Zum Inhalt springen

Kirjat Bialik

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 13. Oktober 2025 um 22:30 Uhr durch imported>SchlurcherBot (Bot: http → https).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Kirjat Bialik
Wappen von Kirjat Bialik [[Datei:{{#property:P41}}|120px|rand|zentriert|Flagge von Kirjat Bialik]]
Kirjat Bialik
Basisdaten
hebräisch: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)
arabisch: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)
Staat: IsraelDatei:Flag of Israel.svg Israel
Bezirk: Haifa
Gegründet: 1934
Koordinaten: 32° 50′ N, 35° 4′ OKoordinaten: 32° 49′ 59″ N, 35° 3′ 59″ O
 {{#coordinates:32,833027777778|35,066361111111|primary
dim=10000 globe= name=Kirjat Bialik region=IL-HA type=city
  }}
Höhe: 10 m
Fläche: 8,176 km²
 
Einwohner: 44.806 (Stand: 2022)<ref>2022 {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value). (XLSX; 119 kB) [Population and households by locality - 2022 Cens​us estimate]. Israelisches Zentralbüro für Statistik, 2025, abgerufen am 31. Januar 2026. </ref>
Bevölkerungsdichte: 5.480 Einwohner je km²
Metropolregion: 1.050.000 (2017)
 
Gemeindecode: 9500
Zeitzone: UTC+2
Postleitzahl: 27001 – 27513
 
Gemeindeart: Stadt (Kirja)
Bürgermeister: Eli Dukorsky
Website:
Kirjat Bialik (Israel)
Kirjat Bialik (Israel)
Kirjat Bialik

Kirjat Bialik ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), arabisch كريات بياليك) ist eine Stadt in Israel nordöstlich von Haifa. Ihre Gesamtfläche beträgt 8,2 Quadratkilometer. 2022 hatte die Stadt 44.806 Einwohner.<ref>2022 {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value). (XLSX; 119 kB) [Population and households by locality - 2022 Cens​us estimate]. Israelisches Zentralbüro für Statistik, 2025, abgerufen am 31. Januar 2026.</ref> Den Status einer Stadt erhielt Kirjat Bialik 1976. Gemeinsam mit anderen Städten bildet sie den Ballungsraum HaKrajot. Krajot ist der Plural von Kirja ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) "Stadt, Vorort") und der Namensbestandteil Bialik geht auf den israelischen Nationaldichter Chaim Nachman Bialik zurück.

Geschichte

Kirjat Bialik liegt im Zevulun-Tal in der Haifa-Bucht. Die ersten Juden, die sich dort 1924 niederließen, waren die Einwanderer Ephraim und Sabina Katz aus Rumänien, nachdem sie das Land erworben hatten. Ihre Siedlung wurde bei den palästinensischen Massakern in der Woche vom 23. bis zum 29. August 1929 (Arabisch: ثورة البراق, Thawrat al-Buraq "Buraq-Unruhen") durch Araber zerstört. Gleichzeitig geschahen auch die Ausschreitungen in Safed und das Massaker von Hebron. Es wurden in dieser Woche 133 jüdische Zivilisten, darunter Kinder, zumeist in ihren Häusern von palästinensischen Arabern ermordet und 198–241 weitere schwer verletzt, viele Frauen sexuell missbraucht<ref name="Stewart_(2004)">Ross, Stewart: Causes and Consequences of the Arab-Israeli Conflict. Evans Brothers, 2004, ISBN 0-237-52585-2, S. 22 ff.</ref>. Insgesamt 28 jüdische Gemeinden auf dem Gebiet des Völkerbundsmandat für Palästina wurden angegriffen und 17 mussten evakuiert werden.<ref name="mishmar">אירועים ביטחוניים בתולדות משמר העמק. Übersetzung: Sicherheitsereignisse in der Geschichte von Mishmar HaEmek. In: Mishmar HaEmek website. Abgerufen am 9. Juli 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Bei den gewalttätigen arabischen Ausschreitungen starben 116 Araber durch britische Polizeikräfte, welche die Unruhen befriedeten.<ref name="Stewart_(2004)" /> Das einzige Haus der jüdischen Siedlung, das die Unruhen überlebte, Beit Katz („Haus Katz“), wurde 1959 Kiryat Bialik vermacht und zur öffentlichen Nutzung bestimmt.

