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Andy Schleck

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Andy Schleck Vorlage:SportPicto
Andy Schleck (2013)
Andy Schleck (2013)
Zur Person
Vollständiger Name Andy Raymond Schleck
Spitzname Andy torticolis
Geburtsdatum 10. Juni 1985 (40 Jahre)
Nation LuxemburgDatei:Flag of Luxembourg.svg Luxemburg
Disziplin Straße
Fahrertyp Bergfahrer, Rundfahrer
Karriereende 2014
Internationale Team(s)
2004
2005–2010
2011–2014
VC Roubaix
CSC / Saxo Bank
Leopard / RadioShack / Trek
Wichtigste Erfolge
Gelbes Trikot Tour de France 2010
Lüttich–Bastogne–Lüttich 2009

Andy Raymond Schleck (* 10. Juni 1985 in Luxemburg) ist ein ehemaliger luxemburgischer Radrennfahrer. Nach der Disqualifikation von Alberto Contador wurde ihm der Gesamtsieg der Tour de France 2010 zugesprochen. Des Weiteren gewann er im Jahr 2009 den Klassiker Lüttich–Bastogne–Lüttich.

Sportliche Karriere

Andy Schleck wuchs in einer Radsport-Familie auf. Sein Vater war der Sohn des Luxemburgers Auguste Schleck, der bereits in den 1930er Jahren Rennen bestritten hatte.<ref name=":0">www.cyclingnews.com presents the 90th Giro d'Italia. Abgerufen am 1. Oktober 2025.</ref> Sein Vater Johny Schleck fuhr zwischen 1969 und 1974 für die BiC Mannschaft und verhalf dabei Jan Janssen und Luis Ocaña zu deren Siegen bei der Tour de France. Wie sein um fünf Jahre älterer Bruder Fränk Schleck begann Andy bereits in jungen Jahren mit dem Radsport, wobei er ab seinem 16. Lebensjahr regelmäßig an Wettkämpfen teilnahm.<ref name=":2">CSC Andy Schleck: Not Unlike his Brother Fränk. Abgerufen am 1. Oktober 2025.</ref> Nachdem er für den SAF Zéisseng in den Nachwuchsklassen seine ersten Erfolge gefeiert hatte und nationale Titel errang, stieg er im Jahr 2002 in die Klasse der Junioren auf.

Als Junior fuhr Andy Schleck für den LC Tétange und LP Muhlenbach. Im Jahr 2002 wurde er nationaler Junioren-Meister im Straßenrennen, ehe er im Jahr darauf das Double aus Straßenrennen und Einzelzeitfahren schaffte. Des Weiteren fiel er auch bei internationalen Junioren-Rennen auf und wurde Fünfter bzw. Dritter der Classique des Alpes. Im Jahr 2003 sicherte er sich als Gesamtzweiter die Bergwertung der Tour de Lorraine. Zudem ging er bei den Junioren-Straßenradsport-Weltmeisterschaften von Zolder und Hamilton an den Start. Neben dem Straßenradsport war Andy Schleck als Junior auch im Cyclocross aktiv, wo er im Jahr 2002 nationaler Meister wurde. Im selben Jahr belegte er bei den Cyclocross-Weltmeisterschaften von Heusden-Zolder den 35. Rang.<ref>Andy Schleck - Cyclocross. Abgerufen am 2. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Mit dem Jahr 2004 stieg Andy Schleck in die Klasse U23 auf. Er wechselte zum Team Vélo-Club de Roubaix Lille Métropole, das vom Franzosen Cyrille Guimard geleitet wurde, der als Trainer zahlreiche Tour-de-France-Sieger wie Bernard Hinault, Laurent Fignon, Lucien Van Impe und Greg LeMond betreut hatte. In einem Interview bezeichnete Cyrille Guimard den jungen Luxemburger als eines der größten Talente, das er je gesehen habe und verglich ihn mit Laurent Fignon.<ref name=":0" /> Im Mai gewann Andy Schleck im Alter von 18 Jahren die Gesamtwertung der Flèche du Sud, ehe er den GP Tell auf dem dritten Gesamtrang beendete. Des Weiteren wurde er nationaler U23-Meister im Einzelzeitfahren und Straßenrennen. Durch seine Leistungen bei der Flèche du Sud wurde der Tour-de-France-Sieger Bjarne Riis auf Andy Schleck aufmerksam, der zu diesem Zeitpunkt beim Team CSC der Teamchef seines Bruders Fränk war. Nach einem Gespräch bei der Luxemburg-Rundfahrt ging Andy Schleck am Ende der Saison 2004 als Stagiaire der CSC-Mannschaft an den Start.<ref name=":2" />

Profivertrag bei CSC

Nachdem er die Schule beendet hatte, erhielt Andy Schleck im Jahr 2005 einen Profi-Vertrag bei der dänischen CSC-Mannschaft, für die auch sein Bruder Fränk fuhr. In seiner ersten Saison wurde er im Alter von 20 Jahren luxemburgischer Meister im Einzelzeitfahren, ehe er Dritter des Straßenrennens wurde. Im September belegte er bei der Tour de l’Avenir, die von seinem älteren Teamkollegen Lars Ytting Bak gewonnen wurde, den 21. Gesamtrang. Am Ende der Saison zeigte er mit dem siebten Platz beim Grand Prix de Wallonie auf und bestritt mit der Lombardei-Rundfahrt sein erstes Monument des Radsports.

