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Borgholzhausen

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Wappen Deutschlandkarte
Datei:Stadtwappen der Stadt Borgholzhausen.svg
Basisdaten
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 52° 6′ N, 8° 18′ O keine Zahl: {{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|05754004}}Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 52° 6′ N, 8° 18′ O
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  }}
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Detmold
Kreis: Gütersloh
Höhe: 135 m ü. NHN
Fläche: Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ km²
Einwohner: {{Metadaten Einwohnerzahl DE−Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|05754004}} (Fehler: Ungültige Zeitangabe)<ref name="Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code">{{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code QUELLE}}</ref>
Bevölkerungsdichte: Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ Einwohner je km²
Postleitzahl: 33829
Vorwahl: 05425
Kfz-Kennzeichen: GT
Gemeindeschlüssel: 05 7 54 004
Stadtgliederung: 12 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Schulstraße 5
33829 Borgholzhausen
Website: www.borgholzhausen.de
Bürgermeister: Dirk Speckmann (SPD)
Lage der Stadt Borgholzhausen im Kreis Gütersloh
<imagemap>

Bild:Borgholzhausen in GT.svg|rahmenlos|300x375px|zentriert|Karte poly 178 189 222 174 295 212 305 229 305 239 266 239 266 283 245 296 186 272 170 229 186 221 Gütersloh poly 337 221 387 212 425 221 479 283 419 296 405 274 377 293 Schloß Holte-Stukenbrock poly 266 283 276 239 305 239 305 229 337 221 377 294 337 332 Verl poly 259 453 245 420 337 332 269 283 245 300 224 355 195 368 224 423 214 453 Rietberg poly 195 368 224 420 213 453 195 453 146 381 202 368 Langenberg poly 156 381 224 354 245 301 183 274 112 332 Rheda-Wiedenbrück poly 65 239 97 212 173 229 183 274 112 332 Herzebrock-Clarholz poly 146 158 234 97 259 121 259 158 172 189 Steinhagen poly 195 14 186 48 245 87 259 87 259 14 233 28 224 14 Werther (Westf.) poly 146 158 245 87 186 48 121 97 121 139 Halle (Westf.) poly 9 158 121 139 159 168 186 218 176 229 97 211 65 239 Harsewinkel poly 121 97 186 48 195 14 121 0 97 58 121 70 Borgholzhausen poly 13 97 97 58 121 69 121 137 25 157 9 158 Versmold poly 259 453 245 419 405 274 419 295 479 283 479 462 295 462 295 453 Kreis Paderborn poly 387 195 387 211 424 218 479 283 479 195 Kreis Lippe poly 195 453 295 453 295 462 195 462 Kreis Soest poly 387 211 387 195 295 195 295 14 259 28 259 87 238 97 259 120 259 161 224 178 295 206 307 229 Bielefeld poly 224 16 236 28 295 10 295 0 224 0 Kreis Herford poly 195 454 195 462 0 462 0 87 12 97 8 158 Kreis Warendorf poly 0 82 16 97 55 68 80 73 132 0 155 16 174 10 224 17 211 0 0 0 Niedersachsen poly 479 190 295 190 296 0 479 0 479 195 Nordrhein-Westfalen desc bottom-right </imagemap>

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Borgholzhausen ist eine kreisangehörige Stadt des Kreises Gütersloh in Nordrhein-Westfalen (Deutschland).

Geografie

Geografische Lage

Borgholzhausen liegt an einem Pass im Teutoburger Wald am nördlichen Rand der Westfälischen Bucht. Das Stadtzentrum liegt etwa einen Kilometer östlich der Johannisegge.

Der Höhenzug des Teutoburger Waldes trennt an dieser Stelle verschiedene Landschaften, so dass die nördlichen Stadtteile Borgholzhausens im Ravensberger Hügelland liegen, die südlichen in der Ebene des Ostmünsterlands.

Höchster Punkt ist mit einer Höhe von 306 Metern der Hankenüll, über den die Grenze zur Nachbarstadt Dissen a.T.W. und damit die Landesgrenze zu Niedersachsen führt. Dort liegt auch der Hollandskopf, der der nordwestlichste Punkt der Weser-Ems-Wasserscheide ist. Der tiefste Punkt hat eine Höhe von 80 Metern.

Durch Borgholzhausen fließt der Violenbach, der etwa einen Kilometer südlich des Ortes entspringt

Geologie

Datei:Borgholzhausen - Geothermal Yield.svg
Geothermische Karte von Borgholzhausen
Angaben in kWh/(m·a)

Der Teil des Borgholzhausener Gebiets, der in etwa südwestlich einer gedachten Verlängerungslinie des Hauptkamms des Teutoburger Waldes liegt, wird zum Nordostrand des Münsterländer Beckens gerechnet. Hier sind die Gesteine des oberflächennahen Untergrunds steil aufgerichtet. Sie bestehen aus Tonmergel-, Kalkmergel-, Kalk- und Mergelsteinen, aber auch aus Sandsteinen und Sandmergeln des Erdmittelalters (Unter- und Oberkreide). Diese Gesteine liegen über einem Sockel aus gefalteten Gesteinen des Erdaltertums (Devon, Karbon).

Nordöstlich des Kamms wird das Stadtgebiet zum Ravensberger Hügelland gerechnet und besteht im Wesentlichen aus Tonmergel-, Kalk- und Sandsteinen des Erdmittelalters, also Trias, Jura und Kreide. Die ein bis zwei Kilometer starken Sedimente wurden im Verlauf der Erdgeschichte herausgehoben und durch gebirgsbildende Vorgänge in Sättel, Mulden, Horste und Gräben zerlegt. In diesem Bruchfaltengebirge sind die früher ungestört übereinanderfolgenden Gesteinsschichten heute nebeneinander und zum Teil auch in überkippter Lagerung angeordnet. Im tieferen Untergrund sind wieder die Gesteine des Erdaltertums anzutreffen<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Geologischer Dienst Nordrhein-Westfalen, Geowissenschaftliche Gemeindebeschreibung Borgholzhausen (Memento vom 20. Juli 2014 im Internet Archive)</ref>.

Borgholzhausen eignet sich mittelmäßig bis gut zur Nutzung von geothermischen Wärmequellen mittels Erdwärmesonde und Wärmegewinnung durch Wärmepumpenheizungen (vgl. dazu die nebenstehende Karte)<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Geologischer Dienst NRW: Erdwärme nutzen – Geothermiestudie liefert Planungsgrundlage (Memento vom 14. September 2005 im Internet Archive) (PDF; 369 kB)</ref>.

Ausdehnung und Nutzung des Stadtgebiets

Datei:Borgholzhausen Nutzung.png
Flächennutzung in Borgholzhausen

Die Stadt umfasst eine Fläche von 55,83 km². Der überwiegende Teil besteht aus landwirtschaftlich genutzter Fläche und Waldfläche, zusammen etwa 90 %. Die größte Ausdehnung beträgt in Nordsüdrichtung 11,8 km und in Ostwestrichtung 10,1 km.

Fläche
nach Nutzungsart
Landwirt-
schaftsfläche
Wald-
fläche
Gebäude-
und Freifläche
Verkehrs-
fläche
sonstige
Nutzung
Fläche in km² 36,3 14 2,8 2,2 0,56
Anteil an Gesamtfläche 65 % 25 % 5 % 4 % 1 %

Nachbargemeinden

Borgholzhausen grenzt an die Städte Versmold im Südwesten, Halle (Westf.) im Südosten und Werther (Westfalen) im Osten, die wie Borgholzhausen dem Kreis Gütersloh angehören.

Im Norden und Westen grenzt Borgholzhausen an die Stadt Melle mit ihren Stadtteilen Neuenkirchen und Wellingholzhausen sowie an die Stadt Dissen a.T.W., die beide zum niedersächsischen Landkreis Osnabrück gehören.

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet gliedert sich in folgende zwölf Ortsteile, die bis zur Gemeindereform von 1969 eigenständige Gemeinden im Amt Borgholzhausen waren (Einwohnerzahlen nach Angaben des Kreises Gütersloh mit Stand 1. Januar 2022<ref>Der Kreis Gütersloh: Zahlen | Daten | Fakten 2022. (PDF; 7,34 MB) Abgerufen am 27. Oktober 2022.</ref>):

Ortsteil Einwohner Ortsteile der Stadt Borgholzhausen
Datei:Admin Borgholzhausen GT.svg
Barnhausen 0.914
Berghausen 0.493
Borgholzhausen 4.675
Casum 0.369
Cleve 0.286
Hamlingdorf 0.298
Holtfeld 0.459
Kleekamp 0.464
Oldendorf 0.202
Ostbarthausen 0.216
Westbarthausen 0.675
Wichlinghausen 0.043
Gesamt 9.094

Klima

Geschichte

Datei:Borgholzhausen Innenstadt.jpg
In der Innenstadt

Der Borgholzhausener Pass durch den Teutoburger Wald hat als wichtiger Übergang zur Gründung der Stadt entscheidend beigetragen. Nachgewiesene Urnenfriedhöfe aus der jüngeren Bronzezeit in den Ortsteilen Oldendorf, Casum und im Quertal von Borgholzhausen lassen auf eine Besiedlung seit etwa 1500 v. Chr. schließen.

Um das Jahr 1100 wurde Borgholzhausen zum Gerichtsort. Seit 1096 wird der Ort „Holthus“ genannt, doch wegen seiner Nähe zur Burg Ravensberg, die von Graf Hermann II. von Calvelage erbaut wurde, entstand 1317 dann die Ortsbezeichnung „Borgholthusen“. Im gleichen Jahr wird es erstmals als „oppidum“ (Landstadt) bezeichnet. 1488 wird es neben Werther und Halle als Wibbold oder Wichbold der Grafschaft Ravensberg aufgeführt und mit dieser 1609 dem Kurfürstentum Brandenburg angeschlossen. In der Grafschaft Ravensberg war Borgholzhausen Sitz einer Vogtei des Amtes Ravensberg. 1669 wurde in Borgholzhausen eine Leinenlegge als staatliche Schau- und Prüfanstalt angelegt.

Am 17. April 1719 wurde Borgholzhausen durch Friedrich Wilhelm I. zusammen mit anderen ravensbergischen Flecken zur Stadt erhoben, was zur Modernisierung der städtischen Verwaltung und zur Ansiedlung verschiedener Gewerbe- und Handelszweige führte. So wurden Leinenspinnerei und -weberei im 17. und 18. Jahrhundert ein wichtiger Erwerbszweig. Am Ende des 18. Jahrhunderts blühte auch der Leinenhandel auf. Pack- und Segeltuchleinen wurden vielfach über Elberfeld (heute zu Wuppertal) ins Rheinland, nach Holland und über Bremen nach England geliefert. Als jedoch durch die Konkurrenz des maschinellen Webens in England nach 1820 die Heimarbeiter nicht mehr Schritt halten konnten, ging die Leinenspinnerei und Weberei im ganzen Ravensberger Land und damit in Borgholzhausen zurück.

Ab 1740 gewann die Honigkuchenbäckerei an Bedeutung (vgl. kulinarische Spezialitäten). Nach 1873 kamen mehrere Fleischwarenfabriken hinzu. Im Jahr 1880 entstand in Borgholzhausen die erste mit Dampfkraft betriebene Molkerei Westfalens. Aus dem im 17. Jahrhundert angelegten Salzwerk „Barthausen“ ist nach 1907 das „Solbad Ravensberg“ geworden, welches bis Anfang der 1980er Jahre betrieben wurde. 2014 wurde schließlich auch die fabrikmäßige Herstellung und der Vertrieb des Mineralwassers der Firma Marienbrunnen eingestellt.

Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges war die wirtschaftliche Entwicklung im Bereich der heutigen Stadt Borgholzhausen in erster Linie auf die Landwirtschaft beschränkt. Auch wenn sich insbesondere im Bereich des heutigen Ortsteils Borgholzhausen geringe Ansätze von mittleren und kleinen Gewerbeansiedlungen abzeichneten, so wurde in der alten Stadt Borgholzhausen von den Gewerbetreibenden nebenbei noch Ackerbau und Viehzucht betrieben, da sie von ihrem Gewerbe allein nicht leben konnten. Auch in den übrigen Ortsteilen der Stadt war überwiegend die Landwirtschaft Haupterwerbszweig. In der heutigen Zeit haben Land- und Forstwirtschaft immer noch einen beachtlichen Anteil am Wirtschaftsleben der Stadt. Die Industrie war jedoch seit 1945 maßgeblich an der Entwicklung im Bereich der heutigen Stadt Borgholzhausen beteiligt. Diese Entwicklung entsprang nicht nur aus den bereits bestehenden ortsansässigen Gewerbe- und Industriezweigen im Altstadtgebiet, sondern aus mehreren neugegründeten Werken, insbesondere im Süden des Ortsteils Borgholzhausen.

