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Kaliumchromat

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Strukturformel
Elementarzelle von Kaliumchromat.
Vorlage:Farbe K+ 0 Vorlage:Farbe Cr6+0 Vorlage:Farbe O2−
Kristallsystem

orthorhombisch

Raumgruppe

Pnam (Nr. 62, Stellung 6)Vorlage:Raumgruppe/62.6

Gitterparameter

a = 7,663 Å, b = 10,388 Å, c = 5,922 Å<ref name="Kristallstruktur">John A. McGinnety: Redetermination of the structures of potassium sulphate and potassium chromate: the effect of electrostatic crystal forces upon observed bond lengths. In: Acta Crystallographica. Band 28, 1972, S. 2845–2852, doi:10.1107/S0567740872007022.</ref>

Allgemeines
Name Kaliumchromat
Andere Namen
  • Dikaliumchromat
  • Chromsaures Kalium
Summenformel K2CrO4
Kurzbeschreibung

zitronengelber, kristalliner Feststoff<ref name="GESTIS" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 232-140-5
ECHA-InfoCard 100.029.218
PubChem 24597
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 194,19 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

2,73 g·cm−3 (18 °C)<ref name="GESTIS" />

Schmelzpunkt

985 °C<ref name="GESTIS" />

Siedepunkt

1000 °C<ref name="GESTIS" />

Löslichkeit
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),<ref name="CLP_100.029.218">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.</ref> ggf. erweitert<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 315​‐​317​‐​319​‐​335​‐​340​‐​350i​‐​410
P: 202​‐​273​‐​280​‐​302+352​‐​305+351+338​‐​308+313<ref name="GESTIS" />
Zulassungs­verfahren unter REACH

besonders besorgnis­erregend: krebs­erzeugend, erbgut­verändernd, fortpflanzungs­gefährdend (CMR)<ref name="SVHC_100.029.218">Eintrag in der SVHC-Liste der Europäischen ChemikalienagenturVorlage:Abrufdatum</ref>; zulassungs­pflichtig<ref name="Zulassungspflicht_100.029.218">Eintrag im Verzeichnis der zulassungspflichtigen Stoffe der Europäischen ChemikalienagenturVorlage:Abrufdatum</ref>

MAK
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Kaliumchromat ist ein Kaliumsalz der Chromsäure (H2CrO4) mit der Summenformel K2CrO4. Es ist ein nicht brennbarer, zitronengelber, giftiger und umweltgefährlicher Feststoff. Das Salz ist ein starkes Oxidationsmittel und wirkt ätzend auf Haut und Schleimhäute.

Gewinnung und Darstellung

Durch die Reaktion von Kaliumcarbonat und Kaliumdichromat wird Kaliumchromat hergestellt.

<chem>K2CO3 + K2Cr2O7 -> 2K2CrO4 + CO2 ^</chem>

Eigenschaften

Datei:Kaliumchromat.JPG
Kaliumchromat

Wasserfreies Kaliumchromat bildet zitronengelbe, prismenförmige Kristalle (orthorhombisch, Raumgruppe Pnam (Raumgruppen-Nr. 62, Stellung 6)Vorlage:Raumgruppe/62.6, Gitterparameter a = 7,663 Å, b = 10,388 Å, c = 5,92 Å<ref name="Kristallstruktur" />), welche sich oberhalb von 670 °C in eine rote hexagonale α-Modifikation umwandeln.

Bei Berührung mit brennbaren Stoffen ist das Salz feuergefährlich.

Verwendung

Kaliumchromat wurde fast vollständig durch das preiswertere Natriumchromat ersetzt und wird nur noch für sehr spezifische Anwendungen, wie beispielsweise in der Analogfotografie oder als Indikator bei der Titration von Natriumchlorid nach Mohr verwendet (DAB7).

Nachweis

Das leichtlösliche Chromat-Anion (CrO42−) lässt sich in wässriger Lösung mit Metallkationen wie Ag+, Ba2+, Pb2+ und Hg22+ als, je nach Kation gelber, roter oder braunroter, Niederschlag ausfällen:

<chem>Ba^{2+} {}+ CrO4^{2-} -> BaCrO4 v</chem>
<chem>2Ag+ + CrO4^{2-} -> Ag2CrO4 v</chem>

Es ist dabei zu beachten, dass in sehr sauren Lösungen das Chromat-Dichromat-Gleichgewicht zunehmend zum Dichromat verschoben ist. Daneben kann der Nachweis auch durch Reduktion des Chromat-Anions zu Cr3+ erfolgen, welche einen Farbumschlag von Gelb zu grün verursacht. Diese Reaktion dient auch zur halbquantitativen Bestimmung von Ethanol.

Sicherheitshinweise und gesetzliche Regelungen

Kaliumchromat ist giftig und umweltgefährlich und führt zu Reizung und Schädigung von Haut und Schleimhäuten. Es schädigt Nieren, Blut und Leber und verursacht an verletzten Hautstellen schlecht heilende Wunden. Kaliumchromat wurde im Juni 2010 aufgrund seiner Einstufung als krebserzeugend (Carc. 1B) und mutagen (Muta. 1B) in die Kandidatenliste der besonders besorgniserregenden Stoffe (Substance of very high concern, SVHC) aufgenommen.<ref name="SVHC_100.029.218" /> Im April 2013 wurde Kaliumchromat danach in das Verzeichnis der zulassungspflichtigen Stoffe mit dem Ablauftermin für die Verwendung in der EU zum 21. September 2017 aufgenommen.<ref name="Zulassungspflicht_100.029.218" /><ref name="Verordnung (EU) Nr. 348/2013">Verordnung (EU) Nr. 348/2013Vorlage:Abrufdatum</ref> Als Chrom(VI)-Verbindung unterliegt Kaliumchromat außerdem den Beschränkungen im Anhang XVII, Nummer 47 und 72 der REACH-Verordnung (in Deutschland umgesetzt durch die Chemikalien-Verbotsverordnung).<ref name="beschränkte_stoffe">ECHA: Liste der beschränkten Stoffe – Anhang XVII der REACH-Verordnung, abgerufen am 5. September 2020.</ref>

Weblinks

Commons: Kaliumchromat – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />