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Bayerische Polizei

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Bayerische Polizei
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Staatliche Ebene Land (Freistaat Bayern)
Stellung Landespolizei
Aufsichtsbehörde Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration
Gründung 29. Juni 1945
Hauptsitz München, BayernDatei:Flag of Bavaria (lozengy).svg Bayern
Behördenleitung Landespolizeipräsident Michael Schwald
Bedienstete > 45.500 (2026)
Haushaltsvolumen 4.789.869.700 € (2025)<ref name=b>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Haushaltsplan 2024/25 - Einzelplan 03.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL;.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Netzauftritt www.polizei.bayern.de

Die Bayerische Polizei<ref>Zum 1. August 2021 ist in der Überschrift des Polizeiaufgabengesetzes das Wort Staatliche in der ursprünglichen Bezeichnung Bayerische Staatliche Polizei entfallen.</ref> ist die Landespolizei des Freistaates Bayern und mit einem Personalstand von über 45.500 (Stand: März 2026)<ref name=":0">Wir über uns. In: polizei.bayern.de. Abgerufen am 1. März 2026.</ref> nach der Polizei Nordrhein-Westfalen die zweitgrößte Landespolizei Deutschlands. Von den Beschäftigten sind etwa 34.000 Waffenträger.<ref>Neue Dienstpistole der Bayerischen Polizei. In: bayern.de. Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, 12. Januar 2018, abgerufen am 12. Januar 2025.</ref>

Geschichte

Frühes 19. Jahrhundert bis 1945

Datei:Siegelmarke K.B. Gendarmerie-Abteilung von Oberbayern W0363020.jpg
Siegelmarke Königlich Bayerische Gendarmerie-Kompagnie von Oberbayern

Der Ausdruck „Policey“ bezeichnete bis zur Schaffung der modernen Polizei im heutigen Sinne jegliches Handeln einer Obrigkeit, auch in der Verwaltung (Polizeibegriff). Durch die Gründung einer Polizei als solches zu Beginn des 19. Jahrhunderts im Königreich Bayern (1813 als Königliches Gendarmeriekorps; bis zur Heeresreform 1868 Teil der Bayerischen Armee) begann eine Umstrukturierung der Aufgabenbereiche. Wurden durch die Polizei anfangs auch noch wohlfahrts- und verwaltungspolizeiliche Aufgaben wahrgenommen, so konzentrierte sich das Handeln im Verlauf der Zeit immer mehr auf die Kontrolle der Gesellschaft und deren Verhalten.

Per Dekret vom 11. Oktober 1812 wurde im Jahr 1813 die bayerische Gendarmerie gegründet.<ref>„Wir, Maximilian Josef, von Gottes Gnaden König von Bayern in folge der Konstitution des Reiches haben Wir beschlossen wie folgt: Es soll eine Gendarmerie errichtet werden und dieser die Erhaltung der Ruhe, Ordnung und Sicherheit, im Innern des Reiches mit dem nächsten Jahre anfangend, anvertraut werden.“ Gegeben in unserer Haupt- und Residenzstadt München, den 11. Oktober 1812.</ref> Diese war nach dem Vorbild Frankreichs dezentral über Bayern verteilt und militärisch organisiert. Erst im Jahr 1919 wurden alle Polizeien vom Militär losgelöst und zugleich dem Bayerischen Innenministerium unterstellt. Die Polizei stand nun unter ziviler Kontrolle durch das Land oder aber der Gemeinden. Während der Zeit der Weimarer Republik misslang es den Polizeieinheiten, die demokratische Struktur des Staates zu schützen. Eine effektive Überwachung der Gesellschaft war allerdings gewährleistet, denn die Polizei näherte sich an die Bevölkerung an, resultierend in dem Sinnspruch „Die Polizei, dein Freund und Helfer“.

1919/20 wurde die Bayerische Landespolizei gegründet,<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Bayerische Landespolizei, 1920–1935.] historisches-lexikon-bayerns.de, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 27. September 2015.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> eine paramilitärisch organisierte Truppe mit dem Hauptaufgabengebiet, bei Versammlungen und politischen Veranstaltungen für Ordnung zu sorgen. So stoppte die Bayerische Landespolizei am 8./9. November 1923 den Hitler-Putsch, den „Marsch zur Feldherrnhalle“, mit Gewalt. Mit den Beamten der Landespolizei wurde auch der polizeiliche Einzeldienst verstärkt. Zwischen den Jahren 1923 und 1929 wurden die kommunalen Schutzmannschaften verstaatlicht. 1928 erfolgte die organisatorische Zusammenfassung von Schutzpolizei (also den staatlichen Schutzmannschaften und der Landespolizei als Bereitschaftspolizei) und Gendarmerie in der „Uniformierten Staatspolizei“.<ref>Wilhelm Volkert, Richard Bauer: Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980, 1983, S. 52</ref>

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 wurden alle Polizeien in Deutschland zentralisiert. Dies hatte allerdings nur wenig Einfluss auf den Wirkungsbereich, denn Personal sowie Kompetenzen blieben dieselben. Das Innenministerium war nach wie vor oberste Dienstbehörde, lediglich organisatorisch war die Bayerische Polizei der Reichsregierung in Berlin untergeordnet.

Im Jahr 1935 wurde die Bayerische Landespolizei aufgelöst und in die Wehrmacht eingegliedert. Ab dem Jahr 1939 sollten Polizeibataillone die besetzten Gebiete sichern. Dort begingen Polizeieinheiten auch Kriegsverbrechen wie Verschleppungen und Massenmorde.

Die Bayerische Politische Polizei, ab 1936 die Geheime Staatspolizei, wurde aus dem Polizeiverband des Landes abgetrennt und in einem selbständigen Verband zusammengeführt. Damit einher ging auch die Loslösung von sämtlichen rechtlichen Vorschriften. Im selben Jahr wurde im gesamten Reichsgebiet eine neue Polizeistruktur eingeführt. In der Ordnungspolizei gingen nun die uniformierten Schutzmannschaften, die Gendarmerie, die kleinen Gemeindepolizeien sowie die Wasser-, Feuer- und Luftschutzpolizei auf. Die Kriminalpolizei bildete ab 1939 eine eigene Sicherheitspolizei zusammen mit der Gestapo unter der Leitung des Reichssicherheitshauptamtes in Berlin. Der gesamte Polizeiapparat wurde mit der SS unter Heinrich Himmler verschmolzen.

Durch die Aufhebung des demokratischen Rechtsstaates im Deutschen Reich konnte die Polizei ohne Kontrolle durch die Judikative arbeiten. Faktisch agierte die Polizei ab 1933 als Handlanger der Nationalsozialisten und half, das Regime aufrechtzuerhalten. Hierfür war Bayern ein entscheidender Ausgangspunkt. Gezielt wurden demokratische Polizeiprinzipen aus der Weimarer Republik außer Kraft gesetzt. Unter dem Missbrauch des Vertrauens der Bevölkerung („Freund und Helfer“) geschahen auch im Inland Verbrechen, wie die Deportation von Juden oder die Verfolgung „asozialer“, behinderter und politisch motivierter Menschen.<ref>Vom Königreich zur Weimarer Republik und im Dienste des NS-Staates auf polizei.bayern.de</ref>

Nach dem Zweiten Weltkrieg

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges löste die US-Militärregierung zunächst alle bisherigen deutschen Polizeieinrichtungen auf, um deren Aufgaben selbst zu übernehmen. In Zeiten von Hunger, Flüchtlingsströmen und allgemeiner Not bildeten sich jedoch bald Banden, die bewaffnet Überfälle begingen und stahlen. Kapitalverbrechen konnten nicht verfolgt werden. Allgemein war die Kriminalität außer Kontrolle geraten. Dieser neuen Lage wurde die amerikanische Militärpolizei aus eigenen Kräften nicht mehr Herr.