Eingemeindungen

Im Rahmen der nordrhein-westfälischen Gebietsreform wurden mit dem „Gesetz zur Neugliederung von Gemeinden des Landkreises Halle“ vom 24. Juni 1969 die zwölf Gemeinden Barnhausen, Berghausen, Stadt Borgholzhausen, Casum, Cleve, Hamlingdorf, Holtfeld, Kleekamp, Oldendorf, Ostbarthausen, Westbarthausen und Wichlinghausen aus dem Amt Borgholzhausen am 1. Juli 1969 zur neuen Stadt Borgholzhausen zusammengeschlossen.<ref>Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 102.</ref> Das Amt Borgholzhausen wurde aufgelöst; Rechtsnachfolgerin ist die Stadt Borgholzhausen.

Zum 1. Januar 1973 kam es in Borgholzhausen im Zuge der Umsetzung des Bielefeld-Gesetzes noch zu kleineren Gebietsveränderungen; es wurden Gebiete an die Städte Halle und Werther abgegeben, im Gegenzug kamen Gebiete der ehemaligen Gemeinde Theenhausen hinzu.<ref>Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 98.</ref>

Einwohnerstatistik

Datei:Borgholzhausen - population development.svg
Bevölkerungsentwicklung in Borgholzhausen von 1818 bis 2007 (untere Linie: jeweiliger Gebietsstand, obere Linie: heutiger Gebietsstand)

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen der Stadt Borgholzhausen nach dem jeweiligen Gebietsstand, bei einigen Jahren zusätzlich nach heutigem Gebietsstand. Änderungen des Gebietsstandes ergaben sich durch den Zusammenschluss mit elf umliegenden Gemeinden zum 1. Juli 1969 sowie einiger kleinerer Gebietsveränderungen zum 1. Januar 1973.

Bei den Zahlen handelt es sich bis 1970 und für 1987 um Volkszählungsergebnisse<ref name="einwohner1816-1871">Statistisches Landesamt Nordrhein-Westfalen: Gemeindestatistik des Landes Nordrhein-Westfalen: Bevölkerungsentwicklung 1816–1871. Düsseldorf 1966, S. 188.</ref><ref name="einwohner1871-1961">Statistisches Landesamt Nordrhein-Westfalen: Gemeindestatistik des Landes Nordrhein-Westfalen: Bevölkerungsentwicklung 1871–1961. Düsseldorf 1964, S. 370–371.</ref><ref name="einwohner1970">Statistisches Landesamt Nordrhein-Westfalen: Die Wohnbevölkerung in den Gemeinden Nordrhein-Westfalens 1970 : Ergebnisse der Volkszählung am 27. Mai 1970. Düsseldorf 1972, S. 40.</ref><ref name="einwohner1987">Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen: Sonderreihe zur Volkszählung 1987 in Nordrhein-Westfalen, Band 1.1: Bevölkerung, Privathaushalte und Erwerbstätige. Düsseldorf 1989, S. 110.</ref> und ab 1975 um amtliche Fortschreibungen des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik.<ref name="Landesdatenbank">Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen: Landesdatenbank Nordrhein-Westfalen</ref> Die Zahlen von 1975 bis 1985 sind geschätzte Werte, die Zahlen ab 1990 Fortschreibungen auf Basis der Ergebnisse der Volkszählung von 1987. Die Angaben beziehen sich ab 1871 sowie für 1946 auf die Ortsanwesende Bevölkerung, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und ab 1985 auf die Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung. Vor 1871 wurden die Einwohnerzahlen nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Borgholzhausen nach dem damaligen Gebietsstand
Jahr Einwohner
1798<ref>Peter Florens Weddigen: Westphälischer historisch-geographischer National-Kalender. Kleinenbremen 1805, § 2 Das Amt Ravensberg, S. 85 (google.de).</ref> 0849
1818 (31. Dez.) 1.080
1831 (3. Dez.) 1.228
1837 (3. Dez.) 1.270
1843 (3. Dez.) 1.388
1849 (3. Dez.) 1.289
1852 (3. Dez.) 1.292
1858 (3. Dez.) 1.179
1861 (3. Dez.) 1.246
1867 (3. Dez.) 1.169
Jahr Einwohner
1871 (1. Dez.) 1.085
1885 (1. Dez.) 1.144
1895 (1. Dez.) 1.281
1905 (1. Dez.) 1.284
1925 (16. Juni) 1.192
1933 (16. Juni) 1.310
1939 (17. Mai) 1.331
1946 (29. Okt.) 1.979
1950 (13. Sep.) 2.080
1961 (6. Juni) 2.538
Borgholzhausen nach dem heutigen Gebietsstand
Jahr Einwohner
1939 (17. Mai) 4.805
1950 (13. Sep.) 7.408
1961 (6. Juni) 7.203
1970 (27. Mai) 7.598
1972 (31. Dez.) 7.662
1974 (30. Juni) 7.678
1975 (31. Dez.) 7.463
1980 (31. Dez.) 7.425
1985 (31. Dez.) 7.453
Jahr Einwohner
1987 (25. Mai) 7.463
1990 (31. Dez.) 7.872
1995 (31. Dez.) 8.463
2000 (31. Dez.) 8.676
2005 (31. Dez.) 8.784
2007 (31. Dez.) 8.721
2012 (31. Dez.) 8.633
2019 (31. Dez.) 8.968
2022 (31. Dez.) 9.253

Religion

Mit Stand 1. Januar 2019 waren von den Einwohnern 46 % evangelisch, 15 % katholisch, 39 % gehörten entweder einer anderen Glaubensgemeinschaft an oder sind konfessionslos.<ref>Kreis Gütersloh Unsere Region Zahlen Daten Fakten 2020 Seite 6, abgerufen am 11. April 2021</ref><ref>Kreis Gütersloh Unsere Region Zahlen Daten Fakten Seite 6, abgerufen am 18. April 2020</ref> Mit Stand 1. Januar 2025 waren 38 % der Einwohner evangelisch, 13 % katholisch und 49 % gehörten einer anderen Glaubensgemeinschaft an oder sind konfessionslos.<ref>Kreis Gütersloh Unsere Region Zahlen Daten Fakten 2025, abgerufen am 10. Mai 2025</ref>

Politik

Borgholzhausen gehört zum Landtagswahlkreis Gütersloh I – Bielefeld III, in dem bei der Landtagswahl 2017 Georg Fortmeier (SPD) als Direktkandidat gewählt wurde. Auf Bundesebene gehört Borgholzhausen zum Bundestagswahlkreis Gütersloh, in dem 2009 und 2014 Ralph Brinkhaus (CDU) als Direktkandidat gewählt wurde.

