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Valparolapass

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Valparolapass
Datei:Valparola Pass 3.jpg
Blick nach Nordnordwesten mit Piz Cunturines, Valparolasee und Passhütte
Blick nach Nordnordwesten mit Piz Cunturines, Valparolasee und Passhütte
Himmels­richtung Nordwesten Südosten
Passhöhe 2168 m s.l.m.
Provinz Belluno
Wasser­scheide GaderRienzEisackEtsch Piave
Talorte Stern (Gadertal) Passo di Falzarego
Ausbau Strada Provinciale 24
Gebirge Dolomiten
Profil
Länge 14,3 km 1,4 km
Anstieg 805 m 95 m
Ø-Steigung 5,6 % 6,8 %
Bergwertung 2 2
Karte
Koordinaten 46° 31′ 54″ N, 11° 59′ 20″ OKoordinaten: 46° 31′ 54″ N, 11° 59′ 20″ O
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Der Valparolapass ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), gadertalisch-{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) oder Ju de Valparora) ist ein Pass in den Dolomiten in den italienischen Alpen. Er liegt in der Provinz Belluno (Venetien) nahe der Grenze zu Südtirol auf einer Höhe von 2168 m s.l.m. Der Valparolapass vermittelt einen Übergang vom nordseitig gelegenen Gadertal bzw. dessen südöstlichen Teilast, dem St.-Kassian-Tal, Richtung Süden nach Fodom.

Südlich des Sattelpunktes, an welchem das Rifugio Passo Valparola steht, befindet sich etwas tiefer der Valparolasee. Die Straße steigt südseitig noch bis zu ihrem Scheitelpunkt von 2192 m s.l.m. an, wo sich ein Parkplatz sowie ein Museum befinden, um dann zum nur wenige Kilometer südöstlich liegenden Falzaregopass hinab zu führen.

Der Valparolapass ist Teil der Wasserscheide zwischen den Flusssystemen der Etsch und des Piave.

Geschichte

Datei:Valparola Pass 5.jpg
Blick nach Südost zum Averau

Bis zum Ersten Weltkrieg gehörte der Pass zu Tirol. Einige Kilometer östlich verlief die Grenze zu Italien. Damit wurde der Pass Teil der Dolomitenfront, da Österreich sie aus strategischen Gründen etwas hinter die eigentliche Grenze zurücknahm. Am Pass liegt das alte österreichische Sperrfort Tra i Sassi. Bald nach Beginn des Ersten Weltkriegs wurde es durch italienische Artillerie teilzerstört. Dabei kamen einige österreichische Soldaten ums Leben. Als Kriegslist beleuchteten die Österreicher jedoch weiterhin das Fort von innen, um so den Eindruck zu erwecken, es wäre weiter im Einsatz. Die Fortruine wurde deshalb von den Italienern weiter beschossen. Heute ist das Fort ein Museum.

Früher führte über den Pass nur ein Saumpfad (Valparolajoch, auch Castellopass), der durch eine ausgebaute Passstraße ersetzt wurde.

Name

Seinen Namen hat der Valparola von den Eisenhütten, die sich einst in Passnähe befanden. Valparola ist sinngemäß die lateinische Übersetzung des deutschen Wortes „Eisenofenalpe“. Ruinen dieser Öfen, die noch bis in das 16. Jahrhundert in Betrieb waren, sollen noch 1860 zu sehen gewesen sein. Schon die Steinzeitmenschen kannten den Pass, wie durch vereinzelte Funde am Valparolasee bewiesen ist. Es ist anzunehmen, dass auch die Metallverhüttung dort zumindest bis in die Eisenzeit zurückreicht.<ref>Steffan Bruns: Alpenpässe – Geschichte der alpinen Passübergänge. Vom Inn zum Gardasee. 1. Auflage. Band 3. L. Staackmann Verlag, München 2010, ISBN 978-3-88675-273-7, S. 175.</ref>

Auffahrten

Die Nordwestauffahrt des Valparolapasses führt von Stern über 14,2 Kilometer mit einer durchschnittlichen Steigung von 5,4 % auf die Passhöhe. Nach einer kurzen Abfahrt, an deren Ende der Gader überquert wird, geht es für rund zwei Kilometer bei moderater Steigung nach St. Kassian. Nach einem kurzen Flachstück folgt eine Rampe, die Steigungsprozente von über 10 % aufweist, ehe ein weiteres längeres Flachstück nach rund 5,5 gefahrenen Kilometern erreicht wird. Dieses führt über rund zwei Kilometer und endet beim Campingplatz „Sass Dlacia“. Nun verändert sich der Anstieg und führt über acht Kehren auf die Passhöhe. Die durchschnittliche Steigung nimmt deutlich zu und liegt bei über 8 %, wobei einzelne Kilometer auch Steigungsprozente von über 9 % aufweisen. Rund zweieinhalb Kilometer vor dem höchsten Punkt wird die Waldgrenze erreicht. Auf dem letzten Kilometer flacht der Pass wieder deutlich ab und führt auf ein Plateau bei einer Steigung von rund 2,5 %. Die letzten Kilometer des Anstiegs sind von Geröllfeldern geprägt.<ref name=":0">CyclingCols - Passo di Valparola. Abgerufen am 24. Oktober 2022.</ref>