Zu Beginn der Saison 2006 zog sich Andy Schleck beim Grand Prix Cholet-Pays de la Loire einen Schlüsselbeinbruch zu.<ref name=":2" /> Nach seiner Genesung bestritt er mit der Katalonien-Rundfahrt und der Tour de Suisse zwei Etappenrennen der UCI ProTour, ehe er erneut Dritter im Straßenrennen der luxemburgischen Meisterschaften wurde. Im Anschluss feierte er bei der Sachsen-Tour seinen ersten Sieg als Profi, wobei er sich neben zwei Etappen auch die Bergwertung der Rundfahrt sicherte. Am Ende der Saison überzeugte er erneut mit seinen Kletterfähigkeiten und gewann die Bergwertung der Tour of Britain. In einem Interview meinte Kim Andersen, der Sportdirektor des CSC Teams, dass Andy Schleck noch mehr Potential habe als sein älterer Bruder, der in jenem Jahr das Amstel Gold Race und die Tour-de-France-Bergankunft von Alpe d’Huez gewann.<ref name=":2" />

Im Jahr 2007 ging Andy Schleck erstmals bei den Ardennen-Klassikern an den Start, ehe er mit der Tour de Romandie erstmals ein Rennen der UCI ProTour unter den Top 10 der Gesamtwertung beendete. Im Mai gab Schleck mit 21 Jahren sein Grand-Tour-Debüt beim Giro d’Italia, wo er sich nach der ersten Bergankunft auf den fünften Gesamtrang schob. Nachdem sich auf den Etappen 6 und 8 größere Ausreißergruppen durchgesetzt hatten, beendete er die Bergankunft der 10. Etappe auf dem dritten Rang und übernahm so die Führung in der Nachwuchswertung. Tags darauf rückte Andy Schleck im Einzelzeitfahren zum Santuario di Oropa auf den dritten Gesamtrang vor, ehe er sich auch auf den nachfolgenden Abschnitten als einer der stärksten Fahrer erwies und bei der Bergankunft am Monte Zoncolan auf den zweiten Platz vorrückte. Diesen verteidigte er bis zum Abschluss der Rundfahrt und stand so als erster Luxemburger seit 46 Jahren hinter dem Italiener Danilo Di Luca als Zweiter auf dem Podest der Italien-Rundfahrt. Zudem sicherte er sich die Nachwuchswertung, in der er sich mit einem Vorsprung von rund fünf Minuten vor Riccardo Riccò durchsetzte.<ref>Giro d'Italia, 2007. Abgerufen am 2. Oktober 2025.</ref> Des Weiteren wurde Andy Schleck im Jahr 2007 nationaler Vizemeister im Einzelzeitfahren, ehe er am Saisonende als Vierter nur knapp einen Podestplatz bei der Lombardei-Rundfahrt verpasste. Er unterlag dabei dem Spanier Samuel Sánchez im Sprint um Platz drei.

Datei:Tour de France 2008, andy schleck (21592924473).jpg
Andy Schleck im Anstieg der Cime de la Bonette auf der 16. Etappe der Tour de France 2008

Wie er bereits im Vorjahr angekündigt hatte, fokussierte sich Andy Schleck im Jahr 2008 zunächst auf die profilierten Klassiker.<ref>Schleck: Changing focus | Cyclingnews.com. 8. April 2008, abgerufen am 2. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name=":0" /> Bei Lüttich–Bastogne–Lüttich griff er mehrmals an, ehe er 18 Kilometer vor dem Ziel Teil einer fünf Fahrer umfassenden Spitzengruppe war, in der neben Davide Rebellin, Alejandro Valverde und Joaquim Rodríguez auch sein Bruder Fränk vertreten war. Im Finale versuchte die CSC-Mannschaft ihre zahlenmäßige Überlegenheit zu nutzen, wobei Andy Schleck erneut antrat, ehe er eingeholt und distanziert wurde. Letztlich belegte er hinter seinem Bruder den vierten Rang und verpasste somit erneut ein Podium bei einem Monument des Radsports.<ref>Valverde helfen Sprintstärke und Erfahrung | radsport-news.com. Abgerufen am 2. Oktober 2025.</ref> Nachdem er die Tour de Suisse auf dem sechsten Gesamtrang beendet hatte, wurde Andy Schleck gemeinsam mit seinem Bruder für die Tour de France nominiert. Dabei trafen sie auf ihren Teamkollegen Carlos Sastre, der ebenfalls Ambitionen auf das Gesamtklassement hatte und nach Angaben des Helfers Kurt Asle Arvesen als „lonely swallow“ (deutsch: einsame Schwalbe) agierte. Dies führte zu Spannungen im Team.<ref>CSC team-mate reveals Schleck brothers' feud with Carlos Sastre at 2008 Tour de France. 29. Juni 2020, abgerufen am 2. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Während Andy Schleck bei der Bergankunft von Hautacam neun Minuten einbüßte, übernahm Fränk Schleck auf der 15. Etappe das Gelbe Trikot. In den Alpen stellte sich Andy Schleck nun in die Dienste seines Bruders und machte zugleich Platzierungen in der Gesamtwertung gut, wobei er auf der 16. Etappe die Führung in der Nachwuchswertung übernahm. Tags darauf griff Carlos Sastre im Schlussanstieg von Alpe d’Huez an und entriss seinem Teamkollegen das Gelbe Trikot bei der letzten Bergankunft. Dieses verteidigte er im Abschlusszeitfahren, ehe er als Sieger in Paris einfuhr. Während Fränk Schleck auf den fünften Gesamtrang abrutschte, verteidigte Andy Schleck das Weiße Trikot und beendete seine erste Frankreich-Rundfahrt auf dem elften Gesamtrang (unter Berücksichtigung der Disqualifikation von Bernhard Kohl). Nach der Tour de France ging Andy Schleck bei den Olympischen Spielen von Peking an den Start, wo er im Sprint einer sechs Fahrer umfassenden Spitzengruppe als Fünfter eine Medaille verpasste.<ref>Sanchez Wins Gold Medal in Olympic Road Race | RoadCycling.com - Pro cycling news, race results, tests, interviews. Abgerufen am 2. Oktober 2025.</ref> Später wurde er aufgrund der Disqualifikation von Davide Rebellin auf den vierten Rang vorgerückt.<ref>Rebellin loses medal. Abgerufen am 2. Oktober 2025.</ref>

An der Weltspitze

Datei:Andy Schleck LBL 2009 Roche aux faucons.jpg
Im Jahr 2009 gewinnt Andy Schleck Lüttich–Bastogne–Lüttich
Datei:Mt Ventoux TdF2009 (cropped).JPG
Andy Schleck, Lance Armstrong und Alberto Contador (v. l. n. r.) bei der Bergankunft am Mont Ventoux (Tour de France 2009)