Stadtrat

Der Stadtrat hat einschließlich des Bürgermeisters 26 Mitglieder. Es sind dies die bei der letzten Kommunalwahl im Jahr 2025 gewählten Mitglieder der CDU, der SPD, der Grünen, sowie der Borgholzhausener Unabhängigen (BU). Der Ratsvorsitzende ist der Bürgermeister, der ebenfalls diesem Gremium angehört.<ref>https://wahlen.regioit.de/2/km2020/05754004/html5/Ratswahl_NRW_210_Gemeinde_Stadt_Borgholzhausen.html</ref>

    
Insgesamt 26 Sitze

Die folgende Tabelle zeigt die Kommunalwahlergebnisse seit 1975:

<ref>Landesdatenbank NRW; Wahlergebnisse zum Gemeindecode 05754004</ref><ref>Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik: Kommunalwahlen</ref><ref name="ergborgholzh14">Ergebnis der Kommunalwahl in Borgholzhausen. Abgerufen am 12. Oktober 2014.</ref><ref>Ergebnis der Kommunalwahlen 2025 in Borgholzhausen. In: Votemanager Stadt Borgholzhausen. Stadt Borgholzhausen, 14. September 2025, abgerufen am 17. September 2025.</ref> 2025 2020<ref>Ratswahl – Kommunalwahlen 2020 in der Stadt Borgholzhausen – Gesamtergebnis. Abgerufen am 24. Oktober 2020.</ref> 2014 2009 2004 1999 1994 1989 1984 1979 1975
Partei Sitze % Sitze % Sitze % Sitze % Sitze % Sitze % Sitze % Sitze % Sitze % Sitze % Sitze %
CDU 8 29,50 07 20,84 07 26,9 08 27,18 11 40,12 13 47,65 11 35,75 09 32,50 11 39,89 13 47,12 14 52,07
SPD 9 34,34 09 29,86 08 29,1 08 28,91 10 34,17 09 32,55 10 35,55 09 32,76 10 36,86 11 41,69 10 36,14
GRÜNE 3 12,17 05 17,43 03 10,3 03 09,23 02 09,08 02 05,49 02 07,21 02 09,41 04 14,74
FDP 03 11,08 03 09,3 04 16,28 01 02,91 01 05,15 02 07,78 05 16,49 02 08,52 03 11,19 03 11,79
BU1 6 23,98 06 19,40 07 24,5 05 17,81 04 13,72 03 09,16 02 13,71 02 08,84
Einzelbewerber 01,39 00 00,59
Gesamt2 26 100 30 100 28 100 28 100 28 100 28 100 27 100 27 100 27 100 27 100 27 100
Wahlbeteiligung in % 57,96 57,36 55,2 58,02 60,54 64,56 82,79 72,13 75,88 74,83 85,71

1 Borgholzhausener Unabhängige, 2 ohne Berücksichtigung von Rundungsdifferenzen

Datei:Borgholzhausen Rathaus.jpg
Rathaus

Bürgermeister

Bürgermeister der Gemeinde ist Dirk Speckmann (SPD). Er wurde am 13. September 2015 mit 75,89 % der Stimmen gewählt. Am 13. September 2020 stellte er sich ohne einen Gegenkandidaten erneut zur Wahl und wurde mit 68,14 Prozent Ja-Stimmen und 31,86 Prozent Nein-Stimmen wiedergewählt.<ref>https://wahlen.regioit.de/2/km2020/05754004/html5/Buergermeisterwahl_NRW_211_Gemeinde_Stadt_Borgholzhausen.html</ref> Am 14. September 2025 stellte er sich erneut ohne einen Gegenkandidaten zur Wahl und wurde mit 66,99 Prozent Ja-Stimmen und 33,01 Prozent Nein-Stimmen wiedergewählt.<ref>Ergebnis. Abgerufen am 17. September 2025.</ref>

Bürgermeister und Stadtdirektoren seit 1945

  • Friedrich-Wilhelm Meyer, 1946–1948
  • Jochen Upmeyer, 1948–1969
  • Fritz Ostmeyer, 1969–1975
  • Heinrich Knaust, 1975–1984
  • Bernd Huesmann, 1984–1987
  • Friedrich Frewert, 1987–1994
  • Ingilt Blockus, 1994–1998
  • Arnold Weßling, 1998–1999
  • Alois Hasekamp, 1969–1979, Stadtdirektor
  • Wilfried Torweihe, 1979–1991
  • Ulrich Hoffmann, 1991–1992
  • Klemens Keller, 1992–2015, ab 1999 Bürgermeister

Wappen

Das Wappen hat folgende Blasonierung: In silber (weiß), über drei rote Sparren eine das ganze Feld füllende, viermal gezinnte rote Mauer. Es wurde am 14. Januar 1970 verliehen und ist identisch mit dem bis dahin gültigen Wappen des Amtes Borgholzhausen, das am 17. März 1939 verliehen wurde. Die Sparren weisen auf die frühere Zugehörigkeit zur alten Grafschaft Ravensberg hin, die Zinnenmauer ist ein Symbol für ein städtisches Gemeinwesen.

Städtepartnerschaften

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

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Burg Ravensberg

Datei:Borgholzhausen Ravensburg Wehrturm und Forsthaus.jpg
Die Burg Ravensberg, Wehrturm und Forsthaus

Die Burg Ravensberg ist eine etwa 1080 von Hermann II. von Calvelage erbaute Burganlage und war Stammsitz der Grafen von Ravensberg(-Calvelage) sowie Namensgeberin für das Ravensberger Land. Heute sind lediglich der mächtige Bergfried mit seinen dreißig Zinnen sowie Reste der Burgmauern erhalten. 1981 brachen Steine aus dem oberen Teil des Turms, die Krone wurde daraufhin mit Stahlankern gesichert. Im Herbst 2006 wurde der Turm umfassend saniert. Die alten Steine wurden mit Kalksandmörtel neu verfugt, das Kuppeldach gegen Nässe mit einer Kunststoffschicht geschützt. Neuere Grabungen haben einiges von der Geschichte der Burg freigegeben. Mauerreste und Reste alter Gebäude wurden gefunden. 2005 wurde im Eingangsbereich die Grundmauer eines zweiten Wehrturms entdeckt, der bis dahin vollkommen unbekannt war.

