Gelber Hohlzahn
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| Gelber Hohlzahn | ||||||||||||
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| Datei:Galeopsis segetum 001.JPG
Gelber Hohlzahn (Galeopsis segetum) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Galeopsis segetum | ||||||||||||
| Neck. |
Der Gelbe Hohlzahn oder Saat-Hohlzahn (Galeopsis segetum), auch Gelbe Hanfnessel oder Ockergelber Hohlzahn<ref>Heilpflanzen Datenbank nach Madaus. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2025. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref> genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Hohlzahn (Galeopsis) innerhalb der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae).
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Es handelt sich um einjährige krautige Pflanzen, die Wuchshöhen von 10 bis 50 cm erreichen. Die Stängelknoten sind bei dieser Art höchstens sehr wenig verdickt. Beim Bunten Hohlzahn sind die Stängelknoten deutlich verdickt und borstig behaart. Die Laubblätter des Gelben Hohlzahns stehen kreuzgegenständig am behaarten und vierkantigen Stängel. Sie sind eiförmig-lanzettlich mit grob gezähntem Blattrand. Sie sind gestielt, ihre Stiele sind 5 bis 15 Millimeter lang.<ref name="HegiGams1964" /> Die Blattspreite ist etwa 2 bis 4 Zentimeter lang und 5 bis 25 Millimeter breit. Sie ist am Grund keilförmig.<ref name="HegiGams1964" />
Generative Merkmale
Den Blütenstand bilden 1 bis 4 übereinander stehende Scheinquirle.<ref name="HegiGams1964" /> Jeder Scheinquirl ist nur 4- bis 8-blütig.<ref name="HegiGams1964" /> Die zwittrigen Blüten sind zygomorph mit doppelter Blütenhülle. Der Kelch ist röhrig-glockig und ziemlich dicht mit angedrückten Seidenhaaren und abstehenden Drüsenhaaren besetzt.<ref name="HegiGams1964" /> Die Kelchröhre ist 6 bis 7 Millimeter lang, die Kelchzähne sind 3 Millimeter lang.<ref name="HegiGams1964" /> Die 2,5 bis 3 Zentimeter langen Blütenkronen sind blassgelb bis weißlich, oft mit einem gelben Schlund und manchmal mit kleinen purpurnen Schlundflecken. Jedoch ist nie die gesamte Unterlippe violett, wie dies manchmal beim ähnlichen Bunten Hohlzahn der Fall ist. Genau wie die oberen Laubblätter sind die Blüten flaumig und drüsig behaart. Die Oberlippe ist 6 Millimeter lang, die herabgeschlagene Unterlippe ist 8 bis 10 Millimeter lang. Die Unterlippe ist an den Lappen gezähnelt.<ref name="HegiGams1964" /> Die Klausen sind 2 Millimeter lang, braun und glatt.<ref name="HegiGams1964" /> Die Blütezeit reicht in Deutschland von Juli bis August (bis Oktober?).
