Dudensen
Dudensen Duensen (niederdeutsch) Stadt Neustadt am Rübenberge
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|---|---|---|---|---|---|---|
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(524)&title=Dudensen 52° 36′ N, 9° 27′ O
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dim=10000 | globe= | name=Dudensen | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 36 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 9,72 km²<ref name="Dudensen" /> | |||||
| Einwohner: | 524 (1. Apr. 2024)<ref name="Einwohner2024" /> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 54 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. März 1974 | |||||
| Postleitzahl: | 31535 | |||||
| Vorwahl: | 05034 | |||||
Lage von Dudensen in Niedersachsen
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| Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
Die Ortschaft Dudensen ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist ein Stadtteil von Neustadt am Rübenberge in der Region Hannover (Niedersachsen).
Geographie
Geographische Lage
Dudensen liegt ca. 12 km nördlich der Kernstadt Neustadts. Westlich der Ortslage befindet sich am Westrand der Dudenser Moorsenke die Quelle der Alpe.
Ortsgliederung
Der Ort gehört zusammen mit Nöpke, Borstel und Hagen zum Mühlenfelder Land.<ref name="Dudensen" />
Nachbarorte
Nachbarorte an der Windrose:
| Wenden | Wendenborstel Klein Varlingen | Bevensen |
| Nöpke | Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt | Büren |
| Borstel | Hagen | Mariensee |
Geschichte
In der Gemarkung Dudensen liegen die Wüstungen Holinbeke und Sesenhusen. Beide werden jeweils in einer Schenkungsurkunde genannt, erstere aus dem Jahr 1033, die zweite von 1186.<ref name="Mühle" /> Beide Wüstungen finden sich mit Seenser Feld und Hollenheide noch in heutigen Gemarkungsbezeichnungen wieder.
Tanja Weiß geht in ihrer Arbeit über die Ortsnamen in Neustadt am Rübenberge auf zwei verschiedene Ortsnamen ein. Bereits 1128 gibt es ein urkundlich verzeichnetes Duotdenhusen.<ref name="Weiß" /> In einer Urkunde aus dem Jahr 1228 erscheint schließlich der Name Dudenhusen.<ref name="Weiß" /> Daneben gibt es zwei weitere Sekundärquellen die das Jahr 1228 als Zeitpunkt der ersten urkundlichen Erwähnung des Ortes Dudensen unter dem Namen Dudenhusen angeben.<ref name="Bauern" /><ref name="Ohainski" /> Zwei andere Quellen geben für die erste urkundliche Erwähnung allerdings das Jahr 1261 an.<ref name="Karpa" /><ref name="Krumm" /> Dagegen spricht aber der Eintrag im Hoyer Lehnsregister um das Jahr 1250, dass Graf Heinrich von Hoya in Dudenhusen zwei Hufen als Besitz habe.<ref name="Boetticher145" /> Noch im Jahr 1859 wird der Ort offiziell als Duensen aufgeführt, so wie es heute noch im Sprachgebrauch vorkommt.<ref name="Hist. Verein" /> Bis ins 20. Jahrhundert hinein wird der Ort in zwei Teilen aufgeführt, als Dudensen - Im Dorfe und Dudensen - In den Meyerhöfen.<ref name="PL" />
Vorgeschichte
Dudensen und seine Umgebung ist durch bedeutende vorgeschichtliche Zeugnisse bekannt. Wenige Kilometer entfernt in der Gemarkung Stöckse findet man die Reste eines Großsteingrabs und deutlich sichtbare Hügelgräber. Das Übergangsgebiet zwischen Moor und Geest wurde schon früh von jungsteinzeitlichen Rentierjägern durchzogen. Sie schlugen im Schatten des Giebichensteins (heutige Gemeinde Stöckse, Landkreis Nienburg) schon vor mehr als 10.000 Jahren ein Lager auf. Ein inzwischen durch Sandabbau verschwundenes Hünengrab auf dem „Dicken Hoop“ ist in der Zeit von 3500 bis 2000 v. Chr. entstanden. Aus dieser Zeit stammt auch ein Beil aus Felsgestein, das man im nahen Wenden gefunden hat. Ein Bronzebeil, das man in der Gemarkung „Am Krähenberg“ gefunden hat, stammt aus der Zeit von 2000 bis 1800 v. Chr. Auch ein Hünenfriedhof der jüngeren Bronzezeit (ca. 1000 v. Chr.) mit bronzenem Rasiermesser als Grabbeigabe wurde auf dem Sandhügel westlich der Landesstraße 192 (L 192) zwischen Dudensen und Bevensen gefunden. Beide Fundstücke gingen im Zweiten Weltkrieg verloren.
Eine frühere Besiedlung aus der frühen Eisenzeit lässt sich nicht ausschließen, denn es wurden mehrere Urnen, sowie eine Grabhügelgruppe gefunden.<ref name="Moser" />
Mittelalter
Im frühen Mittelalter gehörte das Gebiet der heutigen Gemeinde Dudensen zu dieser Zeit zum Loingau und damit zum Siedlungsgebiet der Sachsen. Zwischen 600 und 800 entstanden im Neustädter Land die ersten Siedlungen. Während des Krieges zwischen Franken und Sachsen 772 bis 805 und verstärkt nach dem Blutgericht von Verden 782 entstanden Dörfer durch Zwangsumsiedlungen. Der Reichstag zu Aachen fasste 797 den Beschluss umfangreiche Deportationen durchzuführen und Franken in Sachsen anzusiedeln.<ref name="Nöpke30" /> Vermutlich ist in dieser Zeit auch Dudensen entstanden.
Aus einer undatierten Urkunde um das Jahr 1260 geht jedenfalls die Existenz einer Villikation Dudenhusen des Bistums Minden hervor. Dieser Haupthof besaß in Dudensen sieben Hufen, 19 weitere Hufen gab es in 14 umliegenden Dörfern, wozu auch entferntere, wie Mardorf, Norddrebber und Hornbostel, zählen.<ref name="Boetticher165" /> Damit kann dieser Hof mit seinen über 200 ha als umfassendes Gut angesehen werden. Einen weiteren Grund für die Gründung in Dudensen sieht Ehlich darin, dass hier bereits ein Haupthof der Familie von Mandelsloh bestand.<ref name="Nöpke47" /> Dass es zwei Haupthöfe in Dudensen gab, belegen die Verzeichnisse der Selworte einerseits von 1482, in dem der Hof des Koberg zu Dudensen und der Meierhof Dudensen genannt werden und andererseits von 1540, in dem der Eickhof zu Dudensen, der den von Mandelso Koeborg gehöre und den Meyerhoff zu Dudensen, der dem Capitel zu Minden gehöre, aufgeführt werden.<ref name="Nöpke50" /> Zum Haupthof des Domstifts in Dudensen gehörten im 13. Jahrhundert 25 Hufen und zwei Kotten. Damit waren Ortschaften von Bockhorn (nördlich von Schwarmstedt) bis Mardorf am Steinhuder Meer von Dudensen abhängig. Der Haupthof des Mindener Domstifts hatte sich zunächst in Nienburg befunden. Jedoch ist weder im Güterverzeichnis von ca. 1263 noch im Bericht von 1540 aus Hagen von diesem Mindener Haupthof zu Nienburg die Rede. Als einzige Selwort des Doms wird in den genannten Schriftstellen der Hof zu Dudensen erwähnt.<ref name="Nöpke47" /> In jener Zeit ließen sich auch Angehörige des niederen Adels nieder, z. B. Ritter Segehard von Dudensen,<ref name="Nöpke47" /> der das Mindener Gut zum Lehen hatte.<ref name="hist. Verein 1855" />
Laut Ehlich ist die Abwanderung vor 1263 ebenso belegt wie das Ereignis, das als Ursache maßgeblich war, nämlich die großzügige Schenkung der Edelfrau Mathilde von Ricklingen, die um das Jahr 1185 einen umfangreichen Landbesitz von etwa 190 Hufen (5700 Morgen) an die Kirche brachte.<ref name="Nöpke47" /> Zu beachten ist, dass in der Dudenser Gemarkung mehrere Flurnamen (Seenser Feld, Seenser Mühle, Seenser Grund) den Platz bezeichnen, den früher einmal die Siedlung „Sesenhusen“ eingenommen hatte. Die Bewohner haben sich später in dem Ortsteil „In den Meyerhöfen“ niedergelassen. Dudensen war in der folgenden Zeit lange Streitobjekt zwischen dem Stift Minden, dem Amt Wölpe und den Mandelsloher (Raub-)Rittern. So ist der Kern der Sage, dass Dudensen von Drakenburger Rittern angezündet wurde, während die Dudenser Ritter in Drakenburg zu Gast waren.
Neuzeit
Von 1519 bis 1523 tobte die Hildesheimer Stiftsfehde zwischen dem Stift Hildesheim und den Calenbergern, den Erben des Amtes Wölpe. Das Heer des Herzogs Heinrich von Braunschweig zog plündernd über das Mühlenfelder Land nach Wölpe. Kaum 30 Jahre später erfasste auch der Schmalkaldische Krieg diese Territorien. Vor der Schlacht bei Drakenburg zogen die Truppen der Protestanten plündernd durch die Lande des Herzogs Erich II. von Calenberg und lagerten am 22. Mai 1542 in Rodewald. Sie versorgten sich aus den umliegenden Dörfern. Im Dreißigjährigen Krieg wurde bei den Belagerungen von Nienburg das Umland durch Tillys Truppen verwüstet.
Für das Jahr 1588 ist bereits die Existenz einer Pfarrkirche belegt und es findet sich erstmals der Name Duensen, der auch heute noch im Sprachgebrauch zu finden ist.<ref name="Erbregister9" /> In der gleichen Quelle wird Duensen als eins der fünfzehn zum Mandelsloher Gogericht zugehörigen Dörfer genannt. Für das Jahr 1584 werden für „Duensen im Dorfe“ vier Meierhöfe und 19 Kötner angegeben, für „Duensen in den Meyerhöfen“ sind es drei Meier und sechs Brinksitzer.<ref name="Erbregister201" /> Im Jahr 1777 wird Duensen, im Dorfe als Pfarrdorf mit 20 Haushalten und Duensen, in den Meierhöfen mit 10 Haushalten angegeben,<ref name="Scharf 1777" /> im Jahr 1791 sind es 21 und 13<ref name="Scharf 1791" /> und für 1811 sind es 31 und 14.<ref name="Hassel" /> 1818 werden für Dudensen 149 Einwohner in 31 Häusern genannt, was lediglich für den Teil Duensen, im Dorfe gelten wird.<ref name="Hassel 1818" /> Für das Jahr 1848 werden für die beiden Dorfteile 69 Wohngebäude verzeichnet,<ref name="hannover52" /> sowie die Existenz einer Schule.<ref name="hannover190" /> Für das Jahr 1871 sind es 55, darunter 38 „Im Dorfe“, auf die sich 88 Familien und fünf Einzelhaushalte aufteilten.<ref name="Zählung" />
Dass es in umliegenden Dörfern noch in der Mitte des 19. Jahrhunderts von Dudensen abhängige Höfe gegeben hat, belegt die Zahlung von 262 Reichstalern, die die Nöpker Vollmeierhöfe Nr. 7 und 8 im Jahr 1860 als einmalige Ablösesumme für den bis dahin jährlich fälligen Hofzins von jeweils acht Himten (ein Himpten entsprach etwa 30 Liter bzw. einem halben Scheffel) Roggen an den Dudenser Pastor aufbrachten.<ref name="Nöpke 149" /> Das Vorwerk Dudensen, das inzwischen unter der Verwaltung der Klosterkammer Hannover stand,<ref name="Berlepsch" /> wurde als letztes der beiden Haupthöfe im Herbst 1877 durch Aufteilung und parzellenweiser Versteigerung aufgelöst.<ref name="Zuschlagsbescheid1877" /> Einige der Fachwerkgebäude sind bis heute erhalten, allerdings durch Um- und Ergänzungsbauten nicht mehr als eine Hofstelle zu erkennen. Der diesen Hof durchschneidende Weg erinnert mit der Straßenbezeichnung Edelhofweg noch daran.
Im Jahr 1871 waren unter den 476 Einwohnern 333 gebürtig aus Dudensen, ein Viertel der Einwohner war dabei unter 10 Jahre alt.<ref name="Zählung" />
Am 1. März 1974 wurde Dudensen in die Stadt Neustadt am Rübenberge eingegliedert.<ref name="Stat" />
Die vier Dörfer Borstel, Dudensen, Hagen und Nöpke sind am 30. Juni 2009 ausgewählt worden um gemeinsam am Dorferneuerungsprogramm teilzunehmen.<ref name="Aufnahme" /> Um die Gemeinsamkeit der vier Dörfer im Namen zu bestärken wurde die Ortschaft 2011 von Hagen in Mühlenfelder Land umbenannt.<ref name="Umbenennung" />
Nach einem anfänglichen städtischen Wettbewerb, den Dudensen 2013 gewann,<ref name="HAZ2013" /> punktete das Dorf 2014 ebenso bei dem Regionswettbewerb Unser Dorf hat Zukunft<ref name="Meise" /> und qualifizierte sich im September 2015 als einer der drei Landessieger für den Bundeswettbewerb.<ref name="NZ2015" />
Einwohnerentwicklung
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¹ laut Versionsgeschichte von Dudensen |
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Für die Jahre 1689 bis 1823 sind die Einwohnerzahlen der beiden Dorfteile zusammengefasst.
Im Jahr 1823 werden für Duensen im Dorfe 35 und den Teil In den Meyerhöfen 17 Haushalte angegeben,<ref name="Ubbelohde" /> in anderer Quelle im Jahr 1824 sind es 32 und 14.<ref name="Jansen" />
Für die starke Bevölkerungszunahme in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wird die erfolgreiche Moorkolonisation als Grund angenommen.<ref name="Mandelsloh176" /> Im Jahr 1933 war Dudensen – der heute bevölkerungsärmste – der größte Ort des Mühlenfelder Landes. Die bedeutsam hohe Bevölkerungszahl für das Jahr 1950 beruht auf der Aufnahme von Flüchtlingen nach Ende des Zweiten Weltkrieges, denn der Landkreis Neustadt mit 56.038 Einwohnern am 1. Juni 1945 wuchs dadurch zum 1. Mai 1947 auf 73.187 an.<ref name="Neustadt45" /> Für 1961 werden 155 Haushalte in 100 Wohngebäuden genannt,<ref name="Gemeindeverzeichnis1961" /> 1971 sind es nur noch 131 Haushalte.<ref name="Gemeindeverzeichnis1971" />
Religion
Während seit dem Mittelalter in Dudensen eine Kirche steht, war der Ortsteil In den Meyerhöfen in das Kirchspiel Mandelsloh eingemeindet. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde wegen der Unsicherheit des Weges den Bewohnern im Jahr 1636 seitens der Superintendentur der Besuch der Dudenser Kirche gestattet. Nach Widerspruch aus Mandelsloh und Eingabe von vier Bewohnern des Teils In den Meyerhöfen, wurde den Bewohnern am 19. März 1641 durch das fürstliche Konsistorium zugestanden weiterhin die Dudenser Kirche besuchen zu dürfen. Gegenüber Mandelsloh sollten sie aber weiterhin abgabenpflichtig sein.<ref name="hist. Verein 1857-244" /> In einem Dekret vom 17. Mai 1811 wurde der Ortsteil schließlich nach Dudensen eingemeindet.<ref name="Bulletin" /> Im Jahr 1824 wird Dudensen als Pfarrdorf aufgelistet, d. h. im Ort hatte ein Pastor seinen Sitz.<ref name="Jansen" /> Im Jahr 1871 waren von den 476 Einwohnern 475 evangelisch und einer katholisch.<ref name="Zählung" />
Bis ins 20. Jh. gehörte Büren zur Kirchengemeinde Dudensen.
Politik
Ortsrat
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Durch die Gebietsreform im Jahre 1974 wurde Dudensen ein Stadtteil von Neustadt a. Rbge. und bildet seitdem mit Borstel, Hagen und Nöpke eine Ortschaft, die durch einen Ortsrat vertreten wird. Der Ortschaftsname lautet seit November 2011 Mühlenfelder Land.<ref name="Dudensen" /><ref name="Umbenennung" /> Der Ortsrat setzt sich aus einer Ratsfrau und zehn Ratsherren zusammen. Im Ortsrat befinden sich zusätzlich 17 beratende Mitglieder.<ref name="Rat" /><ref name="Mandat" />
Sitzverteilung
| Kommunalwahl | SPD | CDU | UWG-NRÜ | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| 12. September 2021<ref name="Wahl 2021" /> | 5 | 5 | 1 | 11 Sitze |
| 11. September 2016<ref name="Rat" /> | 5 | 5 | 1 | 11 Sitze |
| 11. September 2011<ref>Kommunalwahl 2011 – Ortschaft Hagen – Dateiname: Ortsratswahlen Hagen 2011 Sitzverteilung. (PDF; 7 kB) In: Internetseite der Stadt Neustadt a. Rbge. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 5. Oktober 2018; abgerufen am 18. Oktober 2017.</ref> | 7 | 4 | – | 11 Sitze |
| 10. September 2006<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kommunalwahl 2006. ( vom 18. Oktober 2017 im Internet Archive) wahl.hannit.de; abgerufen am 22. Januar 2012. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2023. Suche im Internet Archive )</ref> | 5 | 4 | – | 9 Sitze |
Ortsbürgermeister
Der Ortsbürgermeister ist seit 2016 Heinz-Günter Jaster (SPD). Sein Stellvertreter ist Norbert Schiller (CDU).<ref name="Rat" /><ref name="Mandat" />
Der Vorgänger vom jetzigen Ortsbürgermeister war von 2006 bis 2016 Günther Falldorf (SPD).<ref name="Rat" />
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
Zu den Sehenswürdigkeiten zählt die unter Denkmalschutz stehende Bockwindmühle, die vom örtlichen Mühlenverein unterhalten wird. In unregelmäßigen Abständen findet auf der Bockwindmühle Mahlbetrieb (Mehl und Schrot) statt. Die Bockwindmühle gehört zu den wenigen voll funktionsfähigen und in, wenn auch nicht mehr kommerziellem, Betrieb befindlichen Bockwindmühlen in Niedersachsen.
Im Ort gibt es eine kleine Feldsteinkirche, die mit dem Kirchhof unter Denkmalschutz steht. Die Kirche stammt vermutlich aus der Mitte des 14. Jahrhunderts, wurde aber durch wiederholte Um- und Anbauten verändert. In der Kirche befindet sich eine barocke Kirchenorgel von Johann Andreas Zuberbier aus dem Jahr 1754, die für das Kloster Mariensee gebaut wurde und 1870 nach Dudensen kam.<ref>Heinz Kochheim: Kirchen-Klöster-Kapellen im Landkreis Hannover von Helershausen bis Hase. 1991, S. 82.</ref>
Sechs Wohnwirtschaftsgebäude (Dudenser Straße 17, 20, 20A, Streitfeldstraße 5, Wehmeweg 2, sowie Speckenwiesen 9 als Ensemble mit der Bockwindmühle) stehen unter Denkmalschutz, ebenso das ehemalige Gemeindehaus (Dudenser Straße 45), der Speicher (Dudenser Straße 9), das Ehrenmal und die gesamte Hofstelle Kuhlackerweg 5 mit allen Nebengebäuden.<ref name="Baudenkmale" />
-
Bockwindmühle
-
Mühlenhof
Baudenkmale
Siehe: Liste der Baudenkmale in Dudensen
Grünflächen und Naherholung
Mit der amtlichen Bekanntmachung vom 9. Januar 2012 wurde die Zusammenlegung und Erweiterung der Landschaftsschutzgebiete Dudenser Moor (LSG-H 6 mit 950 ha) und Bürener Wald (LSG-H 3 mit 800 ha) zum Landschaftsschutzgebiet Dudenser Moorgest (LSG-H 6) angekündigt.<ref name="Verordnung" /><ref name="umwelt" /> Dieses Schutzgebiet umschließt Dudensen fast vollständig.
Wirtschaft und Infrastruktur
Mit acht landwirtschaftlichen Betrieben und zehn Nebenerwerbs-Bauern ist der Ort, der 2014 noch insgesamt 20 Gewerbebetriebe und 90 Arbeitsplätze aufwies, noch landwirtschaftlich geprägt. Die meisten Einwohner arbeiten jedoch in Neustadt oder Hannover.<ref name="Meise" />
Am 5. Mai 2009 wurde vom Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie der Firma ExxonMobil die Genehmigung erteilt in der Dudenser Gemarkung unter dem Namen Nöpke 2 eine Probebohrung zur Erdgasgewinnung mittels des umstrittenen Verfahrens des Hydraulic Fracturing durchzuführen.<ref name="Fördertechnik" /> Da die Bohrstelle im Trinkwasserschutzgebiet liegt, befürchten Anwohner sowie die Leitung des Wasserverbandes Garbsen-Neustadt weitreichende Gefahren für die Umwelt.<ref name="Wasserverband" /> Eine Interessengemeinschaft gegen Fracking ist im September 2011 unter dem Namen IG Neustadt am Rübenberge gegen Fracking gegründet worden.<ref name="Neustädter" /><ref name="ig" /> Im November 2017 wurde bekannt, dass die Probebohrungsstelle aufgegeben werde. Sie wurde schließlich Anfang 2018 deinstalliert.<ref name="HAZ2017" />
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter des Ortes
- Albert Beermann (1892–1957), Verwaltungsbeamter und Abgeordneter des Provinziallandtages der Provinz Hessen-Nassau
- Wilhelm Hasselbring (* 1964), Informatiker, Softwareentwickler und Hochschullehrer
Personen, die mit dem Ort in Verbindung stehen
- Johann Friedrich Ludwig Erichs (vor 1803–1817 oder später), Pastor in Dudensen
- Jörg Bente (* 1958), Orgelbaumeister, er restaurierte 2011 die Orgel der örtlichen Ev.-luth. St.-Ursula-Kirche
- Jens Krause (* 1959), Musikproduzent, betrieb von 2011 bis 2016 das Capitano-Studio in Dudensen
Weblinks
Einzelnachweise
<references responsive> <ref name="Aufnahme">
Bestätigung über Aufnahme in das Dorferneuerungsprogramm 2009. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Juni 2015; abgerufen am 14. April 2017.
</ref> <ref name="Berlepsch">
Berlepsch, Friedrich Ludwig (Hrsg.): Pragmatische Geschichte des landschaftlichen Finanz- und Steuerwesens der Fürstenthümer Calenberg und Göttingen: in Hinsicht auf dasjenige, welches noch jetzt einen praktischen Nutzen schafft. Frankfurt und Leipzig 1799, S. 52 (digitale-sammlungen.de).
</ref> <ref name="Baudenkmale"> Baudenkmale in Dudensen. (PDF; 15 MB) In: Internetseite der Stadt Neustadt a. Rbge. S. 35, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 19. Oktober 2017. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive ) </ref> <ref name="Bauern">
Hans Ehlich: Bauern Bürger brennende Dörfer. In: Calenberger Blätter. Band 4. Theo Oppermann Verlag, Wunstorf 1963, S. 130.
</ref> <ref name="Boetticher145">
Annette von Boetticher (Hrsg.): Die Urkunden des Neustädter Landes. Band 1. Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2002, S. 145.
</ref> <ref name="Boetticher165">
Annette von Boetticher (Hrsg.): Die Urkunden des Neustädter Landes. Band 1. Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2002, S. 165 ff.
</ref> <ref name="Bulletin"> </ref> <ref name="destatis">
Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Amtliches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Endgültige Ergebnisse nach der Volkszählung vom 13. September 1950. Band 33. W. Kohlhammer Verlag, Stuttgart/Köln August 1952, S. 30 (Digitalisat [PDF; 26,4 MB; abgerufen am 27. April 2019] S. 39).
</ref> <ref name="destatis1973">
Niedersächsisches Landesverwaltungsamt (Hrsg.): Gemeindeverzeichnis für Niedersachsen. Gemeinden und Gemeindefreie Gebiete. Eigenverlag, Hannover 1. Januar 1973, S. 24, Landkreis Neustadt am Rübenberge (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Digitalisat ( vom 7. August 2019 im Internet Archive) [abgerufen am 8. Februar 2021]).
