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Judith Rakers

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Datei:Judith Rakers in 2024.jpg
Judith Rakers (2024)

Judith Deborah Rakers<ref>„Tagesschau“-Sprecherin Judith Rakers ist geschieden. In: Huffington Post Deutschland, 17. Oktober 2017.</ref> (* 6. Januar 1976 in Paderborn)<ref name="munzinger">Judith Rakers. Munzinger-Archiv, abgerufen am 10. Mai 2025.</ref> ist eine deutsche Journalistin und Fernsehmoderatorin. Sie war von 2005 bis 2024 freiberufliche Sprecherin der Tagesschau im Ersten Deutschen Fernsehen.

Leben

Frühe Jahre und Privates

Judith Rakers Eltern trennten sich, als sie sieben Jahre alt war. Sie wuchs in Bad Lippspringe bei ihrem Vater, dem Physiotherapeuten Hermann Rakers, auf.<ref name="munzinger" /> Ihre Mutter Kunigunde Rakers ist Innenarchitektin. Nach dem Abitur am Pelizaeus-Gymnasium Paderborn studierte Judith Rakers von 1995 bis 2001 Publizistik und Kommunikationswissenschaft, Deutsche Philologie und Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Münster. Parallel arbeitete sie bis 2001 als Hörfunk-Moderatorin bei den NRW-Lokalsendern Radio Hochstift und Antenne Münster.<ref>Ralf Repöhler: Starke Marke mit dem besten Mix: Münsters Lokalradio ging im September 1991 auf Sendung / Marktführer bei Hörer-Reichweite. In: Westfälische Nachrichten, Münster/25 Jahre Antenne Münster, 3. September 2016.</ref>

Rakers ist Mitautorin des Buchs Nachrichten-Journalismus, verfasste zusammen mit Kommilitonen einen Aufsatz in dem Band Bildpropaganda im Ersten Weltkrieg<ref>Christoph Bir, Steffen Burkert, Ralf Knuth, Oliver Lindberg, Judith Rakers, Anja Steinhorst: Bewegte Bilder. Der Film – Ein neues Medium propagiert den Krieg. In: Raoul Zühlke (Hrsg.): Bildpropaganda im Ersten Weltkrieg. Hamburg 2000, S. 327–396.</ref> und schrieb außerdem für mehrere Tageszeitungen und Fachpublikationen.

Sie ist passionierte Reiterin. 2009 heiratete sie den Immobilienfachwirt Andreas Pfaff.<ref>Judith Rakers: Ja-Wort auf Mallorca. In: Gala, 10. Juni 2009.</ref> Das Paar lebte in Hamburg-Harvestehude<ref>Maik Brodersen, Miriam Kaefert: Wo die Stars wohnen: Der Promi-Atlas für ganz Hamburg. In: Bild – Regional – Hamburg. 11. Juni 2014, abgerufen am 8. September 2022.</ref> und trennte sich 2017.<ref>Ehe-Aus bei „Tagesschau“-Sprecherin Judith Rakers. In: stern.de. 17. Oktober 2017, abgerufen am 6. März 2023.</ref> Nach der Scheidung zog Rakers 2018 auf einen Bauernhof bei Hamburg und widmet sich der Selbstversorgung.<ref>Moderatorin Judith Rakers ganz privat. In: fuersie.de. 11. Januar 2022, abgerufen am 27. Januar 2023.</ref><ref>Jörg Schaefers: Judith Rakers klitschnass nach Hühner-Rettung. In: Bild – Regional – Hamburg. 25. Juli 2023, abgerufen am 25. Juli 2023.</ref>