2002 plante das Land Nordrhein-Westfalen als Besitzer den Verkauf der Burg. Durch großes Engagement der Bevölkerung und örtlicher Unternehmen konnte die Stiftung Burg Ravensberg gegründet werden, die seit September 2003 Eigentümer der Ruine ist.

Evangelische Pfarrkirche

Datei:Borgholzhausen ev Kirche.jpg
Evangelische Kirche

Die Evangelische Kirche wurde als Eigenkirche der Grafen von Ravensberg errichtet und ist eine der ältesten Kirchen im Kreis Gütersloh. Sie bildet das Zentrum der Stadt Borgholzhausen und ist aus dem 14. Jahrhundert mit größerem Um- und Anbau (Chorraum) von 1496. Ein besonderes Stück ist der sogenannte steingeschnitzte Altar von 1501. Vor der Kirche steht ein Denkmal, das an die Gefallenen der Kriege zwischen 1864 und 1871 erinnert.

Luisenturm

Auf der Johannisegge (291 m) wurde 1893 im Gedenken an Luise von Preußen ein hölzerner Aussichtsturm errichtet. Heute bietet der mittlerweile vierte Luisenturm, der 1991 mit einer Höhe von 21 Metern eingeweiht wurde, eine Sicht über das gesamte Stadtgebiet. Bei guter Wetterlage reicht der Blick bis zur Porta Westfalica im Nordosten, sowie weit ins Münsterland in Richtung Südwesten. Der Luisenturm liegt im Naturschutzgebiet Johannisegge–Schornstein direkt am Hermannsweg, einem 156 km langen Wanderweg, der von Rheine bis zum Lippischen Velmerstot führt.<ref>Aussichtsturm "Luisenturm" auf der Johannisegge bei Borgholzhausen bei LWL-GeodatenKultur des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe</ref>

Wohnbauten

Im Ortskern befinden sich noch einige Fachwerkbauten des 18. und 19. Jahrhunderts. Besonders beachtenswert ist Kirchstraße Nummer 9 (Welpinghus), ein zweigeschossiger Bau mit massivem Erdgeschoss, der im Kern wohl noch aus dem 16. Jahrhundert stammt. Der seitliche Anbau ist 1695 bezeichnet. In der Tanfanastraße 5 steht ein eingeschossiger Fachwerkbau, dessen Giebel mit Fächerrosetten verziert ist. Er wurde 1634 errichtet.

Sonstige Bauwerke

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Giebelansicht von Schloss Holtfeld

Das Wasserschloss Brincke ist ein Herrenhaus aus dem 17. Jahrhundert mit doppeltem Wassergraben und mehreren Nebengebäuden, darunter eine im neuromanischen Stil erbaute Kapelle. Das Schloss ist in Privatbesitz.

Das Wasserschloss Holtfeld wurde erstmals um 1350 erwähnt und war lange im Besitz der Herren von Wendt. Das Herrenhaus aus dem Jahr 1602 zeigt prächtige Giebel. Das Schloss ist in Privatbesitz.

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Milchpilz in Borgholzhausen-Bahnhof

In der Nähe des Bahnhofs befindet sich einer von wenigen in Deutschland und Österreich noch vorhandenen „Milchpilzen“ aus den 1950er-Jahren. Der Kiosk wird als Imbiss bewirtschaftet, das ursprüngliche Aussehen ist recht stark verändert. Sein Standort ist gefährdet.

Es gibt auf dem höchsten Punkt des Teutoburger Waldes bei Borgholzhausen ein Windrad (Enercon E-82).<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Seite 4 (Memento vom 18. November 2012 im Internet Archive) (PDF; 1 MB) Es ersetzt zwei kleinere Windräder aus dem Jahre 1996 („Repowering“)</ref> Es hat eine Nabenhöhe von 85 m, eine Rotorblattlänge von 40 m und erzeugt Strom für 1600 Vierpersonen-Haushalte.

Stadtführungen

Seit Januar 2007 bietet die Stadt Borgholzhausen eine Reihe von Stadtführungen zu verschiedenen Themen an, so zum Beispiel „Muckefuck und Sauerkraut – eine Zeitreise in die Zeit der Selbstversorgung“, eine Führung in plattdeutscher Sprache, eine Gruseltour oder eine Führung zur Salzschmugglerroute.

Parks

Auf dem Gebiet der Stadt Borgholzhausen gibt es zwei Parks, einen mit etwa 3,5 ha Größe am Wasserschloss Brincke<ref>Haus Brincke bei LWL-GeodatenKultur des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe</ref>, einen weiteren am Wasserschloss Holtfeld mit etwa 1,5 ha Größe<ref>Schloss Holtfeld bei LWL-GeodatenKultur des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe</ref>. Letzterer ist nicht öffentlich zugänglich.

Das Stadtgebiet ist Teil des Naturparks TERRA.vita, ehemals Naturpark Nördlicher Teutoburger Wald-Wiehengebirge.