</ref> <ref name="Dudensen"> Unsere Ortschaften stellen sich vor. Mühlenfelder Land. In: neustadt-a-rbge.de. Stadt Neustadt am Rübenberge, 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. September 2018; abgerufen am 14. Oktober 2017. </ref> <ref name="Einwohner2020"> Einwohner je Ort laut Melderegister. (PDF; 86 kB) In: Webseite Stadt Neustadt am Rübenberge. 21. Januar 2021, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 20. Mai 2020; abgerufen am 28. Januar 2021. </ref> <ref name="Einwohner2022"> Einwohner Neustadt a. Rbge. (PDF) In: Webseite Stadt Neustadt am Rübenberge. 1. Oktober 2022, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. Dezember 2022; abgerufen am 13. Januar 2023. </ref> <ref name="Einwohner2023"> Einwohner Neustadt a. Rbge. (PDF) In: Webseite Stadt Neustadt am Rübenberge. 1. Januar 2023, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. Februar 2023; abgerufen am 24. Februar 2023. </ref> <ref name="Einwohner2024"> Einwohner Neustadt a. Rbge. mit Haupt- und Nebenwohnung. (PDF) In: Webseite Stadt Neustadt am Rübenberge. 1. April 2024, abgerufen am 23. Mai 2024. </ref> <ref name="Einwohner2025"> Einwohner Neustadt a. Rbge. mit Haupt- und Nebenwohnung. (PDF) Stichtag 01.04.2025. In: Webseite Stadt Neustadt am Rübenberge. 1. April 2025, abgerufen am 22. Juni 2025. </ref> <ref name="Erbregister9">
Hans Ehlich (Bearb.): Das Erbregister des Amtes Neustadt von 1620. August Lax Verlagsbuchhandlung, Hildesheim 1984, S. 9.
</ref> <ref name="Erbregister201">
Hans Ehlich (Bearb.): Das Erbregister des Amtes Neustadt von 1620. August Lax Verlagsbuchhandlung, Hildesheim 1984, S. 201 ff.
</ref> <ref name="Fördertechnik">
Fragwürdige Fördertechnik. Benebelt vom Gas-Rausch. In: Spiegel Online. Abgerufen am 14. April 2017.
</ref> <ref name="Gemeindelexikon1895">
Königlich Statistisches Bureau (Hrsg.): Gemeindelexikon für das Königreich Preußen. auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 2. Dezember 1895 und anderer amtlicher Quellen. Berlin 1897, S. 20 f. (digitale-sammlungen.de).
</ref> <ref name="Gemeindeverzeichnis">
Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Landkreis Neustadt am Rübenberge. Angaben vom 1. Dezember 1910. In: gemeindeverzeichnis.de. Ulrich Schubert, 3. Februar 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 8. Juni 2023; abgerufen am 15. September 2019.
</ref> <ref name="Gemeindeverzeichnis1953">
Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Amtliches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Ausgabe 1953. W. Kohlhammer Verlag, 1954, S. 102, urn:nbn:de:bsz:180-diggv-104.
</ref> <ref name="Gemeindeverzeichnis1956">
Vorlage:Gemeindeverzeichnis Deutschland 1956
</ref> <ref name="Gemeindeverzeichnis1961">
Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Amtliches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Ausgabe 1961. W. Kohlhammer, 1963, S. 227 (uni-mannheim.de).
</ref> <ref name="Gemeindeverzeichnis1971">
Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Amtliches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Ausgabe 1971. W. Kohlhammer Verlag, 1971, S. 67, urn:nbn:de:bsz:180-diggv-148.
</ref> <ref name="hannover52">
Friedrich W. Harseim, C. Schlüter (Hrsg.): Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover. Schlüter Verlag, 1848, S. 52 (digitale-sammlungen.de).
</ref> <ref name="hannover190">
Friedrich W. Harseim, C. Schlüter (Hrsg.): Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover. Schlüter Verlag, 1848, S. 190 (digitale-sammlungen.de).
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Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de
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Stadt Neustadt am Rübenberge – Dudensen (027). Ortsratswahl 12. September 2021. In: wahlergebnisse.region-hannover.de. 17. September 2021, abgerufen am 19. September 2021.
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Königlich-Statistisches Bureau (Hrsg.): Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung. Nach den Urmaterialien der allgemeinen Volkszählung vom 1. December 1871. Verlag des Königl. Statistischen Bureaus, Berlin 1873, S. 18 f. (digitale-sammlungen.de).
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Zuschlagsbescheid der Klosterkammer Hannover an den Schäfer Friedrich Homeyer zu Dudensen. (DJVU; 133 kB) 13. September 1877, abgerufen am 20. Februar 2016.
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