Im Juli 2025 zog sie nach Rügen.<ref>n-tv 7.7.2025</ref>

Moderationen

Vom 11. Januar 2004 bis 17. Januar 2010 moderierte Rakers das Hamburg Journal im Norddeutschen Rundfunk;<ref>Julia-Niharika Sen löst Judith Rakers ab. Stabwechsel im „Hamburg Journal“. In: Norddeutscher Rundfunk. 18. Dezember 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 24. April 2011.</ref> vom 7. Juli 2005<ref>MDR um 4 – Gäste zum Kaffee: Judith Rakers, ARD-Moderatorin | ARD Mediathek. Abgerufen am 7. Februar 2024 (ab 5 min 40 s).</ref> bis zum 31. Januar 2024 war Rakers Sprecherin der Tagesschau:<ref>David Denk: Die Anti-Charlotte-Roche. Neue „3nach9“-Moderatorin Judith Rakers. In: taz.de. 9. August 2010, abgerufen am 24. April 2011.</ref> Sie sprach die Nachrichtenblöcke der Sendungen Tagesthemen, Morgenmagazin und Mittagsmagazin sowie Nachtausgaben der Tagesschau. Die Hauptausgabe der Tagesschau um 20 Uhr las sie erstmals am 18. März 2008 und letztmals am 31. Januar 2024.<ref>Anna Starke: Die neue Quoten-Frau. Rakers’ „Tagesschau“-Debüt. In: Spiegel Online. 18. März 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 24. April 2011.</ref>

Datei:Judith Rakers (2009).jpg
Judith Rakers auf der IFA (2009)

Seit 2010 moderiert Rakers die Radio-Bremen-Talkshow 3 nach 9.<ref name="radiobremen">Judith Rakers ist ab 3.9. die neue 3nach9-Moderatorin. In: Radio Bremen. 24. August 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 24. April 2011.</ref> Nachdem sie dort am 9. Juli 2010 einen ersten Gastauftritt als Moderatorin hatte, wurde am 9. August 2010 bekannt gegeben, dass sie neben Giovanni di Lorenzo feste Moderatorin wird. Die erste reguläre Sendung mit Rakers wurde am 3. September 2010 ausgestrahlt. Judith Rakers moderierte außerdem die vier Folgen der von August bis Dezember 2018 produzierten ARD-Ratgebersendung Kriminalreport.

2010 wählte das Medium Magazin Rakers zu einer der 100 „Journalisten des Jahres“;<ref>Die Journalisten des Jahres 2010. In: medium magazin. 12. Januar 2011, abgerufen am 31. Januar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> in repräsentativen Umfragen wurde sie auch zur beliebtesten Nachrichtensprecherin Deutschlands und beliebtesten Talkshow-Moderatorin gewählt.

Neben Stefan Raab und Anke Engelke moderierte Rakers den Eurovision Song Contest 2011 in Düsseldorf<ref>Alexander Kühn: Raab, Engelke und Rakers sind Lenas Gastgeber. Eurovision Song Contest 2011. In: Spiegel Online. 16. Dezember 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 24. April 2011.</ref> und erhielt hierfür den Deutschen Fernsehpreis 2011 in der Kategorie „Beste Unterhaltung“. Die Produktion des Eurovision Song Contests 2011 erhielt den europäischen Preis „Rose d’Or“.<ref>ESC erhält Medienpreis Rose d’Or. In: NDR.de. Abgerufen am 13. März 2017.</ref> Im selben Jahr war sie in der Quiz-Showreihe Der klügste Deutsche 2011 in der ARD Mitglied der Jury und gehörte auch der Fortsetzung im Jahr 2012 an.

Seit August 2013 moderiert sie im NDR die TV-Pannenshow Top Flops. Von 2014 bis 2017 moderierte sie die TV-Pannenshow Pleiten, Pech und Pannen vom Bayerischen Rundfunk.

Seit 2014 setzt sich Rakers in ihrer eigenen Reportage-Reihe für das NDR-Fernsehen sowohl mit sozialkritischen Themen („Schicksal obdachlos“, „Schicksal Armutsfalle“,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Schicksal Armutsfalle (Memento vom 6. Januar 2018 im Internet Archive), spiegel.tv</ref> „Schicksal heimatlos“, „Letzte Chance Frauenknast“, „Flüchtlinge als Nachbarn“, „Schicksal Flüchtlingskind“, „Gemeinsam auf die letzte Reise“)<ref>Wie sich Menschen auf das Sterben vorbereiten. In: NDR.de. Abgerufen am 22. März 2017.</ref> als auch mit der Faszination anderer Länder und Regionen auseinander. Dazu moderiert sie für den NDR auch die Sendereihe Inselreportagen mit Judith Rakers:<ref>Inselreportagen mit Judith Rakers – Videos der Sendung | ARD Mediathek. Abgerufen am 27. April 2022.</ref>