Naturschutzgebiete und Naturdenkmäler

<imagemap> Bild:Borgholzhausen - nature reserves.png|400px|rechts|Borgholzhausen poly 342 274 343 273 346 268 350 264 355 260 358 256 359 253 361 246 361 243 363 241 387 257 389 254 393 252 396 249 400 247 402 250 404 255 438 247 439 245 438 241 436 239 432 241 420 234 418 234 416 232 418 226 411 224 403 223 402 219 399 218 390 220 384 214 383 210 378 211 377 209 377 204 373 201 371 200 370 198 371 196 376 192 378 180 380 175 378 170 378 167 377 165 378 163 381 163 385 164 386 164 388 165 393 168 397 175 404 174 422 183 425 190 429 194 430 197 435 201 444 212 449 212 454 212 466 207 474 219 476 218 476 214 475 209 466 193 463 194 455 198 450 197 435 195 445 183 432 178 425 177 416 167 407 154 409 152 414 153 421 150 425 140 424 134 428 134 431 131 431 127 429 125 427 122 427 117 444 126 449 121 455 121 461 116 465 123 462 126 466 135 474 143 471 146 478 163 488 158 489 159 495 162 499 166 500 168 479 177 486 182 490 190 494 199 503 197 511 219 506 223 509 237 517 242 526 240 528 244 522 258 519 257 510 253 506 253 499 255 496 255 496 254 495 253 493 252 492 252 491 253 485 253 488 263 487 268 484 271 481 274 489 277 495 279 502 281 512 280 518 280 516 283 522 288 525 291 523 294 513 291 513 295 508 298 506 294 505 293 503 293 500 298 497 302 492 305 486 307 483 308 482 309 479 311 478 308 476 307 474 303 469 298 468 297 467 294 465 291 465 307 465 312 467 314 466 316 450 311 442 306 436 303 434 299 430 297 432 291 432 287 433 283 433 279 434 278 438 277 442 274 429 269 429 264 424 276 424 272 423 270 419 276 411 283 401 279 399 285 396 283 387 290 385 294 384 292 391 274 393 266 385 270 376 285 342 274 342 274 Johannisegge–Schornstein poly 53 481 53 479 58 480 70 474 71 472 133 455 137 464 136 464 148 479 150 478 155 477 163 472 163 467 165 468 172 469 177 464 182 464 189 471 182 477 187 487 180 496 196 505 185 511 159 496 142 526 124 529 113 553 110 549 107 551 106 551 104 554 101 557 100 559 96 556 100 548 104 550 107 547 108 548 109 545 110 544 113 536 118 532 113 529 115 526 115 525 109 519 113 515 93 497 87 502 53 481 53 481 Salzenteichs Heide poly 490 482 492 479 498 470 502 472 502 474 515 479 515 474 516 471 545 483 561 489 566 472 570 473 572 475 575 474 577 468 581 468 583 467 587 467 591 468 599 473 599 474 586 472 585 477 584 477 583 478 583 480 586 480 586 483 587 483 594 486 594 484 604 486 603 488 601 491 598 493 594 496 589 498 587 499 585 495 582 497 579 496 578 497 577 499 579 501 579 502 578 504 577 506 576 509 576 513 576 516 572 516 564 516 558 524 548 520 548 522 542 520 543 518 538 516 538 517 503 496 502 491 500 490 496 487 493 484 490 482 490 482 Ravensberg – Barenberg poly 582 509 583 502 588 505 595 503 596 501 602 502 598 499 599 493 602 492 603 491 615 493 621 493 620 487 618 486 619 485 623 486 631 490 643 497 646 494 649 494 651 494 655 495 660 496 667 494 670 494 672 496 672 496 674 500 678 504 680 506 683 507 693 513 707 513 720 515 734 515 736 516 738 517 735 534 735 542 733 549 725 552 716 553 686 544 675 540 656 535 657 532 655 531 655 525 648 523 646 533 642 532 632 531 616 529 599 525 582 520 582 509 582 509 Ravensberg – Barenberg desc top-right </imagemap> Auf Borgholzhausener Gebiet befinden sich drei Naturschutzgebiete, eines davon vollständig (Johannisegge–Schornstein) und zwei zum Teil auch auf dem Gebiet benachbarter Städte (Salzenteichs Heide, auch Versmold und Ravensberg – Barenberg, auch Halle (Westf.)). 6,2 % des Gebiets von Borgholzhausen stehen unter Naturschutz.

Am Südhang des Osbergs befindet sich die Pfaffenkammer, eine schmale Karsthöhle, um die sich etliche Sagen und Legenden ranken.

Borgholzhausen verfügt mit dem ehemaligen Bönkerschen Steinbruch, der im Teutoburger Wald in etwa 15 Minuten Gehentfernung zur Innenstadt liegt, über eine Natur- und Freilichtbühne, in der häufig Musik- und Theaterdarbietungen stattfinden.

In nördlicher Hanglage des Teutoburger Waldes finden sich Fährten und Trittsiegel von Reptilien und Tetrapoden. Die Ausgrabungsarbeiten des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe dauern an.

Um die Jahrtausendwende wurden auf dem Gebiet der Gemeinde Riesenammoniten gefunden. Einige von ihnen wurden in das Borgholzhausener Heimathaus verbracht.

Auf dem Stadtgebiet Borgholzhausen finden sich zwei geschützte Bäume, ein Ginkgobaum und eine Stechpalme (Ilex), Letztere mit einer ungewöhnlichen Größe von etwa 13 Metern und einem Stammdurchmesser von 70–80 cm.

Sport

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Inline-Skate Downhill Weltmeisterschaft

Es gibt diverse Sportvereine in Borgholzhausen. An prominentester Stelle ist der LC Solbad Ravensberg zu nennen, der die Nacht von Borgholzhausen organisiert und durchführt (siehe Regelmäßige Veranstaltungen). Die Handballer des TuS Borgholzhausen nahmen einmal am DHB-Pokal teil.

Im Juli 2004 fand auf der Zufahrtsstraße zum Luisenturm, die sich durch starkes Gefälle und viele enge Kurven auszeichnet, die Inline-Skate-Downhill-Weltmeisterschaft statt.

Theater

In Borgholzhausen gibt es zwei Freilichtbühnen:

Im Bönkerschen Steinbruch ist eine Naturbühne, die von verschiedenen Gruppen genutzt wird. So werden dort regelmäßig ein plattdeutsches Bauernstück, die Weihnachtsgeschichte und Open-Air-Konzerte aufgeführt.

Auf der Ravensburg entstand ebenfalls eine Freilichtbühne, auf der u. a. klassische Theaterstücke geboten werden.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Stiftung Burg Ravensberg (Memento vom 3. November 2011 im Internet Archive)</ref>

Museen

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Kultur- und Heimathaus

Das Kultur- und Heimathaus Borgholzhausen beherbergt Funde aus der Erdgeschichte aus Borgholzhausen und Umgebung. Dort ist unter anderem die weltweit größte Ansammlung von Riesen-Ammoniten ausgestellt. Einen weiteren Schwerpunkt im Museum bilden drei Dauerausstellungen von Borgholzhausener Künstlern. Neben dem Heimathaus befindet sich das im Jahr 2005 errichtete Denkmal Neujahrssänger.

Kulturverein

Der Kulturverein Borgholzhausen organisiert jährlich mehrere Kunstausstellungen in der Rathausgalerie in Borgholzhausen. Des Weiteren arrangiert er Musikveranstaltungen und bietet der Kleinkunst Auftrittsmöglichkeiten. Es gibt Künstlergespräche und gemeinsame Fahrten zu Veranstaltungen. Ein Großteil der Ereignisse findet im Kultur- und Heimatmuseum statt, das gemeinsam vom Heimatverein und Kulturverein betrieben wird.