Ab dem Jahr 2009 ging die dänische Mannschaft um Andy Schleck unter dem Namen Saxo Bank an den Start. Der 23-jährige Luxemburger startete bei der Kalifornien-Rundfahrt in die Saison, ehe er Achter der Monte Paschi Eroica (später Strade Bianche) wurde. Bei den Ardennen-Klassikern wurde Schleck zunächst Zehnter des Amstel Gold Race, ehe er sich bei der Flèche Wallonne nur dem Italiener Davide Rebellin geschlagen geben musste. Zum Abschluss folgte mit Lüttich–Bastogne–Lüttich eines der fünf Monumente des Radsports, das Andy Schleck im Vorjahr als Vierter beendet hatte. Bei seinem dritten Antritt griff er im Anstieg der Côte de la Roche-aux-Faucons an um als Solist zu dem Spitzenreiter Philippe Gilbert, der sich wenige Kilometer zuvor abgesetzt hatte, aufzuschließen. Kurz darauf distanzierte er den Belgier und absolvierte die verbliebenen 18 Kilometer als Solist. Letztlich triumphierte Andy Schleck mit einem Vorsprung von mehr als einer Minute vor dem Spanier Joaquim Rodríguez und dem Italiener Davide Rebellin.<ref>Andy Schleck wins Liege-Bastogne-Liege. 26. April 2009, abgerufen am 2. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Nach seinem bis dahin größten Sieg gewann er eine Etappe der Luxemburg-Rundfahrt, wobei er seinem Bruder zum Gesamtsieg verhalf. Nachdem er die Tour de Suisse bestritten hatte, sicherte er sich erstmals den luxemburgischen Meistertitel im Straßenrennen.

Bei der Tour de France galt Andy Schleck als einer der der Hauptkonkurrenten von Alberto Contador. Der Spanier hatte die Frankreich-Rundfahrt im Jahr 2007 gewonnen, ehe er die Austragung des Jahres 2008 wegen des Ausschlusses seines Teams verpasst hatte. Für zusätzliche Spannung sorgte das Comeback des siebenfachen Tour-de-France-Siegers, Lance Armstrong, der nun als Teamkollege von Alberto Contador bei der Astana-Mannschaft fuhr. Der Vorjahressieger Carlos Sastre hatte unterdessen die Mannschaft gewechselt, sodass die Schleck-Brüder die klare Kapitänsrolle in der Saxo Bank-Mannschaft erhielten.<ref>Road Bike Action, AFP: 2009 Tour de France Preview. In: Road Bike Action. Abgerufen am 2. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Auftaktzeitfahren setzte sich jedoch ihr Teamkollege Fabian Cancellara durch, der die 96. Austragung bis zur ersten Bergankunft anführte. Andy Schleck verlor in den beiden Zeitfahr-Wettbewerben rund eineinhalb Minuten gegenüber Alberto Contador und Lance Armstrong, ehe er sich in den Pyrenäen als einer der stärksten Fahrer erwies. Auf der 15. Etappe führte das Rennen schließlich in die Alpen, wo Alberto Contador seiner Favoritenrolle ein weiteres Mal gerecht wurde und das Gelbe Trikot übernahm. Andy Schleck belegte den zweiten Platz und rückte in der Gesamtwertung hinter Lance Armstrong, Bradley Wiggins und Andreas Klöden auf den fünften Rang vor.<ref>2009 Tour de France. Abgerufen am 2. Oktober 2025.</ref> Auf der 17. Etappe griffen die Schleck-Brüder bereits rund 30 Kilometer vor dem Ziel im Anstieg des Col de Romme an, wobei ihnen nur der gesamtführende Alberto Contador und dessen Teamkollege Andreas Klöden folgen konnten. Auf den letzten Kilometern des nachfolgenden Col de la Colombière forcierte Alberto Contador das Tempo, wodurch sein Teamkollege zurückfiel und der Rückstand von Lance Armstrong weiter anwuchs. Die Schleck-Brüder konnten ihm jedoch folgen und profitierten so von dem Antritt des Spaniers. Schlussendlich erreichten die Fahrer das Ziel zu dritt, wobei Fränk Schleck der Etappensieg überlassen wurde. Da Lance Armstrong, Andreas Klöden und Bradley Wiggins mehr als zwei Minuten verloren, schoben sich Andy Schleck und Fränk Schleck auf die Plätze zwei und drei der Gesamtwertung.<ref>ahood: Contador defends his attack, but even Johan Bruyneel doesn't sound too pleased. In: Velo. 22. Juli 2009, abgerufen am 2. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Schleck brothers overhaul Wiggins as Frank wins the stage. 22. Juli 2009, abgerufen am 2. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Obwohl die Fahrweise von Alberto Contador die ohnehin angespannte Stimmung innerhalb der Astana Mannschaft weiter verschlechterte, zeigte der Spanier auch auf den anschließenden Etappen keine Schwächen und gewann seine zweite Tour de France.<ref>ahood: Contador defends his attack, but even Johan Bruyneel doesn't sound too pleased. In: Velo. 22. Juli 2009, abgerufen am 2. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Contador lifts lid on 2009 Tour de France 'war' with Lance Armstrong. In: Cyclingnews. 10. April 2020, abgerufen am 2. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Andy Schleck wies letztlich als Gesamtzweiter einen Rückstand von vier Minuten und elf Sekunden auf. Zudem gewann er zum zweiten Mal in Folge die Nachwuchswertung. Nach der Tour de France ging Andy Schleck auch bei der Vuelta a España an den Start, die er jedoch aufgrund von Magenkrämpfen auf der 8. Etappe aufgab.<ref>Andy Schleck abandons Vuelta with stomach cramps. In: Cyclingnews.com. 6. September 2009, abgerufen am 2. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Datei:Tour de France 2010, sanchez schleck contador (14683797630).jpg
Im Jahr 2010 fährt Andy Schleck auf der 9. Etappe erstmals ins Gelbe Trikot. Dieses muss er jedoch auf der 15. Etappe an Alberto Contador abgeben
Datei:Tour de France 2010, andy en alberto op de tourmalet (14868015984).jpg
Im Anstieg des Col du Tourmalet kommt es zum Duell zwischen Alberto Contador (gelb) und Andy Schleck (weiß)

