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Russische Marine

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Russische Marine


Emblem der russischen Marine
Aufstellung 1696 und 17. Januar 1992
Staat RusslandDatei:Flag of Russia.svg Russland
Streitkräfte Russische Streitkräfte
Truppengattung Seestreitkräfte
Typ Teilstreitkraft
Gliederung

Nordflotte
Pazifikflotte
Schwarzmeerflotte
Baltische Flotte
Kaspische Flottille
Marineflieger
Marineinfanterie
Küstenartillerie

Stärke 150.000 (im Jahre 2021)<ref name="IISS" />
Führung
Erster stellvertretender Oberbefehlshaber der russischen Marine Admiral Alexander Michailowitsch Nossatow
Stellvertretender Oberbefehlshaber der Marine Admiral Wladimir Lwowitsch Kassatonow
Insignien
Marineflagge Datei:Naval Ensign of Russia.svg
Gösch Datei:Naval Jack of Russia.svg
Mittleres Emblem Datei:Emblem of the Военно-Морской Флот Российской Федерации.svg

Die Marine der Russischen Föderation ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); Transkription Wojenno-morskoi flot Rossijskoi Federazii – WMF Rossii; in der offiziellen Bezeichnung fehlen die Wörter Rossijskoi Federazii) ist eine der drei Teilstreitkräfte der seit 1992 bestehenden russischen Streitkräfte. Die internationale Bezeichnung für ein Schiff der russischen Marine lautet RFS (Russian Federation Ship, Schiff der Russischen Föderation).

Die russische Marine entstand, als am Ende des Kalten Krieges nach dem Zerfall der Sowjetunion im Dezember 1991 die Sowjetische Marine in die russische und in die ukrainische Marine geteilt wurde. Die russische Marine besteht im Wesentlichen aus Teilen der früheren sowjetischen Seestreitkräfte.

Geschichte

Ursprung bis 1917

Die ersten slawischen Flotten bestanden aus kleinen Segelschiffen und Ruderbooten, die seetüchtig und fähig waren, in Flussbetten zu navigieren. Vom 9. bis ins 12. Jahrhundert gab es Flotten des Kiewer Rus, die aus hunderten Schiffen mit einem, zwei oder drei Masten bestanden. Mithilfe dieser Fluss- und Seeflotten zugleich unternahmen die Rus über den Dnepr Feldzüge nach Konstantinopel und über die Wolga in den Kaspischen Raum. Die Bürger von Nowgorod waren bekannt dafür, dass sie Feldzüge in der Ostsee führten (z. B. die Belagerung von Sigtuna 1187) Ladja (russisch: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), „Meereschiff“) war ein typisches Boot der Armee von Nowgorod (Länge: 30 m, Breite: 5–6 m, 2 oder 3 Masten, bewaffnet mit Rammböcken und Katapulten, Besatzung: 50–60 Mann). Es gab auch kleinere Segel- und Ruderboote, z. B. die Uschkuis ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) zum Segeln in Flüssen, Seen und Schären, Kotschis ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) und Nosads ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), die man zum Transport von Frachten nutzte. Im 16. und 17. Jahrhundert nutzten die Kosaken für ihre Feldzüge gegen Tataren und Turkvölker Segel- und Ruderboote. Die Saporoger Kosaken nannten diese Boote entweder Tschaika ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), „Möwe“) oder Tscheln ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Die Don-Kosaken nannten sie Strugs ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Diese Boote konnten bis zu 80 Mann transportieren.

Das Zarentum Russland kämpfte seit dem 16. Jahrhundert um einen Zugang zur Ostsee, zum Schwarzen Meer und zum Asowschen Meer. Bis Mitte des 17. Jahrhunderts hatten die Russen einige Erfahrungen bei der Nutzung von Flussschiffen zusammen mit Landstreitkräften. Von 1667 bis 1669 versuchten die Russen, auch Marineschiffe zu bauen, um die Handelswege entlang der Wolga zu verteidigen, die ins Kaspische Meer fließt. 1668 bauten sie die Orjol ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Adler), ein Schiff mit 22 Kanonen, eine Yacht und einige Ruderboote. Die Aufstellung der regulären russischen Marine erfolgte erst unter Zar Peter I., der Russland modernisieren und auf den technischen Stand Westeuropas bringen wollte. Die junge russische Marine bestand in der Seeschlacht von Hanko im Juli 1714 eine wichtige Bewährungsprobe gegen die schwedische Marine.

In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und im frühen 19. Jahrhundert hatte die Kaiserlich Russische Marine die nach Großbritannien und Frankreich drittgrößte Flotte der Welt. Nach dem Krimkrieg begann Russland mit der Konstruktion dampfgetriebener Panzerschiffe, Monitore und seegestützter Batterien. Im Russisch-Japanischen Krieg 1904 bis 1905 wurden große Teile der Pazifikflotte (Seeschlacht im Gelben Meer) und auch der zu Hilfe eilenden Baltischen Flotte (Seeschlacht bei Tsushima) vernichtet. Die russische Marine als vormals weltweit drittgrößte Flotte fiel auf den sechsten Platz zurück, und der Schwerpunkt der russischen Flottenaktivitäten verlagerte sich vom Fernen Osten zurück in die Ostsee. Die Baltische Flotte trat jedoch im Ersten Weltkrieg entgegen den Vorstellungen ihres ersten Befehlshabers Admiral Nikolai von Essen nie zur Offensive an, sondern wurde von unterlegenen deutschen Kräften unter Prinz Heinrich von Preußen bis zum Kriegsende weitgehend blockiert und blieb weitgehend untätig.

An der Oktoberrevolution 1917 waren Matrosen insbesondere der Baltischen Flotte maßgeblich beteiligt. Den Startschuss feuerte am 25. Oktober der Kreuzer Aurora, der noch heute als Museumsschiff in Sankt Petersburg liegt. Die Sowjetische Marine bildete sich aus den Einheiten der Kaiserlich Russischen Marine.

Das für alle russischen und die sowjetische Marine traditionelle blau-weiß quer-gestreifte baumwollene Unterhemd der Matrosen heißt Telnjaschka.

Russische Marine ab 1991

Nach dem Zerfall der Sowjetunion wurden die Einheiten und Schiffe der sowjetischen Marine unter den Nachfolgestaaten aufgeteilt (siehe Liste von Schiffen der sowjetischen Marine).

Durch Kürzungen im Wehretat infolge des Umbruchs geriet die neue russische Marine in eine schwere Finanzkrise, unter der die gesamte Einsatzbereitschaft litt. Zwar wurden noch bis 1997 U-Boote und vereinzelt Überwasserschiffe in Dienst gestellt, doch der Sold für die Besatzungen blieb häufig aus. Schiffe gingen teils zur Instandsetzung ins Dock und blieben dort. Ab 1992 unterstützen die USA personell wie auch finanziell Russland beim Abwracken von ehemals sowjetischen Atom-U-Booten: einem U-Boot des Projekts 667A und sechs des Projekts 667B.

Nach der Vereidigung von Wladimir Putin als Präsident und dem Unglück der Kursk im Jahr 2000 wurden erhebliche Summen in Krisentraining und Modernisierung investiert. Die Zahl der einsatzfähigen Einheiten ging währenddessen weiter zurück.

Seit 2006 verfolgt Russland einen Ausbau vor allem seiner strategischen und technischen Fähigkeiten. Bis 2026 soll die zweitgrößte Flugzeugträgerflotte der Welt mit sechs Flugzeugträgerkampfgruppen entstehen. Zudem befanden sich ab 2007 zunehmend Detachments auf offener See im Atlantik, Pazifik und im Mittelmeer; weiterhin werden zunehmend Seemanöver abgehalten.