Farbvariationen
Es gibt auch eine rotblühende Form des Gelben Hohlzahns, die vermutlich meist mit dem Breitblättrigen Hohlzahn (Galeopsis ladanum) verwechselt wird. Beim Gelben Hohlzahn sind die Blüten 25–30 Millimeter lang, beim Breitblättrigen Hohlzahn sind sie kleiner und nur 10–20 Millimeter lang.<ref name="Oberdorfer2001" />
Chromosomenzahl
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 16.<ref name="Oberdorfer2001" />
Verbreitung
Der Gelbe Hohlzahn kommt ursprünglich im westlichen Europa und im südlichen Mitteleuropa vor.<ref name="WCSP" /> Man kennt Fundangaben aus den Ländern Spanien, Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Deutschland, Dänemark, der Schweiz, Italien, dem früheren Jugoslawien und Griechenland. In Großbritannien, Österreich, Ungarn, in der früheren Tschechoslowakei und in Rumänien kommt die Art nur eingeschleppt vor.<ref name="POWO" />
Er wächst gerne auf nährstoffärmeren Böden wie Sand, Kies oder Schotter an Weg- oder Feldrändern oder in lichtem Gebüsch. Auf kalkhaltigen Böden kommt er nicht vor. Er gilt in Mitteleuropa als Charakterart kalkarmer Schuttflurgesellschaften (Galeopsietum segetum). Er steigt im Kanton Wallis bis etwa 1600 Meter Meereshöhe auf.<ref name="HegiGams1964" />
Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 3 (mäßig feucht), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 2 (sauer), Temperaturzahl T = 4 (kollin), Nährstoffzahl N = 3 (mäßig nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 2 (subozeanisch).<ref name="InfoFlora" />
Nutzung als Heilpflanze
Wegen der im Gelben Hohlzahn enthaltenen Gerbstoffe und Saponine wurde ein Tee aus den oberirdischen Pflanzenteilen schleimlösend früher manchmal als Hustenmittel angewendet. Als Heilpflanze hat er heute aber nur noch historische Bedeutung.<ref name="HegiGams1964" />
Gefährdung und Schutzmaßnahmen
Aufgrund nicht bekannter Bestandszahlen und Gefährdungsmerkmale dieser Art wird sie von der IUCN in der Kategorie Data Deficient (ungenügende Datenlage) geführt.<ref> [[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:IUCN“ ist nicht vorhanden.] in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2013.2. Eingestellt von: S. Khela, 2013. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref>
Taxonomie
Der Gelbe Hohlzahn wurde 1770 von Noël Martin Joseph de Necker in Historia et Commentationes Academiae Electoralis Scientiarum et Elegantiorum Litterarum Theodoro-Palatinae, Mannheim, Band 2, S. 474 als Galeopsis segetum erstbeschrieben. Synonyme sind Galeopsis dubia <templatestyles src="Person/styles.css" />Leers, Galeopsis ochroleuca <templatestyles src="Person/styles.css" />Lam., Galeopsis grandiflora <templatestyles src="Person/styles.css" />Roth, Galeopsis villosa <templatestyles src="Person/styles.css" />Huds. und Galeopsis tetrahit var. cannabina <templatestyles src="Person/styles.css" />L.<ref name="POWO" />
Literatur
- Henning Haeupler, Thomas Muer: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands (= Die Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Band 2). Herausgegeben vom Bundesamt für Naturschutz. Ulmer, Stuttgart 2000, ISBN 3-8001-3364-4.
- Wolfgang Adler, Karl Oswald, Raimund Fischer: Exkursionsflora von Österreich. Hrsg.: Manfred A. Fischer. Ulmer, Stuttgart/Wien 1994, ISBN 3-8001-3461-6.
- August Binz, Christian Heitz: Schul- und Exkursionsflora für die Schweiz, Schwabe & Co. AG, Basel, 1986, ISBN 3-7965-0832-4
- Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora, Ulmer Verlag, Stuttgart, 1990, ISBN 3-8001-3454-3
- Christian August Friedrich Garcke: Illustrierte Flora, 1972, Verlag Paul Parey, ISBN 3-489-68034-0
- Ingrid und Peter Schönfelder: Das neue Handbuch der Heilpflanzen, Franckh-Kosmos Verlagsgesellschaft, 2011, ISBN 3-440-09387-5
Einzelnachweise
<references> <ref name="Oberdorfer2001"> </ref> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> <ref name="HegiGams1964">Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 1. Auflage, unveränderter Textnachdruck Band V, Teil 4. Verlag Carl Hanser, München 1964. S. 2462–2463.</ref> <ref name="InfoFlora"> Galeopsis segetum Neck. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> <ref name="POWO">Datenblatt Galeopsis segetum bei POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science.</ref> </references>
Weblinks
- Galeopsis segetum Neck., Gelber Hohlzahn. auf FloraWeb.deVorlage:Abrufdatum
- Gelber Hohlzahn. In: BiolFlor, der Datenbank biologisch-ökologischer Merkmale der Flora von Deutschland.
- Verbreitung in den Niederlanden [1] (niederl.)
- Thomas Meyer: Hohlzahn Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei Flora-de: Flora von Deutschland (alter Name der Webseite: Blumen in Schwaben)