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Hassan Nasrallah

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Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 9. April 2026 um 10:27 Uhr durch imported>GT1976 (Kategorie:Politiker (21. Jahrhundert)).
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Datei:Sayyid Nasrallah.jpg
Hassan Nasrallah, 2019

Hassan Nasrallah (arabisch حسن نصر الله {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); * 31. August 1960 in Beirut; † 27. September 2024 in Dahieh) war ein libanesischer schiitischer Kleriker und Politiker. Er war von 1992 bis zu seinem Tod Generalsekretär der Partei Hisbollah, die er in Abstimmung mit der Islamischen Republik Iran im Libanon als Staat im Staate führte und die in dieser Zeit von vielen Ländern, darunter auch Deutschland, als Terrororganisation eingeordnet wurde. Er war gleichzeitig der wichtigste spirituelle Führer der libanesischen Schiiten. Nasrallah wurde bei einem israelischen Luftangriff auf das Hauptquartier der Hisbollah in einem Vorort Beiruts getötet.

Leben

Nasrallah wurde als ältestes von neun Kindern eines Lebensmittelhändlers geboren. Seine Familie stammt aus dem Dorf Bassouriyeh im vorwiegend schiitischen Süden des Libanon.<ref>Hassan Nasrallah im Munzinger-Archiv, abgerufen am 14. Oktober 2009 (Artikelanfang frei abrufbar)</ref> Während des libanesischen Bürgerkrieges musste die Familie Beirut verlassen und an ihren Herkunftsort zurückfliehen. Dort trat Nasrallah der schiitischen Bewegung Amal bei. Während des libanesischen Bürgerkrieges widmete er sich in der Hafenstadt Tyros intensiv dem Studium des Islam, woraufhin ihm der Imam der Hauptmoschee ein Empfehlungsschreiben an den Ajatollah Muhammad Baqir as-Sadr mitgab, einen führenden Geistlichen in Nadschaf, Irak.

Ausbildung

Nach dem Abschluss seiner Gymnasialausbildung ging er 1976 nach Nadschaf, um in der Hauwza (islamisch-theologische Lehranstalt auf schiitischer Grundlage) zu studieren. Außerdem studierte er im iranischen Ghom. 1978 wurde er, zusammen mit Hunderten von schiitischen Studenten aus dem Libanon, von der säkularen Baath-Partei aus dem Irak ausgewiesen und kehrte in den Libanon zurück. 1982, nach dem Einmarsch Israels, folgte Nasrallah Abbas al-Musawi und trat aus der Amal aus. Er schloss sich einer Organisation von Libanesen an, die sich Hisbollah („Partei Gottes“) nennt.

Politische Leitung der Hisbollah

Im Februar 1992 tötete die israelische Armee Abbas al-Musawi, den Führer der Hisbollah. Daraufhin wählte das Zentralkomitee der Hisbollah (madschlis asch-schura) den 31-jährigen Nasrallah als ihren neuen Anführer. Nach seiner Wahl zum Generalsekretär der Hisbollah änderte Nasrallah die Gründungsartikel der Organisation aus dem Jahr 1985 und ernannte sich selbst zum Führer der Bewegung auf unbestimmte Zeit.<ref name="Shapira">Shimon Shapira: Hizballah’s Loyalty. In: Bustan: The Middle East Book Review. Band 4, Nr. 2, 1. Januar 2013, ISSN 1878-5301, S. 137–152, doi:10.1163/18785328-13040203 (brill.com [abgerufen am 6. August 2021]).</ref> Hadi, eines seiner vier Kinder, wurde 1997 im Kampf gegen Israel getötet. Sein Kommentar war dazu: „Es war gottgegeben, dass Hadi zum Märtyrer wurde.“ Im Sommer 1995 wurde Nasrallah von Ali Chamenei zu dessen Delegiertem (wakil-shari) ernannt.<ref name="Shapira" /> Nasrallah wurde von seinen Anhängern nahezu kultisch verehrt; er galt als der wichtigste spirituelle Führer der libanesischen Schiiten.<ref>Daniel Böhm: Der Hizbullah bestätigt den Tod seines Führers Hassan Nasrallah – Israel hat ihn bei einem massiven Luftangriff in Beirut getötet. In: Neue Zürcher Zeitung. 28. September 2024, abgerufen am 28. September 2024.</ref> In der Öffentlichkeit trat der Generalsekretär der „Partei Gottes“ stets in traditioneller schiitischer Kleidung und mit Turban auf.