Musik

Die musikalische Vereinslandschaft von Borgholzhausen ist recht vielfältig, es gibt vier Musikvereine:

  • Feuerwehrmusikzug Borgholzhausen
  • Jagdhornbläser-Korps
  • Teutoburger Oberkrainer
  • Ravensburger Bläser

Daneben gibt es vier Gesangvereine:

  • Kantorei Borgholzhausen
  • Männerchor Borgholzhausen
  • Sängerfreunde Borgholzhausen
  • Pium Vivente, den Kinder- und Jugendchor der ev. Kirchengemeinde

Regelmäßige Veranstaltungen

Die Nacht von Borgholzhausen ist ein jährlicher Volks- und Straßenlauf im Sommer über fünf oder zehn Kilometer mit internationaler Besetzung.

Während des Kartoffelmarkts, der jährlich in der zweiten Septemberhälfte stattfindet, wird die Borgholzhausener Innenstadt entlang des „längsten Kartoffeltisches der Welt“ zu einer kulinarischen Attraktion. Zusätzlich bilden Demonstrationen historischer Handwerkskunst, Musik, Volkstanz und Kinderunterhaltung ein breites Rahmenprogramm.

Der Borgholzhausener Weihnachtsmarkt, der jährlich am zweiten Advent stattfindet, hat durch seine besondere Atmosphäre einen hohen Bekanntheitsgrad. Mittlerweile zieht er mit seinen 120 Ständen jährlich etwa 100.000 Besucher an.

Kulinarische Spezialitäten

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Bäckerei Schulze

Ab ca. 1740 siedelten sich in der Stadt Lebkuchenbäcker aus dem Nachbarort Dissen an. In den Jahren 1827, 1830 und 1861 wurden Lebkuchenfabriken gegründet. Diese Entwicklung führte dazu, dass Borgholzhausen noch heute überregional als „Lebkuchenstadt“ bekannt ist. Die Produktion von Lebkuchen ist jedoch in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen; es ist heute nur noch eine Bäckerei im Ort vorhanden, die Lebkuchen produziert.

Infrastruktur und Wirtschaft

Verkehr

Straßenverkehr

Borgholzhausen war über die ehemalige Bundesstraße 68, die heutige K 26, die das Stadtgebiet von Nordwesten nach Südosten durchquert, an das Fernstraßennetz angebunden. Die Bundesstraße 476 endet aus südwestlicher Richtung kommend im Stadtteil Oldendorf an der A 33.

Die Bundesautobahn 33, die aus Richtung Osnabrück seit 2001 im Stadtteil Oldendorf endete, ist seit 2019 zwischen Osnabrück und Paderborn durchgehend befahrbar.

Schienen- und Busverkehr

Die Haltepunkte „Borgholzhausen“ und „Westbarthausen“ liegen an der Bahnstrecke Osnabrück–Bielefeld (KBS 402<ref name="Link_402">Abfrage der Kursbuchstrecke 402 bei der Deutschen BahnVorlage:Abrufdatum </ref>), auf der im Stundentakt die Regionalbahn „Haller Willem“ RB 75 verkehrt. Beide Bahnhofsnamen entsprechen nicht den Siedlungen, in denen sie liegen. Der Haltepunkt Borgholzhausen liegt eigentlich in Oldendorf, 3 km vom Stadtzentrum entfernt. Der Haltepunkt Westbarthausen liegt eigentlich in Kleekamp. Unmittelbar an der Stadtgrenze zu Halle befindet sich (auf dem Gebiet der Stadt Halle) ein weiterer Haltepunkt Hesseln, der u. a. für Cleve Bedeutung hat. Der Schienenpersonennahverkehr wird von der NordWestBahn mit Talent-Dieseltriebwagen für Geschwindigkeiten bis zu 120 km/h durchgeführt.

Der Haltepunkt Borgholzhausen ist zu einer Mobilitätsstation umgebaut worden und bietet direkten Umstieg in die Linie 90 (Versmold<>Borgholzhausen Mo-Fr) und Linie 190 (Ortsverkehr). Es gibt den „Piumbus“ (190), eine Stadtlinie (Ortsverkehr), die auch den Haltepunkt Westbarthausen nach vorheriger telefonischer Bestellung bedient. Montags bis freitags unterstützt die Linie 90 und wird als Ziel zum Ortskern für Reisende aus Bielefeld/Halle, während der Piumbus für Reisende aus Osnabrück zuständig ist. Samstags (bis 16h) übernimmt der Piumbus die wegfallenden Fahrten der 90. Am Wochenende existiert dadurch keine direkte Verbindung nach Versmold und ab Samstag 17h auch nicht mehr zum Bahnhof.

Im Straßenpersonennahverkehr verkehren Regionalbusse nach Halle (Schulfahrten als 90), Versmold (90) und Bielefeld (62) über Werther (Westf.). Borgholzhausen liegt im Westfalentarif Bereich „Teuto OWL“ (OWL Verkehr GmbH). Für Reisende in Richtung Osnabrück gibt es einen Übergangstarif zur Verkehrsgemeinschaft Osnabrück (VOS-Plus).

Fuß- und Radverkehr

Eine Alternativroute der BahnRadRoute Teuto-Senne von Osnabrück nach Paderborn führt durch das Stadtgebiet.

Auf dem Kamm des Teutoburger Waldes verläuft der Hermannsweg, der als Wanderweg Rheine mit dem lippischen Velmerstot verbindet.

Flugverkehr

Bielefeld als nächste Großstadt verfügt nicht über einen Verkehrsflughafen. In knapp einer bis eineinhalb Stunden Fahrentfernung bietet sich eine Auswahl von vier Regionalflughäfen: Der Flughafen Münster/Osnabrück liegt ca. 50 km, der Flughafen Paderborn/Lippstadt ca. 80 km, der Flughafen Dortmund etwa 100 km und der Hannover rund 130 km entfernt.

Medien

Druckmedien

Als Tageszeitungen erscheinen von Montag bis Samstag das Haller Kreisblatt, ein Kooperationspartner der Neuen Westfälischen, sowie eine Lokalausgabe des Westfalen-Blatts. Beide Zeitungen beziehen ihren Mantel von ihren jeweiligen Mantelredaktionen aus Bielefeld. Beide Zeitungen berichten im Lokalteil aus allen Gemeinden des Altkreises Halle, darunter Borgholzhausen. Darüber hinaus erscheint sonntäglich und kostenfrei die Zeitung OWL am Sonntag, ein Ableger des Westfalen-Blatts. Vierteljährlich erscheint das Stadtmagazin Pium Aktuell, herausgegeben vom Haller Kreisblatt.