Die US-Militärregierung beschloss daher am 29. Juni 1945, dass die bayerische Landespolizei neu errichtet werden müsse. Die neue Polizei sollte dezentral und unter demokratischen Gesichtspunkten aufgebaut werden. Erster Präsident der bayerischen Polizei wurde Michael Freiherr von Godin, der die beschlossene Polizeiorganisation nach einer Weisung vom 24. April 1946 wieder aufbaute. Es wurden zwei Arten von Polizeien eingerichtet: Die Landpolizei, prinzipiell zuständig im gesamten Freistaat Bayern, sowie die Gemeindepolizeien. Gemeinden mit über 5000 Einwohnern wurden berechtigt, eigene Polizeien aufzustellen. Weiterhin entstanden die Bayerische Grenzpolizei, das Landeserkennungsamt (später Bayerisches Landeskriminalamt) sowie eine Landpolizeischule. So gliederte sich die Polizei in 1900 Polizeistationen der Landpolizei und 150 Gemeindepolizeien.<ref>Anfänge der Polizei in Bayern 1945/46 unter amerikanischer Besatzung auf polizei.bayern.de</ref>

Im Jahr 1951 stellte man fest, dass sich die Trennung der Landes- und Gemeindepolizei aufgrund von Problemen in der Zusammenarbeit nicht bewährte. So wurde den kreisangehörigen Gemeinden im Polizeiorganisationsgesetz von 1952 angeboten, auf Antrag die bestehenden Gemeindepolizeien in die Landpolizei einzugliedern. Ab dem Jahr 1968 erstreckte sich dieses Angebot auch auf kreisfreie Gemeinden, was zur Folge hatte, dass bald darauf nur noch 33 von ehemals 150 Gemeindepolizeien existierten. Am 16. August 1951 wurde die erste Einheit der Bayerischen Bereitschaftspolizei im Kloster Rebdorf bei Eichstätt aufgestellt.<ref name=":1">Einsatz- und Ausbildungsverband: Die Bayerische Bereitschaftspolizei auf polizei.bayern.de.</ref>

Als Führungsorgan der Landpolizei bestand von 1952 bis Ende 1968 das Präsidium der Bayerischen Landpolizei.<ref>Art. 27, Gesetz über die Organisation der Polizei in Bayern (Polizeiorganisationsgesetz) vom 28. Oktober 1952 (GVBl. S. 385).</ref><ref>Bekanntmachung der Neufassung des Gesetzes über die Organisation der Polizei in Bayern (Polizeiorganisationsgesetz - POG) vom 25. Juli 1968 (GVBl. S. 263).</ref>

Als 1951 die US-Besatzungsmacht die Verwendung des ehemaligen SS-Hauptsturmführer Leonhard Halmanseger, der sich im Reichssicherheitshauptamt an der Bekämpfung der politischen Gegner der Nazis beteiligt hatte, beim neuerrichteten Bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz unter Hinweis auf dessen Vergangenheit ablehnte, machte das Bayerische Staatsministerium des Inneren diesen zum Beamten der Grenzpolizei, ließ ihn faktisch aber für den Verfassungsschutz arbeiten. Auch andere, vorbelastete Verfassungsschutzmitarbeiter wurden zunächst offiziell Bedienstete der Grenzpolizei. Unter dem Eindruck des Kalten Krieges wurden die Vorbehalte der US-Dienststellen gegen die erfahrenen Antikommunisten geringer, so dass Personen wie Halmanseger nun zum Verfassungsschutz versetzt werden konnten.<ref>Felix Bohr: Studie: Die braunen Wurzeln des bayerischen Verfassungsschutzes auf spiegel.de</ref>

Im Jahr 1970 begann die Umstrukturierung der Polizei in regionale Schutzbereiche. Es wurden Polizeidirektionen für die einzelnen Bereiche gebildet, die zum Teil heute noch bestehenden Präsidien (siehe oben) unterstanden. Ziel dieser Neuorganisation war es, Schutz-, Verkehrs- und Kriminalpolizei in einer Ebene zusammenzufassen und leistungsstärkere Organisationseinheiten einzurichten.

Datei:Ec 135.jpg
1971 gegründet: Die PHuStBy (D-HBYA)

Im Jahr 1971 wurde die erste Polizeihubschrauberstaffel der Bayerischen Polizei aufgestellt.

Zum 1. August 1972 wurde die Landpolizei in Landespolizei umbenannt.<ref>Gesetz zur Änderung des Polizeiorganisationsgesetzes (Polizeiorganisationsgesetz - POG) vom 25. Juli 1972 (GVBl. S. 289)</ref>

Am 1. Oktober 1975 wurde die Bayerische Polizei endgültig verstaatlicht; an diesem Tag wurde als letzte Gemeindepolizei die Stadtpolizei München in die Bayerische Landespolizei (Polizeipräsidium München) eingegliedert.<ref name=":2" />

Im Jahr 1987 wurden erstmals Unterstützungskommandos bei der Bereitschaftspolizei aufgestellt; dies war eine Reaktion auf die zunehmend gewalttätigen Demonstrationen<ref name=":1" /> gegen die Wiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf.

Am 1. März 1990 wurden erstmals Frauen in den uniformierten Polizeivollzugsdienst eingestellt, zuvor gab es in Bayern ab den 1950er Jahren bereits die Weibliche Kriminalpolizei (zivil).

Im Jahr 1998 wurde die Bayerische Grenzpolizei aufgelöst und in die Landespolizei eingegliedert. Vereinzelt blieben Grenzpolizeiinspektionen bestehen, die aber nicht mehr eigenständig organisiert sind.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Spezialaufgabe Grenzschutz: Die Bayerische Grenzpolizei (Memento des Vorlage:IconExternal vom 18. August 2007 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.polizei.bayern.de auf polizei.bayern.de</ref> Im November 1996 trat die Bayerische Polizei erstmals im Internet auf.

Seit dem Jahr 1998 ist die bayerische Sicherheitswacht flächendeckend eingeführt worden, nachdem die gesetzliche Grundlage Ende 1996 durch das Sicherheitswachtgesetz geschaffen wurde.<ref>Sicherheitswacht auf polizei.bayern.de</ref> Die ersten Städte mit einer Sicherheitswacht in Bayern waren Nürnberg, Ingolstadt und Deggendorf. Mittlerweile gibt es die Sicherheitswacht in 57 bayerischen Städten.<ref>Städte mit Sicherheitswachten auf polizei.bayern.de</ref>

Im Jahr 2005 wurden die regionalen Schutzbereiche umstrukturiert. Es wurde auf die Ebene der Polizeidirektionen (PD) verzichtet, die Arbeit (vor allem die der Einsatzzentrale) der PDs übernahmen nun das Polizeipräsidium (PP) sowie die Polizeiinspektionen. Diese Reform wurde probeweise zunächst beim Polizeipräsidium Unterfranken<ref>Die Entwicklung der Polizeiorganisation in Unterfranken auf polizei.bayern.de</ref> und später beim PP Mittelfranken umgesetzt.

Im Jahr 2006 fanden in München und Nürnberg Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft statt. Dies war seit den Olympischen Spielen 1972 eine der größten Herausforderungen der Bayerischen Polizei. Dem Polizeipräsidium München als leitende Dienststelle wurden hierfür 40 Einsatzhundertschaften gestellt.

Bei der Gemeinsamen Oberfränkischen Terrorismusabwehr Exercise (GEOTEX 2021) trainierten Polizei und Bundeswehr in Hof Vorgehensweisen gegen Terrorszenarien.<ref>HCS Content GmbH: Terroranschlag: Polizei und Bundeswehr üben Ernstfall in Hof - Frankenpost. Abgerufen am 11. Februar 2022.</ref>

Reformen und Änderungen des Polizeirechts

Im Rahmen einer Organisationsreform wurden die Polizeiorganisation durch die Verschmelzung der Ebenen Polizeipräsidium und Polizeidirektion zu Einsatzabschnitten dreistufig aufgegliedert. Dabei entstanden bayernweit zehn neue so genannte Schutzbereiche. Die Reform wurde im Jahr 2006 zunächst in Unterfranken und Mittelfranken erprobt. 2007 folgte das PP München; 2009 wurde die Reform bayernweit vollständig abgeschlossen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Reform der Polizeiorganisation (Memento des Vorlage:IconExternal vom 11. Mai 2008 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.polizei.bayern.de auf polizei.bayern.de</ref> Die bisherigen Aufgaben der Direktionen wurden dabei den neuen Präsidien übertragen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bericht aus der Kabinettssitzung vom 30. April 2007 (Memento vom 5. September 2007 im Internet Archive) – Bayerische Staatskanzlei</ref> Zudem wurde im Zuge der Reform ein neues Notrufsystem eingeführt, bei dem eingehende Notrufe zentral von einer Einsatzzentrale aus entgegengenommen, weitergeleitet und die notwendigen Maßnahmen ergriffen werden. Ziel war, die nachgeordneten Dienststellen von den „Aufgaben der Notruf- und Alarmüberwachung [zu] befreien“.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. – Staatsministerium des Innern</ref>

Weiterhin wurden im Zuge der EU-Osterweiterung die bisherigen Grenzpolizeiinspektionen und -stationen in die Bayerische Landespolizei eingegliedert. In einer Reform des Polizeiorganisationsgesetzes wurde weiterhin die Möglichkeit der Einrichtung neuer Dienststellen gestrichen. Grund hierfür ist, dass sich die Grenzen der Europäischen Union verschoben haben und sich somit die neuen Beitrittsländer verantwortlich zeigen für die Kontrolle der EU-Außengrenzen.

„Damit schafft Bayern die rechtlichen Voraussetzungen, um zum Jahreswechsel 2007/2008 die systematischen Grenzkontrollen aufheben zu können.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bayerische Staatskanzlei (Memento vom 5. September 2007 im Internet Archive) – Bericht aus der Kabinettssitzung vom 30. April 2007</ref>“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Günther Beckstein, ehemaliger bayerischer Innenminister und Bayerischer Ministerpräsident

Im Jahr 2018 gab der designierte Ministerpräsident Markus Söder bekannt, die Bayerische Grenzpolizei wieder einzuführen.<ref>Söder plant dieses Mega-Projekt für Bayern auf merkur.de</ref> Die neue Einheit soll mit einem eigenen Abzeichen ausgestattet sein, aus 500 Beamten bestehen und über 160 Einsatzfahrzeuge verfügen.<ref>Söder will bayerische Grenzpolizei in Passau stationieren auf br.de</ref> Sitz der Direktion soll Passau sein, von wo aus der gesamte Grenzschutz zu Österreich bayernweit gelenkt werden soll.<ref>Pläne vorgestellt – Söder will Bayerns Grenzen mit eigener Polizei schützen auf welt.de</ref><ref>CSU Passau soll Hauptsitz von Söders geplanter Grenzpolizei werden auf sueddeutsche.de</ref>

Die Bayerische Staatsregierung (CSU) setzte 2018 eine Reform des Polizeiaufgabengesetzes in Kraft, die neben der Umsetzung der EU-Datenschutz-Grundverordnung auch einige Anpassungen der Befugnisse beinhaltete, beispielsweise bezüglich des Umgangs mit der Durchsuchung von Cloud-Speichern (die vermehrt anstelle von lokalen Speichermedien zur Datensicherung genutzt werden) und dem Einsatz von Body-Cams, die nach Abschluss der Erprobungsphase bayernweit eingeführt werden. Die Reform wurde öffentlich kontrovers diskutiert, wobei sich die Regierung über die Verbreitung von Falschmeldungen und Unwahrheiten beklagte.<ref>Joachim.Herrmann.CSU: Zum neuen Polizeiaufgabengesetz werden hemmungslos Lügen und Unwahrheiten verbreitet. 15. April 2018, abgerufen am 7. Mai 2018.</ref> So würden weiterhin Gewahrsamnahmen spätestens am Folgetag einer richterlichen Anordnung bedürfen und Sprengmittel wie Handgranaten den Spezialeinheiten vorbehalten sein.

Dass bereits bei einer sog. drohenden Gefahr entsprechend Art. 11 BayPAG Maßnahmen ergriffen werden dürfen, also wenn „in absehbarer Zeit Angriffe von erheblicher Intensität oder Auswirkung [auf bedeutende Rechtsgüter] zu erwarten sind“,<ref>Art. 11 PAG Allgemeine Befugnisse – Bürgerservice. Abgerufen am 7. Mai 2018.</ref> ist bereits seit August 2017 im Gesetz verankert und fußt auf bestehende Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts.<ref>Bundesverfassungsgericht, 1. Senat: Bundesverfassungsgericht – Entscheidungen -. 27. Februar 2008, abgerufen am 7. Mai 2018.</ref><ref>Bundesverfassungsgericht, 1. Senat: Bundesverfassungsgericht – Entscheidungen – Verfassungsbeschwerden gegen die Ermittlungsbefugnisse des BKA zur Terrorismusbekämpfung teilweise erfolgreich. 20. April 2016, abgerufen am 7. Mai 2018.</ref> Durch die Reformen sehen einige Juristen die Grenze zwischen Polizei und Verfassungsschutz allerdings zunehmend verschwimmen.<ref>Peter Mühlbauer: Bayerische Polizei darf künftig auch ohne Verdacht auf konkrete Straftaten im Internet ermitteln. Abgerufen am 28. März 2018.</ref>

Eine Verfassungsbeschwerde gegen automatisierte Kennzeichenerfassung gemäß Art. 39 des Gesetzes wurde durch das BVerfG abgewiesen.<ref>1 Senat 2 Kammer Bundesverfassungsgericht: Bundesverfassungsgericht – Entscheidungen – Erfolglose Verfassungsbeschwerde betreffend die Regelungen des bayerischen Polizeiaufgabengesetzes zur automatisierten Kennzeichenkontrolle. 16. März 2019, abgerufen am 1. August 2019.</ref> Zuvor hatte das Gericht allerdings festgestellt, dass automatisierte Erfassung von Kennzeichen nur in sehr engen Grenzen erlaubt sei, und die Bestimmungen der Länder Bayern, Baden-Württemberg und Hessen als in Teilen verfassungswidrig eingestuft.<ref>tagesschau.de: Richter erschweren Kennzeichen-Kontrollen. Abgerufen am 1. August 2019.</ref>

Auftrag

Aufgaben

Die Bayerische Staatliche Polizei hat als Exekutivorgan des Freistaats Bayern im Rahmen des Polizeirechts den Auftrag der Gewährleistung der Öffentlichen Sicherheit und Ordnung. Als Strafverfolgungsbehörde geht sie gegen ordnungswidrige und strafbare Handlungen vor, ermittelt Täter und analysiert Tatmuster. Eine weitere Aufgabe ist die Gefahrenabwehr in der inneren Sicherheit, das heißt, die Verhütung oder Unterbindung von rechtswidrigen Handlungen jedweder Art. Im Rahmen der Verkehrsüberwachung regelt sie Verkehrsströme und hat eine tragende Rolle in der Notfallhilfe (Notruf). Ferner sorgt die Polizei in enger Kooperation mit der Judikative und anderen Behörden für die Verbrechensprävention um bereits im Vorfeld mögliche Straftaten zu erkennen und zu verhindern.

Rechtsgrundlagen

Für den Bereich der Gefahrenabwehr ergeben sich Aufgaben und Eingriffsbefugnisse aus dem Gesetz über die Aufgaben und Befugnisse der Bayerischen Staatlichen Polizei (Polizeiaufgabengesetz) und dem Bayerischen Landesstraf- und Verordnungsgesetz (LStVG).

Die Aufgabe und die Befugnisse zur Strafverfolgung und zu strafprozessualen Maßnahmen etc. ergeben sich aus § 163 Strafprozessordnung. Des Weiteren gibt es zugewiesene Aufgaben, beispielsweise das jeweilige Ortsrecht.

Organisation

Datei:Odeonsplatz 3 Innenministerium Muenchen-2.jpg
Innenministerium mit Polizeiabteilung am Odeonsplatz 3 in München

Gliederung

Die Bayerische Polizei gliedert sich grundsätzlich in drei Ebenen; die Direktion der Grenzpolizei ist organisatorisch zwischengeordnet. Die Hierarchieebenen der Landespolizei sind:<ref>Organisation und Geschäftsbereich. Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, abgerufen am 13. Januar 2025.</ref>

Die Bayerische Polizei ist ein Unterbau des Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration in München. Dies ist die Führungsdienststelle und oberste Dienstbehörde. Höchstrangigster Polizeivollzugsbeamter ist der Landespolizeipräsident, Abteilungsleiter C (Landespolizeipräsidium).<ref>Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr Abteilung IC – Öffentliche Sicherheit und Ordnung: Organisation der Bayerischen Polizei. (PDF) Organigramm. 2019, abgerufen am 12. Dezember 2019.</ref><ref>Neuorganisation im bayerischen Innenministerium: Polizeiabteilung wird Landespolizeipräsidium. Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, abgerufen am 1. Januar 2025.</ref> Die Aufgaben und Befugnisse der Polizei sind im Gesetz über die Aufgaben und Befugnisse der Bayerischen Staatlichen Polizei normiert.<ref>www.polizei.bayern.de – Polizeiaufgabengesetz</ref>

Die Organisation der Bayerischen Polizei ergibt sich aus dem Gesetz über die Organisation der Bayerischen Staatlichen Polizei (POG).<ref>www.polizei.bayern.de – Polizeiorganisationsgesetz</ref> Demnach gliedert sich die Polizei in folgende Bereiche:

Datei:Bayerische Verbandsabzeichen als Brusttaschenanhänger (GrePo, StMI, PP München, PVA).jpg
Verbandsabzeichen verschiedener Bayerischer Polizeiverbände als Brusttaschenabzeichen (das Abzeichen der Grenzpolizei ist historisch, mittlerweile gibt es ein anderes Abzeichen für die Direktion der Bayerischen Grenzpolizei sowie ein anderes Abzeichen)

Die Zuständigkeitsbereiche der Flächenpräsidien orientieren sich jeweils an den bayerischen Regierungsbezirken. Eine Ausnahme bildet das PP München. Zum 1. Juni 2008 wurde das alte PP Schwaben in die PP Schwaben Nord und PP Schwaben Süd/West aufgeteilt. Anschließend folgte zum 1. Januar 2009 die Spaltung des PP Oberbayern in das PP Oberbayern Nord und das PP Oberbayern Süd. Das für zwei Regierungsbezirke zuständige PP Niederbayern/Oberpfalz wurde zum 1. Juni 2009 aufgelöst und durch eigenständige Präsidien für die Regierungsbezirke Niederbayern und Oberpfalz ersetzt. Den – soweit noch bestehend – Direktionen bzw. – bereits reformierten – Polizeipräsidien (neu) sind rund 390 Polizei-, Verkehrspolizei- und Kriminalpolizeiinspektionen, Polizei-, Wasserschutzpolizei- und Kriminalpolizeistationen sowie Grenzpolizeiinspektionen und -stationen nachgeordnet (236 Polizeiinspektionen, 32 Kriminalpolizeiinspektionen, 26 Grenzpolizeistationen).

Die Bayerische Bereitschaftspolizei ist in sieben Bereitschaftspolizeiabteilungen unterteilt. In den 17 Ausbildungsseminaren (AS) findet die Ausbildung für die 2. Qualifikationsebene statt. Weiterhin unterhält die Bereitschaftspolizei 12 Einsatzhundertschaften zur Bewältigung von größeren polizeilichen Lagen (beispielsweise die Begleitung von Demonstrationen oder die Durchsuchung von größeren Anwesen) oder der Unterstützung der Landespolizei (auch außerbayerisch und im Ausland). Die Einheiten stellen eine mobile Polizeireserve dar.

Das Bayerische Landeskriminalamt ist unter anderem zuständig für die Bekämpfung schwerer Verbrechen und der organisierten Kriminalität. Weiterhin beherbergt es das Zentrale Informations- und Kommunikationswesen der Bayerischen Polizei.

Neben anderen organisatorischen Aufgaben ist neben den Dienststellen der Landespolizei das Bayerische Polizeiverwaltungsamt seit 2005<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. – Staatsministerium des Innern</ref> verantwortlich für die Verfolgung von Verkehrsordnungswidrigkeiten; dies ist zum Beispiel beim Erlass von Bußgeldbescheiden der Fall. Durch die Zentralisierung der Verwaltung auf zwei Standorte wurden Kosten eingespart.

Dienststellen

Dem Bayerischen Staatsministerium des Inneren unmittelbar unterstellte Polizeidienststellen:<ref>Die Bayerische Polizei - Die Dienststellen der Bayerischen Polizei. Abgerufen am 19. Januar 2023.</ref><ref>Büro Erlangen: Joachim Herrmann MdL - Wechsel im Polizeipräsidium Niederbayern. Abgerufen am 19. Januar 2023.</ref>

Dienststelle Sitz Zuständigkeit Bedienstete
Bayerisches Landeskriminalamt München Bayern, Ansprechpartner für andere Landeskriminalämter, Bundeskriminalamt, Interpol und Europol ca. 2.000
Bayerisches Bereitschaftspolizeipräsidium Bamberg Bayern, Aus- und Fortbildung, Unterstützung aller bayerischen Dienststellen ca. 8.000
Bayerisches Polizeiverwaltungsamt Straubing Bayern, Allgemeine Verwaltung, Zentrale Verkehrsordnungswidrigkeitenstelle, Zentrale Bußgeldstelle ca. 500
Polizeipräsidium München München im Regierungsbezirk Oberbayern die kreisfreie Landeshauptstadt München und der Landkreis München ca. 6.400
Polizeipräsidium Oberbayern Nord Ingolstadt im Regierungsbezirk Oberbayern die Landkreise Dachau, Ebersberg, Eichstätt, Erding, Freising, Fürstenfeldbruck, Landsberg am Lech, Neuburg-Schrobenhausen, Pfaffenhofen an der Ilm und Starnberg, einschließlich der kreisfreien Stadt Ingolstadt ca. 3.100
Polizeipräsidium Oberbayern Süd Rosenheim im Regierungsbezirk Oberbayern die Landkreise Altötting, Bad Tölz-Wolfratshausen, Berchtesgadener Land, Garmisch-Partenkirchen, Miesbach, Mühldorf am Inn, Rosenheim, Traunstein und Weilheim-Schongau, einschließlich der kreisfreien Stadt Rosenheim ca. 3.000
Polizeipräsidium Niederbayern Straubing Regierungsbezirk Niederbayern ca. 2.600
Polizeipräsidium Oberpfalz Regensburg Regierungsbezirk Oberpfalz ca. 2.800
Polizeipräsidium Oberfranken Bayreuth Regierungsbezirk Oberfranken ca. 2.700
Polizeipräsidium Mittelfranken Nürnberg Regierungsbezirk Mittelfranken ca. 5.200
Polizeipräsidium Unterfranken Würzburg Regierungsbezirk Unterfranken ca. 3.100
Polizeipräsidium Schwaben Nord Augsburg im Regierungsbezirk Schwaben die Landkreise Augsburg, Aichach-Friedberg, Dillingen an der Donau und Donau-Ries, einschließlich der kreisfreien Stadt Augsburg ca. 2.200
Polizeipräsidium Schwaben Süd/West Kempten (Allgäu) im Regierungsbezirk Schwaben die Landkreise Günzburg, Lindau (Bodensee), Neu-Ulm, Oberallgäu, Ostallgäu und Unterallgäu mit den kreisfreien Städten Kaufbeuren, Kempten (Allgäu) und Memmingen ca. 2.200

Zentraldienststellen

Verschiedene Präsidien haben zentrale Sonderaufgaben:

Daneben hat das LKA eine Vielzahl von Querschnitts- und Zentralaufgaben, u. a. Dezernat 13: Zentrale Ermittlungsstelle für Amtsdelikte.<ref>Polizei Bayern</ref>

Spezialeinheiten

Die Bayerische Polizei verfügt unter anderem über folgende Spezialeinheiten:

Finanzen

Der Haushaltsplan der Bayerischen Polizei für die Jahre weist für das Jahr 2020 eine Summe von 3,795 Milliarden Euro aus.<ref>Haushaltspläne des BStMI; jeweils angegeben sind Doppelhaushalte (PDF-Dateien): 1999–2000 (PDF; 2,9 MB) 2001–2002 (PDF; 1,9 MB) 2003–2004 (PDF; 1,7 MB) 2005–2006 (PDF; 1,6 MB) 2007–2008 (PDF; 2 MB) 2015–2016 (PDF; 1,6 MB) 2017–2018 (PDF; 1,6 MB) 2019–2020 (PDF; 1,8 MB)</ref>

Jahr Budget in Mrd. Euro (bis 2001 Mrd. DM) Jahr Budget in Mrd. Euro Jahr Budget in Mrd. Euro Jahr Budget in Mrd. Euro Jahr Budget in Mrd. Euro
1998 3,045 inklusive Verfassungsschutz; Nachtragshaushalt 2003 2,273 2008 2,506 2013 2,951 2018 3,547
1999 3,120 inklusive Verfassungsschutz 2004 2,264 2009 2,649 2014 3,057 2019 3,658
2000 4,317 2005 2,280 2010 2,682 2015 3,159 2020 3,795
2001 4,304 2006 2,308 Nachtragshaushalt 2011 2,627 2016 3,289 2021 -/-
2002 2,276 2007 2,429 im Haushaltsplan vorgesehen 2012 2,771 2017 3,412 2022 -/-

Polizeiausbildung

Datei:Fahrsimulator - Bayerische Polizei - 2.jpg
Fahrsimulator der Bereitschaftspolizei (Training von Einsatzfahrten)

Die Polizeiausbildung in Bayern gliedert sich in die Ausbildung für die 2. Qualifikationsebene (ehemals mittlerer Dienst) und das Studium für die 3. Qualifikationsebene (ehemals gehobener Dienst).

Die Ausbildung findet in sieben Abteilungen der Bayerischen Bereitschaftspolizei in Dachau, Königsbrunn, Eichstätt, Nürnberg, Sulzbach-Rosenberg mit Außenstelle in Nabburg und Würzburg statt. Das Studium findet in der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern – Fachbereich Polizei (Fürstenfeldbruck oder Sulzbach-Rosenberg) statt.

Die Dauer beträgt für die 2. QE zweieinhalb Jahre, für die 3. QE nimmt diese drei Jahre in Anspruch (bei Aufstiegsbeamten und Umstiegsbeamten mit abgeschlossener 2. QE jedoch nur zwei Jahre einschließlich Praktikum). Die Ausbildung endet mit der Ernennung zum Polizeimeister bzw. Polizeikommissar.

Beamte, die von anderen Bundesländern eingestellt wurden, erhalten eine sechswöchige Ausbildung.

Nachwuchswerbung

Für die Nachwuchswerbung (Neueinstellungen) gibt es 29 Werbebereiche, welche geographisch verteilt sind. Diese Werbebereiche werden von 1 – 4 (Ausnahme München) Einstellungsberatern betreut. Aufgrund der hohen Zahl an Pensionierungen und dem gesteigerten Sicherheitsbedarf begannen am 1. September 2010 780 Polizeischüler ihre Ausbildung bei der Bayerischen Polizei. Dies war der Rekord innerhalb der Geschichte der Bayerischen Polizei; genau das 100fache an Bewerbungen ging für den Termin ein.<ref>Mittelbayerische Zeitung: Bayerns Polizei bekommt Verstärkung – Größte Zahl an Nachwuchsbeamten in der Geschichte, 2. September 2010.</ref> Die Bewerberzahl lag im Jahr 2012 bei ca. 10.000 Bewerbern, die den Einstellungstest für die 2. Qualifikationsebene absolvierten. Für die 3. Qualifikationsebene lag die Bewerberzahl bei rund 1900.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Anfrage von Susanna Tausendfreund, MdL und Antwort des Bayerischen Staatsministerium des Inneren.] In: sueddeutsche.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 12. Februar 2016.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> In den Jahren 2010 bis 2015 erfolgten mehr als 7800 Neueinstellungen, für 2016 ist die Einstellung von mehr als 1400 Polizisten geplant.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig StMI: Herrmann startet Nachwuchs-Werbekampagne der Bayerischen Polizei.] In: bayrvr.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 12. Februar 2016.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Am 11. Februar 2016 hat der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann eine Kampagne zur Nachwuchswerbung der bayerischen Polizei gestartet.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Herrmann startet Nachwuchs-Werbekampagne der Bayerischen Polizei.] In: stmi.bayern.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 12. Februar 2016.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Bis zum Jahr 2025[veraltet]Bitte nutze in Fällen, in denen die Jahreszahl bereits in der Vergangenheit liegt, {{Veraltet}} anstatt {{Zukunft}} sollen mehr als 10.000 Polizisten eingestellt werden. Für diese über fünf Jahre laufende Kampagne unter dem Motto Mit Sicherheit Anders<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig "Mit Sicherheit Anders" – Website der Bayerischen Polizei zur Nachwuchswerbung.] In: mit-sicherheit-anders.de/. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 12. Februar 2016.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> soll mehr als eine Million Euro ausgegeben werden.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Sind Sie übelst faul? Die Polizei sucht Sie!] In: sueddeutsche.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 12. Februar 2016.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Im Oktober 2016 startete in dem Zusammenhang das neue Online-Bewerber-Portal. Ab diesen Zeitpunkt ist eine Bewerbung nur noch online unter www.mit-sicherheit-anders.de möglich. Die bayerische Bereitschaftspolizei koordiniert die Nachwuchsgewinnung, Bewerbungsverfahren und die Einstellung.

Ausrüstung

Datei:Polizei Bayern BMW 2er Gran Tourer.jpg
BMW 2er Gran Tourer im Ende 2016 eingeführten blauen Design mit gelben VESBA-Warnmarkierungen

Kraftfahrzeuge

Datei:BMW E91 3er Touring Polizei Bayern Würzburg 2014.jpg
BMW F31 in der letzten grün-silbernen Farbgebung in Würzburg

Die Bayerische Polizei verfügt über knapp 8000 Dienstfahrzeuge<ref>Video einer Rede des Landtagsabgeordneten Schneider auf YouTube; entsprechende Stelle bei ca. 09:20 min.</ref> und nutzt als Streifenwagen überwiegend Fahrzeuge der Marke Audi, BMW und Volkswagen. Insbesondere Zivilfahrzeuge kommen von vielen verschiedenen, auch untypischen Herstellern.

Aktuelle Streifenwagen sind derzeit Audi A4, Audi A6, BMW 2er Gran Tourer, BMW 3er, BMW 5er, BMW X1, BMW X3, VW Touran und VW T5/T6. In Bergregionen kommen auch Allradantrieb-Fahrzeuge wie BMW X3 zum Einsatz.<ref>Elke Fischer: Polizei rüstet mit BMW X3 auf. Abgerufen am 5. April 2021.</ref> Der BMW 3er und seit 2019 auch der BMW 5er sind die am meisten verbreitetsten Streifenwägen auf den Polizeiinspektionen.

Seit Jahresbeginn 2006 werden viele Streifenwagen über die BMW Leasing GmbH geleast. Allein in der ersten Jahreshälfte 2006 waren dies über 800 Fahrzeuge (meist Modelle der BMW 3er-Reihe). Die Bereitschaftspolizei nutzt Fahrzeuge der Marken Audi, BMW, Fiat, Ford, Mercedes-Benz, Opel, Land Rover und Volkswagen. Als (Halb-)Gruppenfahrzeuge werden Ford Transit (kurz), Mercedes-Benz Sprinter, VW T4, T5 bzw. T6 benutzt.

Die Streifenwagen wurden seit 5. Mai 2003 in der Farbgebung grün-silber ausgeliefert. Im März 2015 wurde die Entscheidung getroffen, ab Ende 2016 blaue Uniformen einzuführen und auch die Fahrzeuge entsprechend zu adaptieren.<ref>Bayern: Polizisten tragen künftig blaue Uniformen. In: Die Welt. 25. März 2015 (welt.de [abgerufen am 5. April 2021]).</ref> Seit September 2016 werden die neuen Einsatzfahrzeuge in der Farbgebung Blau-Silber ausgeliefert.<ref>stmi.bayern.de</ref> In der neuesten Fahrzeuggeneration wurde das akustische Yelp-Signal, das zum Anhalten vorausfahrender Fahrzeuge genutzt wird, integriert.

Zudem verfügt die Bayerische Bereitschaftspolizei über einen Wasserwerfer 10000 und zwei Wasserwerfer 9000. Dazu kommt noch ein Mowag Sonderwagen II und zwei Sonderwagen TM-170.<ref>Hans Neubauer: Sonderwagen und Wasserwerfer Bayern. In: Polizeiautos.de. 2019, abgerufen am 1. Dezember 2023.</ref>

Luftfahrzeuge

Die Polizeihubschrauberstaffel Bayern verwendet acht Hubschrauber des Typs Airbus H135 P3. Alle Maschinen verwenden als Funkrufnamen (Police) Edelweiß mit einer fortlaufenden Nummer.

