Oberelsungen
Oberelsungen Stadt Zierenberg
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|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1201)&title=Oberelsungen 51° 23′ N, 9° 14′ O
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dim=10000 | globe= | name=Oberelsungen | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 288 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 11,57 km²<ref name="lagis" /> | |||||
| Einwohner: | 1201 (30. Juni 2021)<ref name="DF">Einwohnerzahlen der Stadtteile. In: Webauftritt. Stadt Zierenberg, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. Oktober 2018.; Bürgerinformationsbroschüre. In: Webauftritt. Stadt Zierenberg, abgerufen im Januar 2024.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 104 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Februar 1971 | |||||
| Postleitzahl: | 34289 | |||||
| Vorwahl: | 05606 | |||||
Oberelsungen ist der nach der Kernstadt einwohnerstärkste Stadtteil von Zierenberg im nordhessischen Landkreis Kassel.
Geografie
Oberelsungen liegt am Oberlauf der Duse, einem kleinen südöstlichen Zufluss der Erpe, knapp 19 km (Luftlinie) westnordwestlich von Kassel im Naturpark Habichtswald am Westfuß der Berge Kleiner Gudenberg (531 m) und Großer Gudenberg (569 m), die nördliche Ausläufer des 601 m hohen Großen Bärenbergs sind. Es liegt circa 25 km westlich von Kassel an der Bahnstrecke zwischen Kassel-Wolfhagen-Korbach. Nördlich von Oberelsungen verläuft die Bundesautobahn 44 mit dem Rasthof Bühleck.
Unweit des Dorfs befindet sich der Golfplatz Escheberg.
Geschichte
Ortsgeschichte
Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Oberelsungen erfolgte unter dem Namen Elisungun in den Aufzeichnungen – Breviarium Sancti Lulli – des Reichsklosters Hersfeld und wird in die Zeit 775–786 datiert.<ref name="lagis" /> (Auch der Nachbarort Niederelsungen, ein Stadtteil der Stadt Wolfhagen, ist mit dieser Nennung in Verbindung zu bringen.)
Am 3. April 1945 erreichte die Battery B des 881st Field Artillery Regiments der US Army Oberelsungen.<ref>Haag, Walter (1984). „History of Battery B-881st Field Artillery“. In: Fighting 69th Infantry Division Association. Volume 38. Number 1. September/October/November/December 1984. S. 15. Abgerufen am 4. August 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Hessische Gebietsreform (1970–1977)
Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Oberelsungen am 1. Februar 1971 auf freiwilliger Basis in die Stadt Zierenberg eingemeindet.<ref>Gemeindegebietsreform: Zusammenschlüssen und Eingliederungen von Gemeinden vom 20. Januar 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1971 Nr. 6, S. 248, Abs. 2 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 6,2 MB]).</ref><ref></ref> Für Oberelsungen wurde ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung eingerichtet.<ref>Hauptsatzung. (PDF; 1,6 MB) § 6. In: Webauftritt. Stadt Zierenberg, abgerufen im September 2020.</ref>
Verwaltungsgeschichte im Überblick
Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten, in denen Oberelsungen lag:<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>
- vor 1567: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen, Amt Zierenberg
- ab 1567: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen-Kassel, Amt Zierenberg
- ab 1806: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Amt Zierenberg
- 1807–1813: Königreich Westphalen, Departement der Fulda, Distrikt Kassel, Kanton Zierenberg
- ab 1815: Kurfürstentum Hessen, Amt Zierenberg<ref name="KHK1818" />
- ab 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Wolfhagen<ref>Verordnung vom 30sten August 1821, die neue Gebiets-Eintheilung betreffend, Anlage: Übersicht der neuen Abtheilung des Kurfürstenthums Hessen nach Provinzen, Kreisen und Gerichtsbezirken. Sammlung von Gesetzen etc. für die kurhessischen Staaten. Jahr 1821 – Nr. XV. – August. (kurhess GS 1821) S. 71.</ref>
- ab 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Kassel
- ab 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Wolfhagen
- ab 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Wolfhagen
- ab 1871: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Wolfhagen