2008 operierte die russische Marine mehrmals in den Weltmeeren. So nahm sie in der Karibik an einer gemeinsamen Übung mit der venezolanischen Marine teil und passierte erstmals seit 1944 wieder den Panamakanal. Weitere Flottenbesuche fanden in Nicaragua und Kuba statt. Die bereits stark reduzierte Marinebasis Cam Ranh Bay in Vietnam wurde 2002 aufgegeben. Als letzter russischer Seestützpunkt im Ausland besteht in Syrien die Marinebasis Tartus.<ref>Sources: Russian warships in Syrian port. upi.com</ref>

Am 19. August 2016 wurden im Rahmen des Militäreinsatzes in Syrien von den Korvetten Seljony Dol und Serpuchow im östlichen Mittelmeer Kalibr-Marschflugkörper auf Kommandoposten, Munitionsdepots und Waffenfabriken der Al-Nusra-Front bei Dar Taaza abgefeuert.<ref>AFP/dpa/Reuters: Russland startet neue Offensive in Syrien. In: FAZ.net. 15. November 2016, abgerufen am 5. März 2022.</ref><ref>Russland feuert Marschflugkörper auf syrische Rebellen ab. Südtirol Online, 19. August 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 20. August 2016; abgerufen am 20. August 2016.</ref>

Russland plant den Bau eines weiteren Marinestützpunktes im Nordosten Afrikas am Roten Meer am nördlichen Stadtrand von Bur Sudan im Sudan, die Marinebasis Bur Sudan.<ref>Mohamed Nureldin Abdallah: Russland erhält Marinebasis im Sudan. In: diepresse.com. 12. November 2020, abgerufen am 5. März 2022.</ref>

Neue Bauprogramme und Reaktivierungen

Die Stereguschtschi-Klasse, die neuen strategischen U-Boote der Borei-Klasse, die konventionellen U-Boote der Lada-Klasse und die Mehrzweckkampfschiffe der Admiral-Gorschkow-Klasse sowie die Stealth-Kanonenboote der Bujan-Klasse sind die wichtigsten Programme des russischen Militärschiffbaus und bedeuten einen deutlichen Technologiesprung. Auch sollen stillgelegte Einheiten der Flotte zukünftig modernisiert und wieder in den aktiven Dienst zurückgeholt werden. Im September 2009 meldete die russische Presse, dass geplant sei, die Admiral Lasarew und die Admiral Nachimow wieder in Dienst zu stellen.<ref>Russland plant Wiederaufbau atomgetriebener Raketenkreuzer. RIA Novosti, 19. September 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. November 2013; abgerufen am 3. November 2013.</ref> Im September 2011 wurden weitere Details der geplanten Modernisierung bekannt. Demnach sollten alle vier Kreuzer überholt und auch die drei eingemotteten Einheiten wieder in Dienst gestellt werden. Im Zuge der Überholung solle eine deutliche Kampfwertsteigerung erfolgen, die neben dem Austausch der Bordelektronik und der Waffenleitsysteme auch eine Neuarmierung mit modernen Lenk- und Abwehrwaffen umfassen sollte. Als erste Einheit sollte die Admiral Nachimow bereits 2015 wieder in Dienst gestellt werden. Insgesamt sollen 44 U-Boote, 36 Fregatten, 28 Korvetten, 18 Kreuzer, 24 Zerstörer und 7 Flugzeugträger bis 2020 in Dienst gestellt werden.<ref>Russia to refit nuclear missile cruisers – media. RIA Novosti, 21. September 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. November 2013; abgerufen am 3. November 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Bis 2017[veraltet]Bitte nutze in Fällen, in denen die Jahreszahl bereits in der Vergangenheit liegt, {{Veraltet}} anstatt {{Zukunft}} soll auch das aufgelegte K-239 „Karp“ der Sierra-I-Klasse modernisiert und wieder in aktiven Dienst gestellt werden.<ref>Russland will Titan-U-Boote wiederbeleben. RIA Novosti, 5. März 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. November 2013; abgerufen am 3. November 2013.</ref><ref>Russia to Resurrect Titanium Submarines. RIA Novosti, 5. März 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 9. März 2013; abgerufen am 3. November 2013.</ref>

Die Realität hinkt diesen Plänen aber deutlich hinterher. So wurden seit 2018 lediglich zwei größere Überwassereinheiten, zwei Fregatten der Admiral-Gorschkow-Klasse, in den Dienst gestellt. Diese sind deutlich kleiner als die noch im Dienst befindlichen Kreuzer und Zerstörer der sowjetischen Zeit. Die Einsatzfähigkeit von Überwassereinheiten auf hoher See dürfte damit inzwischen sehr beschränkt sein und als realistisches Einsatzgebiet vor allem küstennahe Gewässer verbleiben.<ref>Hannes Adomeit: Russische Marinedoktrin und maritime Rüstung: Anspruch und Realität. In: Sirius. Zeitschrift für Strategische Analysen. Band 2, Nr. 1, 14. März 2018, S. 71, doi:10.1515/sirius-2018-0008.</ref>

