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Cindy Klassen

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Cindy Klassen Vorlage:SportPicto
Cindy Klassen, 2009
Nation KanadaDatei:Flag of Canada (Pantone).svg Kanada
Geburtstag 12. August 1979
Geburtsort WinnipegKanada
Größe 172 cm
Karriere
Status zurückgetreten
Karriereende Juni 2015
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 1 × Goldmedaille 2 × Silbermedaille 3 × Bronzemedaille
WM-Medaillen 5 × Goldmedaille 7 × Silbermedaille 6 × Bronzemedaille
 Olympische Winterspiele
Bronze 2002 Salt Lake City 3000 m
Gold 2006 Turin 1500 m
Silber 2006 Turin 1000 m
Silber 2006 Turin Team
Bronze 2006 Turin 3000 m
Bronze 2006 Turin 5000 m
 Mehrkampfweltmeisterschaften
Silber 2002 Heerenveen Mehrkampf
Gold 2003 Göteborg Mehrkampf
Silber 2005 Moskau Mehrkampf
Gold 2006 Calgary Mehrkampf
Bronze 2007 Heerenveen Mehrkampf
 Sprintweltmeisterschaften
Silber 2003 Calgary Sprint
Bronze 2007 Hamar Sprint
 Einzelstreckenweltmeisterschaften
Bronze 2001 Salt Lake City 1500 m
Bronze 2003 Berlin 1000 m
Silber 2004 Seoul 1500 m
Bronze 2004 Seoul 1000 m
Gold 2005 Inzell 3000 m
Gold 2005 Inzell 1500 m
Silber 2005 Inzell Teamverfolgung
Silber 2007 Salt Lake City 1500 m
Bronze 2007 Salt Lake City 3000 m
Gold 2011 Inzell Teamverfolgung
Silber 2012 Heerenveen Teamverfolgung
Platzierungen im Eisschnelllauf-Weltcup
 Debüt im Weltcup Januar 2000
 Weltcupsiege 20
 Gesamt-WC 1000 7. (2007/08)
 Gesamt-WC 1500 1. (2002/03, 2004/05)
 Gesamt-WC 3000/5000 1. (2005/06)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 1000 Meter 1 3 1
 1500 Meter 8 5 6
 3000 Meter 3 5 5
 5000 Meter 0 0 1
 Teamwettbewerb 7 4 0
letzte Änderung: Karriereende

Cynthia „Cindy“ Nicole Klassen, OM (* 12. August 1979 in Winnipeg, Manitoba) ist eine kanadische Eisschnellläuferin. Sie wurde 2006 Olympiasiegerin über 1500 Meter und gewann in ihrer Laufbahn insgesamt sechs olympische Medaillen sowie fünf Weltmeistertitel.

Klassen begann ihre Laufbahn als Eishockeyspielerin. Nachdem sie sich nicht für das kanadische Olympiateam 1998 qualifiziert hatte, wechselte sie zum Eisschnelllauf. Sie stieg innerhalb weniger Jahre in die Weltspitze auf und gewann 2002 ihre erste olympische Bronzemedaille über 3000 Meter, der vier Jahre später bei den Winterspielen 2006 in Turin fünf weitere Olympiamedaillen folgten, darunter Gold über 1500 Meter. Unter allen Olympiateilnehmern war sie damit in Turin die Athletin mit den meisten gewonnenen Medaillen. 2005 und 2006 lief Klassen auf mehreren Strecken Eisschnelllaufweltrekorde, 2006 wurde sie als kanadische Sportlerin des Jahres mit der Lou Marsh Trophy ausgezeichnet und erhielt außerdem die Oscar Mathisen Memorial Trophy. Ab den späten 2000er-Jahren hatte Klassen starke Knieprobleme. Nach einer beidseitigen Knieoperation im Sommer 2008 und einer einjährigen Rennpause konnte sie bei ihrer Rückkehr ins internationale Wettkampfgeschehen ab dem Winter 2009/10 nur noch eingeschränkt an ihre früheren Erfolge anknüpfen. Im Juni 2015 erklärte sie das Ende ihrer aktiven Sportkarriere. Sie ist seit 2017 Teil der Hall of Fame des kanadischen Sports.

Werdegang

Frühe Jahre (bis 2000)

Cindy Klassen stammt von mennonitischen Einwanderern in Manitoba ab.<ref>James Christie: Queen of Canadian sport. In: The Globe and Mail. 12. Dezember 2006, S. 1. Abgerufen am 25. November 2023 via ProQuest.</ref> Sie wuchs als ältestes von vier Geschwisterkindern mit zwei Schwestern und einem Bruder im Bezirk North Kildonan im Norden der Provinzhauptstadt Winnipeg auf. Klassens Erziehung war christlich geprägt:<ref name="fortney">Valerie Fortney: The making of a champion. In: Calgary Herald. 17. März 2006, S. E1. Abgerufen am 4. Dezember 2023 via ProQuest.</ref> Als Mitglied der mennonitischen Brüdergemeinde in Winnipeg besuchte sie das private Mennonite Brethren Collegiate Institute und machte dort 1997 ihren Schulabschluss.<ref>The Canadian Press: Winnipeg celebrates after Cindy Klassen races to gold at Olympics. In: Whitehorse Star. 23. Februar 2006, S. 21. Abgerufen am 25. November 2023 via ProQuest.</ref>

In ihrer Kindheit und Jugend übte Klassen eine Vielzahl an Sportarten aus, darunter Rugby, Volleyball und Basketball. 1994 gehörte sie zum kanadischen Lacrosse-Team bei den Commonwealth Games in Victoria.<ref name="fortney" /> Ihren Trainingsschwerpunkt legte sie auf den Eishockeysport, mit dem sie spielerisch bereits im Alter von zwei Jahren begonnen hatte. Weil Fraueneishockey in den 1980er- und frühen 1990er-Jahren kaum eigenständige Strukturen aufwies, spielte Klassen anfangs in den Ligen der Jungen.<ref name="canenc">Tabitha Marshall: Cindy Klassen. In: The Canadian Encyclopedia. Veröffentlicht am 6. Juni 2010, zuletzt bearbeitet am 26. Juli 2019. Abgerufen am 4. Dezember 2023 via thecanadianencyclopedia.ca.</ref> 1996 wurde sie als Abwehrspielerin in das neugegründete kanadische U19-Frauennationalteam aufgenommen und trainierte unter anderem gemeinsam mit der späteren vierfachen Olympiasiegerin Caroline Ouellette. Im Vorfeld des erstmals ausgetragenen olympischen Eishockeyturniers der Frauen 1998 in Nagano fand Klassen keine Berücksichtigung für die kanadische Auswahl. Sie fing in der Folge – dem Vorschlag ihrer Eltern folgend – mit Eisschnelllaufen an, weil sie eine Ergänzung zum Eishockey suchte („[A]ll I had was hockey. I needed something else to keep me busy“).<ref name="hockeynews">Ian Kennedy: Cindy Klassen Went From Budding Hockey Star To Speed Skating Legend auf thehockeynews.com. 16. September 2023. Abgerufen am 25. November 2023.</ref> Rückblickend auf ihre Laufbahn sagte Klassen, sie habe zunächst Widerwillen vor allem gegenüber den Rennanzügen beim Eisschnelllauf empfunden, dann aber eine Leidenschaft für die Sportart entwickelt. An die Stelle ihrer früheren Idole aus der National Hockey League seien Catriona LeMay Doan und die wie Klassen aus Winnipeg stammende Susan Auch getreten, die beide bei den Winterspielen 1998 olympische Medaillen im Eisschnelllauf holten.<ref name="hockeynews" />

