Kuwait Airways
| Kuwait Airways الخطوط الجوية الكويتية | |
|---|---|
| Ehemaliges Logo der Kuwait Airways | |
| Boeing 777-300ER der Kuwait Airways | |
| IATA-Code: | KU |
| ICAO-Code: | KAC |
| Rufzeichen: | KUWAITI |
| Gründung: | 1954 (als Kuwait National Airways) |
| Sitz: | Kuwait, Datei:Flag of Kuwait.svg Kuwait |
| Drehkreuz: | Flughafen Kuwait |
| Heimatflughafen: | Flughafen Kuwait |
| Unternehmensform: | Staatsunternehmen |
| IATA-Prefixcode: | 229 |
| Leitung: | Rasha Abdulaziz Al-Roumi (Vorsitzende) |
| Mitarbeiterzahl: | 3.735<ref>Flight International – „Directory: World Airlines“, 4. April 2007.</ref> (2007) |
| Vielfliegerprogramm: | Oasis Club |
| Flottenstärke: | 31 (+ 10 Bestellungen) |
| Ziele: | international |
| Website: | www.kuwaitairways.com |
Kuwait Airways (arabisch الخطوط الجوية الكويتية, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) ist die nationale Fluggesellschaft Kuwaits mit Sitz in Kuwait und Basis auf dem Flughafen Kuwait. Sie ist Mitglied der Arab Air Carriers Organization.
Geschichte
Kuwait Airways wurde aus einer Idee zweier kuwaitischer Geschäftsleute geboren. Gegründet wurde sie im März 1954 als erste staatliche Fluggesellschaft der Golfregion und nahm ihren Betrieb am 16. März 1954 unter dem Namen Kuwait National Airways auf. Der heutige Name wurde bereits 1958 angenommen, als auch eine Modernisierung der Flotte vorgenommen wurde.
In den 1970er Jahren weitete Kuwait Airways ihr Streckennetz im Nahen Osten aus.
Die Gesellschaft wurde schwer von der irakischen Invasion im zweiten Golfkrieg 1991 getroffen. Während Kuwait besetzt war, wich man mit dem Flugbetrieb nach Bahrain aus. Nach Kriegsende wurde die Flotte neu zusammengestellt. Allerdings schrieb die Gesellschaft jedes Jahr Verluste, bis im Jahr 2000 endlich ein Gewinn verzeichnet werden konnte.
Am 29. August 2007 gab der kuwaitische Leasinggeber ALAFCO bekannt, dass die Regierung die Vorverträge über sieben Airbus A320-200 und zwölf Boeing 787-8 nicht unterschrieben hat und somit diese ursprünglich bestellten Flugzeuge nicht an Kuwait Airways ausgeliefert werden.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />aero.de – Airbus und Boeing verlieren Milliardenauftrag aus Kuwait, 29. August 2007 ( vom 27. September 2007 im Internet Archive)</ref> Im September 2013 wurde bekannt, dass eine weitere nur wenige Wochen zuvor erfolgte Bestellung über 15 Airbus A320neo und zehn Airbus A350-900 ebenfalls wieder zur Disposition steht. Kuwait Airways gilt nach wie vor als defizitär und die Flotte teilweise als überaltert, so wurde beispielsweise noch das im Passagierdienst mittlerweile seltene Muster Airbus A300 betrieben.<ref name="A350">aerotelegraph.com – Kuwait Airways zögert mit A350 abgerufen am 10. September 2013.</ref>
Zur Verjüngung der Flotte wurden zuerst sieben Airbus A320-200 und fünf A330-200 geleast.<ref>Airbus – Kuwait Airways begins fleet upgrade with first A320 Sharklet delivery, 22. Dezember 2014 (englisch), abgerufen am 23. Januar 2017.</ref><ref>Airbus – Kuwait Airways receives its first A330-200, 25. Juni 2015 (englisch), abgerufen am 26. Juni 2015.</ref> Am 6. Dezember 2016 wurde zudem die erste von zehn bestellten Boeing 777-300ER an Kuwait Airways ausgeliefert. Zugleich wurde eine neue Corporate Identity eingeführt.<ref>arabtimesonline.com – Kuwait Airways welcomes first of 10 Boeing 777-300ER, 9. Dezember 2016 (englisch), abgerufen am 23. Januar 2017.</ref>
Flugziele