Datei:PHuStBY EC135P3.jpg
EC 135 der Bayerischen Polizei

Seit dem Jahr 2015 verwendet die Bayerische Polizei verschiedene Multicopter-Systeme. Bislang werden diese von den Spezialeinheiten zur Einsatzunterstützung, bei der Vermisstensuche und zur Ortung von Mobiltelefonen verwendet. Ab Januar 2018 werden bei einem einjährigen Pilotversuch weitere drei Drohnen für die Bereitschaftspolizei Nürnberg, das Polizeipräsidium Oberbayern Nord am Flughafen Erding und die Spezialeinheiten Südbayern in München beschafft. Die Kosten des Testbetriebes werden mit etwa 75.000 Euro angegeben. Die Bayerische Polizei verfügt damit über insgesamt sechs Multicopter.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Zusätzliche Drohnen bei der Bayerischen Polizei – Pressemitteilung Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr.] In: stmi.bayern.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 5. Dezember 2017.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Deren Einsatz wird von einer eigens dafür eingerichteten Arbeitsgruppe koordiniert. Die Multicopter der Bayerischen Polizei sind zum Teil spezielle Anfertigungen, mit hochauflösenden Kameras ausgestattet und kosten bis zu 40.000 Euro.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Drohnen bei der Polizei – leiser als Hubschrauber.] In: faz.net. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 5. Dezember 2017.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Datei:Boot 30 der Wasserschutzpolizei in Lindau.jpg
Boot WSP 30 der Wasserschutzpolizei in Lindau

Wasserfahrzeuge

Die Wasserschutzpolizei verfügt über Große und Kleine Polizeiboote sowie kleinere Streifenboote (Bezeichnung der Boote WSP 1 bis WSP 51).<ref>Bayerische Polizeifahrzeuge: Boote der Wasserschutzpolizei (WSP). In: blaulichtwelten.de. Abgerufen am 19. Mai 2023.</ref> Große Polizeiboote mit einer Verdrängung von ca. 12 bis zu 28 Tonnen (WSP 30) gibt es an den Binnenwasserstraßen

Kleine Polizeiboote sowie kleinere Streifenboote sind zudem zusätzlich an den Binnenwasserstraßen und den bayerischen Seen im Einsatz, teilweise in Verantwortung örtlicher Polizeiinspektionen.

In Bamberg wird z. B. seit 2022 ein modernes Streifenboot verwendet. Das Boot ist ein Festrumpfschlauchboot mit Vollgefederten Jockey-Sitzen. Das eingebaute Schiffsidentifizierungssystem, welches automatisch ist, sorgt für Sicherheit der Beamten auch bei schlechten Sichtverhältnissen. Das hochauflösende 3D-Sonar kann für Unterwassersuchaktionen verwendet werden. Durch einen Aluminiumrumpf kann das Boot auch an steinigen Uferbereichen anlegen.<ref>Die Bayerische Polizei – Neues Streifenboot für die Wasserschutzpolizei. Abgerufen am 2. März 2023.</ref>

Kommunikation

Datei:TETRA hand based console.jpg
TETRA-Digitalfunk-Handbedienteil am Armaturenbrett eines Polizeieinsatzfahrzeugs

Seit 2010 begann die flächendeckende Einführung des digitalen Polizeifunks, zunächst in den Präsidien München,<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Münchens Polizei testet neuen Digitalfunk.] In: merkur.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 6. Juni 2017.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> später in Mittelfranken, Oberbayern-Nord, Unterfranken und Schwaben-Nord. Der Netzabschnitt Oberpfalz wurde im Oktober 2015 in die operativ-taktische Nutzung überführt.

Es folgten die Netzabschnitte Oberfranken und Niederbayern, dann Oberbayern-Süd und Schwaben Süd/West Diese beiden letzten Netzabschnitte gingen im Oktober 2015 (Oberbayern Süd) und im Dezember 2015 (Schwaben-Süd/West) an den Start. Seit Juli 2016 steht der digitale Einsatzfunk der Polizei in Bayern landesweit zur Verfügung.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Bayerns Polizei funkt landesweit digital.] In: stmi.bayern.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 6. Juni 2017.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Der analoge Polizeifunk bleibt zunächst als Rückfallebene erhalten.

Seit Mai 2017 nutzt die Bayerische Polizei einen internen Messenger-Dienst. Dazu wurden bis Ende 2017 alle bayerischen Polizeiverbände mit zunächst 2800 Smartphones ausgestattet. Seit 2018 ist jede Polizeistreife mit dem Polizei Messenger ausgestattet.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Herrmann startet 'Polizei Messenger'.] In: stmi.bayern.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 6. Juni 2017.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Erwartet wird dabei eine bessere Einsatz-Koordination durch direkten Austausch von Textnachrichten, Fotos, Videos und Standorten.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Polizei in Bayern verbessert Einsatz-Kommunikation mit Messenger-Dienst von Vodafone.] In: vodafone.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 6. Juni 2017.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Der bundesweit erste Pilotversuch startete dazu beim Polizeipräsidium Mittelfranken.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Bayern: Neuer Polizei-Messenger für Streifenbeamte.] In: heise.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 6. Juni 2017.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Der Messenger Teamwire ist ein Produkt der Firma Grouptime und wird von Vodafone zur Verfügung gestellt.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Messenger-Dienste für die Bayerische Polizei.] In: kleineanfragen.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 6. Juni 2017.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Bewaffnung

Die Standardwaffe der Polizei ist seit 2018 die HK SFP9, die die seit 1979 verwendete HK P7 ersetzte.<ref>SFP 9: Das ist die neue Feuerwaffe der bayerischen Polizei, Münchner Merkur vom 12. Januar 2018, abgerufen am 30. Juli 2016.</ref> Des Weiteren verfügt die Polizei an Schusswaffen über die Maschinenpistole Heckler & Koch MP5, das Gewehr Heckler & Koch G3 sowie das Gewehr FN SCAR.

Nach der Novellierung des bayerischen Polizeiaufgabengesetzes am 14. Dezember 2005 sind nach Art. 61 PAG neben Schlagstock, Pistole, Revolver, Gewehr, Maschinenpistole und Handgranate auch „Elektroimpulsgeräte und vergleichbare Waffen“ als Waffen der bayerischen Polizei zulässig.<ref>Elmar Jung: Polizei testet Schockpistolen. Süddeutsche Zeitung, 17. Mai 2010, abgerufen am 19. Mai 2018.</ref> In Bayern werden Taser des Typs X26 und des Nachfolgemodells Typs X26p des amerikanischen Herstellers Axon seit 2006 bei Spezialeinheiten eingesetzt. Bis 2015 wurden damit in Bayern 32 Personen mit Elektroschockpistolen beschossen.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Gewerkschaft fordert mehr Taser für Bayerns Polizei.] In: nordbayern.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 12. Februar 2016.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Die Bayerische Polizei prüft den Einsatz der Elektroschockpistole auch bei weiteren Polizeieinheiten. Dazu wurde eine Arbeitsgruppe eingerichtet. Federführend ist dabei das Polizeipräsidium Oberpfalz in Regensburg.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Mit dem Taser auf Verbrecherjagd. In der Oberpfalz prüft die bayerische Polizei den Einsatz von Elektroschockern.] In: mittelbayerische.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 2. März 2016.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.mittelbayerische.deVorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Seit Mitte 2018 werden in einem einjährigen Pilotversuch die 13 Unterstützungskommandos bei der Bereitschaftspolizei und bei den Polizeipräsidien in München und Mittelfranken mit dem Taser ausgerüstet. Die Kosten hierfür belaufen sich auf rund 100.000 Euro bei einem Stückpreis von etwa 1500 Euro. Der Einsatz der Elektroschockpistole im polizeilichen Einzeldienst ist derzeit nicht vorgesehen.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Weitere Elektroschocker für die Polizei.] In: mittelbayerische.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 7. November 2017.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Uniform

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden. Im Jahr 1972 erhielt die Bayerische Polizei neue Uniformen in moosgrün und beige, welche der Modeschöpfer Heinz Oestergaard entwickelt hatte und die ab 1972 bei allen deutschen Landespolizeien und dem damaligen Bundesgrenzschutz einheitlich eingeführt worden ist. 2013 wurde eine Projektgruppe mit der Entwicklung einer neuen Uniform beauftragt.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Neue Polizeiuniform für Bayerns Polizei.] In: stmi.bayern.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 12. Februar 2016.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Von August 2014 bis März 2015 testeten bayernweit über 500 Polizisten verschiedene Varianten der neuen Uniform. Bei einer Befragung der Mitarbeiter konnten alle uniformierten Polizisten in Bayern über die Farbe ihrer neuen Uniform abstimmen. Im März 2015 stand die Entscheidung zugunsten einer künftig blauen Uniform fest. 84 Prozent der rund 27.500 uniformierten Polizisten hatten sich an der internen Umfrage beteiligt. Fast 69 Prozent sprachen sich dabei für künftig blaue Uniformen aus.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Neue Uniform der Bayerischen Polizei.] In: stmi.bayern.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 12. Februar 2016.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.stmi.bayern.deVorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Im Sommer 2015 startete die Beschaffung der neuen Polizeiuniformen.

Am 2. Dezember 2016 begann die Auslieferung für die Bayerische Polizei, die ersten Uniformen erhielten die Beamten aus Erlangen-Stadt und Sulzbach-Rosenberg. Schrittweise erhielten bis Ende August 2018 alle 27.500 uniformierte Polizeibeamte die neue Arbeitskleidung.<ref>Umstellung auf blaue Uniform abgeschlossen. Abgerufen am 30. August 2018.</ref> Die Gesamtkosten werden auf rund 33 Millionen Euro geschätzt.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Neue Uniform.] In: stmi.bayern.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 11. Januar 2018.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Abzeichen

Datei:Ärmelabzeichen der Bayerischen Polizei (dunkelblau).jpg
Ärmelabzeichen

Hoheitszeichen sind der Polizeistern mit dem kleinen Staatswappen des Freistaates Bayern sowie das Ärmelabzeichen mit dem großen Staatswappen des Freistaates Bayern. Der einfache Polizeistern ist auf uniformierten Streifenwägen und an Mützen angebracht (ohne Kokarde wie bei einigen anderen Länderpolizeien sowie bei der Bundespolizei). Ferner ist dieser an Nasenschildern an Dienstgebäuden (seit den 1970er Jahren in weiß auf blau) und im Briefkopf vorhanden. Es gibt pro Präsidium eine Version der Verbandsabzeichen: eine als Grafik, d. h. der Polizeistern mit einem weitern Stern (mit regionalen heraldischen Elementen),<ref>Beispiel: Polizeipräsidium Oberbayern Süd</ref> und eine anders gestaltete als Brusttaschenanhänger. Zur Uniform (Bekleidung) gehört seit 1975 das Verbandsabzeichen in der letztgenannten Version; und zwar hinsichtlich der Beschäftigungsdienststelle, dem ein Beamter angehört; dieses wird vom Träger gesehen rechts angebracht. Diese sind heute verkörpert in den Hierarchieebenen der Präsidien zuzüglich

Eine Besonderheit ist der Bereich des Präsidiums der Bayerischen Bereitschaftspolizei; hier hat jede Abteilung sowie das Fortbildungsinstitut der Bayerischen Polizei ein eigenes Verbandsabzeichen (Nennung der Abteilung; zudem das Fortbildungsinstitut der Bayerischen Polizei und das Polizeiorchester) zuzüglich das Präsidium der Bayerischen Bereitschaftspolizei als solches. Fast alle Verbandsabzeichen der Bereitschaftspolizei führen das kleine Staatswappen mit Leopard. Zusätzlich gibt es ein Verbandsabzeichen als Brusttaschenanhänger mit der Bezeichnung „Bay BP“, d. h. Bayerische Bereitschaftspolizei.<ref>Datei:Bayern BePo.jpg</ref> Das Landeskriminalamt führt kein Verbandsabzeichen als Brusttaschenanhänger, da keine Uniform getragen wird.

Statistik über Aufklärungsquote und Verkehrsordnungswidrigkeiten

Vorlage:Hinweisbaustein

Die Aufklärungsquote betrug im Jahr 2017 66,8 %, bei einer Kriminalitätsbelastung von 4868 Straftaten pro 100.000 Einwohner bzw. 4533 ohne ausländerrechtliche Verstöße (sog. Häufigkeitsziffer; Zahlen aus dem Jahr 2017). Damit erreicht die bayerische Polizei die höchste Aufklärungsquote innerhalb der deutschen Polizeien.<ref>Polizeiliche Kriminalstatistik Bayern 2017. (PDF) Abgerufen am 5. April 2021.</ref>

Ab der dritten Spalte der Tabelle befindet sich ein Überblick über Verstöße im Straßenverkehr, die von der Bayerischen Polizei geahndet wurden.

Jahr<ref>Graue Felder: (noch) keine Angaben</ref> Aufklärungs­quote Straf­taten; in % Verkehrs­ordnungs­widrigkeiten gesamt darunter Bußgeld­bescheide verhängte Fahr­verbote
1997 64,3
1998 65,2
1999 65,3 über 1 Million
2000 65,2 weniger als 1 Million
2001 64,3 weniger als 1 Million
2002 63,8 955.963
2003 64,7 1.002.581 ca. 88.000<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. – Staatsministerium des Innern</ref>
2004 65,6 1.081.781 ca. 100.000<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. – Staatsministerium des Innern</ref>
2005 65,9 ca. 3.400.000 ca. 1.100.000 ca. 98.000<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. – Staatsministerium des Innern</ref>
2006 64,9 3.006.275 1.045.638 104.810<ref name="PVA 2009">Jahresstatistik 2009 des Bayerischen Verwaltungsamtes</ref>
2007 64,3 2.950.173 1.012.452 103.355<ref name="PVA 2009" />
2008 64,7 2.799.549 929.926 88.501<ref name="PVA 2009" />
2009 63,9 2.596.184 893.408 83.603<ref name="PVA 2009" />
2010 64,6 < 2.500.000 847.102 ca. 70.000[0]
2011 64,0 2.736.433 885.652 73.859<ref name="PVA 2014"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Jahresstatistik 2014 (Memento vom 27. September 2015 im Internet Archive) (pdf) des Bayerischen Verwaltungsamtes</ref>
2012 63,2 2.604.956 881.330 69.912<ref name="PVA 2014" />
2013 64,1 2.509.870 811.426 61.368<ref name="PVA 2014" />
2014 64,4 2.465.371 818.787 60.938<ref name="PVA 2014" />
2015 72,5<templatestyles src="FN/styles.css" /> * 2.416.710 793.176 58.757<ref name="PVA 2016"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Jahresstatistik 2016 (Memento vom 22. Februar 2018 im Internet Archive) (pdf) des Bayerischen Verwaltungsamtes</ref>
2016 65,9 2.584.579 853.059 66.665<ref name="PVA 2016" />
2017 66,8

<templatestyles src="FN/styles.css" />

<templatestyles src="FN/styles.css" />
* 
vorübergehender Anstieg wg. der ausländerrechtlichen Vergehen im Rahmen Flüchtlingskrise in Deutschland ab 2015

Öffentliche Wahrnehmung

Internetangebot

Seit September 2014 nutzt das Polizeipräsidium München Facebook und Twitter.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Die Münchner Polizei wird in Sozialen Netzwerken aktiv.] In: polizei.bayern.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 13. Februar 2016.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.polizei.bayern.deVorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Nachdem die Bayerische Polizei während des G7-Gipfels im Juni 2015 bei der Öffentlichkeitsarbeit positive Erfahrung mit der Nutzung sozialer Netzwerke gewonnen hatte, werden Facebook und Twitter seit Juli 2015 vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd ebenfalls genutzt.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Polizei Oberbayern Süd „postet“ und „twittert“.] In: polizei.bayern.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 13. Februar 2016.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Im August 2016 trat das Polizeipräsidium Unterfranken den sozialen Medien ebenfalls bei. Es folgte das Polizeipräsidium Oberpfalz<ref>Polizei Oberpfalz: jetzt auf Facebook und Twitter!</ref> sowie das Polizeipräsidium Schwaben Nord fast zeitgleich Ende November 2016. Seit Januar 2017 sind alle Polizeipräsidien in Bayern auf Facebook und Twitter präsent. Seit 2020 betreibt die bayerische Polizei außerdem ein Instagram-Konto.