In ihrer Anfangszeit als Eisschnellläuferin profitierte Klassen von der Kraft und der Schnelligkeit, die sie im Eishockey gelernt hatte, musste aber die im Eisschnelllauf benötigte Technik und Laufhaltung von Grund auf neu lernen. Anne Mushumanski, Klassens erste Trainerin beim Eislaufklub in Winnipeg, überzeugte die Athletin, das Eishockeytraining (das sie zunächst weiterverfolgt hatte) auszusetzen, um sich ganz auf den Eisschnelllauf zu konzentrieren.<ref name="fortney" /> Laut Mushumanski eignete sich Klassen innerhalb der ungewöhnlich kurzen Zeit von weniger als zwei Jahren nach ihrem Eisschnelllauf-Trainingsbeginn im Herbst 1997 die Technik an, um in die Weltspitze vorzustoßen. Die Trainerin hob vor allem Klassens Fähigkeit hervor, genau das zu tun, was von ihr gefordert wurde, etwa wenn es darum ging, Zeitvorgaben einzuhalten.<ref>The Cindy Syndrome. In: Winnipeg Free Press (Online). 9. April 2006. Abgerufen am 26. November 2023 via ProQuest. „She's got that drive, that -- how do you say it? -- that uncanny ability that if you tell her what she needs to do, she does it.“</ref>

Als weitgehend unbekannte Sportlerin lief Klassen im Februar 1999 bei der Juniorenweltmeisterschaft im norwegischen Geithus die schnellste Zeit über 1000 Meter und die drittschnellste Zeit über 500 Meter.<ref>Jim Morris: Salt Lake Olympics learning experience for Cindy Klassen; Speed skater has a promising career in sport. In: The Spectator, 20. Dezember 2001, S. E06. Abgerufen am 26. November 2023 via ProQuest.</ref> Ein halbes Jahr später startete sie bei den Panamerikanischen Spielen 1999 in ihrer Heimatstadt Winnipeg im Inline-Speedskating, das sie gleichzeitig mit dem Eisschnelllauf als Trainingsmöglichkeit im Sommer angefangen hatte. Sie belegte dort den fünften Rang in der Sprintkombination.<ref>Glen Colbourn: Renaissance Woman: Canada’s Cindy Klassen does it all on the Rollerblade Track. In: The Spectator, 28. Juli 1999, S. F6. Abgerufen am 26. November 2023 via ProQuest.</ref> Klassen zog 1999 nach Calgary, wo sie im überdachten Olympic Oval bessere Trainingsbedingungen vorfand als auf ihrer Heimeisbahn in Winnipeg, die nur wenige Monate im Jahr genutzt werden konnte.<ref>Pan American Notebook. In: The Globe and Mail, 28. Juli 1999, S. 4. Abgerufen am 4. Dezember 2023 via ProQuest.</ref> In Calgary belegte sie im Dezember 1999 den zweiten Platz hinter Cindy Overland bei der nationalen Mehrkampfmeisterschaft und gab im Folgemonat (ebenfalls auf dem Olympic Oval) ihr Debüt im Eisschnelllauf-Weltcup. Als bestes Saisonergebnis erreichte Klassen im Februar 2000 einen siebten Rang im Weltcuprennen über 1500 Meter in Baselga di Piné. Außerdem nahm sie zum ersten Mal an Weltmeisterschaften der Erwachsenen teil: Bei der Mehrkampf-WM in Milwaukee platzierte sie sich auf Position 13, bei den Welttitelkämpfen auf Einzelstrecken in Nagano war ihr vorderstes Resultat ein zehnter Platz über 3000 Meter.

Weltspitze (2000 bis 2008)

Datei:Cindy Klassen (2007).jpg
Klassen während der Mehrkampfweltmeisterschaft 2007 in Heerenveen

Ab 2000 war Cindy Klassen fester Bestandteil des kanadischen Eisschnelllauf-Nationalteams,<ref>Michael Petrie: Cindy Klassen's winning way. In: Calgary Herald, 23. Februar 2006, S. D4. Abgerufen am 26. November 2023 via ProQuest.</ref> nachdem sie im Jahr zuvor der kanadischen Juniorenauswahl angehört hatte.<ref name="canenc" /> Sie feierte schnell nationale und internationale Erfolge: Im Januar 2001 errang sie ihren ersten kanadischen Meistertitel im Allround-Mehrkampf, dem in den folgenden Jahren acht weitere nationale Titel in Mehrkämpfen und auf Einzelstrecken folgten (2002: über 3000 sowie 5000 Meter, 2003 und 2005: im Sprint-Vierkampf, 2007: über 1000 sowie 1500 Meter, 2012 und 2013: über 5000 Meter). Ihre erste Weltmeisterschaftsmedaille gewann sie im März 2001, als sie bei der Einzelstrecken-WM in Salt Lake City Dritte über 1500 Meter wurde. Im Dezember 2001 stellte sie in Calgary einen kanadischen Rekord über 5000 Meter auf. Mit einer Zeit von 6:59,24 Minuten war sie (nach den Deutschen Gunda Niemann-Stirnemann sowie Claudia Pechstein) die dritte Eisschnellläuferin, die auf dieser Distanz unter der Sieben-Minute-Marke blieb.<ref>Winnipeg's Klassen shatters national record auf cbc.ca. 21. Dezember 2001. Abgerufen am 28. November 2023.</ref>

