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Ghirone

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Ghirone
Datei:Ghirone-coat of arms.svg
Wappen von Ghirone
Staat: Vorlage:CHE2
Kanton: Kanton TessinDatei:CHE Ticino COA.svg Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Bleniow
Kreis: Kreis Olivone
Gemeinde: Blenioi2
Postleitzahl: 6720
frühere BFS-Nr.: 5036
Koordinaten: 715426 / 158060Koordinaten: 46° 33′ 50″ N, 8° 56′ 39″ O; CH1903: 715426 / 158060
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Höhe: 1240 m ü. M.
Fläche: 30,35 km²
Einwohner: 40 (31. Dezember 2005)
Einwohnerdichte: 1 Einw. pro km²
Website: www.comuneblenio.ch
Datei:Ghirone.jpg
Ghirone
Ghirone
Karte
w{w
Datei:Karte Gemeinde Ghirone 2005.png
Gemeindestand vor der Fusion am 22. Oktober 2006

Ghirone ist eine Ortschaft in der Schweizer Gemeinde Blenio, Kanton Tessin. Von 1853 bis 2006 bildete sie eine selbständige politische Gemeinde.

Geographie

Ghirone ist die hinterste Siedlung im Bleniotal. Ein Dorf dieses Namens gibt es nicht; die ehemalige Gemeinde umfasste die im Val Camadra links des Flusses Brenno verstreuten Weiler Aquilesco, Baselga und Cozzera.<ref>Cozzera in portal.dnb.de (abgerufen am: 5. Mai 2016.)</ref> Bis ins 19. Jahrhundert war auch das auf der anderen Talseite gelegene Buttino ganzjährig bewohnt. Den höchsten Punkt des Territoriums bildet der Piz Medel (3210 m ü. M.).

Nachbargemeinden waren von Osten aus im Uhrzeigersinn Aquila, Olivone und Campo (Blenio) im Kanton Tessin sowie Medel (Lucmagn) und Vrin im Kanton Graubünden.

Geschichte

Das Dorf ist 1200 als Agairono erstmals erwähnt. Das Dorf gehörte zur Vicinìa Aquila, woraus 1803 eine Gemeinde gebildet wurde. 1836 trennte sich Ghirone von Aquila und gründete mit Buttino<ref>Celestino Trezzini: Buttino. In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz, Band 2: Brusino – Caux. Attinger, Neuenburg 1924, S. 464 (Digitalisat) (abgerufen am 10. Juli 2017).</ref> eine eigene Gemeinde. Buttino ist schon im 13. Jahrhundert als autonome Körperschaft belegt und war bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts bewohnt. Die beiden Gemeinden schlossen sich 1842 bzw. 1846 ein zweites Mal mit Aquila zusammen und trennten sich 1853 erneut. Die Bürgergemeinde (patriziato) Ghirone-Buttino entstand 1914.<ref>Sonia Fiorini: Ghirone. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 5. März 2021.</ref>

Die vom Kantonsparlament am 25. Januar 2005 beschlossene, ursprünglich per Frühjahr 2006 geplante Fusion der fünf Gemeinden des oberen Talabschnitts wurde durch eine Beschwerde der Gemeinde Aquila verzögert. Nachdem das Bundesgericht im April 2006 die Beschwerde abgewiesen hatte, war der Weg zur Fusion frei. Am 22. Oktober 2006 wurde Ghirone mit Aquila, Campo (Blenio), Olivone und Torre zur neuen Gemeinde Blenio fusioniert.

Ghirone bildet aber nach wie vor eine eigenständige Bürgergemeinde.<ref>Patriziato di Ghirone (italienisch) auf ti.ch/di/sel/patriziati</ref> Im Weiteren gibt es das Patriziato di Buttino.<ref>Patriziato di Buttino (italienisch) auf ti.ch/di/sel/patriziati</ref>

Bilder

Sehenswürdigkeiten

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  • Pfarrkirche Santi Martino und Giorgio im Ortsteil Baselga<ref name="Martinoli">Simona Martinoli u. a.: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 109.</ref>
  • Beinhaus<ref name="Martinoli" />
  • Im Ortsteil Aquilesco: Oratorium San Rocco<ref name="Martinoli" />
  • Im Ortsteil Cozzera: Oratorium San Bernardino da Siena<ref name="Martinoli" />
  • Greina-Ebene<ref>Greina-Ebene in portal.dnb.de (abgerufen am: 5. Mai 2016.)</ref>
  • Staudamm Lago di Luzzone.

Tourismus

Verkehr

Ghirone ist an die Hauptstrasse 416.1 angeschlossen, die in Scona bei Olivone an die Hauptstrasse 416 angeschlossen ist, die das Bleniotal erschliesst. Diese führt nach Biasca, wo ein Anschluss an die Autobahn A2 und die Hauptstrasse 2 besteht. Das Dorf ist zudem an eine Postautolinie angeschlossen.

Persönlichkeiten

Bevölkerung

Vorlage:SäulendiagrammJahr 1960: Bau der Luzzone-Staumauer

Literatur

  • Marina Bernasconi Reusser: Monumenti storici e documenti d’archivio. I «Materiali e Documenti Ticinesi» (MDT) quali fonti per la storia e le ricerche sull’architettura e l’arte medievale delle Tre Valli. In: Archivio Storico Ticinese. 2. Serie, Nummer 148, Casagrande, Bellinzona 2010.
  • Piero Bianconi: Ghirone. In: Arte in Blenio. Guida della valle. S.A. Grassi & Co. Bellinzona-Lugano 1944; derselben: Ghirone. In: Inventario delle cose d’arte e di antichità. Band I, Grassi & Co, Bellinzona 1948, S. 80–81.
  • Sonia Fiorini: Ghirone. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 5. März 2021.
  • Virgilio Gilardoni: Il Romanico. Catalogo dei monumenti nella Repubblica e Cantone del Ticino. La Vesconta, Casagrande S.A., Bellinzona 1967, S. 178, 263, 330.
  • Simona Martinoli u. a.: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, S. 95, 96, 109.
  • Celestino Trezzini: Ghirone. In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz. Band 3: Egolf – Güttingen. Attinger, Neuenburg 1926, S. 508 (Digitalisat [PDF; 28,6 MB]); derselbe: Buttino. In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz. Band 2: Basel – Egnach. Attinger, Neuenburg 1924, S. 464 (Digitalisat [PDF; 28,8 MB]).

Weblinks

Commons: Ghirone – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

<references/>

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