Das heutige Kirjat Bialik wurde am 18. Juli 1934 von einer Gruppe von Einwanderern aus Deutschland gegründet. Zunächst wurde das Wohngebiet als „Wohngebiet der Einwanderer aus Deutschland“ bezeichnet. Im gleichen Jahr starb der Nationaldichter Chaim Nachman Bialik, und nach seinem Namen wurde sodann die Siedlung Kirjat Bialik genannt. Es war die erste Ansiedlung in Palästina von deutschen Einwanderern, die aus freien Berufen kamen (Ärzte, Ingenieure, Rechtsanwälte). Die Entwicklung ging stetig voran, und im Jahre 1976 erhielt Kirjat Bialik Stadtrechte.

Von 1940 bis 1956 war der deutsch-israelische Pädagoge Hugo Rosenthal, der 1939 bei seiner Einwanderung den Namen Josef Jashuvi angenommen hatte, Leiter des von Beate Berger 1922 in Berlin gegründeten Kinder- und Jugendheims Ahavah.<ref>Die Rettung jüdischer Kinder aus Nazi-Deutschland</ref> Zeitweilig arbeitete hier auch der aus Deutschland emigrierte Pädagoge Herbert Hecht.<ref>Es gibt Schilderungen der dortigen Lebensverhältnisse aus dem Jahr 1950 (Hermann Maas: Skizzen von einer Fahrt nach Israel, Karlsruhe 1950, S. 11.) und 1971 (Hans Habe: Wie einst David. Entscheidung in Israel. ein Lebensbericht, Olten 1971, S. 29–31.).</ref>

In den letzten Jahren hat Kirjat Bialik mehr als 7000 Immigranten aus den Gebieten der ehemaligen Sowjetunion und aus Äthiopien aufgenommen.

Infrastruktur

Das Bildungssystem in Kirjat Bialik gehört zu den umfangreichsten des Staates und kann beeindruckende Erfolge vorzeigen. In der Stadt werden Tagesklassen, sechs Grundschulen, zwei Orientierungsstufen, ein Gymnasium, ein Technikerkolleg und ein Erwachsenenkolleg für die Hochschulreife unterhalten. In Kirjat Bialik befindet sich die größte Schule Israels.

Das Kultursystem für Erwachsene ist auf vier Kulturclubs konzentriert, in denen weitgefächerte und vielfältige soziokulturelle Aktivitäten angeboten werden.

Im Norden Kirjat Bialiks liegt ein Naturschutzgebiet, in dem sich Überreste aus der Kreuzritterzeit befinden. Das Naturschutzgebiet bildet einen Anziehungspunkt für Naturfreunde aus der gesamten Region. Die Stadtverwaltung errichtete in dem Gebiet eine Gedenkstätte für die Söhne der Stadt, die in den Kriegen Israels gefallen sind.

Partnerschaften

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter (Auswahl)

  • Uri Sagi (* 1943), israelischer General
  • Jochanan Wallach (* 1945), israelischer Fußballspieler
  • Ofer Shelah (* 1960), israelischer Politiker und Journalist
  • Aviv Kochavi (* 1964), israelischer Offizier, Chef des Generalstabes
  • Ronen Bergman (* 1972), israelischer Investigativjournalist und Sicherheits- und Geheimdienstexperte
  • Hilla Nachshon (* 1980), israelische Fernsehmoderatorin und Model
  • Aviv Alush (* 1982), israelischer Filmschauspieler, Sänger und Model
  • Shirley Pinto (* 1989), israelische Politikerin und Gehörlosenaktivistin
  • Reut Alush (* 1990), israelische Schauspielerin
  • Sapir Berman (* 1994), israelische Fußballschiedsrichterin

Weblinks

Commons: Kirjat Bialik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein