Zum Inhalt springen

Natriumchromat

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Vorlage:Infobox Chemikalie

Natriumchromat ist eine chemische Verbindung der Elemente Natrium, Chrom und Sauerstoff bzw. das Natriumsalz der Chromsäure.

Gewinnung und Herstellung

Es entsteht als Zwischenprodukt bei der Gewinnung von Chrom aus dem Mineral Chromit.<ref>Vorlage:Literatur</ref> Das Chromiterz wird mit Natriumcarbonat und Luftsauerstoff bei 1200 °C zu Natriumchromat oxidiert.<ref>Vorlage:Literatur</ref>

<chem>4 FeO . Cr2O3 + 8 Na2CO3 + 7 O2 -> 8 Na2CrO4 + 2 Fe2O3 + 8 CO2</chem>

Eigenschaften

Datei:Chroman sodný.JPG
Natriumchromat

Natriumchromat wirkt stark oxidierend.

Verwendung

Das Natriumsalz der Chromsäure wird im Labor als starkes Oxidationsmittel, als Markierungssubstanz in der biologischen Forschung<ref>I. Lauermann, H. Hecker, E. Kirchner: Erstellung von Blutvolumenreferenzwerten für erythrozytenmarkierende Indikatorverdünnungsmethoden anhand von Literaturdaten. In: Transfusion Medicine and Hemotherapy. 26, 1999, S. 360, doi:10.1159/000053520.</ref>, als Korrosionsschutzmittel in Kühlgeräten und als Holzschutzmittel<ref>PAN Pesticides Database: Sodium Chromate, abgerufen am 18. Juni 2023.</ref> eingesetzt.

Sicherheitshinweise und gesetzliche Regelungen

Natriumchromat kann zu Allergien führen. Der Stoff ist giftig beim Verschlucken und sehr giftig beim Einatmen. Natriumchromat wurde im Juni 2010 aufgrund seiner Einstufung als krebserzeugend (Carc. 1B), mutagen (Muta. 1B) und reproduktionstoxisch (Reprod. 1B) in die Kandidatenliste der besonders besorgniserregenden Stoffe (Substance of very high concern, SVHC) aufgenommen.<ref name="SVHC_100.028.990" /> Im April 2013 wurde Natriumchromat danach in das Verzeichnis der zulassungspflichtigen Stoffe mit dem Ablauftermin für die Verwendung in der EU zum 21. September 2017 aufgenommen.<ref name="Zulassungspflicht_100.028.990" /><ref name="Verordnung (EU) Nr. 348/2013">Vorlage:EU-Verordnung</ref> Als Chrom(VI)-Verbindung unterliegt Natriumchromat außerdem den Beschränkungen im Anhang XVII, Nummer 47 und 72 der REACH-Verordnung (in Deutschland umgesetzt durch die Chemikalien-Verbotsverordnung).<ref name="beschränkte_stoffe">ECHA: Liste der beschränkten Stoffe – Anhang XVII der REACH-Verordnung, abgerufen am 5. September 2020.</ref>

Einzelnachweise

<references />