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1-Heptanol

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Strukturformel
Strukturformel von Heptanol
Allgemeines
Name 1-Heptanol
Andere Namen
  • Heptan-1-ol
  • Heptanol
  • 1-Heptylakohol
  • Heptylalkohol
  • Önanthalkohol
  • Vorlage:INCI
Summenformel C7H16O
Kurzbeschreibung

farblose Flüssigkeit mit charakteristischem Geruch<ref name="GESTIS" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 203-897-9
ECHA-InfoCard 100.003.544
PubChem 8129
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 116,20 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

0,82 g·cm−3<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>

Schmelzpunkt

−34 °C<ref name="GESTIS" />

Siedepunkt

175 °C<ref name="GESTIS" />

Dampfdruck
  • 0,15 hPa (20 °C)<ref name="GESTIS" />
  • 0,45 hPa (30 °C)<ref name="GESTIS" />
  • 2,5 hPa (50 °C)<ref name="GESTIS" />
Löslichkeit

schwer in Wasser (1 g·l−1 bei 18 °C)<ref name="GESTIS" />

Brechungsindex

1,424 (20 °C)<ref name="Sigma">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).Vorlage:Sigma-Aldrich/Name nicht angegeben</ref>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="GESTIS" />
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 319
P: 264​‐​280​‐​305+351+338​‐​337+313<ref name="GESTIS" />
Toxikologische Daten

500 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)<ref name="GESTIS" />

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C

1-Heptanol (kurz Heptanol; synonym 1-Heptylalkohol) ist eine chemische Verbindung aus der Stoffgruppe der Alkanole. Neben dem 1-Heptanol existieren weitere Isomere, zum Beispiel das 2-Heptanol, 3-Heptanol und 4-Heptanol. Es gibt insgesamt 39 Heptanole, die konstitutionsisomer zueinander sind.<ref>Paul Niggli: Grundlagen der Stereochemie. Springer Basel, 1945, ISBN 3-0348-4039-X, S. 34 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Vorkommen

Natürlich kommt Heptanol in verschiedenen Pflanzen, wie Äpfeln (Malus domestica),<ref name="Dr. Dukes-N" /> dem Zedrachbaum (Melia azedarach),<ref name="Dr. Dukes-N" /> Sellerie (Apium graveolens),<ref name="Dr. Dukes-1" /> Rooibos (Aspalathus linearis),<ref name="Dr. Dukes-1" /> Schwarznuss (Juglans nigra),<ref name="Dr. Dukes-1" /> Weichweizen (Triticum aestivum),<ref name="Dr. Dukes-1" /> Mais (Zea mays),<ref name="Dr. Dukes-1" /> Spargel,<ref name="George A. Burdock" /> Kartoffel-Pflanzen (Solanum tuberosum),<ref name="Dr. Dukes-N" /> im Öl der Gartenhyazinthe (Hyacinthus orientalis)<ref name="Dr. Dukes-N" />, Bananen,<ref name="George A. Burdock" /> Zitronenschalen,<ref name="George A. Burdock" /> Heidelbeeren,<ref name="George A. Burdock" /> Papaya,<ref name="George A. Burdock" /> Ananas<ref name="George A. Burdock" /> und zahlreichen Nüssen<ref name="George A. Burdock" /> (wie Pekannuss, Erdnuss, Macadamia) vor. Der Alkohol findet sich in zahlreichen verarbeiteten Lebensmitteln und alkoholischen Getränken, wie Butter, Käse, Senf, Bier, Weinbrand und Rum.<ref name="George A. Burdock" />

Außerdem kommt 1-Heptanol zu geringen Mengen in Erdöl vor.

Gewinnung und Darstellung

Hauptsächlich wird 1-Heptanol durch Reduktion von Heptanal mittels Wasserstoffaddition produziert:

Synthese von 1-Heptanol
Synthese von 1-Heptanol

Eigenschaften

1-Heptanol ist eine farblose schwer entzündliche Flüssigkeit, welche schwer löslich in Wasser ist.<ref name="GESTIS" /> Der Brechungsindex liegt bei 1,424 (bei 20 °C und D-Linie des Natriumlichts).<ref name="Sigma" /> Der Alkohol hat einen schwachen, holzigen, aromatischen Geruch und einen beißend scharfen Geschmack.<ref name="George A. Burdock" /> Die verbindung bildet mit Wasser ein bei 98,7 °C azeotrop siedendes Gemisch mit einem Wassergehalt von 83 Ma%.<ref name="Azeotropic Data I">Horsley, L.H.: Azeotropic Data, Advances in Chemistry Series 6, American Chemical Society Washington D.C. 1952, ISBN 978-0-8412-2444-5, doi:10.1021/ba-1952-0006, S. 11.</ref>

Verwendung

1-Heptanol dient in der Parfümindustrie als Aromastoff für Nelken- und Jasmin-Düfte. Es wird als Lösungsmittel<ref name="GESTIS" /> für Leinöl, Schellack und als Verdünnungsmittel für Harze und Cellulosen verwendet. Durch Reaktion von 1-Heptanol mit Thionylchlorid in Pyridin kann 1-Chlorheptan gewonnen werden.<ref name="William Brown, Christopher Foote, Brent Iverson, Eric Anslyn" />

Sicherheitshinweise

Die Dämpfe von 1-Heptanol können mit Luft ein explosionsfähiges Gemisch (Flammpunkt 70 °C, Zündtemperatur 275 °C, untere Explosionsgrenze 0,89 Vol.–% bzw. 43 g·m−3) bilden.<ref name="GESTIS" />

Einzelnachweise

<references> <ref name="Dr. Dukes-1"> Vorlage:DrDukesDB </ref> <ref name="Dr. Dukes-N"> Vorlage:DrDukesDB </ref> <ref name="George A. Burdock"> George A. Burdock: Fenaroli’s Handbook of Flavor Ingredients, Fifth Edition. CRC Press, 2004, ISBN 1-4200-3787-0, S. 769–770 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="William Brown, Christopher Foote, Brent Iverson, Eric Anslyn"> William Brown, Christopher Foote, Brent Iverson, Eric Anslyn: Organic Chemistry. Cengage Learning, 2008, S. 386 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> </references>