Unter Nasrallahs Führung fand die Hisbollah teilweise auch Akzeptanz bei der christlichen Bevölkerung des Libanons. So konnte er zeitweilig weite Teile der libanesischen Gesellschaft, unabhängig von Religion oder Konfession, im Kampf gegen die damalige israelische Besatzungsmacht hinter sich stellen.<ref>The Christian Science Monitor: Israeli strikes may boost Hizbullah base. 28. Juli 2006.</ref> Er gilt daher als jener Mann, unter dessen Führung die Hisbollah nach langem Guerillakrieg Israel zu der Entscheidung veranlasste, die achtzehn Jahre andauernde Besatzung des Südlibanon durch die israelische Armee im Jahr 2000 zu beenden und sich aus dem Gebiet zurückzuziehen. Ebenfalls unter seiner Initiative erfolgte im Januar 2004 die Übergabe von einem lebenden und drei toten Israelis, woraufhin Israel 23 libanesische und etwa 400 palästinensische Gefangene entließ. Die Israelis waren im Rahmen der Operation Gehaltenes Versprechen gefangen genommen bzw. getötet worden.

Unmittelbar nachdem zu Beginn des Zweiten Libanonkrieges das Haus Nasrallahs sowie sein Büro in Beirut am 14. Juli 2006 von israelischen Kampfjets bombardiert worden war, drohte er mit einem „offenen Krieg“ gegen Israel.<ref>Eskalation in Nahost: Nasrallah erklärt Israel „offenen Krieg“. In: Tagesspiegel. 14. Juli 2006, abgerufen am 28. September 2024.</ref> Nasrallah war im April 2012 der erste Gesprächspartner in Julian Assanges umstrittener Talkshow The World Tomorrow.<ref name="HolmFAZ2012">Kerstin Holm: Julian Assange geht auf Sendung: Obskurantentreff im russischen Fernsehen. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 17. April 2012, abgerufen am 5. Mai 2012.</ref> Im April 2013 bestätigte Nasrallah in einer Fernsehansprache zum ersten Mal den Einsatz von Hisbollah-Kräften im Syrischen Bürgerkrieg auf Seiten der Regierungstruppen. Er begründete dies mit Attacken von syrischen Aufständischen auf libanesische Grenzdörfer.<ref>Ian Black, Dan Roberts: Hezbollah is helping Assad fight Syria uprising, says Hassan Nasrallah. In: The Guardian. 30. April 2013.</ref>

In einer Reaktion auf die Tötung des iranischen Generals Qasem Soleimanis nannte Nasrallah am 5. Januar 2020 das Ereignis einen Meilenstein, der zwei Zeitabschnitte in der Region trenne. Es sei nicht nur eine neue Epoche in der Geschichte Irans oder des Irak, sondern für die gesamte Region. Alle Verbündeten müssten nun zusammenarbeiten, Ziel sei die Verdrängung der amerikanischen Streitkräfte aus der gesamten Region.<ref>Najia Houssari: Lebanese refuse Nasrallah’s ‘declaration of war’ on US. Arab News, 6. Januar 2020, abgerufen am 6. Januar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Die Hisbollah begrüßte den Terrorangriff der Hamas auf Israel im Oktober 2023 und bezeichnete diesen als „heroisch“. Bei diesem Massaker drangen Terroristen der Hamas in israelische Orte und ermordeten mehr als 1200 Menschen, darunter Kinder, verschleppten über 200 Geiseln in den Gazastreifen und beschossen israelische Städte und Dörfer mit Tausenden von Raketen.<ref>Hezbollah Warns ‘Israel’: Resistance Factions in Full Coordination over Gaza Operation – Al-Manar TV Lebanon. Abgerufen am 7. Oktober 2023.</ref> Nach den Angriffen der Hamas flammte auch der Konflikt mit Israel an der Grenze zum Libanon auf. Es kam zu einzelnen Auseinandersetzungen, bei denen auf beiden Seiten Menschen getötet wurden. Die israelische Armee richtete daher eine vier Kilometer breite Sperrzone ein.<ref>Krieg in Israel: Israel richtet Pufferzone an der Grenze zum Libanon ein. In: Die Zeit. 15. Oktober 2023, abgerufen am 17. Oktober 2023.</ref><ref>"Sehr vorsichtig sein": Israel mahnt Hisbollah, Libanon nicht in den Krieg hineinzuziehen. 15. Oktober 2023, abgerufen am 17. Oktober 2023.</ref> Nach israelischen Anschlägen auf Kommandeure der Hisbollah erteilte Nasrallah den Befehl, auf Mobiltelefone, die geortet werden könnten, zu verzichten und stattdessen über Pager zu kommunizieren.<ref>Patrick Beuth, Oliver Imhof, Christoph Reuter: (S+) Pager-Attacke auf die Hisbollah im Libanon: Operation »Gold Apollo AR-924«. In: Der Spiegel. 17. September 2024, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 18. September 2024]).</ref> Im September 2024 kam es zu ferngezündeten Explosionen von Pagern und Walkie-Talkies von Mitgliedern der Hisbollah. Nasrallah warf in der Folge Israel vor, „alle roten Linien überschritten“ zu haben, und sprach von einer Kriegserklärung. Eine Deeskalation des Konflikts mit Israel knüpfte er erneut an ein Ende des Gazakriegs.<ref>Isabelle Daniel: Israel und Libanon: Hisbollah-Chef spricht nach Pager-Explosionen von "Kriegserklärung". In: Die Zeit. 19. September 2024, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 29. September 2024]).</ref>

