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Middle East Airlines

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Middle East Airlines
طيران الشرق الأوسط
Logo der Middle East Airlines
Airbus A321neo der Middle East Airlines
IATA-Code: ME
ICAO-Code: MEA<ref name="Doc8585">Designators for Aircraft Operating Agencies, Aeronautical Authorities and Services. ICAO Doc 8585. 197. Auflage. International Civil Aviation Organization, 2021, ISBN 978-92-9265-522-8, ISSN 1014-0123.</ref>
Rufzeichen: CEDAR JET<ref name="Doc8585" />
Gründung: 1945
Sitz: Beirut, LibanonDatei:Flag of Lebanon.svg Libanon
Drehkreuz: Flughafen Beirut
Heimatflughafen: Flughafen Beirut
Unternehmensform: S.A.L. (Aktiengesellschaft)
IATA-Prefixcode: 076
Leitung: Mohamad El-Hout (CEO)
Umsatz: 764,4 Millionen USD (2019)<ref name="Zahlen2019">Profit and Loss Statements - MEA 1991-2001 and 2002-2019. (PDF; 100 KB) Abgerufen am 4. Juli 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Gewinn: 86,2 Millionen USD (2019)<ref name="Zahlen2019" />
Fluggastaufkommen: 4.256.234
Allianz: SkyTeam
Vielfliegerprogramm: Cedar Miles
Flottenstärke: 22 (+ 10 Bestellungen)
Ziele: national und international
Website: www.mea.com.lb

Middle East Airlines – Air Liban (arabisch طيران الشرق الأوسط {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), im Außenauftritt kurz auch MEA) ist die nationale Fluggesellschaft des Libanon mit Sitz in Beirut und Basis auf dem Flughafen Beirut. Sie ist Mitglied der Arab Air Carriers Organization sowie der Luftfahrtallianz SkyTeam.

Geschichte

Air Liban

Air Liban wurde im April 1945 als Compagnie Générale de Transports - CGT (oder CGDT) gegründet.<ref>Airline Timetable Images (englisch), abgerufen am 5. Februar 2020.</ref> Sie betrieb anfangs Junkers Ju 52. Bald kamen Douglas DC-3 hinzu. Im Jahr 1947 umfasste das Streckennetz bereits Ziele in Europa und vor allem Afrika. In Europa wurden aufgrund der traditionell engen Verbindungen mit Frankreich Marseille, Lyon und Paris angeboten.<ref>Timetable Images, Streckenkarte 1947 (englisch), abgerufen am 5. Februar 2020.</ref> Im Jahr 1951 wurde der Firmenname dann in Air Liban geändert.

Ebenso wie die meisten Ju 52 wurden im Jahr 1953 drei viermotorige Mittelstreckenflugzeuge des Typs Sud-Est SE.161 Languedoc von Air France übernommen. Von diversen britischen Gesellschaften wurden von 1953 bis 1955 fünf gebrauchte Avro York erworben, im Juni 1954 kamen zwei Douglas DC-4 und von 1957 bis 1958 noch drei Douglas DC-6 hinzu.<ref>rzjets: Compagnie Generale de Transports, Air Liban (englisch), abgerufen am 5. Februar 2020.</ref>

In den Jahren 1961 und 1962 wurde je eine Sud Aviation Caravelle von Air France bzw. der belgischen Sabena gemietet und mit libanesischen Luftfahrzeugkennzeichen betrieben. Diese modernen Strahlflugzeuge wurden zunächst nach Rom und Paris eingesetzt.<ref>Timetable Images, Flugplan 1961 (englisch), abgerufen am 5. Februar 2020.</ref> In der letzten Flugplanperiode 1963, vor dem Zusammenschluss mit Middle East Airlines, wurden mit Caravelle zusätzlich Dschidda, Khartum, Doha, Kairo und Kuwait angeflogen, außerdem mit Douglas DC-3 Aleppo und mit DC-4 Nikosia sowie Jerusalem. Die DC-6 wurden ebenfalls nach Kairo und Jerusalem sowie über Khartum, Kano, Lagos und Abidjan nach Monrovia-Robertsfield (Liberia) eingesetzt.<ref>Timetable Images, Flugplan 1963 (englisch), abgerufen am 5. Februar 2020.</ref>

Middle East Airlines

Die 1945 gegründete Middle East Airlines - MEA begann mit ersten Flugrouten zwischen Beirut und Syrien, Britisch-Zypern sowie Ägypten, und später nach Saudi-Arabien, Kuwait und in die Golfregion. Wie ein großer Teil von Fluggesellschaften nach dem Zweiten Weltkrieg begann man den Flugbetrieb mit dem Einsatz von Douglas DC-3, von denen Tausende ehemaliger Militärtransporter als gebrauchte Exemplare billig auf den Markt kamen.

Zwischen 1945 und 1947 waren Flüge der MEA ab Beirut bevorzugtes Transportmittel für zionistische Politiker aus Palästina wie David Ben Gurion und Mosche Scharett, denen die britische Militärregierung Flüge von palästinensischem Territorium untersagt hatte. In den 1950er Jahren war die MEA die gemeinsame Regionalfluggesellschaft von Pan Am und der BOAC, die die MEA mit Fluggerät ausstatteten. Daher resultiert auch der Name der Gesellschaft. Beirut war in dieser Zeit das regionale Drehkreuz für Flüge in den gesamten Nahen Osten, speziell in die Golfregion.

Nach dem Erwerb einer einzelnen Bristol 170 kamen ab 1955 etliche Flugzeuge der Typen Avro York, Handley Page Hermes und Vickers Viscount zur Flotte. Die Viscounts wurden außer im Nahen und Mittleren Osten auch nach Europa eingesetzt, unter anderem nach Frankfurt, Zürich und Wien. Die Avro York kamen für Frachtflüge nach Athen, Rom, Mailand, Basel und London sowie im Mittleren Osten zum Einsatz.<ref>Timetable Images MEA, Flugplan 1957 (englisch), abgerufen am 5. Februar 2020.</ref> Im Jahr 1960 wurden auch Pakistan und Indien in das Streckennetz aufgenommen.

Ab 1961 wurden mit de Havilland DH.106 Comet und Boeing 720 die ersten Strahlflugzeuge hinzu.<ref>rzjets: Middle East Airlines (englisch), abgerufen am 5. Februar 2020.</ref>

In der letzten Flugplanperiode 1963, vor dem Zusammenschluss mit Air Liban, wurden mit Comet außerhalb des Mittleren Ostens Frankfurt, Genf, London und Rom sowie Karatschi und Bombay angeflogen, während Wien, Athen, Kairo, Nikosia und Jerusalem weiterhin mit Viscount bedient wurden. Auch die betagte DC-3 kam noch nach Aleppo zum Einsatz.<ref>Timetable Images MEA, Flugplan 1963 (englisch), abgerufen am 5. Februar 2020.</ref>

Middle East Airlines – Air Liban

Datei:Middle East Airlines (OD-AGJ) B747-200 taxiing at Euroairport in 1984.jpg
Boeing 747-200 der MEA im Jahr 1984

Nach der Fusion mit Air Liban am 7. Juni 1963 lautete der vollständige Name Middle East Airlines – Air Liban. Im selben Jahr übernahm MEA auch Lebanese International Airways. Das Streckennetz wurde auf weitere Ziele in Europa, Naher Osten und Afrika ausgeweitet. Im November 1965 wurde „Air Liban“ wieder aus dem Namen gestrichen.

Am 28./29. Dezember 1968 landeten israelische Kommandos auf dem Beiruter Flughafen und sprengten 14 Flugzeuge verschiedener libanesischer Fluggesellschaften, darunter auch 8 Maschinen der MEA<ref>Aviation Safety NetworkBerichtsliste 1968/3: siehe unter 28-DEC-1968 (englisch), abgerufen am 8. Juli 2023.</ref> (siehe unter Totalschäden durch kriegerische Handlungen).

Während des libanesischen Bürgerkriegs 1975 bis 1990 war der Flughafen von Beirut öfter geschlossen. In dieser Zeit vermietete die Gesellschaft wiederholt Fluggerät und Personal an andere Fluggesellschaften. Danach konnte der reguläre Betrieb wieder aufgenommen werden.