Umgesetzt wurde die Modernisierung und Vergrößerung vor allem in der U-Boot-Flotte. So befanden sich mit Stand 2021 fünf mit Interkontinentalraketen bewaffnete Boote des Projekts 955 im Dienst. Bis Mitte der 2030er Jahre soll diese Klasse alle älteren SSBN ersetzen.<ref>James Hackett: Die Modernisierung der russischen Streitkräfte. In: Sirius. Zeitschrift für Strategische Analysen. Band 5, Nr. 2, 3. Juni 2021, S. 135, doi:10.1515/sirius-2021-2003.</ref> Zur wichtigsten U-Boot-Werft hat sich die Sewmasch-Werft entwickelt, wo alle nuklearbetriebenen und viele konventionelle Einheiten hergestellt werden. 2017 verzeichnete die NATO die höchste Patrouillentätigkeit russischer U-Boote seit dem Ende des Kalten Krieges.<ref>Hannes Adomeit: Russische Marinedoktrin und maritime Rüstung: Anspruch und Realität. In: Sirius. Zeitschrift für Strategische Analysen. Band 2, Nr. 1, 14. März 2018, S. 72 f., doi:10.1515/sirius-2018-0008.</ref>

Das wichtigste Ausstattungsprogramm der zurückliegenden Jahre betraf die Ausrüstung verschiedener Über- und Unterwassereinheiten mit zum Teil kernwaffenfähigen Marschflugkörpern vom Typ Kalibr, was diese Plattformen mit weitreichenden Wirkmöglichkeiten gegen Landziele ausstattete. Als Nachfolger ist offenbar das in der Erprobung befindliche System SS-N-33 Zirkon vorgesehen.<ref>James Hackett: Die Modernisierung der russischen Streitkräfte. In: Sirius. Zeitschrift für Strategische Analysen. Band 5, Nr. 2, 3. Juni 2021, S. 134, doi:10.1515/sirius-2021-2003.</ref>

Auftrag

Die russische Marine hat folgende Aufgabenstellungen:<ref>Webpräsenz des Verteidigungsministeriums der Russischen Föderation, gesichtet am 15. Januar 2012</ref>

  • Die Abschreckung vom Einsatz militärischer Gewalt oder der Androhung militärischer Gewalt gegen die Russische Föderation.
  • Militärischer Schutz der territorialen Integrität der Russischen Föderation über die Landmasse und territoriale Gewässer hinaus bis in internationale Gewässer.
  • Militärischer Schutz der Freiheit der Meere.
  • Aufbau und Sicherstellung des Schutzes wirtschaftlicher Aktivitäten der Russischen Föderation auf den Ozeanen.
  • Sicherstellung der Präsenz der Marine der Russischen Föderation auf den Meeren.
  • Teilnahme an militärischen, friedenssichernden und humanitären Einsätzen, die den Interessen der Russischen Föderation entsprechen und von der Weltgemeinschaft ausgeführt werden.

Organisation

Das Hauptquartier der Marine befindet sich seit 2012 wieder im historischen Admiralitätsgebäude „Admiralteistwo“ in Sankt Petersburg, wo sich bis zum Umzug 1925 nach Moskau schon das Hauptquartier der Vorgängermarinen befunden hatte.

Operativ sind der russischen Marine die Verwaltungen für Navigation und Meereskunde (ehem. Hauptverwaltung für Navigation und Meereskunde) sowie für Tiefseeforschung (ehem. Hauptverwaltung Tiefseeforschung) des Verteidigungsministeriums der Russischen Föderation unterstellt.

