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Kompogas

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Kompogas ist eine weltweit eingetragene Marke und ein patentrechtlich geschütztes Verfahren für die anaerobe Vergärung von organischen Abfällen. Grundlage des kontinuierlichen und vollautomatischen Verfahrens ist es, die wertvollen organischen Abfälle in einen Kreislauf zurückzuholen.<ref>Der vollkommene ökologische Kreislauf. (PDF; 554) Kompogas-Schema. In: www.kompogas-utzenstorf.ch. Kompogas Utzenstorf AG, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 23. März 2012; abgerufen am 15. Januar 2026.</ref>

Der Pionier, welcher das Verfahren erprobte und die gleichnamige Firma aufbaute, war Walter Schmid. Im Jahr 1989 entstand durch Walter Schmid – nach den Tüfteleien auf der heimischen Terrasse<ref>Walter Schmid erfindet Kompogas</ref> um 1988 – ein Fermenter von 20 Kubikmetern und im Jahr 1991 mit einer Anstossfinanzierung des Kantons Zürich<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Geschichte von Kompogas (Memento vom 26. Juli 2011 im Internet Archive)</ref> die erste fertig entwickelte Anlage, welche aus den zunächst noch schwer zu beschaffenden Grünabfällen Biogas und Kompost produzieren konnte. Schmid musste sich gegen Politiker jeder Couleur durchsetzen, um überhaupt Grünabfall zu erhalten. Bereits im Jahr 2005 schrieb die Handelszeitung, dass dabei wohl steigende Energiepreise in der Zukunft helfen werden.<ref>Gabriela Weiss: Energiemarkt: Vetterli stehen Erfolge im Weg. In: www.handelszeitung.ch. Ringier AG, Ringier Medien Schweiz, 4. Mai 2005, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 8. August 2017; abgerufen am 15. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Der Start unter dem Namen Kompogas erfolgte in Rümlang mit einer Jahresleistung von ca. 2,8 Mio. kWh. Seit 1995 fuhren Lastwagen der Walter Schmid AG und der Firma Kompogas mit Biogas. In den Schweizer Anlagen können die produzierten Komposte und Gärprodukte oft gratis von der Bevölkerung bezogen werden und sind für den biologischen Landbau zertifiziert.<ref>Gärrest zertifiziert für Biolandbau</ref>

Ab dem Jahr 2006 hielt die Axpo eine Minderheitsbeteiligung an Kompogas, vom Jahr 2011 war sie die alleinige Besitzerin der Firma, bevor der Anlagenbau im Oktober 2014 vom japanisch-schweizerischen Clean-Tech Unternehmen Hitachi Zosen Inova AG übernommen wurde.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Medienmitteilung Hitachi Zosen Inova / Axpo (Memento vom 8. August 2017 im Internet Archive)</ref> Der Stromproduzent Axpo betreibt weiterhin 15 Kompogasanlagen in der Schweiz.<ref>Website. In: www.axpo.com. Axpo Kompogas AG, abgerufen am 8. August 2017.</ref> Weltweit sind über 80 Anlagen in Betrieb.<ref>Referenzen. Key Facts Kompogas. In: www.hz-inova.com. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 8. August 2017; abgerufen am 8. August 2017.</ref>

Das Kompogas-Verfahren wurde stets weiterentwickelt und wird mittlerweile in verschiedenen Fermentergrössen angeboten.

Einzelnachweise

<references />