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Max zu Schaumburg-Lippe

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Datei:24h Spa Belgien 1938.jpg
Max zu Schaumburg-Lippe (Zweiter von Links) beim 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps 1938
Datei:Musée BMW 034 - BMW 328 Touring 24 heures du Mans 1939.jpg
Der BMW 328 Touring Coupé mit dem Max zu Schaumburg-Lippe beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 1939 am Start war

Wilhelm Eugen Georg Konstantin Maximilian „Max“ Prinz zu Schaumburg-Lippe (* 28. März 1898 in Wels, Österreich; † 4. Februar 1974 in Salzburg) war ein deutsch-österreichischer Automobilrennfahrer. Er fuhr für Mercedes und BMW.

Leben

Max Prinz zu Schaumburg-Lippe (1919 deutscher Staatsbürger, wonach der ehemalige Titel Teil des Nachnamens wurde<ref>Philipp Aichinger: Adelstitel: Mann wollte "Prinzessin" werden. In: Die Presse, 6. Februar 2011.</ref>), aus der böhmischen Linie (Nachoder Linie) des Hauses Schaumburg-Lippe, war ältester Sohn von Prinz Albrecht zu Schaumburg-Lippe (1869–1942) und Herzogin Elsa von Württemberg (1876–1936), Tochter der Großfürstin Wera Konstantinowna von Russland (1854–1912). Er war das Patenkind von Prinz Max von Baden, nach dem er benannt wurde. Aufgewachsen ist er in der königlichen Villa Berg in Stuttgart, Württemberg und Schloss Pfaffstätt in Oberösterreich.

Im Ersten Weltkrieg diente Schaumburg-Lippe als Offizier im Ulanen-Regiment „König Wilhelm I.“ (2. Württembergisches) Nr. 20.

Zum 1. Mai 1933 trat er der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 3.018.293).<ref>Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/36931520</ref><ref>Ernst Klee: Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-10-039326-5, S. 516.</ref>

Im Zweiten Weltkrieg war er Major und Kommandeur einer Panzeraufklärungseinheit. Bereits Vater und Großvater waren k.u.k.-Offiziere gewesen.

Nach den Lehrjahren beim Bankier der früheren Fürstenfamilie, Baron von Rothschild, war er in den Vorkriegsjahren Vorstandsvorsitzender der Phoenix-Versicherungsgruppe in Berlin. Er übernahm auch die herzogliche Sammlung Fabergé von seiner Großmutter Vera von Württemberg, die er weltweit in Museen zeigte.

1933 heiratete er in Bad Homburg vor der Höhe Helga-Lee Roderbourg (1911–2005). Sie war eine Tochter des Vorstandsvorsitzenden der Accumulatoren Fabrik Berlin-Hagen AG (AFA, heute VARTA), Carl Roderbourg († 1940), und wuchs in der Villa Roderbourg in Berlin-Grunewald auf.<ref>Website der Villa Roderbourg (abgerufen am 25. Januar 2015)</ref> Die Ehe blieb kinderlos. Allerdings adoptierte die Witwe kurz vor ihrem Tod den Sohn von Gertraud Wagner-Schöppl.<ref>Steffi Kammerer: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Prinz Möchtegern, eine merkwürdige Adoption & der unerwartete Tod einer alten Dame. (Memento vom 12. September 2014 im Internet Archive) (PDF) In: reporter-forum.de, März 2007.</ref>

Rennresultate

„Prinz Sause“ Max zu Schaumburg-Lippe wurde insbesondere als Rennfahrer bekannt:

Max zu Schaumburg-Lippe war Vorstandsmitglied der Obersten Nationalen Sportkommission (ONS, heute DMSB) und Mitbegründer des AvD und ÖAMTC. Er war Pate für den Rennwagen „Prinz Max“-Mercedes.

Statistik

Le-Mans-Ergebnisse

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1939 Deutsches Reich NSDatei:Flag of the German Reich (1935–1945).svg BMW BMW 328 Touring Coupé Deutsches Reich NSDatei:Flag of the German Reich (1935–1945).svg Hans Wencher Rang 5

24-Stunden-von-Spa-Ergebnisse

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1936 Deutsches Reich NSDatei:Flag of the German Reich (1935–1945).svg Adler Werke Adler Trumpf Deutsches Reich NSDatei:Flag of the German Reich (1935–1945).svg M. Boetzher Rang 9
1938 Deutsches Reich NSDatei:Flag of the German Reich (1935–1945).svg BMW Werke BMW 328 Deutsches Reich NSDatei:Flag of the German Reich (1935–1945).svg Ralph Roese Rang 3 und Klassensieg

Literatur

  • George Seeliger: „Essential BMW Roadstars & Cabriolets“, Bay View Books Ltd 1996, ISBN 187097977X.
  • Heinz Prüller: „Unsere Champions 1900–2003“, NP Buchverlag, St. Pölten u. a. 2003, ISBN 3-85326-180-9.

Weblinks

Commons: Max zu Schaumburg-Lippe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />