Natriumperborat
| Strukturformel | |||||||||||||||||||
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| Datei:2.svg Datei:Na+.svg Datei:Perborat dimer.svg | |||||||||||||||||||
| Allgemeines | |||||||||||||||||||
| Name | Natriumborat-Tetrahydrat | ||||||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | Na2B2(O2)2(OH)4·6 H2O | ||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
weißer, geruchloser Feststoff<ref name="Thermofisher">Vorlage:Thermofisher</ref> | ||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||||||||
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| Arzneistoffangaben | |||||||||||||||||||
| ATC-Code | |||||||||||||||||||
| Eigenschaften | |||||||||||||||||||
| Molare Masse | 153,81 g·mol−1 | ||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | ||||||||||||||||||
| Dichte |
1,731 g·cm−3<ref name="Roempp">Eintrag zu Natriumperoxoborat. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref><ref name="Hager">Franz v Bruchhausen, Siegfried Ebel, Eberhard Hackenthal, Ulrike Holzgrabe: Hagers Handbuch der Pharmazeutischen Praxis: Folgeband 5: Stoffe L-Z. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-642-58388-9 (books.google.com).</ref> | ||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
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| Löslichkeit |
23 g·l−1 in Wasser bei 20 °C)<ref>Narayan S. Hosmane: Boron Science: New Technologies and Applications. CRC Press, 2016, ISBN 978-1-4398-2663-8, S. 422 (books.google.de).</ref> (parallel beginnende Zersetzung)<ref name="Hager" /> | ||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||||||||
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| Zulassungsverfahren unter REACH |
besonders besorgniserregend: fortpflanzungsgefährdend (CMR)<ref name="SVHC_100.035.597">Eintrag in der SVHC-Liste der Europäischen ChemikalienagenturVorlage:Abrufdatum</ref>; zulassungspflichtig<ref name="Zulassungspflicht_100.035.597">Eintrag im Verzeichnis der zulassungspflichtigen Stoffe der Europäischen ChemikalienagenturVorlage:Abrufdatum</ref> | ||||||||||||||||||
| Toxikologische Daten | |||||||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | |||||||||||||||||||
Natriumperborat (auch Natriumborat-Tetrahydrat) ist die chemische Verbindung mit der Strukturformel NaBO3·4 H2O. Im festen Zustand liegen jedoch keine Natriumboroxide mit Kristallwasser, sondern ringförmige Peroxoborate vor, mit der Formel Na2B2(O2)2(OH)4·6 H2O.
Gewinnung und Darstellung
Natriumperborat wird in einem zweistufigen Prozess ausgehend von Borax und Natriumhydroxid hergestellt:<ref name="brauer">Georg Brauer (Hrsg.), unter Mitarbeit von Marianne Baudler u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band I, Ferdinand Enke, Stuttgart 1975, ISBN 3-432-02328-6, S. 810.</ref>
- <chem>Na2B4O7.10H2O + 2NaOH + 4H2O2 + H2O -> </chem><chem>2Na2B2(O2)2(OH)4.6H2O</chem>
Eigenschaften
Natriumperborat ist ein weißes, geruchloses, kristallines Pulver, welches sich nur mäßig in Wasser löst.<ref name="Roempp" /> Eine alkalische wässrige Lösung gibt bei Raumtemperatur nur langsam Sauerstoff ab. Die Sauerstoffentwicklung beschleunigt sich bei höheren Temperaturen.<ref name="Roempp" /> Wie alle Verbindungen mit Peroxogruppen (siehe Peroxide, Perborate), so ist auch das Natriumperborat ein starkes Oxidationsmittel und setzt sehr leicht Sauerstoff frei.
Verwendung
Natriumperborat wird als Bleichmittel in vielen Waschmitteln verwendet.<ref name="Roempp" /> In Wasser zerfällt es zu Wasserstoffperoxid und Natriumhydrogenborat, wobei das Wasserstoffperoxid zur Oxidation von Farbstoffen beiträgt. Es wird in dieser Rolle mehr und mehr von Natriumpercarbonat ersetzt, da das in der Waschlauge zurückbleibende Natriumborat schlecht in Klärwerken ausgefiltert wird und so in Gewässer gelangen kann. Es wird weiterhin in Geschirrspül-, Reinigungs-, Munddesinfektionsmitteln, Gebissreinigern, Fußbadzubereitungen und Fleckentfernern verwendet.<ref name="Roempp" /> Es dient zudem zum Bleichen von Textilien, Stroh, Elfenbein, Seifen, Wachs und Schwämmen.<ref name="Roempp" /> Eine weitere Anwendung ist das Bleichen von Zähnen. Küpen- und Schwefelfarbstoffe können mit der Verbindung nachoxidiert werden.<ref name="Roempp" />
1904 wurde für Natriumperborat unabhängig voneinander ein Syntheseverfahren von George François Jaubert und Otto Liebknecht (dem Bruder von Karl Liebknecht) entwickelt. 1907 kam Natriumperborat als ein Bestandteil von Persil (Perborat-Silikat) auf den Markt.
In durch Organophosphorverbindungen stabilisierter Form wird Natriumperborat als Konservierungsmittel in ophthalmologischen Präparaten eingesetzt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Eintrag zu GenAqua ( vom 4. März 2016 im Internet Archive)</ref>
Sicherheitshinweise und gesetzliche Regelungen
Natriumperborat wurde im Juni 2014 aufgrund seiner Einstufung als reproduktionstoxisch (Reprod. 1B) in die Kandidatenliste der besonders besorgniserregenden Stoffe (Substance of very high concern, SVHC) aufgenommen.<ref name="SVHC_100.035.597" /> Im Februar 2020 wurde Natriumperborat danach in das Verzeichnis der zulassungspflichtigen Stoffe mit dem Ablauftermin für die Verwendung in der EU zum 27. Mai 2023 aufgenommen.<ref name="Zulassungspflicht_100.035.597" /><ref name="Verordnung (EU) Nr. 2020/171">Verordnung (EU) 2020/171Vorlage:Abrufdatum</ref>
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:EG-Nummer abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:ECHA-InfoCard-ID abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:PubChem abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:ChemSpider abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:DrugBank fehlt lokal
- ATC-A01
- Gefährlicher Stoff mit harmonisierter Einstufung (CLP-Verordnung)
- Stoff mit reproduktionstoxischer Wirkung
- Atemwegsreizender Stoff
- Ätzender Stoff
- CMR-Stoff
- SVHC-Stoff
- Zulassungspflichtiger Stoff nach REACH-Anhang XIV
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:CAS-Nummer fehlt lokal
- Natriumverbindung
- Borat
- Peroxid
- Arzneistoff
- Beschränkter Stoff nach REACH-Anhang XVII, Eintrag 30