Tod durch israelischen Angriff

Am Abend des 27. September 2024 berichteten libanesische Medien von einem israelischen Luftangriff in Beirut.<ref>Israeli airstrike reported in Beirut, smoke seen rising from area. 27. September 2024, abgerufen am 27. September 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Kurz darauf bestätigte das israelische Militär IDF, dass die israelische Luftwaffe das Hauptquartier der Hisbollah unter zivilen Gebäuden im Beiruter Vorort Dahieh angegriffen habe.<ref>IDF says Beirut strike targeted Hezbollah’s main headquarters. 27. September 2024, abgerufen am 27. September 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Das Ziel des Angriffs sei Nasrallah gewesen.<ref>Israeli official confirms strike targeted Nasrallah, tells ToI: ‘Very hard to imagine him coming out alive’. 27. September 2024, abgerufen am 27. September 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums wurden bei dem Luftangriff mindestens sechs Menschen getötet und 91 verletzt.<ref>Lebanon health ministry raises death toll in strike targeting Nasrallah to 6. 28. September 2024, abgerufen am 28. September 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Die IDF gaben am Vormittag des 28. September 2024 bekannt, dass sie den Angriff flog, während sich die Spitzen der Hisbollah in ihrem unterirdischen Hauptquartier befanden. Neben Nasrallah seien mehr als 20 weitere Hisbollah-Mitglieder getötet worden, darunter mehrere hochrangige Kommandeure, wie der Leiter der Hisbollah-Südfront, Ali Karaki.<ref>Israelische Armee verkündet Tod von Hisbollah-Chef Nasrallah. In: tagesschau.de. Abgerufen am 28. September 2024.</ref><ref>IDF says Hezbollah leader Hassan Nasrallah was killed in Beirut strike. In: timesofisrael.com. 28. September 2024, abgerufen am 28. September 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>IDF names key operatives killed alongside Nasrallah in Beirut strike, says Hezbollah HQ was near UN school. 29. September 2024, abgerufen am 29. September 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Laut iranischen Medienberichten wurde bei dem Luftangriff auch der stellvertretende Operationschef der iranischen Revolutionsgarden Abbas Nilforoushan getötet.<ref>Iran Revolutionary Guard general died in Israeli strike that killed Hezbollah leader, reports say. 28. September 2024, abgerufen am 28. September 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Iran says killing of IRGC officer in Beirut strike targeting Nasrallah ‘will not go unanswered’. 29. September 2024, abgerufen am 29. September 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Nach Angaben der IDF waren acht F-15I-Kampfjets der 69. Staffel vom Militärflugplatz Chazerim an dem Angriff beteiligt, wobei mehrere präzisionsgelenkte BLU-109-Bomben verwendet wurden.<ref>Israel confirms bunker-buster bombs used in attack on Nasrallah. 29. September 2024, abgerufen am 29. September 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Kurz zuvor übermittelte ein iranischer Maulwurf die genauen Koordinaten des Kommandobunkers an die Israelis.<ref>„Maulwurf“ hat Hisbollah-Chef Nasrallah verraten. In: focus.de. 30. September 2024, abgerufen am 30. September 2024.</ref> Libanesische Gesundheits- und Sicherheitsquellen meldeten am 29. September 2024, die Leiche Nasrallahs sei noch am 28. September ohne direkte äußere Verletzungen geborgen worden. Als Todesursache wird ein stumpfes Trauma durch die Wucht der Explosion vermutet<ref>Nasrallah’s body found; he was apparently killed by blunt trauma from force of strike blast. 29. September 2024, abgerufen am 29. September 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> oder nach anderen Informationen ein Erstickungstod.<ref>„Ohne Verletzungen“: Wie der Hisbollah-Chef im Bunker starb. In: Berliner Morgenpost. 30. September 2024, abgerufen am 30. September 2024.</ref><ref>הערכה: נסראללה מת מחנק ובייסורים בבונקר. In: N12/Hevrat HaHadashot. 29. September 2024, abgerufen am 30. September 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Reaktionen