Oberbefehlshaber

Oberbefehlshaber der russischen Marine seit 1992:

Nr. Name, Rangbezeichnung Bild Amtsbeginn Amtsende
1 Felix Nikolajewitsch Gromow
Flottenadmiral
Admiral bis 1996
Datei:Феликс Громов (mil.ru).jpg Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle
2 Wladimir Iwanowitsch Kurojedow
Flottenadmiral
Admiral bis 2000
Datei:Admiral of the fleet Vladimir Ivanovich Kuroyedov1.jpg Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle
3 Wladimir Wassiljewitsch Massorin
Flottenadmiral (OF-9)
Admiral bis 2006
Datei:VladimirMasorin.jpg Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle
4 Wladimir Sergejewitsch Wyssozki
Admiral (OF-8)
Datei:Vladimir Vysotsky (Admiral).jpg Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle
5 Wiktor Wiktorowitsch Tschirkow<ref>kremlin.ru: Виктор Чирков назначен главнокомандующим Военно-Морским Флотом (6. Mai 2012). Abgerufen am 6. Mai 2012. (russisch, „Wiktor Tschirkow zum Oberkommandierenden der Marine ernannt“)</ref>
Admiral (OF-8)
Vizeadmiral bis 2012
Datei:Viktor Chirkov, 2015.jpg Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle
6 Wladimir Iwanowitsch Koroljow
Admiral (OF-8)
Datei:Korolev Vladimir.jpg Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle
7 Nikolai Anatoljewitsch Jewmenow
Admiral (OF-8)
Datei:Nikolaj Evmenov (2019).jpg Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle
8 Alexander Alexejewitsch Moissejew
Flottenadmiral (OF-9)
Admiral bis 2025
Datei:Alexander Moiseev official portrait.jpg Vorlage:DatumZelle

Chef des Hauptstabes

Chefs des Hauptstabes der Russischen Marine seit 1992:

Nr. Name Bild Amtsbeginn Amtsende
1 Walentin Jegorowitsch Seliwanow
Admiral (OF-8)
Datei:Адмирал Валентин Егорович Селиванов 2018.jpg Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle
2 Igor Nikolajewitsch Chmelnow
Admiral (OF-8)
Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle
3 Wladimir Iwanowitsch Kurojedow
Admiral (OF-8)
Datei:Admiral of the fleet Vladimir Ivanovich Kuroyedov1.jpg Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle
4 Wiktor Andrejewitsch Krawtschenko
Admiral (OF-8)
Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle
5 Wladimir Wassiljewitsch Massorin
Admiral (OF-8)
Datei:VladimirMasorin.jpg Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle
6 Michail Leopoldowitsch Abramow
Admiral (OF-8)
Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle
7 Alexander Arkadjewitsch Tatarinow
Admiral (OF-8)
Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle
8 Andrei Olgertowitsch Woloschinski
Vizeadmiral (OF-8)
Datei:Andrey Volozhinsky (2016).jpg Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle
9 Alexander Wiktorowitsch Witko
Admiral (OF-8)
Datei:Aleksandr Vitko, 2015.jpg Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle
10 Alexander Michailowitsch Nossatow
Admiral (OF-8)
Datei:Alexandr Nosatov (2018).jpg Vorlage:DatumZelle

Struktur

Gegliedert ist die russische Marine in:

Ausrüstung

Aufgelistet sind alle derzeit aktiven und zukünftigen Einheiten.<ref name="IISS">International Institute for Strategic Studies (Hrsg.): The Military Balance 2022. 122. Auflage. Taylor & Francis, 2022, ISBN 978-1-03-227900-8, S. 192–208.</ref><ref>Navypedia Russia. In: navypedia.org. Abgerufen am 22. Februar 2022.</ref>

U-Boote

Die russische Marine betrieb 2022 insgesamt 67 U-Boote, davon 14 strategische und 29 Angriffsboote mit Nuklearantrieb. Nach Aussagen des damaligen NATO-Generalsekretärs Jens Stoltenberg habe Russland „massiv in seine Marine investiert, insbesondere in U-Boote“. Seit 2014 seien 13 weitere U-Boote dazu gekommen.<ref>Nato ist besorgt über russische U-Boote. Zeit Online, 23. Dezember 2017; abgerufen am 8. Juli 2018.</ref>

Atom-U-Boote mit ballistischen Raketen

Boote dieser Kategorie werden bei der NATO als Ship Submersible Ballistic Nuclear (SSBN) bezeichnet.