Im Dezember kollidierte Andy Schleck bei einer Trainingsfahrt mit einem Auto, zog sich dabei jedoch keine schweren Verletzungen zu.<ref>Staff: Schleck Fine After Car Collision. In: Bikerumor. 28. Dezember 2009, abgerufen am 2. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Frühjahr musste er die Katalonien-Rundfahrt aufgrund von Krankheit aufgeben.<ref>Andy Schleck pulls out of Catalunya | Cyclingnews.com. 23. März 2010, abgerufen am 2. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Bei den Ardennen-Klassikern konnte er seine Leistungen aus dem Vorjahr nicht wiederholen, wobei er bei der Flèche Wallonne und bei Lüttich–Bastogne–Lüttich in die Top 10 fuhr. Im Vorfeld der Frankreich-Rundfahrt wurde er nationaler Meister im Einzelzeitfahren, ehe er im Straßenrennen hinter seinem Bruder Fränk die Silbermedaille holte. Trotz seines durchwachsenen Frühjahrs galt Andy Schleck auch im Jahr 2010 als wohl größter Herausforderer von Alberto Contador. Im Auftaktzeitfahren belegte er jedoch nur den 119. Platz und büßte so bereits mehr als eine halbe Minute auf den Spanier ein.<ref>Prolog | Tour de France 2010 | radsport-news.com. Abgerufen am 6. Oktober 2025.</ref> Auf der 3. Etappe machte er jedoch mehr als eine Minute gut, als es über die Kopfsteinpflaster-Abschnitte von Paris–Roubaix ging. Dank seines Teamkollegen Fabian Cancellara erreichte er das Ziel dabei als Fünfter. Sein Bruder kam jedoch zu Sturz und musste das Rennen mit einem Schlüsselbeinbruch aufgeben.<ref>Thor Hushovd Blazes to Stage 3 Win in 2010 Tour de France | RoadCycling.com - Pro cycling news, race results, tests, interviews. Abgerufen am 6. Oktober 2025.</ref> Nachdem er das Weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers übernommen hatte, feierte Andy Schleck auf der 8. Etappe seinen ersten Tour de France Etappensieg, als er sich bei der Bergankunft von Avoriaz durchsetzte. In der Gesamtwertung lag er nun 20 Sekunden hinter dem Australier Cadel Evans, während Alberto Contador als Gesamtdritter weitere 41 Sekunden zurücklag.<ref>Andy Schleck wins in Avoriaz; Evans takes yellow. 11. Juli 2010, abgerufen am 6. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Auf der 9. Etappe kam es zum Duell zwischen den beiden Top-Favoriten, wobei Cadel Evans im Anstieg des Col de la Madeleine einbrach und im Gesamtklassement weit zurückfiel. Andy Schleck übernahm somit erstmals das Gelbe Trikot, das er auf den nachfolgenden Etappen verteidigte.<ref>Andy Schleck takes lead in Tour de France. Abgerufen am 6. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Nachdem die Fahrer die Pyrenäen erreicht hatten, kam es auf der 15. Etappe zum Eklat der später den Namen „Chaingate“ erhielt.<ref>Giles Belbin: Tour de France history: ‘Chaingate’ rocks the Tour in 2010. In: Cyclist. 28. Dezember 2022, abgerufen am 6. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Anstieg des Port de Balès griff Andy Schleck an, als jedoch seine Kette vom Fahrrad sprang und der Luxemburger vom Rad steigen musste. Alberto Contador nutzte diesen Vorfall, um sich abzusetzen und erreichte das Ziel schlussendlich mit einem Vorsprung von 39 Sekunden, womit er das Gelbe Trikot übernahm. Später meinte Contador, dass er von dem Defekt nichts mitbekommen habe, ehe er sich tags darauf entschuldigte. Andy Schleck meinte in einem Interview, dass er selbst nicht auf diese Weise gewinnen wollen würde.<ref>Contador nutzt Schleck-Panne eiskalt aus. 19. Juli 2010, abgerufen am 2. Oktober 2025.</ref><ref>Umstrittene Attacke: Contador entschuldigt sich bei Schleck. In: Der Spiegel. 20. Juli 2010, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 2. Oktober 2025]).</ref> Nach dem Vorfall kam es auf der 17. Etappe zum Duell auf dem Col du Tourmalet, wobei sich die beiden Spitzenreiter bereits früh von den restlichen Fahrern absetzten. Andy Schleck griff mehrmals an und gewann die Etappe, konnte den Spanier jedoch nicht distanzieren, womit er vor dem Abschlusszeitfahren einen Rückstand von acht Sekunden aufwies.<ref>Schleck wins on the Tourmalet but cannot shake off Contador. 22. Juli 2010, abgerufen am 6. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Kampf gegen die Uhr konnte Alberto Contador seinen Vorsprung auf 39 Sekunden ausbauen, womit er seinen dritten Gesamtsieg fixierte.<ref>Contador Wins Tour de France. 25. Juli 2010, abgerufen am 6. Oktober 2025.</ref> Andy Schleck musste sich erneut geschlagen geben, sicherte sich aber zum dritten Mal in Folge die Nachwuchswertung, was vor ihm nur dem deutschen Jan Ullrich gelungen war.

Wenige Tage nach dem Ende der Tour de France gab Andy Schleck am 30. Juli bekannt das Team Saxo Bank zu verlassen und mit seinem Bruder zu einer neuen luxemburgischen Mannschaft zu wechseln. Am Saisonende ging er bei der Vuelta a España an den Start, die er als Helfer seines Bruders bestritt. Im Vorfeld der 10. Etappe wurde er jedoch von seinem Teamchef Bjarne Riis aus dem Rennen genommen, da er aufgrund von Alkoholkonsum gegen die Mannschaftsregeln verstoßen hatte. Später entschuldigte sich Andy Schleck für sein Verhalten.<ref>Andy Schleck an der Vuelta ausgeschlossen. 7. September 2010, abgerufen am 2. Oktober 2025.</ref> Am 30. September wurde der positive Dopingtest von Alberto Contador veröffentlicht. Es folgte ein längerer Rechtsstreit, ehe Andy Schleck im Februar des Jahres 2012 offiziell zum Sieger der Tour de France 2010 erklärt wurde. Bei der Preisverleihung sagte er: „Wenn ich jetzt zum Sieger der Tour de France 2010 erklärt werde, werde ich mich nicht freuen. […] Ich habe in diesem Rennen mit Contador gekämpft und verloren. Mein Ziel ist es, die Tour de France sportlich zu gewinnen, der Beste im Feld zu sein, nicht sie vor Gericht zu gewinnen.“<ref>Andy Schleck ne se considère pas comme vainqueur du Tour 2010. 6. Februar 2012, abgerufen am 6. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Datei:Andy Schleck en jaune (5978230772) (cropped).jpg
Andy Schleck muss das Gelbe Trikot im Abschlusszeitfahren der 20. Etappe an den Australier Cadel Evans abgeben und wird erneut Gesamtzweiter

Im Januar des Jahres 2011 erfolgte die Vorstellung des neugegründeten Team Leopard-Trek, das unter luxemburgischer Lizenz den Status eines UCI ProTeams erhielt und somit bei allen großen Wettkämpfen startberechtigt war. Die Mannschaft wurde dabei um die beiden Schleck-Brüder, sowie den Klassiker- und Zeitfahrspezialisten Fabian Cancellara aufgebaut.<ref>No surprises as Leopard-Trek team launched. 6. Januar 2011, abgerufen am 6. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Nachdem er im Frühjahr keine nennenswerten Resultate einfahren hatte können, ging Andy Schleck bei den Ardennen-Klassikern an den Start. Bei Lüttich–Bastogne–Lüttich setzten sich die beiden Schleck-Brüder in der Côte de la Roche-aux-Faucons gemeinsam mit Philippe Gilbert von den restlichen Favoriten ab. Trotz ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit setzte sich letztendlich der Belgier im Sprint durch, während Andy Schleck hinter seinem Bruder Dritter wurde.<ref>Gilbert wins Liege-Bastogne-Liege. 24. April 2011, abgerufen am 6. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Danach bestritt er die Kalifornien-Rundfahrt und die Tour de Suisse, wobei er bei letzterer die Bergwertung für sich entschied.<ref>Andy Schleck dominiert Etappe und wird Zweiter. 17. Juni 2011, abgerufen am 6. Oktober 2025.</ref> Im Anschluss wurde er hinter seinem Bruder Zweiter im Straßenrennen der luxemburgischen Meisterschaften. Bei der Tour de France 2011 ging Andy Schleck erneut als einer der Top-Favoriten an den Start. Dabei traf er erneut auf den Spanier Alberto Contador gegen den zu diesem Zeitpunkt Ermittlungen nach seinem positiven Doping-Test liefen.<ref>VeloNews.com: 2011 Tour de France Preview: Top five riders to watch. In: Velo. 22. Juni 2011, abgerufen am 6. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der Spanier verlor jedoch bereits auf der 1. Etappe nach einem Sturz eineinhalb Minuten.<ref>ahood: Alberto Contador finds himself in an 80-second hole after stage 1 of the 2011 Tour de France. In: Velo. 2. Juli 2011, abgerufen am 6. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die beiden Schleck-Brüder hielten sich in der ersten Woche schadlos, wobei Andy bei der kleinen Bergankunft des Mûr de Bretagne acht Sekunden einbüßte. Nachdem sie sich auch in den Pyrenäen zu den stärksten Fahrern zählen konnten, waren sie neben dem Australier Cadel Evans die ersten Verfolger des Franzosen Thomas Voeckler, der das Gelbe Trikot aus einer Ausreißergruppe auf der 9. Etappe übernommen hatte. Auf der 16. Etappe verlor Andy Schleck rund eine Minute auf Cadel Evans, als er auf der nassen Straße der Abfahrt des Col de Manse distanziert wurde. Im Ziel kritisierte er die Streckenführung und verwies auf seinen Teamkollegen Wouter Weylandt, der im Mai desselben Jahres beim Giro d’Italia nach einem Sturz ums Leben gekommen war. In der Gesamtwertung lag er als Gesamtvierter nun bereits drei Minuten hinter Thomas Voeckler zurück, wobei sein Rückstand gegenüber Cadel Evans eine Minute und 18 Sekunden betrug.<ref>Vater Schleck erklärt den Absturz seiner Söhne. 20. Juli 2011, abgerufen am 6. Oktober 2025.</ref> Zwei Tage später folgte die Königsetappe, die auf einer Länge von mehr als 200 Kilometern über den Col Agnel und Col d’Izoard auf den Col du Galibier führte, wo die bislang höchste Bergankunft der Tour de France stattfand. Andy Schelck griff bereits rund 60 Kilometer vor dem Ziel im Anstieg des Col d’Izoard an, ehe er mit der Hilfe seines Teamkollegen Maxime Monfort zu der Ausreißergruppe aufschloss und schlussendlich als Sieger am Col du Galibier ankam. Er machte dabei mehr als zwei Minuten auf seine ersten Verfolger gut und lag nun mit einem Rückstand von 15 Sekunden auf dem zweiten Gesamtrang.<ref>Der Höllenritt des Andy Schleck | SPOX. Abgerufen am 6. Oktober 2025.</ref> Am Tage darauf übernahm er in Alpe d’Huez das Gelbe Trikot von Thomas Voeckler, der sich länger als gedacht an der Spitze des Gesamtklassements gehalten hatte.<ref>Tour de France: Andy Schleck fährt ins Gelbe Trikot. In: Der Spiegel. 22. Juli 2011, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 6. Oktober 2025]).</ref> Andy Schleck lag nun 53 Sekunden vor seinem Bruder und 57 Sekunden vor Cadel Ewans. Der Australier beendete das Einzelzeitfahren der 20. Etappe jedoch als Zweiter und entriss dem Luxemburger am vorletzten Tag den Gesamtsieg.<ref>Badische Zeitung: Cadel Evans holt sich im Zeitfahren Gelb. 23. Juli 2011, abgerufen am 6. Oktober 2025.</ref> Schlussendlich wurde Andy Schleck mit einem Rückstand von rund eineinhalb Minuten erneut Gesamtzweiter, wobei er mit seinem Bruder auf dem abschließenden Podium von Paris stand.