- ab 1918: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Wolfhagen
- ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Kurhessen, Landkreis Wolfhagen
- ab 1945: Amerikanische Besatzungszone, Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Wolfhagen
- ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen (seit 1946), Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Wolfhagen
- ab 1972: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Kassel
Bevölkerung
Einwohnerstruktur 2011
Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Oberelsungen 1248 Einwohner. Darunter waren 12 (1,0 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 198 Einwohner unter 18 Jahren, 485 zwischen 18 und 49, 318 zwischen 50 und 64 und 264 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 516 Haushalten. Davon waren 117 Singlehaushalte, 165 Paare ohne Kinder und 186 Paare mit Kindern, sowie 42 Alleinerziehende und 6 Wohngemeinschaften. In 90 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 339 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />
Einwohnerentwicklung
Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />
- 1585: 80 Haushaltungen
- 1747: 95 Haushaltungen
| Oberelsungen: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2021 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1834 | 702 | |||
| 1840 | 734 | |||
| 1846 | 780 | |||
| 1852 | 718 | |||
| 1858 | 689 | |||
| 1864 | 746 | |||
| 1871 | 671 | |||
| 1875 | 664 | |||
| 1885 | 688 | |||
| 1895 | 666 | |||
| 1905 | 699 | |||
| 1910 | 718 | |||
| 1925 | 767 | |||
| 1939 | 733 | |||
| 1946 | 1.131 | |||
| 1950 | 1.177 | |||
| 1956 | 1.044 | |||
| 1961 | 971 | |||
| 1967 | 988 | |||
| 1970 | 1.072 | |||
| 1980 | ? | |||
| 1990 | ? | |||
| 2000 | ? | |||
| 2011 | 1.248 | |||
| 2015 | 1.255 | |||
| 2021 | 1.201 | |||
| Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: Die Bevölkerung der Gemeinden 1834 bis 1967. Wiesbaden: Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. Weitere Quellen: bis 1970<ref name="lagis" />; Stadt Zierenberg<ref name="DF" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" /> | ||||
Religion
1594 wird eine Kirche erwähnt; ein Vorgängerbau befand sich vermutlich an der höchsten Stelle des Kirchplatzes. 1640 brannte sie nach einem Blitzeinschlag vollkommen nieder. 1661 wurde der Kirchturm errichtet. Nachdem diese Kirche für die steigende Bevölkerungszahl zu klein und zudem baufällig geworden war, wurde sie abgerissen. Am 18. Juni 1798 wurde mit dem Bau der heutigen Kirche begonnen, die im Jahr 1799 fertiggestellt wurde.<ref>Kirchspiel Oberelsungen mit den Kirchengemeinden Oberelsungen und Niederelsungen. Abgerufen im Mai 2019.</ref>
Historische Religionszugehörigkeit
- Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />
| • 1834: | 686 evangelische (= 99,71 %), zwei katholische (= 0,29 %) Einwohner |
| • 1961: | 876 evangelische (= 90,22 %), 85 katholische (= 8,75 %) Einwohner |
Regelmäßige Veranstaltungen
Am ersten vollen Juliwochenende jedes Jahres findet die Kirmes „Salatkirmes“ statt.
Osterfeuer am Karsamstag
Infrastruktur
- In Oberelsungen gibt es eine Mehrzweckhalle (Turnraum mit Bühne, Küche, Jugendraum und Kegelbahn).
- Kindergarten „Abenteuerland“ (circa 30 Kinder in zwei Gruppen)
- 2013 wurde die „Bärenberg“-Grundschule geschlossen. Die Oberelsunger Grundschüler gehen seitdem in der Kernstadt Zierenberg in die Grundschule.
- Seit Anfang 2020 gibt es wieder einen Lebensmittelladen.
Weblinks
- Kernstadt und Stadtteile. In: Webauftritt der Stadt Zierenberg.
- Oberelsungen, Landkreis Kassel. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
- Vorlage:HessBib
Einzelnachweise
<references> <ref name="lagis">Oberelsungen, Landkreis Kassel. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 5. Mai 2021). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="KHK1818"> Kur-Hessischer Staats- und Adress-Kalender: 1818. Verlag d. Waisenhauses, Kassel 1818, S. 69 f. (MDZ Digitalisat). </ref> <ref name="Z2011E">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 30 und 86, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020. </ref> </references>
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