Ulrich Giezendanner
Ulrich Giezendanner (* 31. Oktober 1953 in Rothrist; heimatberechtigt in Rothrist und Wattwil) ist ein Schweizer Transportunternehmer und ehemaliger Politiker (SVP).
Leben
Giezendanner ist der Sohn des Ostschweizers Johann Ulrich Giezendanner aus Wattwil, welcher sich in Rothrist niederliess, und eine Fuhrhalterei und Kohlenhandlung an der Bernstrasse (Nr. 181) betrieb<ref>Giezendanner Transport AG: FIRMENVIDEO GIEZENDANNER TRANSPORT AG auf YouTube, 18. August 2018, abgerufen am 25. Februar 2024 (Laufzeit: 10:14 min).</ref><ref>Firma Giezendanner, HR 1937
https://www.e-periodica.ch/digbib/view?pid=sha-001%3A1937%3A55%3A%3A1145#1145</ref>. Die Mutter, eine geborene Rüegger, stammte aus dem Dorf. Giezendanner wuchs ebenda mit einer Schwester auf.
1972 übernahm Giezendanner die Transportunternehmung von seinen Eltern. 1976 wurde die Gesellschaft Ulrich Giezendanner & Cie. durch Sacheinlagen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt<ref>Gründung der AG
https://www.e-periodica.ch/digbib/view?pid=sha-001%3A1976%3A94%3A%3A330#330</ref>, welche bis heute besteht. Er zog sich 2017 aus der Geschäftsleitung zurück, welche nun seinem jüngeren Sohn Benjamin, unterliegt. Er verbleibt als Verwaltungsrat in sämtlichen<ref>DV Bern AG: Mittelland Transport AG. Abgerufen am 4. Januar 2023.</ref> Giezendanner Unternehmungen<ref>DV Bern AG: Giezendanner Transport AG. Abgerufen am 4. Januar 2023.</ref><ref>DV Bern AG: Rollbeton Giezendanner AG. Abgerufen am 4. Januar 2023.</ref><ref>DV Bern AG: RTW - Recycling Transport AG. Abgerufen am 4. Januar 2023.</ref> erhalten.
Zusätzlich ist er Vizepräsident des Verwaltungsrates der KPT (Krankenversicherung) in Bern.<ref>Der Verwaltungsrat – KPT. Abgerufen am 4. Januar 2023.</ref><ref>DV Bern AG: KPT Holding AG. Abgerufen am 4. Januar 2023.</ref>
Politik
Von März 1989 bis November 1991 war er im Grossen Rat des Kantons Aargau, ehe er am 25. November 1991 in den Nationalrat gewählt wurde und dort von 1991 bis am 1. Dezember 2019 der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen angehörte. Bis Mitte 1996 war er Mitglied der Auto-Partei, seither der Schweizerischen Volkspartei.
Politisch vertrat Giezendanner unter anderem den Ausbau des A1-Nadelöhrs Bareggtunnel, das mit der Eröffnung der dritten Tunnelröhre 2003 entschärft werden konnte, eine zweite Röhre am Gotthard-Strassentunnel (2016 im zweiten Anlauf beschlossen) oder etwa die Aufhebung des Verbots von Rundstreckenrennen in der Schweiz. Die vom Bund verfolgte Politik der Verlagerung des Transitschwerverkehrs auf die Schiene kritisiert er als unqualifiziert und ineffizient.
Bei den Parlamentswahlen 2011 kandidierte er erfolglos für den abgegebenen Ständeratssitz von Maximilian Reimann (SVP), der in den Nationalrat gewählt worden war.<ref>Giezendanner gratuliert der wiedergewählten Egerszegi. In: Aargauer Zeitung. 27. November 2011, abgerufen am 13. Dezember 2011.</ref><ref>Ständeratswahlen: Ergebnisse der Kandidierenden (1991-2019). (XLSX; 146 kB) Bundesamt für Statistik, Schweiz, 29. November 2019, abgerufen am 13. März 2022.</ref>
Sein temperamentvolles Auftreten machte ihn zu einem häufigen Gast in Fernsehdiskussionen wie der Arena von SRF 1 und SonnTalk von TeleZüri. Er ist bekennender Christ und unterhält einen Saurer-Oldtimerpark.