Verletzungen und Karriereende

Datei:A schleck paris nice 2012.jpg
Andy Schleck bei Paris–Nizza 2012

Nach nur einem Jahr kam es zur Fusion der Mannschaften Leopard Trek und RadioShack, womit Andy Schleck nun für das RadioShack-Nissan-Trek Team an den Start ging.<ref>2 min read Updated 1:35 PM EDT, Tue September 6, 2011: RadioShack and Leopard announce cycling merger. 6. September 2011, abgerufen am 6. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Das Team behielt jedoch seine Luxemburger Nationalität und baute auf dieselben Leistungsträger wie im Vorjahr. Als neuer Teamchef wurde der Belgier Johan Bruyneel eingesetzt, der zuvor Lance Armstrong und Alberto Contador zu deren Tour-de-France-Siegen geleitet hatte.<ref>Bruyneel with six Sports Directors at RadioShack-Nissan-Trek in 2012 | Cyclingnews.com. 22. Oktober 2011, abgerufen am 6. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Frühjahr verließ Andy Schleck Paris–Nizza wegen Magenproblemen, ehe er auch die Katalonien-Rundfahrt frühzeitig beendete.<ref>Andy Schleck out of Paris-Nice with stomach problems. 6. März 2012, abgerufen am 6. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Andy Schleck 'behind schedule' but confident for Tour de France. 21. April 2012, abgerufen am 6. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Nachdem er auch bei den Ardennen-Klassikern keine nennenswerten Ergebnisse einfahren konnte, kam er am 7. Juni im Zeitfahren des Critérium du Dauphiné zu Sturz, das er zwei Tage später ebenfalls aufgab.<ref>Schleck's Tour build-up falters with Dauphine TT crash. 7. Juni 2012, abgerufen am 6. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Später wurde ein Beckenbruch bei dem inzwischen 26-jährigen Luxemburger festgestellt, womit er am 13. Juni seinen Start bei der Tour de France absagen musste.<ref>Andy Schleck misses the Tour de France with a broken pelvis. In: BBC Sport. 13. Juni 2012 (bbc.com [abgerufen am 6. Oktober 2025]).</ref> Im Juli musste er auch seinen Start bei der Vuelta a España absagen, da seine Verletzungen noch nicht ausreichend verheilt waren.<ref>SID: Radsport: Andy Schleck nicht bei Vuelta. In: Die Zeit. 27. Juli 2012, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 6. Oktober 2025]).</ref> Auch sein geplantes Comeback am 9. September beim Grand Prix de Fourmies musste verschoben werden, da Schleck immer noch unter stechenden Schmerzen litt.<ref>schleck nix gp fourmies. Abgerufen am 6. Oktober 2025.</ref> Schlussendlich kehrte Andy Schleck am 2. Oktober bei Binche–Chimay–Binche nach rund vier Monaten ins Renngeschehen zurück. In einem Interview vor dem Start sprach er von der schwierigsten Periode seiner Karriere und, dass er immer noch nicht schmerzfrei sei. Er gab das Rennen nach 130 Kilometern auf, hoffte jedoch, dass er bald wieder mit mehrstündigen Trainingsfahrten beginnen könne. Kim Andersen, sein damaliger Trainer, vertraute jedoch weiterhin auf die Fähigkeiten des Luxemburgers und schätze diesen auch weiterhin als zukünftigen Favoriten auf den Tour-de-France-Sieg ein. Der Plan sah vor, dass Schleck bald in das Wintertraining einsteigen würde und nach den Ardennen-Klassikern wieder die Frankreich-Rundfahrt in den Fokus nehmen würde.<ref>Andy Schleck steigt bei Comeback nach rund 130 km vom Fahrrad. 2. Oktober 2012, abgerufen am 6. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Seinen letzten Wettkampf des Jahres 2012 bestritt Andy Schleck bei der Tour of Beijing, die er ebenfalls vorzeitig verließ.

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Christian Vande Velde, Chris Froome und Andy Schleck (v. l. n. r.) bei der USA Pro Challenge 2013

Im Jahr 2013 startete Andy Schleck im Januar bei der Tour Down Under in die Saison. Diese gab er jedoch als vorletzter Fahrer der Gesamtwertung am letzten Tag auf, ehe er auch die Tour Méditerranéen bereits am ersten Abschnitt wegen Atemproblemen verließ. Die Leistungen des Luxemburgers alarmierten nun auch seinen neuen Teamchef Luca Guercilena, der mögliche mentale Probleme seines Schützlings in den Fokus rückte. So legte Johny Schleck seinen Söhnen ein Karriereende nahe, da Andy mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte, und Fränk im Jahr 2012 positiv auf das Diuretikum Xipamid getestet worden war.<ref name=":8">RadioShack team manager says he's worried about Andy Schleck's mental state. 8. Februar 2013, abgerufen am 6. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Nachdem Andy Schleck auch Tirreno–Adriatico und die Baskenland-Rundfahrt frühzeitig beendet hatte, belegte er bei der Kalifornien-Rundfahrt den 25 Rang, wobei er im Gesamtklassement einen Rückstand von rund 20 Minuten aufwies. Einen kleinen Achtungserfolg erzielte er kurz darauf bei der Tour de Suisse, wo er die Königsetappe mit einem Rückstand von eineinhalb Minuten als 15. beendete.<ref>Achtungserfolg für Andy Schleck bei Königsetappe. 14. Juni 2013, abgerufen am 6. Oktober 2025.</ref> Trotz seiner durchwachsenen Leistungen wurde Andy Schleck am 19. Juni von seiner Mannschaft für die Tour de France nominiert. Dabei erhielt er die Rolle des Kapitäns, wobei der Spanier Haimar Zubeldia als Co-Leader fungierte.<ref>Achtungserfolg für Andy Schleck bei Königsetappe. 14. Juni 2013, abgerufen am 6. Oktober 2025.</ref> Bei seiner fünften Tour de France konnte Andy Schleck jedoch kaum Akzente setzen und belegte schlussendlich den 20. Gesamtrang. Sein Rückstand auf den siegreichen Briten Chris Froome betrug dabei mehr als 40 Minuten. Als das Team bekanntgab seinen Bruder Fränk nach dem Ablauf seiner Dopingsperre nicht weiter zu beschäftigen, zeigte sich Andy Schleck enttäuscht und meinte, dass er lieber nicht sage, was er denke, um dem Team keinen Anlass zu geben ihn selbst zu entlassen.<ref>Andy Schleck wütend über Ausbootung seines Bruders. 17. Januar 2019, abgerufen am 6. Oktober 2025.</ref> Nach der Übernahme der Mannschaft durch den Radhersteller Trek, wurde der Vertrag mit Fränk Schleck jedoch erneut verlängert.<ref>Trek bestätigt Verpflichtung von Andy und Fränk Schleck | radsport-news.com. Abgerufen am 6. Oktober 2025.</ref>

