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Akihito

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Datei:Emperor Akihito cropped 2 Barack Obama Emperor Akihito and Empress Michiko 20140424 1.jpg
Kaiser Akihito (2014)
Datei:Emperor Akihito and Empress Michiko (2016).jpg
Kaiser Akihito und Kaiserin Michiko (2016)

Akihito ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); * 23. Dezember 1933<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Royalty – Porträt: Kaiser Akihito (Memento vom 25. Juni 2010 im Internet Archive), ndr.de, 6. Januar 2008.</ref> in Tokio) ist emeritierter Tennō ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), jōkō heika; englisch „Emperor Emeritus“<ref>Emperor Akihito to Be Called Emperor Emeritus after Abdication. In: nippon.com. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 21. März 2019; abgerufen am 30. April 2019.</ref>). Er bestieg am 7. Januar 1989 den japanischen Chrysanthementhron, wurde am 12. November 1990 offiziell zum 125. Kaiser von Japan ausgerufen und dankte am 30. April 2019 ab. Seine Regierungsdevise trug den Namen Heisei ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), „Frieden überall“).

Biografie

Akihito ist das fünfte Kind und der älteste Sohn von Kaiser Hirohito (1901–1989) und Kaiserin Kōjun (1903–2000). Sein voller Name in der Kindheit lautete Tsugu-no-miya Akihito und sein Adelstitel war Prinz Tsugu ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Tsugu no Miya). Während der Bombardierungen Tokios durch die US-Amerikaner wurden Akihito und sein Bruder Prinz Masahito evakuiert. Eine US-amerikanische Privatlehrerin, Elizabeth Gray Vining (1902–1999), brachte dem Prinzen während der Besatzungszeit die englische Sprache und westliche Kultur näher.<ref>Elizabeth Gray Vining, Japan’s royal tutor, died on November 27th, aged 97, economist.com, 9. Dezember 1999.</ref> 1952 wurde er offiziell zum Kronprinzen und Erben des Chrysanthementhrons ernannt, wenngleich dieser Werdegang bereits bei seiner Geburt festgelegt war. 1953 vertrat der Kronprinz bei der Krönung der britischen Königin Elisabeth II. das japanische Kaiserhaus. Akihito ist der erste japanische Kaiser, der studiert hat, wenngleich er keinen akademischen Abschluss erlangte. Neben Volkswirtschaftslehre und Politikwissenschaft befasste er sich an der Gakushūin-Universität im Fachbereich Meeresbiologie mit dem Spezialgebiet Ichthyologie. Er klassifizierte Süßwasserfische und veröffentlichte ab 1967 international anerkannte wissenschaftliche Arbeiten über Grundelartige – speziell Grundeln, von denen eine Art (Exyrias akihito) seit 2005 nach ihm benannt ist.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/kurier.atKaiser von Japan: Der älteste Monarch der Welt (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juni 2020. Suche im Internet Archive ), kurier.at, 17. März 2011.</ref><ref>Life in a goldfish bowl, timesonline.co.uk, 24. Mai 2007</ref><ref>Exyrias akihito auf fishbase.org (englisch), abgerufen am 17. Juni 2014.</ref><ref>Hideo Mohri, Imperial Biologists: The Imperial Family of Japan and Their Contributions to Biological Research, Springer 2019</ref> Seit 2007 trägt zusätzlich eine Gattung der Lippenzahngrundeln seinen Namen.<ref>Akihito vanuatu auf fishbase.org (englisch), abgerufen am 17. Juni 2014.</ref>

Akihito zeichnet sich persönlich durch große Zurückhaltung und ein sehr bescheidenes Auftreten aus. Er ist seit dem 10. April 1959 verheiratet mit Kaiserin Michiko (geb. Michiko Shōda), einer Bürgerlichen. Die Vermählung des damaligen Kronprinzen mit der christlich erzogenen Tochter eines wohlhabenden japanischen Geschäftsmannes war ein Bruch mit einer bis in vorgeschichtliche Zeit zurückreichenden Tradition, nach der die Hauptfrau des Kaisers nur aus dem Erbadel (Kazoku) stammen durfte.

