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Entacapon

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Strukturformel
Datei:Entacapon.svg
Allgemeines
Freiname Entacapon
Andere Namen

(E)-2-Cyano-3-(3,4-dihydroxy-5-nitro-phenyl)-N,N-diethyl-prop-2-enamid

Summenformel C14H15N3O5
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer (Listennummer) 603-449-6
ECHA-InfoCard 100.128.566
PubChem 5281081
ChemSpider 4444537
DrugBank DB00494
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Arzneistoffangaben
ATC-Code

N04BX02

Wirkstoffklasse

COMT-Hemmer

Eigenschaften
Molare Masse 305,29 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

162–163 °C<ref>U.S. Patent Nr. 5,135,950.</ref>

Sicherheitshinweise
Bitte die Befreiung von der Kennzeichnungspflicht für Arzneimittel, Medizinprodukte, Kosmetika, Lebensmittel und Futtermittel beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref>Vorlage:CL Inventory/nicht harmonisiertFür diesen Stoff liegt noch keine harmonisierte Einstufung vor. Wiedergegeben ist eine von einer Selbsteinstufung durch Inverkehrbringer abgeleitete Kennzeichnung von Vorlage:Linktext-Check im Classification and Labelling Inventory der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum</ref>
Datei:GHS-pictogram-exclam.svg

Achtung

H- und P-Sätze H: 315​‐​319​‐​332​‐​413
P: ?
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Entacapon (Hersteller Novartis) ist ein Arzneistoff zur Behandlung der Parkinson-Krankheit. Der Wirkstoff gehört zur Klasse der Catecholamin-O-Methyltransferase-Hemmstoffe, der sogenannten COMT-Hemmer.

Anwendungsgebiet

Der Arzneistoff wird zur Behandlung von Parkinsonpatienten, welche unter L-DOPA-Therapie motorische Fluktuationen entwickeln, eingesetzt. Es verhindert den Abbau der Dopamin-Vorstufe L-DOPA durch die COMT (Catechol-O-Methyltransferase) zu unwirksamen Metaboliten und wird gleichzeitig mit jeder L-DOPA-Dosis eingenommen. Die Wirksamkeit des Medikaments in der Behandlung von Fluktuationen ist durch Studien belegt. Eine Verhütung oder eine Verzögerung des Auftretens von Wirkungsfluktuationen durch Behandlung von Patienten mit stabiler L-DOPA-Antwort mit COMT-Hemmern ist bislang bisher nur im Tierversuch belegt. Diesbezügliche Studien am Menschen werden derzeit laut der Deutschen Gesellschaft für Neurologie durchgeführt.

Gegenanzeigen sind Leberinsuffizienz und Phäochromozytom. Die gleichzeitige Gabe von Entacapon mit nichtselektiven Monoaminooxidase-Hemmern (MAO-A und MAO-B wie z. B. Phenelzin, Tranylcypromin) ist kontraindiziert. Die gleichzeitige Gabe eines selektiven MAO-A- und eines selektiven MAO-B-Hemmers zusammen mit Entacapon ist ebenfalls kontraindiziert.

Zusammenfassung:

  • Verabreichung: oral
  • Plasmahalbwertszeit: 0,4–0,7 Std.
  • Elimination: ca. 90 % faecal, 10 % renal

Gewinnung und Darstellung

Die Herstellung von Entacapon erfolgt durch eine Knoevenagel-Kondensation von 3,4-Dihydroxy-5-nitrobenzaldehyd mit 2-Cyano-N,N-diethylacetamid. Bei dieser Synthesevariante entstehen das (E)- und (Z)-Isomer im Verhältnis 2:1.

Datei:Entacapone Synthesis V1.svg

Eine Trennung der Isomere kann über eine Kristallisation der Hydrochloridsalze erfolgen.<ref>P. Novak, A. Kisic, T. Hrenar, T. Jednacak, S. Miljanic, G. Verbanec: In-line reaction monitoring of entacapone synthesis by Raman spectroscopy and multivariate analysis In: J Pharm Biomed Anal. 54 (2011) 660–666, doi:10.1016/j.jpba.2010.10.012.</ref>

Handelsnamen

Monopräparate

Comtan (A, CH), Comtess (D, A)

Kombinationspräparate

Stalevo (D, A, CH) (Kombination mit L-Dopa und Carbidopa)

Weblinks

Einzelnachweise

<references/>

Vorlage:Hinweisbaustein