Seit 2001 wurde der Bau neuer SSBN mit dem Projekt 955 Borei-Klasse wieder aufgenommen. Seither wurden bis zum 30. Dezember 2012 drei Einheiten des Projekts 955 vom Stapel gelassen. Am 29. Dezember 2012 wurde mit K-535 „Juri Dolgoruki“ das erste SSBN der 4. Generation der russischen Seestreitkräfte in Dienst gestellt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />First Borei Submarine Enters Service (Memento des Vorlage:IconExternal vom 17. Mai 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.aviationweek.com (10. Januar 2013). Abgerufen am 9. März 2013.</ref> Da die letzte Taufe eines SSBN noch zu Zeiten der Sowjetunion erfolgte, ist die Jurij Dolgoruki das erste russische SSBN. Insgesamt wollte die russische Marine bis 2015 acht Boote des Projekts 955 beschaffen. Sieben sollten unter dem derzeitigen (Finanz-)Plan bis 2015 gebaut werden, das achte Boot im Rahmen eines Folgeprogramms. Die neuen SSBN sollen in den kommenden Jahrzehnten das Rückgrat der seegestützten nuklearen Abschreckung Russlands bilden und in dieser Rolle die älteren Boote der Projekte 667BDR / 667BDRM ersetzen.

Dass das neue SSBN schließlich doch gebaut wurde, scheint vor allem auch dem Improvisationstalent der Werft zu verdanken zu sein, deren Direktor vorschlug, vorhandene Produktionsvorräte zu nutzen. Damit meinte er fertige Rumpfsektionen für bereits begonnene U-Boote anderer Klassen „vorhergehender Generationen“, deren Bau Sewmasch unter den Finanzproblemen ebenfalls eingestellt hatte. So soll die Juri Dolgoruki die komplette Bug- und Hecksektion des begonnenen, dann aber wegen Geldmangel nicht weiter gebauten U-Bootes K-337 Kugar vom Typ Projekt 971 (NATO-Code Akula II) erhalten haben. Bei Schwesterboot Alexander Newski sollen fertige Rumpfsegmente der Rijs, eines weiteren Projekt 971-Bootes verwendet worden sein. Daneben sollen sich auch Sektionen von U-Booten des Projekts 949 (Oscar II-Klasse) in den beiden ersten Booten der Borei-Klasse finden. Rumpfsegmente sollen überdies auch von der U-Bootwerft Komsomolsk, die ebenfalls Projekt 971-Boote baut, nach Sewerodwinsk verschifft worden sein.

Die Verwendung typfremder Rumpfsegmente hat vermutlich Veränderungen am ursprünglichen Design notwendig gemacht. Einem Medienbericht zufolge soll es sich bei der im Jahr 2012 getauften Juri Dolgoruki gar nicht mehr um das ursprünglich 1996 begonnene U-Boot handeln. Dieses sei komplett abgerüstet worden. Offenbar stellte aber die ungewöhnliche Maßnahme die Fertigstellung des Typbootes der prestigeträchtigen neuen Klasse sicher. Zugleich zeigte sich, dass die Verwendung typfremder Module zu einer gewissen Standardisierung führte, die letztlich auch eine deutliche Senkung der Baukosten zur Folge hatte – ein für die eventuelle Fortsetzung des Borei-Programmes wesentlicher Faktor.

Das letzte Boot des Projekts „941“ (NATO-Code: „Typhoon-Klasse“), die „Dmitri Donskoj“ (TK-208), wurde im Frühjahr 2023 außer Dienst gestellt.<ref>Tomasz Grotnik: Russia Decommissions World’s Largest Submarine. Naval News, 7. Februar 2023, abgerufen am 7. Februar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die „Archangelsk“ (TK-17) und „Sewerstal“ (TK-20) sollten zwischen 2018 und 2020 verschrottet werden.<ref>Russland bringt die größten Atom-U-Boote der Welt unter den Schneidbrenner. RIA Novosti, 21. März 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. Dezember 2013; abgerufen am 8. November 2013.</ref>

Datei:K-535 Yuri Dolgorukiy at sea trials.jpg
Borei-Klasse
Datei:К-433.jpg
Projekt 667BDR

Atom-U-Boote mit Lenkwaffen (SSGN)

Boote dieser Kategorie werden in der NATO als Ship Submersible Guided Missile Nuclear oder SSGN bezeichnet. Sie sind waffentechnisch die Antwort auf die Carrier Vessel Battle Groups der US Navy.