Klassen zählte in den 2000er-Jahren sowohl auf den Sprintstrecken als auch auf den Langdistanzen zu den weltweit führenden Eisschnellläuferinnen. Diese Vielseitigkeit galt als ungewöhnlich, weil viele ihrer Konkurrentinnen stärker spezialisiert waren.<ref name="wfp">Destiny’s child. In: Winnipeg Free Press (online), 8. Februar 2002. Abgerufen am 26. November 2023 via ProQuest.</ref> 2002 qualifizierte sie sich auf allen fünf Einzelstrecken (500 Meter, 1000 Meter, 1500 Meter, 3000 Meter und 5000 Meter) für das kanadische Olympiateam bei den Winterspielen in Salt Lake City, verzichtete aber auf den Start im 500-Meter-Rennen, um sich auf die längeren Distanzen zu konzentrieren<ref name="wfp" /> – über 3000 Meter gewann sie letztlich mit Bronze ihre erste olympische Medaille. Vier Jahre später holte Klassen bei den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin fünf weitere Medaillen: Gold über 1500 Meter vor ihrer Teamkollegin Kristina Groves, Silber über 1000 Meter und in der erstmalig ausgetragenen Teamverfolgung sowie Bronze über 3000 Meter und über 5000 Meter. In der Teamverfolgung kam sie nur im Viertel- und im Halbfinale, nicht aber im Endlauf zum Einsatz, um sich für die später angesetzten Einzelrennen zu schonen.<ref name="macqueen2">Ken MacQueen: Speed queen: Cindy Klassen, hockey team castoff, is now our greatest Olympian. In: Maclean’s. 6. März 2006, S. 34–38. Abgerufen am 4. Dezember 2023 via ProQuest.</ref> Klassen war die erste kanadische Sportlerin, die in ihrer Karriere sechs olympische Medaillen gewann.<ref>Klassens kanadischer Rekord von sechs olympischen Medaillen wurde 2010 von Clara Hughes eingestellt und 2021 von der Schwimmerin Penny Oleksiak übertroffen, vgl. Ben Dornan: Oleksiak Wins 7th Olympic Medal, Becomes Most Decorated Canadian In History auf swimswam.com. 31. Juli 2021. Abgerufen am 27. November 2023.</ref> Bei der Schlussfeier der Olympischen Winterspiele 2006 trug sie die kanadische Fahne.<ref>Cindy Klassen Named Canada’s Flag Bearer for 2006 Olympic Winter Games Closing Ceremony auf olympic.ca. 26. Februar 2006. Abgerufen am 27. November 2023.</ref> Nach Olympia schloss Klassen einen mehrjährigen Sponsorenvertrag mit dem Telekommunikationsunternehmen Manitoba Telecom Services ab, dessen Gesamthöhe auf mehr als eine Million kanadische Dollar geschätzt wurde. Bereits vor den Winterspielen war sie eine Werbepartnerschaft mit dem Fast-Food-Konzern McDonald’s eingegangen.<ref>Rick Westhead: Olympian may have struck gold again; Speed skater wins deal after triumphs Canada's Klassen endorses phone firm. In: Toronto Star, 28. Februar 2006, S. C03. Abgerufen am 30. November 2023 via ProQuest; Randy Starkman: Klassen life after Games; Skater copes with new-found fame Medallist signs $1 million deal. In: Toronto Star, 18. März 2006, S. C01. Abgerufen am 30. November 2023 via ProQuest.</ref>

Zwischen 2002 und 2007 stand Klassen insgesamt fünfmal auf dem Podest bei Mehrkampfweltmeisterschaften. 2003 in Göteborg sowie 2006 in Calgary gewann sie bei den Welttitelkämpfen die Goldmedaille. Sie war die erste kanadische Mehrkampfweltmeisterin seit Sylvia Burka, die den Titel 1976 errungen hatte. Klassens Erfolg in Calgary 2006 war mit den schnellsten Zeiten auf allen vier Teilstrecken und einem Punkteweltrekord im Mehrkampf verbunden.<ref>Klassen takes overall speed-skating title auf cbc.ca. 20. März 2006. Abgerufen am 27. November 2023.</ref> Bei den Einzelstreckenweltmeisterschaften 2005 in Inzell siegte Klassen über 1500 Meter und über 3000 Meter. Sie setzte sich dabei gegen Anni Friesinger beziehungsweise Claudia Pechstein durch.<ref name="tagesspiegel">Frank Bachner: Mit innerer Ruhe: Eisschnellläuferin Cindy Klassen hat erst durch ihre Verletzung die nötige Gelassenheit gefunden auf tagesspiegel.de. 6. März 2005. Abgerufen am 27. November 2023.</ref> Insgesamt gewann Klassen zwischen 2001 und 2007 bei Mehrkampf-, Sprint- und Einzelstreckenweltmeisterschaften 16 Medaillen. Zudem lief sie 2005 und 2006 Weltrekorde über 1000 Meter, über 1500 Meter und über 3000 Meter, die über mehrere Jahre – im Fall der 3000-Meter-Bestzeit bis 2019 – Bestand hatten. Schon im Dezember 2001 übernahm Klassen die führende Position im Adelskalender, einer Rangliste, die alle persönlichen Bestzeiten der Eisschnellläuferinnen auf den vier im Mehrkampf gelaufenen Strecken berücksichtigt.<ref>Evolution of Adelskalendern since 1 July 1999 auf evertstenlund.se. Abgerufen am 27. November 2023.</ref> Im Weltcup gewann sie Rennen über 1000 Meter, 1500 Meter sowie 3000 Meter (vergleiche Auflistung im Kapitel Weltcupsiege). In den Saisons 2002/03 sowie 2004/05 stand sie an der Spitze des 1500-Meter-Weltcugesamtklassements, 2005/06 triumphierte sie in der Langstreckenwertung der Serie, in die die Ergebnisse über 3000 Meter und 5000 Meter eingingen.