<templatestyles src="column-multiple/styles.css" />

  • Fehmarn und Fischland–Darß–Zingst … mit Judith Rakers
  • Spiekeroog und Hiddensee mit Judith Rakers
  • Helgoland und Ameland mit Judith Rakers
  • Usedom … mit Judith Rakers
  • Sylt … mit Judith Rakers
  • Hiddensee … mit Judith Rakers
  • Langeoog … mit Judith Rakers
  • Spiekeroog … mit Judith Rakers
  • Föhr … mit Judith Rakers
  • Borkum … mit Judith Rakers
  • Ameland … mit Judith Rakers
  • Pellworm … mit Judith Rakers
  • Langeoog und Juist mit Judith Rakers
  • Corona und die Inseln im Norden
  • Ostseeinseln mit Judith Rakers
  • Nordseeinseln mit Judith Rakers
  • Baltrum … mit Judith Rakers

Von 2021 bis 2024 moderierte Rakers zusätzlich die Tagesschau-Nachrichten auf tagesschau24, seit August 2021 ist sie als feste Moderatorin in der WDR-Sendung Wunderschön! tätig.<ref>Judith Rakers steigt beim Reiseformat „Wunderschön“ ein. dwdl.de, abgerufen am 9. Juli 2021.</ref> Seit dem Frühjahr 2022 moderiert sie auch den Podcast Homefarming – Mach’s Dir lecker zu Hause!<ref>„Homefarming – Mach’s Dir lecker zu Hause!“ auf Apple Podcasts. Abgerufen am 2. November 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Larissa Vassilian: „Homefarming“ mit Judith Rakers: Durch die Höhen und Tiefen des Tomatenanbaus. In: Übermedien. 16. April 2022, abgerufen am 2. November 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Seit ihrem Abschied von der Tagesschau im Januar 2024 konzentriert sie sich auf ihre unternehmerische Tätigkeit.<ref>Judith Rakers verlässt die tagesschau nach 19 Jahren. Tagesschau, 16. Januar 2024, abgerufen am 16. Januar 2024.</ref>

Fortlaufend

Weitere Tätigkeiten

2016 spielte Rakers eine Rolle im Hamburger Tatort Fegefeuer. Dort moderierte sie die Tagesschau, während eine Geiselnahme stattfand.<ref>Tatort schockt mit Geiselnahme im Tagesschau-Studio. In: BZ Berlin. 3. Januar 2016, abgerufen am 10. September 2019.</ref> 2017 gründete Rakers zusammen mit Endemol Shine Germany die Produktionsgesellschaft Jukers Media, um in Zukunft eigene TV-Formate produzieren zu können.<ref>DWDL de GmbH: Rakers und Endemol Shine gründen Produktionsfirma. Abgerufen am 6. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Frühjahr 2021 belegte sie, kostümiert als Küken, in der vierten Staffel der ProSieben-Sendung The Masked Singer den siebten von zehn Plätzen.<ref>„Masked Singer“: „Tagesschau“-Sprecherin Judith Rakers als Küken enttarnt. rnd.de, abgerufen am 10. März 2021.</ref> In der deutschen Version des Kinofilms Der wilde Roboter sprach sie die Hauptrolle Rozzum 7134 („Roz“). Zusammen mit Ariana Baborie hat sie den Podcast "Was war losgewesen?".

Auszeichnungen

Publikationen

  • als Mitautorin: Bewegte Bilder – Der Film. Ein neues Medium propagiert den Krieg. In: Raoul Zühlke (Hrsg.): Bildpropaganda im Ersten Weltkrieg. Kämpfer, Hamburg 2000, ISBN 978-3-932208-13-3, S. 327–396.
  • mit Siegfried Weischenberg: Nachrichten-Journalismus. Anleitungen und Qualitäts-Standards für die Medienpraxis. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2013, ISBN 978-3-531-13727-8.
  • Homefarming – Selbstversorgung ohne grünen Daumen. Gräfe und Unzer, München 2021, ISBN 978-3-8338-7783-4.
  • Homefarming – Das Kochbuch. Mit der eigenen Ernte durchs ganze Jahr, Gräfe und Unzer, München 2023, ISBN 978-3-8338-8750-5.
  • Judiths kleine Farm, Franckh-Kosmos, Stuttgart 2024, ISBN 978-3-440-17903-1.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references responsive />

Vorlage:Klappleiste/Anfang 1956: Lohengrin Filipello | 1957: Anaid Iplicjian | 1958: Hannie Lips | 1959: Jacqueline Joubert | 1960: Katie Boyle | 1961: Jacqueline Joubert | 1962: Mireille Delannoy | 1963: Katie Boyle | 1964: Lotte Wæver | 1965: Renata Mauro | 1966: Josiane Shen | 1967: Erica Vaal | 1968: Katie Boyle | 1969: Laurita Valenzuela | 1970: Willy Dobbe | 1971: Bernadette Ní Ghallchóir | 1972: Moira Shearer | 1973: Helga Guitton | 1974: Katie Boyle | 1975: Karin Falck | 1976: Corry Brokken | 1977: Angela Rippon | 1978: Denise Fabre & Léon Zitrone | 1979: Jardena Arasi & Daniel Pe’er | 1980: Marlous Fluitsma | 1981: Doireann Ní Bhriain | 1982: Jan Leeming | 1983: Marlène Charell | 1984: Désirée Nosbusch | 1985: Lill Lindfors | 1986: Åse Kleveland | 1987: Viktor Lazlo | 1988: Michelle Rocca & Pat Kenny | 1989: Lolita Morena & Jacques Deschenaux | 1990: Helga Vlahović & Oliver Mlakar | 1991: Gigliola Cinquetti & Toto Cutugno | 1992: Lydia Capolicchio & Harald Treutiger | 1993: Fionnuala Sweeney | 1994: Cynthia Ní Mhurchú & Gerry Ryan | 1995: Mary Kennedy | 1996: Ingvild Bryn & Morten Harket | 1997: Carrie Crowley & Ronan Keating | 1998: Ulrika Jonsson & Terry Wogan | 1999: Dafna Dekel, Sigal Shachmon & Yigal Ravid | 2000: Kattis Ahlström & Anders Lundin | 2001: Natasja Crone & Søren Pilmark | 2002: Annely Peebo & Marko Matvere | 2003: Marie N & Renārs Kaupers | 2004: Meltem Cumbul & Korhan Abay | 2005: Marija Jefrossynina & Pawlo Schylko | 2006: Maria Menounos & Sakis Rouvas | 2007: Jaana Pelkonen, Mikko Leppilampi & Krisse Salminen (Greenroom) | 2008: Jovana Janković & Željko Joksimović | 2009: Alsou & Ivan Urgant (Finale); Natalja Wodjanowa & Andrei Malachow (Semifinale) | 2010: Nadia Hasnaoui, Erik Solbakken & Haddy N’jie | 2011: Anke Engelke, Stefan Raab & Judith Rakers | 2012: Eldar Qasımov, Leyla Əliyeva & Nərgiz Birk-Petersen | 2013: Petra Mede & Eric Saade (Greenroom im Finale) | 2014: Lise Rønne, Nikolaj Koppel & Pilou Asbæk | 2015: Alice Tumler, Arabella Kiesbauer, Mirjam Weichselbraun & Conchita Wurst (Greenroom) | 2016: Petra Mede & Måns Zelmerlöw | 2017: Wolodymyr Ostaptschuk, Oleksandr Skitschko & Timur Miroschnytschenko | 2018: Filomena Cautela, Sílvia Alberto, Daniela Ruah & Catarina Furtado | 2019: Bar Refaeli, Erez Tal, Assi Azar & Lucy Ayoub | 2020: Chantal Janzen, Jan Smit & Edsilia Rombley | 2021: Chantal Janzen, Edsilia Rombley, Jan Smit & Nikkie de Jager | 2022: Mika, Laura Pausini & Alessandro Cattelan | 2023: Julija Sanina, Alesha Dixon, Hannah Waddingham & Graham Norton (Finale) | 2024: Petra Mede & Malin Åkerman | 2025: Hazel Brugger, Michelle Hunziker (Finale) & Sandra Studer | 2026: Michael Ostrowski & Victoria Swarovski Vorlage:Klappleiste/Ende

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