Sjoukje Dijkstra
| Sjoukje Dijkstra Vorlage:SportPicto | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Datei:Sjoukje Dijkstra c1965.jpg | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Voller Name | Sjoukje Rosalinde Dijkstra | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Nation | Datei:Flag of the Netherlands.svg Niederlande | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Geburtstag | 28. Januar 1942 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Geburtsort | Akkrum | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Größe | 169 cm | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Gewicht | 54 kg | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Sterbedatum | 2. Mai 2024 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Sterbeort | Someren | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Karriere | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Disziplin | Einzellauf | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Trainer | Arnold Gerschwiler | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Medaillenspiegel | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Sjoukje Rosalinde Dijkstra (Aussprache: [<templatestyles src="IPA/styles.css" />], * 28. Januar 1942 in Akkrum, Friesland; † 2. Mai 2024 in Someren, Noord-Brabant) war eine niederländische Eiskunstläuferin, die im Einzellauf startete. Sie war Olympiasiegerin von 1964, Weltmeisterin von 1962 bis 1964 und Europameisterin von 1960 bis 1964.
Werdegang
Sjoukje Dijkstra war eine Tochter des Eisschnellläufers Luitzen „Lou“ Dijkstra (1909–1964), der an den Olympischen Spielen 1936 in Garmisch-Partenkirchen teilgenommen hatte. Sie begann im Alter von sechs Jahren mit dem Eiskunstlaufen und wurde schnell als Talent erkannt. Bereits mit zwölf Jahren nahm sie an ihrer ersten Europameisterschaft teil. Trainiert in London von Arnold Gerschwiler, dem Onkel des Eiskunstlaufweltmeisters Hans Gerschwiler, begann sie von da an, gemeinsam mit ihrer etwas älteren Landsfrau Joan Haanappel, sich kontinuierlich zu verbessern. Nachdem sie viermal Zweite bei den nationalen Meisterschaften hinter Haanappel geworden war, gewann sie im Jahr 1959 ihren ersten nationalen Meistertitel vor ihrer Konkurrentin. Es war der erste von sechs nationalen Meistertiteln in Folge.
Im selben Jahr gewann sie auch ihre ersten internationalen Medaillen. Bei der Europameisterschaft in Davos wurde sie Vize-Europameisterin hinter der Österreicherin Hanna Walter und bei der Weltmeisterschaft in Colorado Springs errang sie die Bronzemedaille hinter Carol Heiss und Walter. Ein Jahr später, im olympischen Jahr 1960, gewann Dijkstra ihren ersten großen internationalen Titel. Bei der Europameisterschaft in Garmisch-Partenkirchen wurde sie Europameisterin vor Regine Heitzer aus Österreich und ihrer niederländischen Landsfrau Haanappel. Es war der erste Europameisterschaftstitel im Eiskunstlauf für die Niederlande. Bei der Weltmeisterschaft in Vancouver wurde Dijkstra Vize-Weltmeisterin hinter Carol Heiss. Dasselbe Ergebnis erreichte sie bei den Olympischen Spielen in Squaw Valley, als sie die Silbermedaille hinter der unbezwingbar scheinenden US-Amerikanerin gewann. Es waren bereits ihre zweiten Olympischen Spiele nach 1956, bei denen sie Zwölfte geworden war. Carol Heiss trat nach ihrem Olympiasieg 1960 und ihrem letzten Weltmeistertitel zurück und so war der Weg frei für Dijkstra, die von nun an die Weltkonkurrenz dominierte und alle Wettbewerbe gewann, die sie bestritt. 1961 verteidigte sie ihren Europameisterschaftstitel in Berlin mit einstimmigem Punktrichterurteil vor Regine Heitzer. In diesem Jahr wurde die Weltmeisterschaft aufgrund des Flugzeugabsturzes der US-Mannschaft abgesagt. Dies kostete sie wahrscheinlich einen Weltmeistertitel.
1962 gewann Dijkstra zum dritten Mal in Folge den EM-Titel, erneut mit Einstimmigkeit vor Regine Heitzer (Österreich), die noch mehrmals ihre Hauptkonkurrentin sein sollte. Im selben Jahr holte sie in Prag ihren ersten WM-Titel – was ihr genauso deutlich gelang wie bei der EM, diesmal aber vor der Kanadierin Wendy Griner. Es war das erste Gold für die Niederlande bei einer Eiskunstlaufweltmeisterschaft. Im Jahr 1963 konnte sie beide Titel verteidigen. Bei der Europameisterschaft in Budapest siegte sie vor der Französin Nicole Hassler und bei der Weltmeisterschaft in Cortina d’Ampezzo einstimmig vor Regine Heitzer.