Bedeutende Fälle (Auswahl)

Kontroversen

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Joachim Kersten, Professor an der Polizeihochschule in Münster, kritisiert, dass bei der Polizei der Korpsgeist laufende Ermittlungen behindern könne und es eine richtige Fehlerkultur mit einer strukturellen Basis bei der Polizei nicht gebe.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL In: Süddeutsche Zeitung, 14. Februar 2013. Abgerufen am 27. September 2015Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> 2012 wurde von Innenminister Joachim Herrmann ein neues Konzept vorgestellt, bei dem zukünftig interne Ermittlungen an zwei zentralen Stellen (München für Südbayern und Nürnberg für Nordbayern) stattfinden sollen, was für mehr Transparenz und Akzeptanz sorgen soll.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Polizeigewalt: Neues Konzept zu Ermittlungen.] rosenheim24.de, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 27. September 2015.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Um laut Herrmann für noch größere Distanz zum Einsatzgeschehen zu sorgen, sind seit März 2013 diese zwei zentralen Ermittlungsstellen nicht mehr der Landespolizei, sondern dem LKA unterstellt.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL In: Süddeutsche Zeitung, 20. Februar 2013. Abgerufen am 27. September 2015Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>

Die Bayerische Polizei ist bekannt für die konsequente Verfolgung von Drogendealern und Konsumenten. Ihr wird dabei mitunter eine Überreaktion vorgeworfen, wie etwa 2014, als ein unbewaffneter Drogendealer auf der Flucht erschossen wurde.<ref>In Bayern schoss ein Polizist einem unbewaffneten Cannabis-Dealer in den Kopf. In: VICE. Abgerufen am 24. Mai 2016.</ref><ref>Polizist erschießt Drogendealer: Staatsanwalt ermittelt wegen Verdachts auf fahrlässige Tötung. In: Spiegel Online. Abgerufen am 24. Mai 2016.</ref> Der Münchener Polizei wurde 2012 auch vorgeworfen, mutmaßliche Drogenkonsumenten zu schikanieren und zu demütigen („nicht übliche Kontrolltiefe“).<ref>Susi Wimmer: Münchner Polizei: Entwürdigende Drogenkontrollen. In: sueddeutsche.de. ISSN 0174-4917 (sueddeutsche.de [abgerufen am 24. Mai 2016]).</ref> Gegen mehrere Beamte der Münchner Polizei wurden 2020 dagegen selbst Straf- und Disziplinarverfahren wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz, unter anderem des Besitzes sowie auch des Handels mit Drogen wie Kokain eingeleitet.<ref>Weitere Anklage im Drogenskandal bei der Münchner Polizei. In: br.de. Bayerischer Rundfunk, 9. Dezember 2021, abgerufen am 5. Oktober 2022.</ref><ref>Drogenskandal bei der Münchner Polizei weitet sich aus. In: br.de. Bayerischer Rundfunk, 8. Dezember 2020, abgerufen am 5. Oktober 2022.</ref>

Schichtdienst

Derzeit lässt Innenminister Joachim Herrmann neue Arbeitszeitmodelle bei der Bayerischen Polizei erarbeiten. Die als besonders belastend geltenden 12-Stunden-Schichtdienste soll es künftig nicht mehr geben.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Neue Arbeitszeitmodelle bei der Bayerischen Polizei.] In: stmi.bayern.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 13. Mai 2015.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Damit soll eine Richtlinie der Europäischen Union umgesetzt werden, die bereits seit 2003 eine Einhaltung der Arbeitszeit fordert:<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Europäische Kommission Arbeitsbedingungen – Arbeitszeitrichtlinie.] In: http://ec.europa.eu/. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 1. Mai 2015.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref><ref>Richtlinie 2003/88/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 4. November 2003 über bestimmte Aspekte der ArbeitszeitgestaltungVorlage:Abrufdatum</ref> pro 24-Stunden-Zeitraum zusammenhängend mindestens elf Stunden Ruhezeit und maximal 10-Stunden-Dienste im Tagesverlauf bei einer Wochenarbeitszeit von längstens 48 Stunden.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Polizei Bayern Streit um Arbeitszeiten.] In: br.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 13. Mai 2015.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

In einer geschlossenen Facebook-Gruppe mit dem Namen „geballte Schicht Bayern“ diskutierten mehr als 5000 Polizisten und bei der Polizei Beschäftigte das Thema.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Polizisten diskutieren bei Facebook über Dienstpläne.] In: abendzeitung-muenchen.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 13. Mai 2015.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Sonstiges

Die Bayerische Polizei ist stark daran interessiert, unter anderem mit den Polizeien der östlichen Nachbarstaaten eine enge Kooperation aufzubauen. Der Grund hierfür liegt in der grenzüberschreitenden Kriminalität, die Bayern als ehemaliges Grenzland der EU nach wie vor Schaden zufügt.<ref>Staatsministerium des Innern „Internationale Polizeiliche Zusammenarbeit“</ref> Ein signifikanter Anteil der normalen und organisierten Kriminalität wird von organisierten Banden aus Osteuropa begangen. Als Reaktion darauf hat sich die Zusammenarbeit zwischen der tschechischen Polizei und den bayerischen Dienststellen in den letzten Jahren intensiviert. Eine Zusammenarbeit wird insbesondere vom Bayerischen Landeskriminalamt forciert, da es originär für die Bekämpfung dieser Kriminalitätsformen verantwortlich ist.

Darüber hinaus kooperiert die Bayerische Polizei im Rahmen des Münchner Unterstützungsmodells gegen häusliche Gewalt mit freien Trägern der Wohlfahrtspflege.

Das Bayerische Staatsministerium des Innern gibt für die Bediensteten quartalsweise eine Mitarbeiterzeitschrift heraus. Diese trägt den Titel Bayerns Polizei und wird kostenfrei an die Polizeidienststellen verteilt.

Alle Polizeivollzugsbeamten wurden bis 2001 mit beschusshemmenden Westen ausgestattet („Second Chance“), die nun aufgrund qualitativer Mängel wieder ausgetauscht werden müssen;<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Viel Geld für unsichere Polizeiwesten (Memento vom 29. September 2007 im Internet Archive) zdf.de</ref> gleichzeitig wurde der Hersteller gewechselt. Neu eingestellte Beamte werden von vornherein mit Mehler-Westen ausgestattet.

Die Bayerische Polizei unterhält ein (internes) Intranet mit Zugriff auf Extrapol. Als Betriebssystem diente seit ca. 2005 Microsoft Windows XP, ab 2014 ist ein Umstieg auf Windows 8.1<ref>Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) im dbb aufgerufen am 27. Mai 2014</ref> erfolgt. Ebenso können die Dienstkräfte auf Microsoft Office 2013 zurückgreifen.

Auf der Internetseite der Bayerischen Polizei können Hinweise beispielsweise zu gestohlenen Gegenständen abgegeben werden; die Polizei unterhält also eine beschränkte Form der Internetwache sowie ein Gehörlosen-Notruffax.

Im Frühjahr 2006 wurde landesweit die Digitalfotografie eingeführt, wobei die Kriminalpolizei bereits seit längerem damit ausgestattet ist.

Siehe auch

Weblinks

Commons: Polizei Bayern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references responsive > <ref name=":2"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Polizeilicher Einzeldienst in Bayern: Von der Landpolizei zur Landespolizei (Memento des Vorlage:IconExternal vom 19. Februar 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.polizei.bayern.de auf polizei.bayern.de</ref> </references>

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />

<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Polizeibehörden:

Bayerisches Bereitschaftspolizeipräsidium | Bayerische Grenzpolizei | Bayerisches Landeskriminalamt | Bayerisches Polizeiverwaltungsamt | Polizeipräsidium Mittelfranken | Polizeipräsidium München | Polizeipräsidium Niederbayern | Polizeipräsidium Oberbayern Nord | Polizeipräsidium Oberbayern Süd | Polizeipräsidium Oberfranken | Polizeipräsidium Oberpfalz | Polizeipräsidium Schwaben Nord | Polizeipräsidium Schwaben Süd/West | Polizeipräsidium Unterfranken

Sonstiges:

Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern (keine Polizeidienststelle, ist organisatorisch dem StMFH unterstellt)

Vorlage:Klappleiste/Ende<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang
Polizeien des Bundes:

Bundeskriminalamt | Bundespolizei | Polizei beim Deutschen Bundestag

Polizeien der Länder:

Baden-Württemberg | Bayern | Berlin | Brandenburg | Bremen | Hamburg | Hessen | Mecklenburg-Vorpommern | Niedersachsen | Nordrhein-Westfalen | Rheinland-Pfalz | Saarland | Sachsen | Sachsen-Anhalt | Schleswig-Holstein | Thüringen

Landeskriminalämter:

Baden-Württemberg | Bayern | Berlin | Brandenburg | Bremen | Hamburg | Hessen | Mecklenburg-Vorpommern | Niedersachsen | Nordrhein-Westfalen | Rheinland-Pfalz | Saarland | Sachsen | Sachsen-Anhalt | Schleswig-Holstein | Thüringen

Historisch:
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