Der iranische Präsident Massud Peseschkian verurteilte den israelischen Angriff als Kriegsverbrechen und Staatsterrorismus.<ref>Iranian president rages at Israel over Beirut bombing targeting Nasrallah. 28. September 2024, abgerufen am 28. September 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Am 28. September bestätigten die Hisbollah und die iranischen Revolutionsgarden die Tötung von Hassan Nasrallah.<ref>Hisbollah bestätigt Tod von Anführer Hassan Nasrallah. In: Der Spiegel. 28. September 2024, abgerufen am 28. September 2024.</ref><ref>Hassan Nasrallah, Hezbollah leader, killed in Beirut in Israeli strike. In: Al Jazeera. 28. September 2024, abgerufen am 28. September 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der libanesische Premierminister Nadschib Miqati verkündete eine dreitägige Staatstrauer und der iranische oberste Führer Ali Chamenei eine fünftägige Staatstrauer.<ref>Lebanon declares 3 days of mourning for Nasrallah. 28. September 2024, abgerufen am 28. September 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Nasrallahs Tötung wurde unter anderem von den Außenministerien Syriens<ref>Syria slams Israel’s ‘despicable aggression’ after Nasrallah killing. 28. September 2024, abgerufen am 28. September 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und Russlands<ref>Russia blasts killing of Nasrallah, demands Israel stop attacks. 28. September 2024, abgerufen am 28. September 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> verurteilt. US-Präsident Joe Biden nannte die Tötung „eine Maßnahme der Gerechtigkeit für seine [Nasrallahs] vielen Opfer, darunter tausende Amerikaner, Israelis und libanesische Zivilisten“.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />whitehouse.gov (Memento vom 28. September 2024 im Internet Archive)</ref> Nasrallah und die von ihm angeführte Terrorgruppe Hisbollah seien für den Tod hunderter Amerikaner während einer vier Jahrzehnte andauernden Terrorherrschaft verantwortlich gewesen.<ref>Steff Danielle Thomas: Biden calls death of Hezbollah leader a ‘measure of justice’. In: The Hill. 28. September 2024, abgerufen am 30. September 2024.</ref>

Israels Militär gab am 23. Oktober 2024 bekannt, etwa drei Wochen zuvor den ranghohen Hisbollah-Funktionär Haschem Safi al-Din im Libanon getötet zu haben. Er hatte als wahrscheinlichster Nachfolger von Nasrallah gegolten.<ref>Israel meldet Tod von ranghohem Hisbollah-Funktionär</ref>

Positionen

Nasrallah hielt zum bedrängten Assad-Regime in Syrien, unterstützte jedoch die tunesische, ägyptische und jemenitische Opposition, die die Regierungen ihrer Länder stürzten.<ref name="HolmFAZ2012" /> Nasrallah sagte 2016 in einer Rede „Solange der Iran Geld hat, haben auch wir Geld“ und betonte immer wieder, dass alle Waffen, Kleidung und Lebensmittel für die Hisbollah aus Iran stammten.<ref>Natalie Amiri: Zwischen den Welten. Von Macht und Ohnmacht im Iran. Aufbau, Berlin 2021, ISBN 978-3-351-03880-9; Taschenbuchausgabe ebenda 2022, ISBN 978-3-7466-4030-3, S. 135 und 217.</ref> Ihm wurde eine enge Beziehung zu einflussreichen Mitgliedern des iranischen Klerus nachgesagt, insbesondere zum 2021 verstorbenen Ali Akbar Mohtaschami.<ref>Abbas William Samii: A Stable Structure on Shifting Sands: Assessing the Hizbullah-Iran-Syria Relationship. In: The Middle East Journal. Band 62, Nr. 1, 15. Januar 2008, ISSN 0026-3141, S. 32–53, doi:10.3751/62.1.12.</ref><ref name="Shapira" /> Nasrallah pflegte ein kritisches Verhältnis zum Königreich Saudi-Arabien und warf ihm nach der Hinrichtung des schiitischen Klerikers Nimr an-Nimr vor, im gesamten Nahen Osten sunnitisch-schiitische Spannungen zu erzeugen.<ref>Augustus R. Norton: Hezbollah: a short history. Updated and expanded third edition Auflage. Princeton, New Jersey 2018, ISBN 978-1-4008-8965-5, S. 206–207.</ref>

Weblinks

Commons: Hassan Nasrallah – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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