Die Südauffahrt stellt eine Verlängerung des Passo di Falzarego (2105 m) dar und kann so über zwei unterschiedliche Streckenführungen erfolgen. Die Südostauffahrt startet in Cortina d’Ampezzo, während die Südwestauffahrt ihren Ausgangspunkt in Caprile hat. Beide weisen eine durchschnittliche Steigung von 5,8 % auf und führen über 17,1 bzw. 20,6 Kilometer.<ref name=":0" /> Die letzten 1,2 Kilometer führen von der Passhöhe des Falzarego auf geradem Weg auf den Valparolapass. Die durchschnittliche Steigung liegt bei rund 8 %.<ref>Tappa 14. In: Giro d'Italia 2021 | Sito Ufficiale. Abgerufen am 24. Oktober 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Radsport

Der Valparolapass ist ein beliebter Anstieg bei Radsportlern. Seine Südwestauffahrt stellt die letzte große Schwierigkeit des Maratona dles Dolomites dar. Weiters wurde der Pass bereits öfters im Rahmen des Giro d’Italia überquert.

Giro d’Italia

Die erste Befahrung des Valparolapass erfolgte im Jahr 1976 im Rahmen der 19. Etappe, die von Longarone zum Torri del Vajolet führte. Die Bergwertung wurde jedoch auf dem kleineren Passo di Falzarego (2105 m) abgenommen, der aus südlicher Richtung befahren worden war.<ref>Giro d'Italia 1976 Etappe 19. Abgerufen am 24. Oktober 2022.</ref> Ein Jahr später stellte der Valparolapass den höchsten Anstieg der damaligen Austragung dar (Cima Coppi). Die erste Bergwertung auf dem Pass sicherte sich der Spanier Faustino Fernández Ovies.<ref>M. Özgür Nevres: Cima Coppi history (1965-1989). 1. Januar 2020, abgerufen am 24. Oktober 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Nach zwei weiteren Überquerungen in den Jahren 1990 und 2004 stand im Jahr 2012 erstmals die Nordwestauffahrt im Programm. Zuletzt wurde der Valparolapass in den Jahren 2016 und 2017 wieder von der Südseite befahren.<ref>Cycling statistics for Passo Valparola (Italy). Abgerufen am 24. Oktober 2022.</ref> Eine Überquerung im Jahr 1992 musste aufgrund eines Erdrutsches abgesagt werden.<ref>17^ tappa: Falzes/Pfalzen - Cortina d'Ampezzo. Abgerufen am 24. Oktober 2022.</ref> Im Jahr 2023 führte der Giro d’Italia im Rahmen der 19. Etappe zum zweiten Mal über die Nordwestauffahrt, die erstmals als Anstieg der 1. Kategorie klassifiziert wurde. Mit Derek Gee führte erstmals ein Kanadier über die Passhöhe.<ref>Giro d'Italia 2023 Stage 19 results. Abgerufen am 3. Juni 2023.</ref>

Erster Fahrer auf der Passhöhe
Jahr Etappe Bergwertung Fahrer Auffahrt
1976 19. Etappe - - Süd (Cernadoi)
1977 18. Etappe GPM SpanienSpanien Faustino Fernández Ovies Süd (Cortina d’Ampezzo)
1990 16. Etappe GPM ItalienItalien Maurizio Vandelli Süd (Cortina d’Ampezzo)
2004 16. Etappe 1. Kategorie ItalienItalien Fabian Wegmann Süd (Cernadoi)
2012 17. Etappe 2. Kategorie ItalienItalien Matteo Rabottini Nord (Stern)
2016 14. Etappe 2. Kategorie KolumbienDatei:Flag of Colombia.svg Darwin Atapuma Süd (Cortina d’Ampezzo)
2017 18. Etappe 2. Kategorie SpanienSpanien Omar Fraile Süd (Cernadoi)
2023 19. Etappe 1. Kategorie KanadaDatei:Flag of Canada (Pantone).svg Derek Gee Nord (Stern)

Blauer Stein

Datei:BlauerSteinValp.JPG
Der bläuliche Stein ist am rechten Bildrand unterhalb der Bergspitze zu erkennen.

Ein großer Stein am Hang des Hexensteins wurde vor einigen Jahren blau angemalt und ist zu einer Touristenattraktion geworden.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Blauer Stein am Valparolapass (Memento vom 27. Dezember 2013 im Internet Archive) auf Panoramio.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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