Als eine Schlüsselszene in ihrer sportlicher Laufbahn machte Klassen selbst einen Trainingsunfall im Oktober 2003 in Calgary aus.<ref name="macqueen1" /> Dabei stürzte sie in einer Kurve und stieß mit einer anderen Läuferin zusammen, deren Schlittschuhkufe sich in ihren rechten Unterarm bohrte und dabei zwölf Sehnen sowie eine Arterie durchtrennte.<ref name="fortney" /> Auch ihr Nervus ulnaris wurde beschädigt;<ref>Michael Petrie: Klassen mending following mishap: Ace hopes to be back on blades early in '04. In: Calgary Herald, 4. Dezember 2003, S. F3. Abgerufen am 27. November 2023 via ProQuest.</ref> noch mehr als zwei Jahre nach dem Unfall waren einzelne Finger ihrer rechten Hand in der Bewegung eingeschränkt.<ref name="macqueen1">Ken MacQueen: An Ice Queen’s Fire: Cindy Klassen is our best hope for multiple medals at this year's Games. In: Maclean’s. 30. Januar 2006, S. 40. Abgerufen am 4. Dezember 2023 via ProQuest.</ref> Klassen verpasste weite Teile der Saison 2003/04 und konnte nicht bei der Mehrkampfweltmeisterschaft 2004 antreten, um ihren im Vorjahr gewonnenen Weltmeistertitel zu verteidigen. Bei ihrer Rückkehr in den Weltcup im Februar 2004 erreichte sie wieder mehrere Podestergebnisse und gewann zum Saisonende zwei Medaillen bei den Einzelstreckenweltmeisterschaften 2004 in Seoul. Rückblickend sagte sie, durch die mehrmonatige Wettkampfpause sei sie nach den schnellen Entwicklungen der vorangegangenen Jahre zur Ruhe gekommen, ihr Körper habe das gebraucht.<ref name="tagesspiegel" /> Klassen galt während ihrer Laufbahn als „Arbeitstier“.<ref name="olympicoval" /> Unter ihrem Trainer Neal Marshall, der sie Mitte der 2000er-Jahre in ihrer erfolgreichsten Phase betreute,<ref name="olympicoval">Cindy Klassen. Six-time Olympic Medallist. In: The Fastest Ice in the World™, Celebrating our 25-year legacy. S. 82. PDF online verfügbar, abgerufen am 4. Dezember 2023.</ref> verfolgte sie ein intensives Trainingsprogramm.<ref>Wes Gilbertson: Tornado in Torino; Speed skater Cindy Klassen earned an historic haul with five medals at the 2006 Winter Olympics. In: The Calgary Sun. 3. Dezember 2020, S. 2. Abgerufen am 28. November 2023 via ProQuest.</ref>

Knieoperation und letzte Karrierejahre (2008 bis 2015)

Datei:2013 WSDC Sochi - Cindy Klassen.JPG
Klassen am Start der Einzelstreckenweltmeisterschaften 2013 in Sotschi

Anfang Februar 2008 brach Cindy Klassen ihre Wettkampfsaison vorzeitig ab, nachdem eine ihrer Schwestern in Winnipeg bei einem Autounfall schwere Verletzungen erlitten hatte.<ref>Olympian doffs blades to comfort sister. In: Calgary Herald, 16. Februar 2008, S. A11. Abgerufen am 28. November 2023 via ProQuest.</ref> Im anschließenden Sommer ließ sie sich an beiden Knien arthroskopisch operieren und dabei Knorpelgewebe entfernen, das durch die stetige Belastung infolge der immer gleichen Bewegungsabläufe beim Eisschnelllaufen beschädigt worden war. Der gesundheitliche Schaden konnte durch die Operationen nicht vollständig behoben werden. Wegen der anhaltenden Knieprobleme musste Klassen ihren Laufstil anpassen, weil sie nicht mehr so viel Kraft wie zu Beginn ihrer Karriere aufbringen konnte und ständige Schmerzen verspürte.<ref>Randy Starkman: Skating through the pain; Speed-skating star must overcome year-long layoff and two bad knees to reach Olympics. In: Toronto Star, 23. Oktober 2009. S. 6. Abgerufen am 28. November 2023 via ProQuest.</ref> Insbesondere am Start und auf den ersten 200 Metern verlor sie in den letzten Jahren ihrer Laufbahn viel Zeit auf ihre Konkurrentinnen.<ref name="spencer">Donna Spencer: Decorated Canadian speedskater Cindy Klassen finding her form again: Cindy Klassen takes it year by year. In: The Canadian Press, 5. Januar 2011. Abgerufen am 29. November 2023 via ProQuest.</ref>

Nach ihrer Knieoperation begann Klassen im Januar 2009 mit dem erneuten Eistraining. Im November 2009 trat sie – nach einer mehr als anderthalbjährigen Wettkampfpause – wieder im Weltcup an und erreichte dort in den ersten Monaten neunte Plätze als beste Ergebnisse. Sie qualifizierte sich bei den kanadischen Ausscheidungsrennen für die Teilnahme an den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver auf drei Strecken: über 1500 Meter, 3000 Meter und 5000 Meter, wohingegen sie die interne Qualifikation für das olympische 1000-Meter-Rennen verpasste.<ref>Jonathon Gatehouse: The glory and the power: bad knees and all, the six-time medallist still has faith on her side. In: Maclean’s. 15. Februar 2010, S. 42–43. Abgerufen am 4. Dezember 2023 via ProQuest.</ref> Bei den olympischen Wettbewerben im Richmond Olympic Oval platzierte sie sich zwischen den Rängen 12 und 21. In den folgenden Wintern lief Klassen wieder regelmäßig unter die ersten zehn. Im November 2010 stand sie in Heerenveen als Dritte über 3000 Meter nach drei Jahren wieder auf dem Podest eines Einzelweltcuprennens,<ref>Terry Bell: Nesbitt glides to victory; Canada's women strong, men a work in progress. In: The Province. 15. November 2010, S. A27. Abgerufen am 29. November 2023 via ProQuest.</ref> bei den Mehrkampfweltmeisterschaften 2011 und 2012 wurde sie jeweils Fünfte. Ihre größten Erfolge erzielte Klassen in ihren abschließenden Karrierejahren in der Teamverfolgung. An der Seite von Christine Nesbitt und Brittany Schussler gewann sie bei den Einzelstreckenweltmeisterschaften 2011 in Inzell die Goldmedaille und damit ihren insgesamt fünften Weltmeistertitel. Ein Jahr später belegte das Trio bei den Welttitelkämpfen 2012 in Heerenveen den zweiten Rang hinter den niederländischen Athletinnen.

Ihre letzten internationalen Wettkämpfe bestritt Klassen bei der Einzelstrecken-WM 2013 in Sotschi, wo sie über 3000 Meter und 5000 Meter auf die Plätze 19 und 16 kam. Im Sommer 2013 zog sie sich während des Trainings auf Inlineskates eine Gehirnerschütterung zu und gab deswegen ihr Ziel auf, sich für die Olympischen Winterspiele 2014 zu qualifizieren.<ref>Gary Lawless: End of an Era. In: Winnipeg Free Press, 18. Dezember 2013, S. C1. Abgerufen am 29. November 2023 via ProQuest.</ref> Sie setzte anschließend ihr Training aus. Am 20. Juni 2015 erklärte Klassen mit 35 Jahren im Rahmen einer Pressekonferenz in Winnipeg das Ende ihrer aktiven Laufbahn.<ref>Paul Wiecek: A Klass Act. In: Winnipeg Free Press, 21. Juni 2015, S. B3. Abgerufen am 29. November 2023 via ProQuest.</ref>

Nach dem Ende der aktiven Laufbahn (seit 2015)

Datei:Scott Russell Cindy Klassen interview.jpg
Cindy Klassen in einem Interview für Beyond The Win auf CBC Sports (2021)

In den Jahren nach ihrem Karriereende schloss Klassen ein grundständiges Psychologiestudium an der University of Calgary ab.<ref>Yolande Cole: Former Olympian Klassen now patrolling city streets; Retired speedskater says she hopes to make a difference as a police officer. In: Calgary Herald, 5. August 2017, S. A3. Abgerufen am 30. November 2023 via ProQuest.</ref> Für einige Jahre arbeitete sie in Calgary als Polizistin. Sie beendete ihre Laufbahn bei der Polizei, als sie (etwa 2020) zum ersten Mal Mutter wurde.<ref name="winnipegsun22">Paul Friesen: A civic treasure; Cindy Klassen's Walk of Fame status honoured anew with Hometown Star. In: The Winnipeg Sun. 12. Juli 2022, S. 4. Abgerufen am 30. November 2023 via ProQuest.</ref> 2019 betreute sie – ohne Vorerfahrungen als Trainerin – die Eisschnellläuferinnen der Provinz Manitoba bei den Canada Games.<ref>Byron Hackett: Former Olympian Cindy Klassen giving back to next generation of speed skating stars auf reddeeradvocate.com. 22. Februar 2019. Abgerufen am 30. November 2023.</ref> Im Sommer 2022 berichtete die Winnipeg Sun anlässlich der Ehrung Klassens mit dem Hometown Star in Winnipeg, dass sie zu diesem Zeitpunkt mit ihrem Ehemann und ihrer Tochter in Airdrie im Ballungsraum von Calgary lebte.<ref name="winnipegsun22" />

Persönliches

Datei:Opening Ceremonies (35842427960).jpg
Bei den Canada Games im Sommer 2017 in Winnipeg entzündete Klassen (rechts im Bild) das zeremonielle Feuer im Rahmen der Eröffnungsfeier.

Kanadische Medien wie das Nachrichtenmagazin Maclean’s oder der Toronto Star charakterisierten Cindy Klassen als ausgesprochen schüchtern und bescheiden auftretende Sportlerin. Sie galt als Gegenentwurf zu ihrer langjährigen deutschen Konkurrentin Anni Friesinger, die wie Klassen Mitte der 2000er-Jahre sehr erfolgreich auf den Mittelstrecken war, sich aber öffentlich wesentlich stärker vermarktete.<ref name="macqueen1" /><ref>Eisschnellauf-WM: Cindy Klassen - das Winnipeg-Phänomen. In: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 6. März 2005. Abgerufen am 4. Dezember 2023 via faz.net.</ref> Ihre Teamkollegin Kristina Groves sagte 2006 über Klassen, in ihr stecke nichts auch nur im Ansatz Gemeines (im Original: „She doesn’t have a mean bone in her body“). Gleichzeitig sei sie für viele Leute schwer einzuschätzen („a hard one to crack“), weil sie ihre Gefühle auch nach Siegen kaum zur Schau trage.<ref>Randy Starkman: Stardom looms for shy Klassen; Speed skater remains modest despite success Devout Westerner will duel with flashy Friesinger. In: Toronto Star, 8. Februar 2006, S. C02. Abgerufen am 30. November 2023 via ProQuest.</ref> Besondere Wertschätzung unter ihren Mannschaftskameradinnen erfuhr Klassens hohe Arbeitsmoral.<ref>Randy Starkman: A bronze booster; Cindy Klassen's third-place finish leaves speed skating team with plenty of Olympic confidence. In: The Spectator [Hamilton], 11. Februar 2002, S. C01. Abgerufen am 30. November 2023 via ProQuest.</ref>

Klassen betonte regelmäßig die Bedeutung ihres christlichen Glaubens. Bei der Pressekonferenz nach dem Gewinn der olympischen 1500-Meter-Goldmedaille 2006 hob sie hervor, wie wichtig es für sie sei, Zeit mit Gott zu verbringen.<ref name="macqueen2" /> Sie beteiligte sich an Wohltätigkeitsprojekten und reiste etwa 2014 mit der Organisation Canadian Lutheran World Relief ins Westjordanland, um dort eine Sporthalle für palästinensische Frauen zu eröffnen.<ref>Cindy Klassen opens women's sports centre in West Bank auf cbc.ca. 2. März 2014. Abgerufen am 30. November 2023.</ref>

Auszeichnungen

Während ihrer aktiven Laufbahn erhielt Cindy Klassen nationale und internationale Ehrungen. Der nationale Eisschnelllaufverband Speed Skating Canada zeichnete sie erstmals 2001 (gemeinsam mit Catriona LeMay Doan) als Eisschnellläuferin des Jahres aus. Diesen Titel erhielt Klassen vier weitere Male: 2003 sowie 2005 bis 2007.<ref>Long Track Athlete of the Year auf speedskating.ca. Abgerufen am 2. Dezember 2023.</ref> 2005 und 2006 wählten sie kanadische Sportjournalisten zur Trägerin des Bobbie Rosenfeld Awards als beste (weibliche) kanadische Sportlerin des Jahres. Im Jahr ihrer olympischen Erfolge von Turin 2006 – nach denen der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees Jacques Rogge sie als „Frau der Spiele“ hervorhob – wurde Klassen außerdem mit der Lou Marsh Trophy als (geschlechterübergreifend) beste Sportlerin Kanadas ausgezeichnet<ref>Profil von Cindy Klassen auf olympic.ca. Abgerufen am 2. Dezember 2023.</ref> und in den Order of Manitoba aufgenommen.<ref name="canenc" /> Der Oslo Skøiteklub verlieh ihr im März 2006 die Oscar Mathisen Memorial Trophy und würdigte insbesondere ihren überlegenen Sieg auf allen vier Distanzen bei der Mehrkampfweltmeisterschaft 2006 in Calgary.<ref>Cindy Klassen får årets Oscar-statuett auf skoytesport.no. 22. März 2006. Abgerufen am 2. Dezember 2023.</ref> 2010 brachte die kanadische Münzprägeanstalt Royal Canadian Mint im Vorfeld der Winterspiele im eigenen Land 22 Millionen 25-Cent-Münzen (Quarters) in Umlauf, auf denen Klassen in Eisschnelllaufhaltung abgebildet ist.<ref>Mint honours speedskater Cindy Klassen with coin auf cbc.ca. 5. Januar 2010. Abgerufen am 2. Dezember 2023.</ref>

Klassen ist Teil mehrerer Ruhmeshallen: 2014 wurde sie in die Canadian Olympic Hall of Fame aufgenommen, 2017 in die Hall of Fame des kanadischen Sports und in die Manitoba Sports Hall of Fame sowie 2018 in die Alberta Sports Hall of Fame. 2019 erhielt sie einen Stern auf dem Canada’s Walk of Fame in Toronto.<ref name="canenc" /> In ihrer Heimatstadt Winnipeg sind eine Straße sowie ein Freizeitzentrum nach ihr benannt.<ref>Street, recreation centre named after Cindy Klassen auf cbc.ca. 28. März 2006. Abgerufen am 2. Dezember 2023.</ref>

Statistik

Olympische Winterspiele

Cindy Klassen zählte von 2002 bis 2010 bei drei aufeinanderfolgenden Winterspielen zum kanadischen Aufgebot. Sie nahm an dreizehn Wettkämpfen teil, in denen sie sechs Medaillen, darunter eine goldene, gewann.<ref name="speedskatingnews">Profil von Cindy Klassen auf speedskatingnews.info. Abgerufen am 2. Dezember 2023.</ref>

Olympische Winterspiele 1000 m 1500 m 3000 m 5000 m Team
Jahr Ort
2002 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Salt Lake City 13. 4. Bronze 3. 4.
2006 ItalienDatei:Flag of Italy.svg Turin Silber 2. Gold 1. Bronze 3. Bronze 3. Silber 2.
2010 KanadaDatei:Flag of Canada (Pantone).svg Vancouver 21. 14. 12. DNS

Einzelstreckenweltmeisterschaften

Zwischen 2000 und 2013 nahm Klassen an neun von elf in diesem Zeitraum ausgetragenen Einzelstreckenweltmeisterschaften teil. Bei 28 Starts erreichte sie 22 Mal die Top Ten und gewann elf Medaillen. Weltmeisterin wurde sie 2005 über 1500 Meter und 3000 Meter sowie 2012 in der Teamverfolgung.<ref name="speedskatingnews" />

Einzelstrecken-WM 500 m 1000 m 1500 m 3000 m 5000 m Team
Jahr Ort
2000 JapanDatei:Flag of Japan.svg Nagano 21. 15. 12. 10.
2001 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Salt Lake City 7. Bronze 3. 4.
2003 DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Berlin Bronze 3. 10. 11.
2004 Korea SudDatei:Flag of South Korea.svg Seoul Bronze 3. Silber 2.
2005 DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Inzell 4. Gold 1. Gold 1. Silber 2.
2007 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Salt Lake City Silber 2. Bronze 3.
2011 DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Inzell 8. 9. 7. Gold 1.
2012 NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Heerenveen 4. 6. 7. Silber 2.
2013 RusslandDatei:Flag of Russia.svg Sotschi 19. 16.

Mehrkampfweltmeisterschaften

Von 2000 bis 2012 nahm Klassen an zehn Mehrkampfweltmeisterschaften teil und gewann dabei zwei Goldmedaillen, zwei Silbermedaillen und eine Bronzemedaille. Die folgende Tabelle zeigt ihre Zeiten – und in Klammern jeweils dahinter ihre Platzierungen – auf den vier gelaufenen Einzelstrecken sowie die sich daraus errechnende Gesamtpunktzahl nach dem Samalog und die Endplatzierung. Die Anordnung der Distanzen entspricht ihrer Reihenfolge im Programm der Mehrkampf-WM; lediglich 2002 wurden die 1500 Meter vor den 3000 Metern gelaufen.<ref name="speedskatingnews" />

Mehrkampf-WM 500 m
(in Sekunden)
3000 m
(in Minuten)
1500 m
(in Minuten)
5000 m
(in Minuten)
Punkte Platz
Jahr Ort
2000 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Milwaukee 40,51 (10) 4:18,46 (13) 2:03,24 (16) DNQ 124,666 13.
2001 UngarnDatei:Flag of Hungary.svg Budapest 40,49 0(3) 4:23,38 0(6) 2:05,00 0(3) 7:25,78 (3) 170,630 4.
2002 NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Heerenveen 39,16 0(2) 4:11,20 0(3) 1:56,88 0(2) 7:04,86 (2) 162,472 Silber 2.
2003 SchwedenDatei:Flag of Sweden.svg Göteborg 40,16 0(2) 4:21,28 0(2) 2:05,10 0(3) 7:31,39 (3) 170,546 Gold 1.
2005 RusslandDatei:Flag of Russia.svg Moskau 39,10 0(2) 4:08,19 0(5) 1:58,23 0(3) 7:13,39 (8) 163,214 Silber 2.
2006 KanadaDatei:Flag of Canada (Pantone).svg Calgary 37,51 0(1) 3:53,34 0(1) 1:51,85 0(1) 6:48,97 (1) 154,580 Gold 1.
2007 NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Heerenveen 38,68 0(3) 4:05,24 0(3) 1:56,37 0(4) 7:04,11 (6) 160,754 Bronze 3.
2010 NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Heerenveen 40,63 (17) 4:11,42 (10) 2:00,26 (16) 7:11,03 (9) 165,722 11.
2011 KanadaDatei:Flag of Canada (Pantone).svg Calgary 39,25 (10) 4:02,55 0(6) 1:54,88 0(4) 6:59,54 (4) 159,922 5.
2012 RusslandDatei:Flag of Russia.svg Moskau 40,02 (11) 4:07,50 0(5) 1:57,61 0(3) 7:09,23 (4) 163,396 5.

Sprintweltmeisterschaften

Klassen gewann zwischen 2001 und 2007 bei vier Teilnahmen an Sprintweltmeisterschaften einmal Silber und einmal Bronze. Die folgende Tabelle zeigt ihre Zeiten – und in Klammern jeweils dahinter ihre Platzierungen – auf den vier gelaufenen Einzelstrecken sowie die sich daraus errechnende Gesamtpunktzahl nach dem Samalog und die Endplatzierung. Die Anordnung der Distanzen entspricht ihrer Reihenfolge im Programm der Sprint-WM.<ref name="speedskatingnews" />

Sprint-WM 500 m
1. Rennen
(in Sekunden)
1000 m
1. Rennen
(in Minuten)
500 m
2. Rennen
(in Sekunden)
1000 m
2. Rennen
(in Minuten)
Punkte Platz
Jahr Ort
2001 DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Inzell 40,15 (19) 1:18,79 (11) 40,55 (19) 1:19,36 (4) 159,775 11.
2003 KanadaDatei:Flag of Canada (Pantone).svg Calgary 38,58 (10) 1:15,16 0(3) 38,41 (11) 1:14,71 (2) 151,925 Silber 2.
2005 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Salt Lake City 38,30 (11) 1:14,43 0(4) 38,56 (17) 1:14,47 (3) 151,310 8.
2007 NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Hamar 39,08 (16) 1:15,57 0(3) 38,76 0(8) 1:15,49 (3) 153,370 Bronze 3.

Weltcupbilanz

Klassen nahm zwischen 2000 und 2013 an etwa 150 Rennen des Eisschnelllauf-Weltcups teil, von denen sie insgesamt 20 gewann und 50 auf dem Podest beendete. (In dem folgenden tabellarischen Überblick fehlt Klassens Weltcupsieg im Mehrkampf in Erfurt im November 2002.)

Platzierung 100 m 500 m 1000 m 1500 m 3000 m 5000 m 10.000 m Team Gesamt
1. Platz 1 8 3 7 19
2. Platz 3 5 5 4 17
3. Platz 1 6 5 1 13
Top 10 15 41 26 9 12 103
Stand: Karriereende

Weltcupsiege

Einzelrennen Teamrennen
Nr. Datum Bahn Ort Distanz Zeit/Leistung
1. Vorlage:DatumZelle Vikingskipet NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Hamar 1500 Meter 1:58,07 min
2. Vorlage:DatumZelle Gunda-Niemann-Stirnemann-Halle DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Erfurt Kleiner Mehrkampf 157,950 Pkt.
3. Vorlage:DatumZelle Gunda-Niemann-Stirnemann-Halle DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Erfurt 1500 Meter 1:58,47 min
4. Vorlage:DatumZelle Thialf NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Heerenveen 1500 Meter 1:57,72 min
5. Vorlage:DatumZelle Thialf NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Heerenveen 1500 Meter 1:57,70 min
6. Vorlage:DatumZelle Sportforum Hohenschönhausen DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Berlin 1500 Meter 1:56,81 min
7. Vorlage:DatumZelle Thialf NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Heerenveen 1500 Meter 1:56,60 min
8. Vorlage:DatumZelle Thialf NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Heerenveen 1500 Meter 1:56,02 min
9. Vorlage:DatumZelle Olympic Oval KanadaDatei:Flag of Canada (Pantone).svg Calgary 3000 Meter 3:55,75 min
10. Vorlage:DatumZelle Utah Olympic Oval Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Salt Lake City 3000 Meter 3:56,90 min
11. Vorlage:DatumZelle Utah Olympic Oval Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Salt Lake City 1500 Meter 1:51,79 min
12. Vorlage:DatumZelle Eisstadion Davos NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Heerenveen 3000 Meter 4:02,79 min
13. Vorlage:DatumZelle Thialf NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Heerenveen 1000 Meter 1:16,53 min
Nr. Datum Bahn Ort Distanz Zeit
1. Vorlage:DatumZelle Vikingskipet NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Hamar Teamverfolgung<templatestyles src="FN/styles.css" /> 1 3:05,49 min
2. Vorlage:DatumZelle Sportforum Hohenschönhausen DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Berlin Teamverfolgung<templatestyles src="FN/styles.css" /> 1 3:03,07 min
3. Vorlage:DatumZelle Thialf NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Heerenveen Teamverfolgung<templatestyles src="FN/styles.css" /> 2 3:02,05 min
4. Vorlage:DatumZelle Vikingskipet NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Hamar Teamverfolgung<templatestyles src="FN/styles.css" /> 3 3:00,90 min
5. Vorlage:DatumZelle Uralskaja Molnija RusslandDatei:Flag of Russia.svg Tscheljabinsk Teamverfolgung<templatestyles src="FN/styles.css" /> 3 3:02,07 min
6. Vorlage:DatumZelle Thialf NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Heerenveen Teamverfolgung<templatestyles src="FN/styles.css" /> 3 3:00,01 min
7. Vorlage:DatumZelle Sportforum Hohenschönhausen DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Berlin Teamverfolgung<templatestyles src="FN/styles.css" /> 3 3:01,03 min
<templatestyles src="FN/styles.css" />
<templatestyles src="FN/styles.css" /> <templatestyles src="FN/styles.css" />
2 
mit Kristina Groves und Brittany Schussler
<templatestyles src="FN/styles.css" />
3 
mit Brittany Schussler und Christine Nesbitt

Persönliche Bestzeiten

Cindy Klassen lief ihre persönlichen Karrierebestzeiten im Winter 2005/06 auf dem Utah Olympic Oval in Salt Lake City und dem Olympic Oval in Calgary.<ref name="speedskatingnews" />

Strecke Zeit Datum Ort
500 m 37,51 s 18. März 2006 Calgary
1000 m 1:13,11 min 25. März 2006 Calgary
1500 m 1:51,79 min 20. November 2005 Salt Lake City
3000 m 3:53,34 min 18. März 2006 Calgary
5000 m 6:48,97 min 19. März 2006 Calgary

Weltrekorde

Klassen stellte zwischen 2001 und 2006 insgesamt 14 Einzel-Weltrekorde auf, davon sieben in Mehrkämpfen, drei auf der 1500-Meter-Distanz sowie jeweils zwei über 1000 und 3000 Meter. Hinzu kommen zwei Weltrekorde in der Teamverfolgung (jeweils zusammen mit Kristina Groves und Clara Hughes).<ref name="speedskatingstats">Profil von Cindy Klassen auf speedskatingstats.com. Abgerufen am 3. Dezember 2023.</ref>