Am 8. August 2016 wandte sich Akihito in einer Fernsehansprache an die japanische Bevölkerung. Er äußerte sich besorgt über seinen Gesundheitszustand und teilte seine persönliche Meinung über die Art und Weise, wie ein Kaiser seine Pflichten auszuüben habe, mit. Er sei der Meinung, dass, wenn ein Kaiser aus verschiedenen Gründen nicht in der Lage sei, seine Aufgaben zu erfüllen, „die Gesellschaft zum Stillstand kommen“ könne und „das Leben vieler Menschen in verschiedener Weise beeinflusst“ werde.<ref>Kaiserliches Hofamt: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (japanisch), abgerufen am 8. August 2016</ref> Er reagierte mit dieser Ansprache auf einige Mitte Juli 2016 erschienenen Berichte, nach denen er erwäge, „in den nächsten Jahren“ abzudanken. Für eine solche Abdankung war eine Änderung des Gesetzes über den kaiserlichen Haushalt notwendig, da diese nicht vorgesehen war und zuletzt 1817 durch Kaiser Kōkaku erfolgte. Da es dem Kaiser nicht gestattet ist, sich in politische Angelegenheiten einzumischen, konnte er sich bei der Ansprache nicht direkt zu einer möglichen Abdankung äußern.<ref>Kaiser Akihito will offenbar abdanken. Spiegel online, 13. Juli 2016</ref> Die Regierung beauftragte daraufhin im September 2016 ein Gremium bestehend aus 16 Experten mit der Aufgabe, ihr bis zum Frühjahr 2017 eine Vorlage für die Gesetzesänderung vorzulegen.<ref>Kyodo News: Era name for new Emperor may be announced ahead of accession: sources. In: The Japan Times. Abgerufen am 11. Januar 2017.</ref> Am 21. April 2017 reichte das Gremium seine Vorlage bei der Regierung ein, welche darauf basierend einen Gesetzesentwurf formulierte, der Akihito eine Abdankung gestattet. Dabei schlug das Gremium unter anderem vor, dass Akihito nach seiner Abdankung den Titel Jōkō ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), dt. „ehemaliger Kaiser“) tragen solle.<ref>www.kantei.go.jp – {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (japanisch), abgerufen am 21. April 2017</ref> Am 19. Mai 2017 legte die Regierung den Gesetzesentwurf dem Kokkai vor.<ref>Kyodo News: Cabinet greenlights abdication bill. In: The Japan Times. Abgerufen am 19. Mai 2017.</ref> Am 9. Juni wurde das Gesetz verabschiedet.<ref>Reiji Yoshida: Diet enacts one-time law to allow Emperor Akihito to abdicate. In: The Japan Times. 9. Juni 2017, abgerufen am 9. Juni 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Am 1. Dezember 2017 einigte sich der „Kaiserliche Rat“ ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), unter anderem bestehend aus Premierminister Shinzō Abe, den Präsidenten der beiden Kammern des Parlaments Tadamori Ōshima und Chūichi Date sowie Akihitos jüngerem Bruder Prinz Masahito von Hitachi und dessen Gattin Prinzessin Hanako von Hitachi, auf eine Abdankung am 30. April 2019 und gab diese Empfehlung an die Regierung weiter, welche sich dieser kurz darauf anschloss. Sie gab daraufhin am 8. Dezember 2017 offiziell per Kabinettsbeschluss bekannt, dass Akihito am genannten Tag abdanken und Kronprinz Naruhito am folgenden den Chrysanthementhron besteigen werde.<ref>{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 8. Dezember 2017; abgerufen am 8. Dezember 2017.</ref> Zuvor waren von der Presse und von Politikern auch der 31. Dezember 2018 sowie der 31. März 2019 als mögliche Termine vorgeschlagen worden, die man laut Chefkabinettssekretär Yoshihide Suga jedoch aufgrund des Zeitplans des Kaiserhauses um Neujahr und geplanten Kommunalwahlen im April 2019 ablehnte.<ref>Emperor Akihito to abdicate on April 30, 2019. In: The Mainichi. Abgerufen am 1. Dezember 2017.</ref>

Am 30. April 2019 dankte Akihito im Rahmen einer Zeremonie ab. Seine Regierungszeit endete offiziell um 24 Uhr Ortszeit.

Nachkommen

Datei:Crown Prince Akihito and Crown Princess Michiko with three children; Prince Naruhito, Prince Fumihito and Princess Sayako. (September 1969).jpg
Das damalige Kronprinzenpaar mit seinen Kindern im September 1969

Das ehemalige Kaiserpaar hat drei Kinder:

  • Kaiser Naruhito (* 23. Februar 1960)
  • Fumihito (Prinz Akishino) (* 30. November 1965)
  • Sayako (* 18. April 1969; ehemals Prinzessin Nori), die nach der Heirat mit einem Bürgerlichen Mitte November 2005 offiziell aus der kaiserlichen Familie ausgeschieden ist.

Außerdem haben sie vier Enkelkinder:

  • Mako (* 23. Oktober 1991) – Tochter von Prinz Akishino und Prinzessin Kiko
  • Kako (* 29. Dezember 1994) – Tochter von Prinz Akishino und Prinzessin Kiko
  • Aiko (* 1. Dezember 2001) – Tochter von Kaiser Naruhito und Kaiserin Masako
  • Hisahito (* 6. September 2006) – Sohn von Prinz Akishino und Prinzessin Kiko

Nach der derzeitigen Thronfolgeregelung kann nur ein Mann den Kaiserthron besteigen. Da das einzige Kind des Kaiserpaares Naruhito und Masako eine Tochter ist und bis zum 6. September 2006 auch alle anderen Angehörigen der Enkel-Generation im Kaiserhaus weiblichen Geschlechts waren, wurde in der Politik intensiv über eine Gesetzesänderung zugunsten weiblicher Thronfolger diskutiert. Nach der Geburt von Prinz Hisahito wurden diesbezügliche Pläne jedoch von der Regierung unter Premierminister Jun’ichirō Koizumi wieder aufgegeben. Generell steht die konservative Liberaldemokratische Partei solchen Plänen kritisch gegenüber.

Status

Datei:Emperor of Japan Birthday Akihito 2017.png
Der Chōwaden-Palast am 84. Geburtstag von Kaiser Akihito (23. Dezember 2017)

Im Gegensatz zu den japanischen Kaisern vor ihm, einschließlich seines Vaters Hirohito bis zur Kapitulation Japans 1945, hatte Akihito offiziell nicht mehr den gottähnlichen Status eines himmlischen Herrschers und Nachfahren der Sonnengöttin Amaterasu inne, sondern galt – laut Verfassung – als einendes Staatssymbol Japans. Da Japan eine parlamentarische Monarchie ist, kam Akihito keine Regierungsgewalt zu – formalrechtlich war er nicht einmal das Staatsoberhaupt. Als Tennō hatte er jedoch sowohl eine de facto politische als auch eine religiöse Funktion im Shintoismus.

Ein japanischer Kaiser wird sowohl von Familienmitgliedern als auch vom japanischen Volk nicht bei seinem Eigennamen genannt. Stattdessen verweist man auf ihn respektvoll als tennō heika ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), wörtlich: „Seine Majestät, der himmlische Souverän“) oder kinjō heika ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), wörtlich: „Seine derzeitige Majestät“) oder einfach als tennō. Diese Titulaturen galten auch während der Regierungszeit Akihitos. Seit seiner Abdankung am 30. April 2019 trägt Akihito den Titel jōkō heika ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), offiziell als „emeritierter Kaiser“ übersetzt. Nach seinem Tod wird er gemäß der Devise seiner Regierungszeit als Heisei-tennō ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) bezeichnet werden.

Akihito genießt in der japanischen Bevölkerung mehrheitlich ein hohes Ansehen bis hin zu tiefer Verehrung, auch wenn er und seine Familie ein vom strengen Hofzeremoniell bestimmtes, zurückgezogenes Leben führen.<ref>„Wenn der Kaiser Husten hat, leidet ganz Japan“, welt.de, 26. Juli 2007.</ref> Zu seinen Zeiten als Kaiser wendete er sich gewöhnlich nur zweimal im Jahr – an seinem Geburtstag am 23. Dezember und zum Neuen Jahr am 2. Januar – in einer Ansprache an die Bevölkerung.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kaiser Akihito wünscht Japanern bessere Zeiten (Memento vom 12. Januar 2012 im Internet Archive), bazonline.ch, 2. Januar 2009.</ref> Die kaiserliche Familie findet sich dazu auf dem Balkon des Chōwaden-Palastes innerhalb des kaiserlichen Palastes in Tokio hinter einer Panzerglasscheibe ein und wird von Zehntausenden von Bürgern mit japanischen Fähnchen auf dem davor gelegenen Kyūden-Tōtei-Platz bejubelt.<ref>Tausende grüssen Japans Kaiser Akihito zum 75. Geburtstag, tagesanzeiger.ch, 23. Dezember 2008</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Tenno Akihito: Wenn der Kaiser Kummer hat (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive), diepresse.com, 28. Dezember 2008.</ref><ref>{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) abgerufen am 19. Mai 2017</ref> Der Geburtstag des Kaisers ist der japanische Nationalfeiertag und damit ein gesetzlicher Feiertag.

Zuständig für den Kaiser und seine Familie ist das dem japanischen Kabinett unterstellte Kaiserliche Hofamt.

Bedeutende Auftritte (Auswahl)

Privates

Seine noch lebenden Geschwister sind Atsuko Ikeda (* 1931), Masahito von Hitachi (* 1935) und Takako Shimazu (* 1939).

Bildergalerie

Literatur

  • S. Noma (Hrsg.): Akihito, Emperor. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993. ISBN 4-06-205938-X, S. 28.
  • Wieland Wagner: Das Erbe des Tennos – Die geheimnisvollste Monarchie der Welt und das Ringen um Japans Zukunft. Deutsche Verlags-Anstalt, München 2023, ISBN 978-3-421-07009-8.

Weblinks

Commons: Akihito – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen

<references />

VorgängerAmtNachfolger
Hirohito (Shōwa)Kaiser von Japan
1989–2019
Naruhito (Reiwa)

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