Radio und Fernsehen

Borgholzhausen gehört zum Berichtsgebiet des Regionalstudios Bielefeld des WDR. Weiterhin gehört Borgholzhausen zum Sendegebiet von Radio Gütersloh, das es in der Berichterstattung als Lokalradio mit abdeckt. Im Stadtgebiet steht eine der Sendestationen, über die Radio Gütersloh auf der Frequenz 106,8 MHz abgestrahlt wird.

Öffentliche Einrichtungen

Die Stadt bietet in ihren Einrichtungen verschiedene Dienstleistungen für die Borgholzhausener Bürger an. Dies sind namentlich das Rathaus, unter anderem mit Stadtverwaltung, Standesamt, Bau- und Tiefbauamt, Wohngeldstelle und einer Polizeistation. Weiterhin gibt es ein Bürgerhaus, sowie zwei Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr, von denen einer in der Stadt Borgholzhausen, der zweite in Borgholzhausen-Bahnhof angesiedelt ist. Auch ein Freibad ist verfügbar.

Weiterhin befindet sich in Borgholzhausen eine Bauschuttdeponie, die für den gesamten Nordkreis Gütersloh zuständig ist.

Bildung

Die Stadt bietet zwei Schulformen in drei Schulen an. Dies sind zwei Grundschulen mit ca. 430 Schülern, die von 22 Lehrern unterrichtet werden, und eine Gesamtschule mit etwa 1400 Schülern, die von ca. 100 Lehrern unterrichtet werden (Stand: 2007). Da die Gesamtschule an jeweils einem Standort in Borgholzhausen und Werther angesiedelt und rechnerisch insgesamt Borgholzhausen zugeordnet ist, sind für den Borgholzhausener Teil der Gesamtschule keine einzelnen Schüler- und Lehrerzahlen verfügbar. Für andere Schulformen müssen Einrichtungen der benachbarten Städte und Gemeinden genutzt werden.<ref name="LDS_Kommunalprofil">Kommunalprofil Borgholzhausen. (PDF) Statistisches Landesamt für Nordrhein-Westfalen, abgerufen am 24. April 2026.</ref>

Ansässige Unternehmen

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Gelände der Firma Kraftverkehr Nagel

In Borgholzhausen ansässige Unternehmen mit überregionaler Bedeutung sind die Bartling GmbH & Co. KG (Hersteller von Lebensmittelverpackungen), die Heinrich Schulze Honig- und Lebkuchenbäckerei, Bostik (Hersteller von Industriekleb-, Dicht- und weiteren Baustoffen), fetra (Hersteller von Handtransportgeräten), Rolko Kohlgrüber GmbH (Hersteller von Rollstuhlzubehör, Rehabilitationszubehör, Krankenbettenzubehör und Industrierädern), Westfalia Logistics Solutions (Hersteller von Lager- und Fördertechnik sowie Lagerverwaltungssoftware) und das Logistikunternehmen Kraftverkehr Nagel. Schüco (Hersteller von Fensterbauelementen und Solartechnik) betreibt in Borgholzhausen ein Zweigwerk.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Der Springreiter und ehemalige Weltmeister Franke Sloothaak ist Ehrenbürger von Borgholzhausen. Er war im Ort ansässig und unterhielt hier eine Reitanlage.

Söhne und Töchter der Stadt

Sonstiges

Die Bezeichnung Pium wird in der Bevölkerung synonym als Ortsname für Borgholzhausen verwendet. Die Herkunft ist unklar; vermutlich hat sie zu tun mit den zahlreichen mittelalterlichen Kapellen, wovon eine besondere Frömmigkeit (lateinisch pius = fromm) der Bevölkerung abgeleitet wurde.<ref>Imagebroschüre der Stadt Borgholzhausen (S. 9), abgerufen am 27. Juni 2023 (PDF; 12 MB)</ref>

Literatur

  • Carl-Heinz Beune: Kleine Baustilkunde für den Ortskern von Borgholzhausen. In: Heimat-Jahrbuch Kreis Gütersloh. Flöttmann, Gütersloh 1982.
  • Carl-Heinz Beune: Burg Ravensberg. tpk-Verlag, Bielefeld 2010, ISBN 978-3-936359-42-8.
  • Carl-Heinz Beune: Borgholzhausen. Zeiträume und Lebensbilder, Band 1: Die ersten tausend Jahre 800–1800. Halle/Westf. 2013.
  • Carl-Heinz Beune: Borgholzhausen. Zeiträume und Lebensbilder, Band 2: Das 19. und 20. Jahrhundert. Halle/Westf. 2016.
  • Matthias E. Borner: Pölter, Plörre und Pinöckel – Grundwortschatz zum Überleben im Kreis Gütersloh. Verlagsunion Vox Rindvieh, 2004, ISBN 3-00-014249-5.
  • Walter Fronemann: Vom Ravensberger Bauernsohn zum Pfarrer der bekennenden Kirche – Eine Autobiographie. Neufang, 1992.
  • Uwe Lobbedey: Borgholzhausen – Archäologie einer westfälischen Kirche. Rudolf Habelt Verlag, Bonn 1981, ISBN 3-7749-1815-5.
  • Karl Schildmann: Borgholzhausen in alten Ansichten. Eigenverlag, 1981.
  • Siegfried A. Scholz: Borgholzhausen im Zeitwandel. 1986.
  • Martin Wernekenschnieder: Borgholzhausen im Nationalsozialismus. Eine Kleinstadt im Teutoburger Wald zwischen 1933 und 1945. Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2014, ISBN 978-3-89534-845-7.
  • Rolf Westheider: Bilder vom Leben in Borgholzhausen. Aus der Reihe „Archivbilder“. Sutton Verlag, Erfurt 1999, ISBN 3-89702-138-2.
  • Rolf Westheider: Borgholzhausen historisch – Festschrift aus Anlaß des 275jährigen Stadtrechtsjubiläums, der Bildung der Stadt Borgholzhausen durch die Kommunalreform im Jahre 1969 und des Austausches der Partnerschaftsurkunden zwischen den Städten Borgholzhausen und New Haven (Missouri), USA, am 17. April 1994. Stadt Borgholzhausen, 1994.
  • Rolf Westheider: Grenzgeschichte(n) entlang der Grenzgängerroute Teuto-Ems. Glandorf 2012, ISBN 978-3-9813481-2-5.
  • Kirchliches Heimatbuch Borgholzhausen. Presbyterium der evangelischen Kirchengemeinde Borgholzhausen, Borgholzhausen 1951.

Weblinks

Commons: Borgholzhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references responsive> </references>

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