Kuwait Airways führt von Kuwait Linienflüge in den Nahen, Mittleren und Fernen Osten sowie nach Afrika, Europa und Nordamerika durch.<ref name=":2">Destinations All Destinations. In: kuwaitairways.com. Abgerufen am 15. Mai 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Im deutschsprachigen Raum werden Frankfurt und München in Deutschland, Wien in Österreich sowie Genf in der Schweiz angeflogen.<ref name=":2" />
Flotte
Aktuelle Flotte
Mit Stand Januar 2026 besteht die Flotte der Kuwait Airways aus 31 Flugzeugen mit einem Durchschnittsalter von 5,0 Jahren:<ref name=":0">Kuwait Airways Fleet Details and History. In: planespotters.net. 7. Januar 2026, abgerufen am 7. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
| Flugzeugtyp | Anzahl | bestellt<ref name=":1" /><ref>Airbus – Orders and Deliveries (englisch), abgerufen am 26. Oktober 2018.</ref><ref name="A330neo">Airbus – Kuwait Airways: neuester Kunde für die A330neo, 15. Oktober 2018 abgerufen am 26. Oktober 2018.</ref> | Anmerkungen | Sitzplätze (First/Business/Eco+/Eco) |
Durchschnittsalter |
|---|---|---|---|---|---|
| Airbus A320neo | 9 | einer inaktiv; Bestellung wurde 2022 auf insgesamt 9 reduziert.<ref name=":1">Kuwait Airways tauscht A330-800 gegen A330-900. 23. Februar 2022, abgerufen am 27. Februar 2022.</ref> | 134 (–/–/12/122) | 4,8 Jahre | |
| Airbus A321neo | 3 | 6 | 166 (–/16/–/150) | 0,6 Jahre | |
| Airbus A330-800 | 4 | Bestellung wurde 2022 von 8 auf 4 reduziert.<ref name=":1" /> | 235 (–/–/32/203) | 4,7 Jahre | |
| Airbus A330-900 | 5 | 2 | 256 (–/32/21/203) | 0,6 Jahre | |
| Airbus A350-900 | 2 | Von ursprünglich 10 Bestellungen auf 5 und nochmals auf 2 reduziert.<ref name=":1" /> | – offen – | ||
| Boeing 777-300ER | 10 | 334 (8/36/54/236) | 8,8 Jahre | ||
| Gesamt | 31 | 10 | 5 Jahre |
Ehemalige Flugzeugtypen
In der Vergangenheit betrieb Kuwait Airways auch folgende Flugzeugtypen:<ref>Ulrich Klee, Frank Bucher u. a.: jp airline-fleets international. Zürich-Airport 1966 bis 2007.</ref><ref>Ulrich Klee, Frank Bucher u. a.: jp airline-fleets international. Sutton, UK, 2008–2013.</ref>
- Airbus A300B4-100/200/600(R)
- Airbus A310-200/300
- Airbus A320-200
- Airbus A330-200
- Airbus A340-300<ref name=":0" />
- Avro York
- Boeing 707
- Boeing 727
- Boeing 737-200
- Boeing 747-200
- Boeing 747-400M
- Boeing 767-200/200ER
- de Havilland Comet 4C
- Douglas DC-3
- Douglas DC-6
- Douglas DC-8
- McDonnell Douglas DC-10<ref name=":0" />
- Hawker Siddeley Trident
- Lockheed L-1329 JetStar
- Scottish Aviation Twin Pioneer
- Vickers Viscount
Zwischenfälle
Kuwait Airways verzeichnet in ihrer Geschichte keine Todesopfer durch Unfälle, jedoch waren bei zwei Flugzeugentführungen in den 1980er-Jahren Opfer zu beklagen:<ref>Daten über die Fluggesellschaft Kuwait Airways im Aviation Safety Network (englisch)Vorlage:Abrufdatum</ref>
- Am 18. Februar 1956 wurde eine Douglas DC-3/C-47B-10-DK der britischen Hunting-Clan Air Transport (Luftfahrzeugkennzeichen G-AMSL), die für Kuwait National Airways betrieben wurde, auf dem Flugplatz Dukhan (Qatar) irreparabel beschädigt. Über Personenschäden ist nichts bekannt.<ref>Flugunfalldaten und -bericht DC-3 G-AMSL im Aviation Safety Network (englisch)Vorlage:Abrufdatum</ref><ref>Jennifer M. Gradidge: The Douglas DC-1/DC-2/DC-3: The First Seventy Years, Volumes One and Two. Tonbridge, Kent, UK: Air-Britain (Historians), 2006, ISBN 0-85130-332-3, S. 558.</ref><ref>Tony Merton Jones: British Independent Airlines since 1946, Vol. 2. Merseyside Aviation Society & LAAS International, Liverpool & Uxbridge 1976, ISBN 0 902420 08 9, S. 225.</ref><ref>Maurice J. Wickstead: Airlines of the British Isles since 1919. Air-Britain (Historians) Ltd., Staplefield, W Sussex 2014, ISBN 978-0-85130-456-4, S. 265.</ref>