2015 zog sich Giezendanner von der operativen Ebene zurück,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Zahlen und Fakten ( vom 30. April 2016 im Internet Archive). Website der Giezendanner Transporte, 2016.</ref> seither leiteten die beiden Söhne (Benjamin Giezendanner als CEO und Stefan Giezendanner als CFO) das Unternehmen Giezendanner Transporte AG Rothrist.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ansprechpartner ( vom 29. April 2016 im Internet Archive). Website der Giezendanner Transporte, 2016.</ref> Stefan Giezendanner hat die Giezendanner AG verlassen und führt jetzt die Mittelland Transporte AG als CEO und ist weiterhin im Verwaltungsrat der Giezendanner AG vertreten.<ref>Marcel Odermatt: Familienzoff bei Giezendanner! «Das tut schon weh». In: Blick. 2./14. September 2018.</ref>
Privates
In den 70er Jahren heiratete Giezendanner seine erste Frau Helene († 1997) mit welcher er vier Kinder hatte. Ein Sohn Oliver starb im Kindesalter.<ref>Ulrich Giezendanner über Gott und Laster - Fenster zum Sonntag. Abgerufen am 4. Januar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Er hat eine Tochter und zwei Söhne, welche ebenfalls in der Politik aktiv sind. Sein älterer Sohn Stefan (* 1978) war langjähriges Mitglied des Einwohnerrates von Zofingen und ist seit 2020 Mitglied des Grossen Rat des Kantons Aargau. Sein jüngerer Sohn Benjamin war das jüngste Grossratsmitglied im Kanton Aargau bei seiner Wahl im Jahr 2001, Grossratspräsident und seit 2019 Nationalrat.
Giezendanner heiratete 2017 seine langjährige Lebensgefährtin Roberta Baumann (* 1965) im Stadthaus von Zofingen.<ref name="az">Ueli Giezendanner sagt zum zweiten Mal «Ja» – im Juli sollen die Hochzeitsglocken läuten. In: Aargauer Zeitung. 11. Januar 2017.</ref> Er lebt in Rothrist und Vira (Gambarogno)<ref>ZT Talk mit Ulrich Giezendanner, ehemaliger Transportunternehmer und alt SVP-Nationalrat. Abgerufen am 4. Januar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>.
Weblinks
- Ulrich Giezendanner auf der Website der Bundesversammlung
- Ulrich Giezendanner bei der SVP Aargau
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />ehemalige Website ( vom 2. März 2020 im Internet Archive) von Ulrich Giezendanner
- Website der Giezendanner Transporte Rothrist (sein Transportunternehmen)
Einzelnachweise
<references />
<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />
Nationalräte: Pascale Bruderer | Max Chopard-Acklin | Esther Egger-Wyss | Corina Eichenberger-Walther | Sylvia Flückiger-Bäni | Lieni Füglistaller | Ulrich Giezendanner | Walter Glur | Ruth Humbel Näf | Hans Killer | Geri Müller | Philipp Müller | Luzi Stamm | Doris Stump | Markus Zemp
Ständeräte: Christine Egerszegi-Obrist | Maximilian Reimann
Liste der Mitglieder des Schweizer Nationalrats in der 48. Legislaturperiode | Liste der Mitglieder des Schweizer Ständerats in der 48. Legislaturperiode
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Nationalräte: Max Chopard-Acklin | Corina Eichenberger-Walther | Yvonne Feri | Beat Flach | Sylvia Flückiger-Bäni | Bernhard Guhl | Ulrich Giezendanner | Ruth Humbel Näf | Hans Killer | Hansjörg Knecht | Geri Müller | Philipp Müller | Maximilian Reimann | Luzi Stamm | Cédric Wermuth
Ständeräte: Pascale Bruderer | Christine Egerszegi-Obrist
Liste der Mitglieder des Schweizer Nationalrats in der 49. Legislaturperiode | Liste der Mitglieder des Schweizer Ständerats in der 49. Legislaturperiode
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Nationalräte: Thomas Burgherr | Thierry Burkart | Corina Eichenberger-Walther | Yvonne Feri | Beat Flach | Sylvia Flückiger-Bäni | Jonas Fricker (bis November 2017) | Ulrich Giezendanner | Andreas Glarner | Bernhard Guhl | Irène Kälin (ab November 2017) | Ruth Humbel Näf | Matthias Jauslin | Hansjörg Knecht | Maximilian Reimann | Luzi Stamm | Cédric Wermuth
Ständeräte: Pascale Bruderer | Philipp Müller
Liste der Mitglieder des Schweizer Nationalrats in der 50. Legislaturperiode | Liste der Mitglieder des Schweizer Ständerats in der 50. Legislaturperiode
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Giezendanner, Ulrich |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Transportunternehmer und Politiker (SVP) |
| GEBURTSDATUM | 31. Oktober 1953 |
| GEBURTSORT | Rothrist |
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