  • Disziplin: Länge der gelaufenen Strecke beziehungsweise Austragungsform des Mehrkampfs.
  • Zeit/Punkte: Gelaufene Zeit in Minuten beziehungsweise (bei Mehrkämpfen) erreichte Punktzahl nach dem Samalog.
  • Datum: Datum des Weltrekords. Bei Weltrekorden im Mehrkampf entspricht das angegebene Datum dem letzten Tag des Mehrkampfs.
  • Ort: Eisbahn und Ort des Weltrekords.
  • Bestand: Dauer des Zeitraums, in dem der Rekord Gültigkeit besaß.
  • Nachfolgerin: Läuferin, die den angegebenen Rekord als erste unterbot. In den Fällen, in denen Klassen ihren Rekord selbst verbesserte oder einstellte, ist ihr eigener Name vermerkt.
Aufgestellte Weltrekorde von Cindy Klassen<ref name="speedskatingstats" />
Nr. Disziplin Zeit/Punkte Datum Ort Bestand Nachfolgerin
1 Mini-Mehrkampf 155,576 Vorlage:DatumZelle Olympic Oval (Calgary) 5 Jahre und 288 Tage Cindy Klassen
2 Kleiner Mehrkampf 159,723 Vorlage:DatumZelle Utah Olympic Oval (Salt Lake City) 1 Jahr und 349 Tage Cindy Klassen
Teamverfolgung 3:08,79 Vorlage:DatumZelle Stadio del Ghiaccio (Baselga di Pinè) 1 Jahr und 272 Tage Hughes, Klassen, Groves (Kanada)
3 Teamverfolgung 3:05,49 Vorlage:DatumZelle Vikingskipet (Hamar) 6 Tage Hughes, Klassen, Groves (Kanada)
4 Teamverfolgung 3:03,07 Vorlage:DatumZelle Sportforum Hohenschönhausen (Berlin) 358 Tage Friesinger, Anschütz, Pechstein (Deutschland)
5 1500 Meter 1:53,87 Vorlage:DatumZelle Utah Olympic Oval (Salt Lake City) 292 Tage Cindy Klassen
6 Kleiner Mehrkampf 159,605 Vorlage:DatumZelle Utah Olympic Oval (Salt Lake City) 13 Tage Cindy Klassen
7 1500 Meter 1:53,77 Vorlage:DatumZelle Olympic Oval (Calgary) 9 Tage Anni Friesinger
8 3000 Meter 3:55,75 Vorlage:DatumZelle Olympic Oval (Calgary) 126 Tage Cindy Klassen
9 1500 Meter 1:51,79 Vorlage:DatumZelle Utah Olympic Oval (Salt Lake City) 9 Jahre und 360 Tage Brittany Bowe
10 Kleiner Mehrkampf 157,177 Vorlage:DatumZelle Olympic Oval (Calgary) 56 Tage Cindy Klassen
11 3000 Meter 3:53,34 Vorlage:DatumZelle Olympic Oval (Calgary) 12 Jahre und 349 Tage Martina Sáblíková
12 Kleiner Mehrkampf 154,580 Vorlage:DatumZelle Olympic Oval (Calgary) 20 Jahre und 67 Tage aktuell gültig (Stand 2023)
13 1000 Meter 1:13,46 Vorlage:DatumZelle Olympic Oval (Calgary) 1 Tag Cindy Klassen
14 1000 Meter 1:13,11 Vorlage:DatumZelle Olympic Oval (Calgary) 5 Jahre und 309 Tage Christine Nesbitt
15 Sprint-Mehrkampf 149,305 Vorlage:DatumZelle Olympic Oval (Calgary) 5 Jahre und 310 Tage Yu Jing
16 Mini-Mehrkampf 155,456 Vorlage:DatumZelle Olympic Oval (Calgary) 316 Tage Christine Nesbitt

Der Team-Weltrekord im Februar 2003 erfuhr keine offizielle Bestätigung durch die ISU.

Weblinks

Commons: Cindy Klassen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references responsive />

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 1936: Kit Klein | 1937: Laila Schou Nilsen | 1938: Laila Schou Nilsen | 1939: Verné Lesche | 1947: Verné Lesche | 1948: Marija Issakowa | 1949: Marija Issakowa | 1950: Marija Issakowa | 1951: Eevi Huttunen | 1952: Lidija Selichowa | 1953: Chalida Schtschegolejewa | 1954: Lidija Selichowa | 1955: Rimma Schukowa | 1956: Sofja Kondakowa | 1957: Inga Artamonowa | 1958: Inga Artamonowa | 1959: Tamara Rylowa | 1960: Walentina Stenina | 1961: Walentina Stenina | 1962: Inga Woronina | 1963: Lidija Skoblikowa | 1964: Lidija Skoblikowa | 1965: Inga Woronina | 1966: Walentina Stenina | 1967: Stien Kaiser | 1968: Stien Kaiser | 1969: Lāsma Kauniste | 1970: Atje Keulen-Deelstra | 1971: Nina Statkewitsch | 1972: Atje Keulen-Deelstra | 1973: Atje Keulen-Deelstra | 1974: Atje Keulen-Deelstra | 1975: Karin Kessow | 1976: Sylvia Burka | 1977: Wira Bryndsej | 1978: Tatjana Awerina | 1979: Beth Heiden | 1980: Natalja Petrusjowa | 1981: Natalja Petrusjowa | 1982: Karin Busch | 1983: Andrea Schöne | 1984: Karin Enke | 1985: Andrea Schöne | 1986: Karin Kania | 1987: Karin Kania | 1988: Karin Kania | 1989: Constanze Moser-Scandolo | 1990: Jacqueline Börner | 1991: Gunda Kleemann | 1992: Gunda Niemann | 1993: Gunda Niemann | 1994: Emese Hunyady | 1995: Gunda Niemann | 1996: Gunda Niemann | 1997: Gunda Niemann | 1998: Gunda Niemann-Stirnemann | 1999: Gunda Niemann-Stirnemann | 2000: Claudia Pechstein | 2001: Anni Friesinger | 2002: Anni Friesinger | 2003: Cindy Klassen | 2004: Renate Groenewold | 2005: Anni Friesinger | 2006: Cindy Klassen | 2007: Ireen Wüst | 2008: Paulien van Deutekom | 2009: Martina Sáblíková | 2010: Martina Sáblíková | 2011: Ireen Wüst | 2012: Ireen Wüst | 2013: Ireen Wüst | 2014: Ireen Wüst | 2015: Martina Sáblíková | 2016: Martina Sáblíková | 2017: Ireen Wüst | 2018: Miho Takagi | 2019: Martina Sáblíková | 2020: Ireen Wüst | 2022: Irene Schouten | 2024: Joy Beune | 2026: Ragne Wiklund Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 1996: Annamarie Thomas | 1997: Gunda Niemann | 1998: Anni Friesinger | 1999: Emese Hunyady | 2000: Claudia Pechstein | 2001: Anni Friesinger | 2003: Anni Friesinger | 2004: Anni Friesinger | 2005: Cindy Klassen | 2007: Ireen Wüst | 2008: Anni Friesinger | 2009: Anni Friesinger-Postma | 2011: Ireen Wüst | 2012: Christine Nesbitt | 2013: Ireen Wüst | 2015: Brittany Bowe | 2016: Jorien ter Mors | 2017: Heather Bergsma | 2019: Ireen Wüst | 2020: Ireen Wüst | 2021: Ragne Wiklund | 2023: Antoinette Rijpma-de Jong | 2024: Miho Takagi | 2025: Joy Beune Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 1996: Gunda Niemann | 1997: Gunda Niemann | 1998: Gunda Niemann-Stirnemann | 1999: Gunda Niemann-Stirnemann | 2000: Claudia Pechstein | 2001: Gunda Niemann-Stirnemann | 2003: Anni Friesinger | 2004: Claudia Pechstein | 2005: Cindy Klassen | 2007: Martina Sáblíková | 2008: Kristina Groves | 2009: Renate Groenewold | 2011: Ireen Wüst | 2012: Martina Sáblíková | 2013: Ireen Wüst | 2015: Martina Sáblíková | 2016: Martina Sáblíková | 2017: Ireen Wüst | 2019: Martina Sáblíková | 2020: Martina Sáblíková | 2021: Antoinette de Jong | 2023: Ragne Wiklund | 2024: Irene Schouten | 2025: Joy Beune Vorlage:Klappleiste/Ende