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Tore Meinecke

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Tore Meinecke Tennisspieler
Nation: DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
Geburtstag: 21. Juli 1967
Größe: 180 cm
Gewicht: 73 kg
1. Profisaison: 1983
Rücktritt: 1989
Spielhand: Rechts
Trainer: Björn Meinecke
Preisgeld: 242.301 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 40:51
Höchste Platzierung: 46 (9. Mai 1988)
Grand-Slam-Bilanz
Grand-Slam-Titel:00000 0
Australian Open 2R (1989)
French Open 2R (1988)
Wimbledon 2R (1988)
US Open
Doppel
Karrierebilanz: 48:53
Karrieretitel: 2
Höchste Platzierung: 46 (13. Juli 1987)
Grand-Slam-Bilanz
Grand-Slam-Titel:00000 0
Australian Open 2R (1989)
French Open AF (1987, 1988)
Wimbledon 1R (1985, 1988)
US Open
Mixed
Grand-Slam-Bilanz
Grand-Slam-Titel:00000 0
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA (siehe Weblinks)

Tore Meinecke (* 21. Juli 1967 in Hamburg) ist ein ehemaliger deutscher Tennisspieler.

Werdegang

Meinecke besuchte in seiner Heimatstadt Hamburg das Gymnasium Dörpsweg. 1980 wurde er Europameister der Knaben.<ref>Der Meinecke-Clan. (PDF) In: Hamburger Abendblatt. 10. Mai 1983, abgerufen am 2. November 2021.</ref> Er brach die Schule 1983 im Alter von 15 Jahren ab, um Berufstennisspieler zu werden.<ref>Tore Meinecke (15) wird Tennisprofi. In: Hamburger Abendblatt. 15. März 1983, abgerufen am 4. September 2021.</ref> In der Tennis-Bundesliga spielte er für den Klipper THC,<ref>Tore Meineckes Abschied von der Tennis-Bundesliga. (PDF) In: Hamburger Abendblatt. 26. Oktober 1983, abgerufen am 12. November 2021.</ref> später für den TC Amberg.<ref>Meinecke zum TC Amberg. In: Hamburger Abendblatt. 11. Oktober 1984, abgerufen am 30. November 2021.</ref> In seinem ersten Jahr als Berufstennisspieler verbesserte sich Meinecke vom 660. auf den 298. Platz der Weltrangliste. 1983 erhielt Meinecke eine Einladung zur Teilnahme am Turnier am Rothenbaum in seiner Heimatstadt Hamburg. Wegen eines Missverständnisses kam er aber zu spät zum Turnierbeginn und wurde gestrichen, Meinecke spielte erst 1986 wieder bei dem Turnier.<ref>Tore Meinecke und ein kleines Wunder. In: Hamburger Abendblatt. 16. September 1986, abgerufen am 9. Mai 2022.</ref> Er erwog zwischenzeitlich, seine Schulausbildung wieder aufzunehmen. Sein Bruder und Trainer Björn Meinecke bezeichnete die Profilaufbahn seines Bruders zunächst als Experiment.<ref>Es bleibt nur die Hoffnung. In: Hamburger Abendblatt. 22. September 1984, abgerufen am 28. November 2021.</ref>

In der Weltrangliste war seine höchste Position der 46. Platz im Mai 1988. Er erreichte in seiner Laufbahn ein Einzelfinale und gewann zwei Doppelturniere. Bei einem Verkehrsunfall am 29. Juni 1989 im französischen Clermont-Ferrand erlitt er Kopfverletzungen, es bestand die Gefahr einer bleibenden Lähmung. Sein Bruder Björn und Ricki Osterthun, die ebenfalls in dem verunglückten Fahrzeug saßen, blieben unverletzt.<ref name=":0">„Ich bin froh, daß ich überhaupt noch lebe“. In: Hamburger Abendblatt. 12. Januar 1990, abgerufen am 12. Oktober 2022.</ref>