Datei:T7-MRB Airbus A320 MEA Middle East Airlines (13896237168).jpg
Airbus A320-200 der MEA
Datei:Middle East Airlines A321-200 OD-RMJ FRA 2011-1-23.png
Airbus A321-200 der MEA

Ab 1998 musste die Gesellschaft eine größere Restrukturierung durchlaufen; nach einem Verlust von 87 Millionen US-Dollar im Jahr 1997 wurde 2002 der Turnaround erreicht und fortan positive Betriebsergebnisse erzielt.<ref name="Zahlen2019" />

Am 13. Juli 2006 wurde im Zuge der Israel-Libanon-Krise der Flughafen Beirut von israelischen Raketen getroffen. Die drei Startbahnen erlitten dabei schwere Schäden, weshalb der Flughafen vorübergehend geschlossen wurde. Dennoch gelang es der MEA, fünf ihrer Flugzeuge über eine Rollbahn zu evakuieren. Im selben Jahr wurden am Flughafen Beirut sogenannten Self-Service-Check-in-Automaten eröffnet. Weiterhin wurde mit sechs weiteren arabischen Fluggesellschaften die Regionalflugallianz Arabesk Airline Alliance gegründet.

Ein seit 2005 angedachter Börsengang<ref>La MEA prépare son entrée en Bourse. In: L’Orient-Le Jour. 22. Oktober 2005, abgerufen am 8. Juli 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> wurde ab 2012 nicht weiter verfolgt, ebenso wurde eine damals erwogene Beteiligung an der zypriotischen Cyprus Airways verworfen.<ref>Massoud A. Derhally: Exclusive: Middle East Airlines scraps IPO. In: Arabian Business. 11. Juli 2012, abgerufen am 8. Juli 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Zum 28. Juni 2012 trat Middle East Airlines der Luftfahrtallianz SkyTeam bei, was bereits im Januar 2011 bekannt gegeben wurde.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />airliners.de – MEA Middle East geht zu SkyTeam (Memento vom 23. Januar 2011 im Internet Archive) abgerufen am 8. Juli 2023</ref><ref>skyteam.com – Middle East Airlines Joins SkyTeam, 28. Juni 2012 (englisch)</ref>

Im Herbst 2024 war die MEA die einzige Fluggesellschaft, die noch während des Bombardements des Libanon (insbesondere von Beirut) durch die israelischen Streitkräfte das Land bzw. den Flughafen Beirut anflog, um Menschen aus dem Libanon auszufliegen.<ref>Christoph Reuter: (S+) Krieg im Libanon: Nun ruft das ganze Land nach der Armee. In: Der Spiegel. 7. Oktober 2024, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 8. Oktober 2024]).</ref>

Flugziele

MEA betreibt ein Netzwerk an zahlreichen Zielen im Nahen Osten, in Europa und in Afrika. In Deutschland und der Schweiz werden derzeit Düsseldorf, Frankfurt und Genf angeflogen.

Flotte

Datei:Middle East Airlines de Havilland DH106 Comet 4C (OD-ADR) at London Heathrow Airport.jpg
Comet 4C der MEA im Jahr 1963

Aktuelle Flotte

Mit Stand April 2026 besteht die Flotte der Middle East Airlines aus 22 Flugzeugen mit einem Durchschnittsalter von 10,7 Jahren:<ref name=":0">MEA - Middle East Airlines Fleet Details and History. In: planespotters.net. 4. April 2026, abgerufen am 4. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Flugzeugtyp Anzahl bestellt<ref>Airbus: Orders and deliveries. In: airbus.com. 28. November 2022, abgerufen am 28. November 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Anmerkungen Sitzplätze<ref>mea.com.lb – MEA Fleet (englisch), abgerufen am 30. Juli 2016.</ref>
(Business/Economy)
Durchschnittsalter
Airbus A320-200 07 01 126 (24/102) 16,1 Jahre
Airbus A321neo 10 01 vier inaktiv 160 (28/132) 05,1 Jahre
Airbus A321XLR 04 – offen –
Airbus A330-200 04 einer inaktiv 244 (44/200) 15,3 Jahre
Airbus A330-900 04 Auslieferung ab 2026<ref>Graham Dunn2021-11-12T10:56:00+00:00: Lebanon’s MEA pushes back A330neos as it battles dual crises. Abgerufen am 28. November 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> – offen –
Embraer Legacy 500 01 inaktiv VIP 10,3 Jahre
Gesamt 22 10 10,7 Jahre

Aktuelle Sonderbemalungen

Flugzeugtyp Luftfahrzeugkennzeichen Bemalung Zeitraum Bild
Airbus A320-200 OD-MRL „5000 A320 Family“ seit Januar 2012 Datei:Airbus A320 of Middle East Airlines taking off from Beirut International Airport.jpeg
OD-MRT „Retro (75th Anniversary)“ seit Mai 2020 Datei:OD-MRT Airbus A320-232, 09.05.2024@Frankfurt Airport.jpg
Airbus A321neo T7-ME3 „MSN 10000 A320 Family“ seit Oktober 2020 Datei:MEA, T7-ME3, Airbus A321-271NX (52016118713).jpg
Datei:MEA Sud SE-210 Caravelle VI-N at Vienna Airport.jpg
Sud Aviation Caravelle der MEA im Jahr 1968
Datei:Convair 990A OD-AFI MEA 2 LHR 20.06.70.jpg
Convair CV-990 der MEA im Jahr 1970

Ehemalige Flugzeugtypen

In der Vergangenheit betrieben Air Liban und Middle East Airlines folgende Flugzeugtypen:<ref>Ulrich Klee und Frank Bucher et al.: jp airline-fleets international. Zürich-Airport 1966 bis 2007.</ref>

Eigentumsverhältnisse und Tochterunternehmen

Middle East Airlines ist mittels der libanesischen Zentralbank zu mehr als 99 % in Staatseigentum<ref>Timo Nowack: Middle East Airlines wollte Landeswährung nicht mehr. In: aerotelegraph.com. 18. Februar 2020, abgerufen am 4. Juli 2021.</ref> und betreibt die Tochterunternehmen MEAG Middle East Airlines Ground Handling für die Bodenabfertigung, MASCO Mideast Aircraft Services Company für die Luftfahrzeug-Instandhaltung, Cedar Executive als Gesellschaft für Geschäftsflugverkehr, MEAS Middle East Airports Services für Facilitymanagement und LBACC The Lebanese Beirut Airport Catering Company als Caterer.<ref>Affiliated Companies. Abgerufen am 4. Juli 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Zwischenfälle

Von 1948 bis Oktober 2018 kam es bei Middle East Airlines zu 27 Totalschäden von Flugzeugen. Bei 4 davon kamen 236 Menschen ums Leben. Von den Totalverlusten waren allerdings 20 auf kriegerische Handlungen zurückzuführen, wobei eine Person ums Leben kam.<ref>Daten über die Fluggesellschaft Middle East Airlines im Aviation Safety Network (englisch)Vorlage:Abrufdatum</ref> Beispiele:

Totalschäden im flugbetrieblichen Zusammenhang

Totalschäden durch kriegerische Handlungen

Datei:מבצע תשורה 3.jpg
Sud Aviation Caravelle der MEA, am 29. Dezember 1968 während der Operation Gift in Beirut zerstört

In der Nacht vom 28. auf den 29. Dezember 1968 landeten israelische Kommandotruppen auf dem Beiruter Flughafen („Operation Gift“) und sprengten 14 Flugzeuge verschiedener, meist libanesischer Fluggesellschaften, darunter auch 8 Maschinen der MEA, sowie Treibstofflager als Vergeltung für einen palästinensischen Angriff auf ein israelisches Flugzeug am 26. Dezember 1968 in Athen.<ref>Aviation Safety NetworkBerichtsliste 1968/3: siehe unter 28-DEC-1968 (englisch), abgerufen am 8. Juli 2023.</ref>

Im Einzelnen wurden bei dieser Aktion folgende Flugzeuge der Middle East Airlines zerstört oder irreparabel beschädigt:

Neben der Kommandoaktion 1968 wurden in den Jahren 1976, 1981, 1982, 1985 und 1987 auf dem Flughafen Beirut durch Kriegs- oder einzelne Terrorhandlungen etliche Flugzeuge am Boden zerstört:

Datei:Destroyed MEA aircraft 1982.jpg
Boeing 707 OD-AFP der MEA, am 12. Juni 1982 während der kriegerischen Auseinandersetzungen in Beirut zerstört

Siehe auch

Weblinks

Commons: Middle East Airlines – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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