Nach zwei durchwachsenen Jahren hoffte Andy Schleck im Jahr 2014 auf einen Neubeginn, wobei er weiterhin den Tour-de-France-Sieg als Ziel ausgab.<ref>Schleck hofft auf "Neubeginn". Abgerufen am 6. Oktober 2025.</ref> Er blieb im Frühjahr jedoch erneut deutlich hinter seinen früheren Leistungen zurück, ehe er alle drei Ardennen-Klassiker frühzeitig aufgab. Nach durchwachsenen Leistungen bei der Luxemburg-Rundfahrt und der Tour de Suisse holte er im Straßenrennen der luxemburgischen Meisterschaften die Bronzemedaille, wobei er seinem Bruder Fränk zu dessen fünften Titel verhalf. Am 25. Juni wurden beide Brüder für die Tour de France 2014 nominiert.<ref>Andy and Frank Schleck selected for Tour de France. 25. Juni 2014, abgerufen am 6. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Nachdem er auf der hügeligen 2. Etappe bereits rund eineinhalb Minuten verloren hatte, kam Andy Schleck auf der 3. Etappe im Stadtgebiet von London zu Sturz. Aufgrund einer Knieverletzung ging er am nachfolgenden Tag nicht mehr an den Start und musste operiert werden.<ref>Andy Schleck abandons Tour de France. 8. Juli 2014, abgerufen am 6. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Er hatte sich einen Riss der Seitenbänder und Kreuzbänder sowie des Meniskus zugezogen und erlitt zudem einen Knorpelschaden im rechten Knie.<ref>Andy Schleck zog sich bei Sturz auch noch Knorpelschaden zu | radsport-news.com. Abgerufen am 6. Oktober 2025.</ref> Am 9. Oktober gab Andy Schleck im Alter von 29 Jahren sein Karriereende bekannt. Als Grund nannte er seine anhaltenden Kniebeschwerden, die sich auch nach intensiver Physiotherapie nicht verbessert hatten. Bei der Pressekonferenz ging Schleck ein weiteres Mal auf die Tour de France 2010 ein und meinte: „Auch wenn ich die Tour erst am grünen Tisch gewonnen habe: Ich habe sie gewonnen und verdiene sie.“<ref>Andy Schleck beendet Karriere wegen seines Knies | radsport-news.com. Abgerufen am 6. Oktober 2025.</ref>

Leben nach dem Sport

Im März des Jahres 2016 eröffnete Andy Schleck in Itzig das Fahrradgeschäft Andy Schleck Cycles.<ref>Andy Schleck: Geschäftseröffnung mit viel Prominenz. 6. März 2016, abgerufen am 6. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Juni des Jahres 2022 kam ein zweites Geschäft in Mertert hinzu.<ref>Andy Schleck Opens 2nd Cycle Shop, in Mertert. Abgerufen am 6. Oktober 2025.</ref>

Im Jahr 2017 wurde Andy Schleck Präsident der Luxemburg-Rundfahrt und folgte somit Frank Zeimet nach.<ref>The SkodaTour LuXembourg - a race rich in history - Škoda Tour de Luxembourg. 7. September 2022, abgerufen am 6. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Soziales Engagement

Andy Schleck unterstützte 2013 zusammen mit anderen Prominenten wie Colin Firth und Vivienne Westwood die Kampagne der Menschenrechtsorganisation Survival International zum Schutz der Awá, eines bedrohten indigenen Volkes im Amazonasgebiet in Brasilien.<ref>Prominente Unterstützung für die Awá auf survivalinternational.de abgerufen am 1. September 2014</ref>

Familie

Andy Schleck ist der jüngste von drei Söhnen des ehemaligen luxemburgischen Radprofis Johny Schleck. 2015 wurde er Vater. Im Februar 2017 heiratete er in Bad Mondorf seine Freundin Jil Delvaux.<ref>Andy Schleck hat geheiratet. Tageblatt, 18. Februar 2017, abgerufen am gleichen Tage.</ref>

Erfolge

2002
2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2014

Wichtige Platzierungen

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Literatur

  • Familienmenschen. in: procycling, August 2007, bede-Verlag, Ruhmannsfelden, S. 60–62

Filme

  • The Road Uphill (Doku, 2011)