- Am 6. April 1962 kam es auf einem Frachtflug der Kuwait Airways bei einer Avro York C.1 aufgrund einer Fehlfunktion des Fahrwerks zu einer Bruchlandung auf dem Flughafen Lahore. Die Maschine mit dem Luftfahrzeugkennzeichen OD-ACN war von Trans Mediterranean Airways gemietet. Alle drei Besatzungsmitglieder überlebten; das Flugzeug war aber irreparabel beschädigt.<ref>Flugunfalldaten und -bericht des Unglücks vom 6. April 1962 im Aviation Safety Network (englisch)Vorlage:Abrufdatum</ref>
- Am 4. Dezember 1984 wurde ein Airbus A300C4-600 mit dem Luftfahrzeugkennzeichen 9K-AHG auf dem Weg von Dubai nach Karatschi von vier Geiselnehmern entführt und zur Landung in Teheran gezwungen. Die Maschine wurde nach sechs Tagen schließlich von iranischen Sicherheitskräften gestürmt und die verbliebenen, nicht schon zuvor freigelassenen Geiseln befreit. Bereits zuvor wurden jedoch zwei US-amerikanische Geiseln an Bord von den Entführern getötet.<ref>Flugunfalldaten und -bericht der Entführung vom 4. Dezember 1984 im Aviation Safety Network (englisch)Vorlage:Abrufdatum</ref>
- Am 5. April 1988 wurde eine Boeing 747-200 mit dem Luftfahrzeugkennzeichen 9K-ADB auf dem Weg von Bangkok nach Kuwait ebenfalls entführt. Die neun Geiselnehmer erzwangen zunächst eine Landung in Maschhad im Iran, die Maschine sollte dann jedoch weiter nach Larnaka auf Zypern fliegen, wo zwei der Geiseln als Druckmittel getötet wurden. Nach einem Weiterflug nach Algier einige Tage später gaben die Entführer schließlich auf.<ref>Flugunfalldaten und -bericht der Entführung vom 5. April 1988 im Aviation Safety Network (englisch)Vorlage:Abrufdatum</ref>
- Während der gewaltsamen Eroberung Kuwaits durch den Irak im Zweiten Golfkrieg waren durch irakische Besatzungstruppen mindestens zehn Flugzeuge der Kuwait Airways gestohlen und in den Irak verbracht worden. Es handelte sich um drei Airbus A300, fünf A310 sowie zwei Boeing 767. Die 767 (9K-AIB, 9K-AIB) wurden am 17. November 1990 zum Flughafen Mossul geflogen, ebenso wie später die beiden Airbus A300 (9K-AHF, 9K-AHG). Zwischen Ende Januar und Anfang Februar 1991 wurden diese vier Flugzeuge bei Bombenangriffen der UN-Truppen zerstört.<ref>Flugunfalldaten und -bericht von 9K-AHG (als Beispiel) im Aviation Safety Network (englisch)Vorlage:Abrufdatum</ref>
Diskriminierung
Israelische Staatsbürger werden von Kuwait Airways nicht transportiert. Arabische Israelis protestieren gegen diese Praxis, da auch sie betroffen sind.<ref>Israelnetz – Kuwait Airways entschädigt Israelin, 9. August 2018 abgerufen am 10. August 2018.</ref>
- Das US-Verkehrsministerium rügte die Gesellschaft im Jahr 2015 öffentlich für die Diskriminierung eines jüdischen israelischen Staatsbürgers, der einen Flug von London nach New York buchen wollte. Er wurde mit der Begründung, dass sein Pass in Kuwait nicht anerkannt sei, abgewiesen.<ref>Dietrich Alexander: Kuwaits Fluglinie will keine Israelis an Bord haben. Die Welt/N24 Online, 18. Dezember 2015, abgerufen am 27. September 2016.</ref> Eine entsprechende Klage des betroffenen Passagiers wurde durch ein US-Gericht bestätigt. Die Fluggesellschaft reagierte mit einer Gegenklage. Anstelle einer Änderung stellte die Gesellschaft ihren zweiten Flug nach New York City via London ein.<ref>aerotelegraph.com – Kuwait Airways muss in Shannon zwischenlanden abgerufen am 6. Juli 2016.</ref>