Meinecke lag 37 Tage im Koma<ref name=":1">Rückkehr ins normale Leben. In: Hamburger Abendblatt. 13. September 1990, abgerufen am 17. November 2022.</ref> und musste mit 22 Jahren seine Karriere beenden. Rund zwei Monate nach dem Unfall war Meinecke wieder in der Lage, längere Strecken zu Fuß zurückzulegen, hatte aber noch Sprachstörungen. An der Wiederherstellung der körperlichen Leistungsfähigkeit arbeitete er unter anderem mit dem damaligen Masseur des Hamburger SV, Hermann Rieger.<ref>Tore Meinecke kann schon wieder gehen. In: Hamburger Abendblatt. 6. September 1989, abgerufen am 18. August 2022.</ref> Beim Versuch, Monate nach dem Unfall wieder Tennis zu spielen, stellte Meinecke vor allem Schwierigkeiten mit der Koordination, dem Stellungsspiel und der Einschätzung gegnerischer Schläge fest.<ref name=":0" /> Im August 1990 betätigte er sich bei Tennis-Übertragungen des Fernsehsenders Eurosport als Kommentator.<ref name=":1" /> Im Januar 1991 nahm Meinecke als Gastspieler an der Hamburger Tennismeisterschaft teil und bestritt dort sein erstes Wettkampfspiel seit dem Unfall: Meinecke verlor gegen Jörn Renzenbrink 1:6, 2:6.<ref>„Eine Erfahrung, die ich machen mußte“. In: Hamburger Abendblatt. 26. Januar 1991, abgerufen am 29. November 2022.</ref> Fast sechs Jahre nach seinem schweren Verkehrsunfall bewältigte Meinecke beim Hamburg-Marathon die 42,195 Kilometer in fünf Stunden und zehn Minuten.<ref>Tore Meinecke: Sein Wille trieb ihn ins Ziel. In: Hamburger Abendblatt. 2. Mai 1995, abgerufen am 28. August 2023.</ref>

Mit seiner damaligen Verlobten und späteren Ehefrau, der Schweizerin Céline Cohen, die ebenfalls Berufstennisspielerin war,<ref>Jonas Svensson: «Le meilleur atout d’un jeune, c’est la passion». In: Le Temps. 10. Mai 2016, ISSN 1423-3967 (letemps.ch [abgerufen am 12. Oktober 2022]).</ref> zog er nach Genf und übernahm dann 1992 mit ihr die Leitung eines an der Loire bei der französischen Stadt Nantes gelegenen Schlosses (Château de La Colaissière), das von Cohens Vater erworben worden war und zu einer Gaststätte mit angeschlossenen Sportanlagen umgebaut wurde.<ref>Schloßherr Tore Meinecke. In: Hamburger Abendblatt. 29. Januar 1992, abgerufen am 20. Februar 2023.</ref>

Später wurde Meinecke als Tennislehrer in der Schweiz tätig, zusammen mit Jonas Svensson gründete er 2004 in Chavannes-de-Bogis eine Tennisschule.<ref>Notre histoire. In: Joto Tennis. 9. Dezember 2016, abgerufen am 12. Oktober 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Erfolge

Legende
Grand Slam
Super-9-Serie
ATP Tour (2)
ATP Challenger Tour (1)
Siege nach Belag
Hartplatz
Rasen
Sand (1)
Teppich (1)

Einzel

Finalteilnahmen

Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 21. Juni 1987 GriechenlandDatei:Flag of Greece.svg Athen Sand Vorlage:ARG-1861 2:6, 3:6

Doppel

Turniersiege

ATP Tour
Nr. Datum Turnier Belag Doppelpartner Finalgegner Ergebnis
1. 21. Juni 1987 GriechenlandDatei:Flag of Greece.svg Athen Sand Deutschland BundesrepublikDatei:Flag of Germany.svg Ricki Osterthun TschechoslowakeiDatei:Flag of the Czech Republic.svg Jaroslav Navrátil
NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Tom Nijssen
6:2, 3:6, 6:2
2. 14. Februar 1988 NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Rotterdam Teppich Deutschland BundesrepublikDatei:Flag of Germany.svg Patrik Kühnen SchwedenDatei:Flag of Sweden.svg Magnus Gustafsson
Vorlage:ITA-1946
7:6, 7:6
Challenger Tour
Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Ergebnis
1 16. März 1987 AgyptenDatei:Flag of Egypt.svg Kairo Sand FrankreichDatei:Flag of France.svg Loïc Courteau SpanienDatei:Flag of Spain.svg Jordi Arrese
SpanienDatei:Flag of Spain.svg David de Miguel
2:6, 7:6, 6:4

Finalteilnahmen

Nr. Datum Turnier Belag Doppelpartner Finalgegner Ergebnis
1. 21. Juni 1987 Brasilien 1968Datei:Flag of Brazil (1968-1992).svg Guarujá Hartplatz Deutschland BundesrepublikDatei:Flag of Germany.svg Martin Hipp Brasilien 1968Datei:Flag of Brazil (1968-1992).svg Luiz Mattar
Brasilien 1968Datei:Flag of Brazil (1968-1992).svg Cássio Motta
6:7, 1:6

Weblinks

Einzelnachweise

<references /> Vorlage:Hinweisbaustein