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Andy Schleck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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1903: Maurice Garin | 1904: Henri Cornet | 1905: Louis Trousselier | 1906: René Pottier | 1907, 1908: Lucien Petit-Breton | 1909: François Faber | 1910: Octave Lapize | 1911: Gustave Garrigou | 1912: Odiel Defraeye | 1913, 1914: Philippe Thys | 1915–1918: Keine Austragung | 1919: Firmin Lambot | 1920: Philippe Thys | 1921: Léon Scieur | 1922: Firmin Lambot | 1923: Henri Pélissier | 1924, 1925: Ottavio Bottecchia | 1926: Lucien Buysse | 1927, 1928: Nicolas Frantz | 1929: Maurice De Waele | 1930, 1932: André Leducq | 1931, 1934: Antonin Magne | 1933: Georges Speicher | 1935: Romain Maes | 1936, 1939: Sylvère Maes | 1937: Roger Lapébie | 1938, 1948: Gino Bartali | 1940–1946: Keine Austragung | 1947: Jean Robic | 1949, 1952: Fausto Coppi | 1950: Ferdy Kübler | 1951: Hugo Koblet | 1953, 1954, 1955: Louison Bobet | 1956: Roger Walkowiak | 1957, 1961, 1962, 1963, 1964: Jacques Anquetil | 1958: Charly Gaul | 1959: Federico Bahamontes | 1960: Gastone Nencini | 1965: Felice Gimondi | 1966: Lucien Aimar | 1967: Roger Pingeon | 1968: Jan Janssen | 1969, 1970, 1971, 1972, 1974: Eddy Merckx | 1973: Luis Ocaña | 1975, 1977: Bernard Thévenet | 1976: Lucien Van Impe | 1978, 1979, 1981, 1982, 1985: Bernard Hinault | 1980: Joop Zoetemelk | 1983, 1984: Laurent Fignon | 1986, 1989, 1990: Greg LeMond | 1987: Stephen Roche | 1988: Pedro Delgado | 1991, 1992, 1993, 1994, 1995: Miguel Indurain | 1996: Bjarne Riis | 1997: Jan Ullrich | 1998: Marco Pantani | 1999, 2000, 2001, 2002, 2003, 2004, 2005: Kein Gewinner | 2006: Óscar Pereiro | 2007, 2009: Alberto Contador | 2008: Carlos Sastre | 2010: Andy Schleck | 2011: Cadel Evans | 2012: Bradley Wiggins | 2013, 2015, 2016, 2017: Chris Froome | 2014: Vincenzo Nibali | 2018: Geraint Thomas | 2019: Egan Bernal | 2020, 2021, 2024, 2025: Tadej Pogačar | 2022, 2023: Jonas Vingegaard

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Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 1892, 1893, 1894 Léon Houa | 1895–1907 nicht ausgetragen | 1908 André Trousselier | 1909 Victor Fastre | 1911 Joseph Vandaele | 1912 Omer Verschoore | 1913 Maurice Moritz | 1915–1918 nicht ausgetragen | 1919 Léon Devos | 1920 Léon Scieur | 1921, 1922 Louis Mottiat | 1923, 1924 René Vermandel | 1925 Georges Ronsse | 1926 Dieudonné Smets | 1927 Maurice Raes | 1928 Ernest Mottard | 1929, 1931, 1935 Alfons Schepers | 1930 Hermann Buse | 1932 Marcel Houyoux | 1933 François Gardier | 1934 Théo Herckenrath | 1936 Albert Beckaert | 1937 Eloi Meulenberg | 1938 Alfons Deloor | 1939 Albert Ritserveldt | 1940–1942 nicht ausgetragen | 1943, 1947 Richard Depoorter | 1944 nicht ausgetragen | 1945 Jan Engels | 1946, 1950 Prosper Depredomme | 1948 Maurice Mollin | 1949 Camille Danguillaume | 1951, 1952 Ferdy Kübler | 1953 Alois De Hertog | 1954 Marcel Ernzer | 1955 Stan Ockers | 1956, 1958, 1959 Fred De Bruyne | 1957 Germain Derycke und Frans Schoubben | 1960 Ab Geldermans | 1961 Rik Van Looy | 1962 Jef Planckaert | 1963 Frans Melckenbeeck | 1964 Willy Bocklant | 1965 Carmine Preziosi | 1966 Jacques Anquetil | 1967 Walter Godefroot | 1968 Valère Van Sweevelt | 1969, 1971, 1972, 1973, 1975 Eddy Merckx | 1970 Roger De Vlaeminck | 1974 Georges Pintens | 1976, 1978 Joseph Bruyère | 1977, 1980 Bernard Hinault | 1979 Dietrich Thurau | 1981 Josef Fuchs | 1982 Silvano Contini | 1983 Steven Rooks | 1984, 1989 Sean Kelly | 1985, 1986, 1987, 1991 Moreno Argentin | 1988 Adrie van der Poel | 1990 Eric Van Lancker | 1992 Dirk De Wolf | 1993 Rolf Sørensen | 1994 Jewgeni Bersin | 1995 Mauro Gianetti | 1996 Pascal Richard | 1997, 1998 Michele Bartoli | 1999 Frank Vandenbroucke | 2000, 2002 Paolo Bettini | 2001 Oscar Camenzind | 2003 Tyler Hamilton | 2004 Davide Rebellin | 2005, 2010 Alexander Winokurow | 2006, 2008, 2015, 2017 Alejandro Valverde | 2007 Danilo Di Luca | 2009 Andy Schleck | 2011 Philippe Gilbert | 2012 Maxim Iglinski | 2013 Daniel Martin | 2014 Simon Gerrans | 2016 Wout Poels | 2018 Bob Jungels | 2019 Jakob Fuglsang | 2020 Primož Roglič | 2021, 2024, 2025 Tadej Pogačar | 2022, 2023 Remco Evenepoel Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang

1922 Franz Heck | 1923–1934 Nicolas Frantz | 1935, 1939 Arsène Mersch | 1936 Émile Bewing | 1937 Pierre Clemens | 1938, 1948 Mathias Clemens | 1945 Joseph Bintener | 1946, 1951 Jean Kirchen | 1947, 1950 Jean Goldschmit | 1949 Willy Kemp | 1952 Johny Goedert | 1953, 1954, 1955 Marcel Ernzer | 1956, 1957, 1959, 1960, 1961, 1962 Charly Gaul | 1958 Jean-Pierre Schmitz | 1963, 1964 Roger Thull | 1965, 1973 Johny Schleck | 1966–1971 Edy Schütz | 1972, 1974–1976 Roger Gilson | 1977–1980 Lucien Didier | 1981–1983 Eugène Urbany | 1984, 1985 Claude Michely | 1986, 1987, 1988 Enzo Mezzapesa | 1989 Pascal Triebel | 1990 Pascal Kohlvelter | 1997 Daniel Bintz | 1998 Tom Flammang | 1999, 2004, 2006 Kim Kirchen | 2000, 2003, 2007 Benoît Joachim | 2001, 2002 Christian Poos | 2005, 2008, 2010, 2011, 2014 Fränk Schleck | 2009 Andy Schleck | 2012 Laurent Didier | 2013, 2015–2019 Bob Jungels | 2020, 2021, 2024 Kevin Geniets | 2022 Colin Heiderscheid | 2023 Alex Kirsch | 2025 Arthur Kluckers <references />

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