- Kuwait Airways hat ebenfalls den Ticketverkauf für innereuropäische Flüge eingestellt. Beim Schweizer Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) ist eine Beschwerde eines israelischen Passagiers anhängig, dem Kuwait Airways, mutmaßlich aufgrund seiner Nationalität, kein Ticket für einen Flug von Genf nach Frankfurt ausstellte. Kuwait Airways beruft sich darauf, mit der Ticketpolitik kuwaitisches Recht umzusetzen, das ihr jedwede geschäftliche Beziehung zu Organisationen, Bürgern oder Einwohnern Israels verbiete.<ref>aero.de – Kuwait Airways stellt innereuropäische Flüge ein abgerufen am 17. April 2017.</ref>
- Einem in Deutschland lebenden Israeli wurde ein online gebuchtes Ticket gekündigt, mit dem Verweis, dass bei dem Flug von Frankfurt nach Bangkok ein Zwischenstopp in Kuwait erfolge und nach kuwaitischem Recht Israelis das Territorium des Landes nicht betreten dürfen.<ref>Jüdische Allgemeine – Rausgeflogen: Kuwait Airways weigert sich weiterhin, Israelis zu transportieren, 23. März 2017 abgerufen am 17. April 2017.</ref> Das Landgericht Frankfurt am Main wies die Klage ab mit der Begründung, dass es Kuwait Airways nicht zuzumuten sei, gegen das Einheitsgesetz zum Israel-Boykott zu verstoßen. Dieses Gesetz drohe Zuwiderhandelnden mit Gefängnis, harter Arbeit oder Geldstrafen.<ref>Klage eines israelischen Staatsbürgers gegen kuwaitische Fluggesellschaft abgewiesen. (PDF) 16. November 2017, S. 2, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 16. November 2017. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> Politiker drohten der Fluggesellschaft mit dem Entzug der Landerechte.<ref>Die Welt – Politiker drohen arabischen Airlines mit Landerechte-Entzug, 29. Dezember 2017</ref> Die Berufung vor dem OLG Frankfurt bestätigte am 25. September 2018 das erstinstanzliche Urteil.<ref>Oberlandesgericht Frankfurt: Kuwait Airways muss Deutsch-Israeli nicht befördern. In: FAZ.NET. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 25. September 2018]).</ref><ref>Israelnetz – Israeli verliert Rechtsstreit gegen Kuwait Airways, 26. September 2018 abgerufen am 30. September 2018.</ref> Das Auswärtige Amt ist inzwischen gegenüber den kuwaitischen Stellen vorstellig geworden.<ref>Daniel Friedrich Sturm: Nichtbeförderung von Israelis: Auswärtiges Amt schaltet sich in Fall Kuwait Airlines ein. In: Die Welt. 17. November 2017 (welt.de [abgerufen am 9. Dezember 2018]).</ref> Das Bundesverkehrsministerium prüft rechtliche Schritte.<ref>Bundesregierung prüft Konsequenzen für Kuwait Airways. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 10. Dezember 2018; abgerufen am 9. Dezember 2018. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
- Kuwait Airways zahlte im August 2018 einer Israelin eine Entschädigung, die aufgrund ihrer Nationalität im November 2017 für einen Flug von London-Heathrow nach Bangkok gesperrt wurde. Der Vorgang wurde von einer Überwachungskamera auf dem Flughafen aufgenommen. Die Ablehnung eines öffentlichen Dienstes für eine Person wegen ihrer Nationalität ist nach britischem Recht verboten.<ref>Israelnetz – Kuwait Airways entschädigt Israelin, 9. August 2018 abgerufen am 10. August 2018.</ref>
Siehe auch
Weblinks
- Webpräsenz der Kuwait Airways (arabisch, englisch)
Einzelnachweise
<references />
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