standl., Manilkara balata var. cruegeri <templatestyles src="Person/styles.css" />(Pierre) Dubard, Manilkara balata var. gutta <templatestyles src="Person/styles.css" />(Pierre) Dubard, Manilkara balata var. hartii <templatestyles src="Person/styles.css" />(Pierre) Dubard, Manilkara balata var. melinonis <templatestyles src="Person/styles.css" />(Pierre) Dubard, Manilkara balata var. schomburgkii <templatestyles src="Person/styles.css" />(Pierre) Dubard, Manilkara balata var. sieberi <templatestyles src="Person/styles.css" />(A.DC.) Dubard, Manilkara bidentata var. cruegeri <templatestyles src="Person/styles.css" />(Pierre) Chev., Manilkara darienensis <templatestyles src="Person/styles.css" />(Pittier) Standl., Mimusops balata var. cruegeri <templatestyles src="Person/styles.css" />Pierre, Mimusops balata var. gutta <templatestyles src="Person/styles.css" />Pierre, Mimusops balata var. hartii <templatestyles src="Person/styles.css" />Pierre, Mimusops balata var. melinonis <templatestyles src="Person/styles.css" />Pierre, Mimusops balata var. schomburgkii <templatestyles src="Person/styles.css" />Pierre, Mimusops balata var. sieberi <templatestyles src="Person/styles.css" />(A.DC.) Pierre, Mimusops darienensis <templatestyles src="Person/styles.css" />(Pittier) Standl., Mimusops surinamensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Miq., Mimusops sieberi <templatestyles src="Person/styles.css" />A.DC., Mimusops globosa <templatestyles src="Person/styles.css" />C.F.Gaertn., Mimusops balata <templatestyles src="Person/styles.css" />Crueg. ex Griseb. illeg., Sapota mulleri <templatestyles src="Person/styles.css" />Blume ex Bleekrode, Kaukenia globosa <templatestyles src="Person/styles.css" />(C.F.Gaertn.) Kuntze u. a.<ref name="tropicos" /><ref>Manilkara bidentata in The Plant List.</ref>

Eine andere Art ist Mimusops balata <templatestyles src="Person/styles.css" />(Aubl.) C.F.Gaertn.

Man unterscheidet zwei Unterarten:

  • Manilkara bidentata subsp. bidentata: Sie kommt von Panama bis ins tropische Südamerika und zu den Kleinen Antillen vor.<ref name="WCSP" />
  • Manilkara bidentata subsp. surinamensis <templatestyles src="Person/styles.css" />(Miq.) T.D.Penn.; sie unterscheidet sich in den fehlenden Neben- und Tragblättern bei den Blüten, den etwas kleineren Blättern, sowie kürzeren Blattstielen.<ref>Terence D. Pennington: Sapotaceae. In: Fl. Neotrop. Monogr. 52, 1990, S. 1–770, Modul:JSTOR * Modul:JSTOR:170: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), ISBN 978-0-89327-344-6, online bei NYBG.</ref> Sie kommt von der Karibik bis ins tropische Südamerika vor.<ref name="WCSP" />

Literatur

Weblinks

Commons: Balatabaum (Manilkara bidentata) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="tropicos">Manilkara bidentata bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> </references>