Das Jahr 1964 bildete den triumphalen Abschluss ihrer Karriere. Erst gewann sie in Grenoble vor Heitzer ihren fünften EM-Titel, dann folgte in Dortmund ihr dritter WM-Titel in Folge, auch dieses Mal einstimmig vor Heitzer. Schließlich wurde Dijkstra bei ihren dritten olympischen Spielen in Innsbruck unter den Augen der niederländischen Königsfamilie einstimmig Olympiasiegerin vor der Österreicherin. Ihr Sieg bedeutete das erste olympische Gold für die Niederlande bei Winterspielen.
Dijkstras größte Stärke waren ihre Pflichtfiguren, aber sie war auch eine athletische und starke Kürläuferin, die doppelte Axelsprünge und eingesprungene Pirouetten in hoher Qualität zeigen konnte und deren Bewegungen flüssig und mit wenig Aufwand daherkamen.
Nach ihrem Olympiasieg 1964 nahm sie Abschied vom Amateursport, wechselte zu den Profis und tourte bis 1972 mit Holiday On Ice. Sie heiratete den Zirkusdompteur Karl Kossmayer, mit dem sie zwei Töchter hatte, Rosalie und Katja. Beide Töchter versuchten sich anfänglich auch im Eiskunstlaufen, zogen dann aber eine Karriere im Zirkus vor. Im Jahr 1985 wurde Dijkstra Beraterin beim niederländischen Eislaufverband. Zeitweise kommentierte sie für das niederländische Fernsehen.
Sjoukje Dijkstra starb im Mai 2024 im Alter von 82 Jahren.
Ergebnisse
| Wettbewerb / Jahr | 1954 | 1955 | 1956 | 1957 | 1958 | 1959 | 1960 | 1961 | 1962 | 1963 | 1964 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Olympische Winterspiele | 12. | 2. | 1. | ||||||||
| Weltmeisterschaften | 21. | 16. | 12. | 16. | 3. | 2. | 1. | 1. | 1. | ||
| Europameisterschaften | 19. | 7. | 6. | 2. | 1. | 1. | 1. | 1. | 1. | ||
| Niederländische Meisterschaften | 3. | 2. | 2. | 2. | 2. | 1. | 1. | 1. | 1. | 1. | 1. |
Weblinks
<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />
Vorlage:Klappleiste/Anfang 1908: Datei:Flag of the United Kingdom.svg Madge Syers | 1920: Schweden Magda Julin | 1924: Datei:Flag of Austria.svg Herma Szabó | 1928: Datei:Flag of Norway.svg Sonja Henie | 1932: Datei:Flag of Norway.svg Sonja Henie | 1936: Datei:Flag of Norway.svg Sonja Henie | 1948: Datei:Canadian Red Ensign (1921-1957).svg Barbara Ann Scott | 1952: Vereinigtes Königreich Jeannette Altwegg | 1956: Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Tenley Albright | 1960: Datei:US flag 49 stars.svg Carol Heiss | 1964: Niederlande Sjoukje Dijkstra | 1968: Vereinigte Staaten Peggy Fleming | 1972: Österreich Trixi Schuba | 1976: Vereinigte Staaten Dorothy Hamill | 1980: Datei:Flag of East Germany.svg Anett Pötzsch | 1984: Datei:Flag of East Germany.svg Katarina Witt | 1988: Datei:Flag of East Germany.svg Katarina Witt | 1992: Vereinigte Staaten Kristi Yamaguchi | 1994: Ukraine Oksana Bajul | 1998: Vereinigte Staaten Tara Lipinski | 2002: Vereinigte Staaten Sarah Hughes | 2006: Japan Shizuka Arakawa | 2010: Vorlage:KOR-1997 Kim Yu-na | 2014: Russland Adelina Sotnikowa | 2018: Datei:Olympic flag.svg Alina Sagitowa | 2022: Vorlage:ROC Anna Schtscherbakowa | 2026: Vereinigte Staaten Alysa Liu Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 1906–07: Madge Syers | 1908–11: Lily Kronberger | 1912–14: Opika von Méray Horváth | 1922–26: Herma Szabó | 1927–36: Sonja Henie | 1937: Cecilia Colledge | 1938–39: Megan Taylor | 1947–48: Barbara Ann Scott | 1949–50: Alena Vrzáňová | 1951: Jeannette Altwegg | 1952: Jacqueline du Bief | 1953: Tenley Albright | 1954: Gundi Busch | 1955: Tenley Albright | 1956–60: Carol Heiss | 1962–64: Sjoukje Dijkstra | 1965: Petra Burka | 1966–68: Peggy Fleming | 1969–70: Gabriele Seyfert | 1971–72: Trixi Schuba | 1973: Karen Magnussen | 1974: Christine Errath | 1975: Dianne de Leeuw | 1976: Dorothy Hamill | 1977: Linda Fratianne | 1978: Anett Pötzsch | 1979: Linda Fratianne | 1980: Anett Pötzsch | 1981: Denise Biellmann | 1982: Elaine Zayak | 1983: Rosalynn Sumners | 1984–85: Katarina Witt | 1986: Debi Thomas | 1987–88: Katarina Witt | 1989: Midori Itō | 1990: Jill Trenary | 1991–92: Kristi Yamaguchi | 1993: Oksana Bajul | 1994: Yuka Satō | 1995: Chen Lu | 1996: Michelle Kwan | 1997: Tara Lipinski | 1998: Michelle Kwan | 1999: Marija Butyrskaja | 2000–01: Michelle Kwan | 2002: Irina Sluzkaja | 2003: Michelle Kwan | 2004: Shizuka Arakawa | 2005: Irina Sluzkaja | 2006: Kimmie Meissner | 2007: Miki Andō | 2008: Mao Asada | 2009: Kim Yu-na | 2010: Mao Asada | 2011: Miki Andō | 2012: Carolina Kostner | 2013: Kim Yu-na | 2014: Mao Asada | 2015: Jelisaweta Tuktamyschewa | 2016–17: Jewgenija Medwedewa | 2018: Kaetlyn Osmond | 2019: Alina Sagitowa | 2021: Anna Schtscherbakowa | 2022–24: Kaori Sakamoto | 2025: Alysa Liu | 2026: Kaori Sakamoto Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 1930: Fritzi Burger | 1931–36: Sonja Henie | 1937–39: Cecilia Colledge | 1947–48: Barbara Ann Scott | 1949: Eva Pawlik | 1950: Alena Vrzáňová | 1951–52: Jeannette Altwegg | 1953: Valda Osborn | 1954: Gundi Busch | 1955: Hanna Eigel | 1956: Ingrid Wendl | 1957: Hanna Eigel | 1958: Ingrid Wendl | 1959: Hanna Walter | 1960–64: Sjoukje Dijkstra | 1965–66: Regine Heitzer | 1967: Gabriele Seyfert | 1968: Hana Mašková | 1969–70: Gabriele Seyfert | 1971–72: Trixi Schuba | 1973–75: Christine Errath | 1976: Dianne de Leeuw | 1977–80: Anett Pötzsch | 1981: Denise Biellmann | 1982: Claudia Kristofics-Binder | 1983–88: Katarina Witt | 1989: Claudia Leistner | 1990: Evelyn Großmann | 1991–95: Surya Bonaly | 1996–97: Irina Sluzkaja | 1998–99: Marija Butyrskaja | 2000–01: Irina Sluzkaja | 2002: Marija Butyrskaja | 2003: Irina Sluzkaja | 2004: Júlia Sebestyén | 2005–06: Irina Sluzkaja | 2007–08: Carolina Kostner | 2009: Laura Lepistö | 2010: Carolina Kostner | 2011: Sarah Meier | 2012–13: Carolina Kostner | 2014: Julija Lipnizkaja | 2015: Jelisaweta Tuktamyschewa | 2016–17: Jewgenija Medwedewa | 2018: Alina Sagitowa | 2019: Sofja Samodurowa | 2020: Aljona Kostornaja | 2022: Anna Schtscherbakowa | 2023: Anastassia Gubanowa | 2024: Loena Hendrickx | 2025–26: Niina Petrõkina Vorlage:Klappleiste/Ende
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Dijkstra, Sjoukje |
| ALTERNATIVNAMEN | Dijkstra, Sjoukje Rosalinde (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | niederländische Eiskunstläuferin |
| GEBURTSDATUM | 28. Januar 1942 |
| GEBURTSORT | Akkrum, Friesland, Niederlande |
| STERBEDATUM | 2. Mai 2024 |
| STERBEORT | Someren |
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:LCCN in Wikipedia fehlt, in Wikidata vorhanden
- Eiskunstläufer (Niederlande)
- Teilnehmer der Olympischen Winterspiele 1956
- Teilnehmer der Olympischen Winterspiele 1960
- Teilnehmer der Olympischen Winterspiele 1964
- Olympiateilnehmer (Niederlande)
- Olympiasieger (Eiskunstlauf)
- Weltmeister (Eiskunstlauf)
- Europameister (Eiskunstlauf)
- Niederländischer Meister (Eiskunstlauf)
- Träger des Ordens von Oranien-Nassau (Ritter)
- Sportler des Jahres (Niederlande)
- Mitglied der World Figure Skating Hall of Fame
- Niederländer
- Geboren 1942
- Gestorben 2024
- Frau