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Samuel Schmid

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Samuel Schmid (2007)
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Samuel Schmid und Paul Wolfowitz

Samuel Jörg Schmid<ref>Der Bund kurz erklärt. Bundeskanzlei, 2008, S. 63.</ref> (* 8. Januar 1947 in Rüti bei Büren im Kanton Bern; heimatberechtigt in Attiswil) ist ein Schweizer Politiker der BDP (bis 2008 SVP). Von 2001 bis 2008 war er Bundesrat, im Jahr 2005 Bundespräsident.

Leben

Datei:Samuel-Schmid-Weg Rüti bei Büren.jpg
Samuel-Schmid-Weg in Rüti bei Büren

Nach der Matura Typ B im Gymnasium Solothurn im Jahr 1967 folgte ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Bern mit den Abschlüssen als Fürsprecher und Notar. 1978 eröffnete er seine eigene Praxis. Sein älterer Bruder Peter Schmid war von 1979 bis 1998 Regierungsrat des Kantons Bern.<ref>Porträt Samuel Schmid. In: Weltwoche. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 31. Mai 2014; abgerufen am 9. August 2009.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Porträt von Peter Schmid (Memento vom 27. Dezember 2010 im Internet Archive) auf der Website des Kantons Bern.</ref>

Am 4. Januar 2009 wurde Schmid anlässlich einer grossen Feier in Rüti bei Büren zum Ehrenbürger der Gemeinde Rüti bei Büren ernannt.<ref>Alt-Bundesrat Schmid ist Ehrenbürger seiner Wohngemeinde. In: Berner Zeitung. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 20. Juli 2012; abgerufen am 6. Januar 2008.</ref> Er ist Mitglied der Studentenverbindung Wengia.

Schmid wohnt in Rüti bei Büren, ist verheiratet und Vater von drei Söhnen.

Politische Laufbahn

Am 6. Dezember 2000 wurde Schmid als nicht offizieller Kandidat seiner damaligen Partei in den Bundesrat gewählt (siehe Bundesratswahl 2000). Er war während seiner ganzen Amtszeit Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS). Sein wichtigstes Projekt war die Armeereform Armee XXI, die eine Anpassung der Schweizer Armee an die veränderte Bedrohungslage in Europa erreichen soll. Im Jahr 2004 war er Vizepräsident und wurde am 8. Dezember 2004 zum Bundespräsidenten für das Jahr 2005 gewählt. Sein Motto für das Jahr 2005 hiess Begegnung. Sein wichtigstes Anliegen war nach eigenen Angaben die Abstimmung über die Bilateralen II und die Stärkung der Kollegialität im Bundesrat. Bei den Bundesratswahlen 2007 wurde Schmid mit deutlichen 201 Stimmen wiedergewählt. Nachdem sich Schmid trotz der Abwahl von Christoph Blocher hatte vereidigen lassen und damit gegen die Oppositionsstrategie seiner Partei agierte, durfte er nicht mehr an Fraktionssitzungen teilnehmen und wurde insbesondere von der Parteispitze als SVP-Vertreter ignoriert. Der damalige Parteipräsident Ueli Maurer meinte dazu im Februar 2008, für die Parteimitglieder sei Schmid «{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)»<ref name="tagesschau">«Samuel Schmid ist so gut wie klinisch tot». In: Tagesschau SRF. 15. Februar 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 18. April 2013; abgerufen am 26. Mai 2008.</ref>. Einen Parteiausschluss halte er aber «{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)»<ref name="tagesschau" />. Am 2. Juni 2008 erklärte Schmid vor der Presse seinen baldigen Austritt aus der SVP und gab bekannt, dass er zusammen mit weiteren unzufriedenen SVP-Mitgliedern über die Gründung einer neuen Partei nachdenke.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Auch Bundesrat Schmid hat genug von der SVP – Berner und Bündner planen die Gründung einer neuen Partei (Memento vom 15. Juli 2014 im Internet Archive). In: Neue Zürcher Zeitung. 2. Juni 2008.</ref> Am 21. Juni wurde die BDP Bern gegründet, der sich Schmid mittels Kollektivübertritt seiner Ortssektion anschloss.<ref>Daniel Foppa: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.. In: Tages Anzeiger. 24. Juli 2008.</ref>

Anfang November 2008 musste Schmid an der Gallenblase operiert werden. Kurz darauf, am 12. November 2008, gab Schmid den Rücktritt aus dem Bundesrat per 31. Dezember 2008 bekannt.<ref>Jan Flückiger: Alt Bundesrat Samuel Schmid: «Vertrauen in unser Land steht auf dem Spiel». In: Neue Zürcher Zeitung. 23. August 2016.</ref>

Ämter

Kritik

Schmid war bei der Bundesratswahl kein offizieller Kandidat und stand seit seiner Wahl in der Kritik seiner eigenen Partei.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.. In: Weltwoche. Nr. 48, 2002.</ref> Nach der Ernennung von Roland Nef zum Chef der Armee wurde Schmid ein «Aussitzen» der Probleme vorgeworfen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Selbst aus der FDP und aus der CVP werden Rücktrittsforderungen laut. Schmid zunehmend auf verlorenem Posten (Memento vom 3. Dezember 2016 im Internet Archive). In: Neue Zürcher Zeitung. 4. September 2008.</ref><ref>Die Pressekonferenz von Samuel Schmid. In: rhetorik.ch. 18. Juli 2008.</ref><ref>Presseschau zur Pressekonferenz im Tages-Anzeiger am 19. Juli 2008.</ref>

Militär

Schmid war von 1993 bis 1996 als Oberst Kommandant eines Infanterie-Regiments und von 1998 bis 1999 Stellvertretender Kommandant der Felddivision 3.

Literatur

Weblinks

Commons: Samuel Schmid – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

VorgängerAmtNachfolger
Adolf OgiMitglied im Schweizer Bundesrat
2001–2008
Ueli Maurer

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