Kodiak (Panzer)
| Pionierpanzer AEV3 Kodiak | |
|---|---|
Pionierpanzer AEV3 Kodiak | |
| Allgemeine Eigenschaften | |
| Besatzung | 2 (Fahrer, Kommandant) oder 3 (Fahrer, Kommandant, Pionier) |
| Länge | 10,2 m |
| Breite | 3,54 m |
| Höhe | 2,6 m (ohne MG) |
| Masse | MLC 70 |
| Bewaffnung | |
| Sekundärbewaffnung | 1 × fernb. Waffenstation und Nebelmittelwurfanlage |
| Schutzsysteme | |
| Minenschutzstärke | STANAG 4569 Level IIIb und IVa |
| Beweglichkeit | |
| Antrieb | MTU MB 873 1100 kW |
| Geschwindigkeit | 68 km/h |
| Leistung/Gewicht | PS/t |
| Reichweite | 550 km |
Der Pionierpanzer AEV3 Kodiak (in der Schweizer Armee: Geniepanzer Kodiak) ist ein von der Rheinmetall Landsysteme GmbH und der RUAG Land Systems AG entwickelter Pionierpanzer, der auf dem Fahrgestell des Leopard 2 basiert. Er wird zum Herstellen von Ein- und Ausfahrten sowie Zu- und Abfahrten an Gewässerübergangsstellen, zum Befahrbarmachen des Gewässergrundes sowie zum Anlegen, Beseitigen von Hindernissen und Sperren auf dem Gefechtsfeld, zur Vorbereitung von Stellungen für Kampfpanzer und zur Minenräumung eingesetzt. Er verfügt über eine neu entwickelte fernbedienbare Waffenstation zum Selbstschutz und ist resistent gegen Streumunition, ballistische Projektile, Panzerabwehrminen und Hochleistungs-Mikrowellen-Waffen.
Ausrüstung
- 3-teiliger Knickarmbagger in Mittenanordnung
- Räum- und Stützschild mit Schnitt- und Neigungswinkelverstellung
- 2 × 9-t-Spillwinde (Mehrfachzug bis 62 t, Seillänge 200 m)
- Umrüstsatz Minendurchbruch
- über eine Schnellwechseleinrichtung kann zusätzliches pionierspezifisches und handelsübliches Werkzeug angebracht werden (z. B. Universalgreifer, Betonzertrümmerer, Bohrschnecke, Wurzelfräse)
- Hilfsaggregat zur Erzeugung von 4,2 Kilowatt elektrischer Leistung
- 6 Kameras an Ausleger, Räumschild und an Front- und Heckseite
Bewaffnung
Als Bewaffnung zum Selbstschutz dient eine fernbedienbare Waffenstation, die mit verschiedenen Waffen ausgerüstet werden kann. Außerdem verfügt der Kodiak über eine Nebelmittelwurfanlage.
Nutzerstaaten
- Datei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Schweiz – Die Schweizer Armee war der Erstkunde für den AEV 3 Kodiak, das Fahrzeug, das ursprünglich für den Schweizer Bedarf entwickelt wurde. Der Auftrag für 12 Exemplare wurde am 9. Januar 2007 erteilt, der Wert belief sich auf 95 Millionen Schweizer Franken (76 Millionen US-Dollar). Bis Ende 2011 wurde das letzte Exemplar ausgeliefert und die Fahrzeuge werden vom Panzersappeurbataillon 11 der Schweizer Armee genutzt.<ref>Swiss Army gets Kodiak Armored Engineer Vehicle. In: defense-update.com. 9. Januar 2007, abgerufen am 7. Februar 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- Datei:Flag of Sweden.svg Schweden – Schweden hat im Jahr 2005 offiziell die Anforderung zur Beschaffung von sechs AEV 3 S (S – schwedisch) mit der lokalen Bezeichnung Ingenjörbandvagn 120 gestartet. Im Januar 2008 wurde gemeinsam mit den Niederlanden ein Beschaffungsvertrag im Wert von rund 100 Mio. € für insgesamt 14 Pionierpanzer geschlossen. Die Auslieferung der 6 Fahrzeuge für Schweden aus diesem Vertrag erfolgte in den Jahren 2011 und 2012.<ref>Rheinmetall übergibt ersten Pionierpanzer Kodiak an Schweden. Rheinmetall Defence – Presseportal, 21. November 2011, abgerufen am 14. Mai 2021.</ref>
- Datei:Flag of the Netherlands.svg Niederlande – Die Niederlande schlossen sich 2006 dem schwedischen Programm für ein gepanzertes technisches Fahrzeug an und bestellte gemeinsam mit Schweden im Januar 2008 14 Pionierpanzer. Die zehn AEV 3 Kodiak, die für die Niederlande bestimmt waren, wurden zwischen 2011 und 2012 ausgeliefert.
- Datei:Flag of Singapore.svg Singapur – Singapur bestellte insgesamt vierzehn AEV 3 Kodiak (lokale Bezeichnung L2-AEV) zur Lieferung zwischen 2014 und 2015. Die Fahrzeuge werden durch das 38th Battalion, Singapore Combat Engineers (38 SCE) eingesetzt.
- Datei:Flag of Germany.svg Deutschland – Die Bundeswehr wird 44 PiPz 3 Kodiak als Nachfolger des PiPz 2 Dachs beschaffen, für einen Vertragspreis von 295 Millionen Euro. Die Auslieferung war ab 2026 geplant.<ref>Gepanzerte Pioniermaschine – Beschaffung des Pionierpanzer 3 Kodiak gebilligt. In: S&T – Soldat & Technik. 14. April 2021, abgerufen am 11. Dezember 2023.</ref><ref>Neue Pionierpanzer für die Bundeswehr: Kodiak folgt auf Dachs. Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr, Koblenz, 12. Mai 2021, abgerufen am 12. Mai 2021.</ref>
Literatur
- Peter Blume: Panzerpioniere der Bundeswehr. Fahrzeug Profile – Band 18, Unitec Medienvertrieb (2001)
Weblinks
- Pionierpanzer KODIAK auf der Webseite von Rheinmetall
Einzelnachweise
<references />
<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang
| Kampfpanzer: | ||
| Spähpanzer: |
M41 Walker Bulldog • Schützenpanzer kurz, Hotchkiss • Radaraufklärungspanzer 91-2 | |
| Jagdpanzer: |
Raketenjagdpanzer 1, HS30 • Kanonenjagdpanzer • Raketenjagdpanzer 2 • Jaguar 1 • Jaguar 2 | |
| Schützenpanzer: | ||
| Transporter: | ||
| Waffenträger: |
M113 Panzermörser 120 mm • Wiesel 1 • Wiesel 2 • Wiesel 2 Ozelot | |
| Rohrartillerie: |
M7 B2 Priest • M44 • M52 • M55 • M107 Selbstfahr-Haubitze • M109 • M110 Selbstfahr-Haubitze • Panzerhaubitze 2000 | |
| Raketenartillerie: | ||
| Flugabwehrpanzer: |
M16 • M42 A1 Duster • Gepard • Roland | |
| Pionierfahrzeuge: |
Brückenlegepanzer M48 • Räumpanzer M48 • Pionierpanzer 1 • Biber • Skorpion • Dachs • Keiler • Leguan • Kodiak | |
| Bergepanzer: |
M74 • M88 • Bergepanzer 2 • Büffel | |
| Kettenzugmaschinen: | ||
| Prototypen und Versuchsmuster: |
TÜR • Kampfpanzer 70 • VTS1 • VT1 • SP I.C. • GPM • Marder 2 • Panzerhaubitze 70 • Panzerschnellbrücke 2 • NGP • PUMA • Begleitpanzer 57 AIFSV • Panzerkampfwagen 2000 • Versuchsträger Gesamtschutz • Spähpanzer Ru 251 • Europanzer |