Den Bau des multifunktionalen Atom-U-Bootes Sewerodwinsk (Projekt 885 Jassen) zog sich lange hin. Das U-Boot sollte mit acht Startrampen für 24 schwer zu ortende Präzisions-Schiffabwehrflügelraketen P-800 Oniks ausgerüstet werden. Die Sewerodwinsk war bereits im Januar 1993 bei Sewmasch auf Kiel gelegt worden und sollte ursprünglich 2000 vom Stapel laufen. Im Rüstungshaushalt 2006 waren für dieses U-Boot fast keine Mittel eingeplant. Das Verteidigungsministerium wollte ursprünglich noch sechs ähnliche U-Boote in Auftrag geben, auf die ein beachtlicher Anteil der konventionellen Abschreckung entfallen sollte: Die U-Boote sind hauptsächlich für die Vernichtung von Flugzeugträgern bestimmt. Die Sewerodwinsk ist seit dem 17. Juni 2014 im aktiven Dienst der Nordflotte.<ref>ервая подлодка проекта „Ясень“ вошла в состав ВМФП. flot.com, abgerufen am 31. Juli 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Das erste U-Boot des Projektes 'Jasen' ging in den Bestand der WMF über).</ref>

Bei Sewmasch in Sewerodwinsk wurde am 24. Juli 2009 mit dem Bau des zweiten nukleargetriebenen Angriffs-U-Bootes des Projektes 885 begonnen. Die Kasan unterscheidet sich in ihrer Ausstattung mit elektronischen Geräten und Systemen deutlich vom Typboot Sewerodwinsk.

Datei:Северодвинск (АПЛ).jpeg
K329 Sewerodwinsk beim Stapellauf am 15. Juni 2010
  • Projekt 885 Jasen (NATO-Code: Granay-Klasse)
    • K-560 Sewerodwinsk (Kiellegung am 21. Dezember 1993, Indienststellung am 30. Dezember 2013)
    • K-561 Kasan (Kiellegung am 24. Juli 2009, Projekt 885M, Indienststellung am 7. Mai 2021)
    • K-573 Nowosibirsk (Kiellegung am 26. Juli 2013, Projekt 885M, Indienststellung am 21. Dezember 2021)
    • K-571 Krasnojarsk (Kiellegung am 27. Juli 2014, Projekt 885M, Indienststellung am 11. Dezember 2023)<ref>Russian shipbuilders to float out 2nd Yasen-M-class nuclear-powered sub in August. TASS, 12. März 2021, abgerufen am 1. Februar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Ceremony for raising naval flags on nuclear-powered submarines Emperor Alexander III and Krasnoyarsk. In: kremlin.ru. 11. Dezember 2023, abgerufen am 12. April 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
    • K-564 Archangelsk (Kiellegung am 19. März 2015, Projekt 885M, geplante Indienststellung 2024)<ref name="tab">Строительство боевых кораблей основных классов для ВМФ России на 01.01.2022. In: livejournal.com. Abgerufen am 1. Februar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
    • K-? Perm (Kiellegung am 29. Juli 2016, Projekt 885M, geplante Indienststellung 2024)<ref name="tab" />
    • K-? Uljanowsk (Kiellegung am 28. Juli 2017, Projekt 885M)
    • K-? Woronesch (Kiellegung am 20. Juli 2020, Projekt 885M, geplante Indienststellung 2027)<ref name="tab" />
    • K-? Wladiwostok (Kiellegung am 20. Juli 2020, Projekt 885M, geplante Indienststellung 2028)<ref name="tab" />
Datei:Oscar class submarine 3.jpg
Oscar-II-Klasse

Atom-Jagd-U-Boote (SSN)

Boote dieser Kategorie werden in der NATO als Ship Submersible Nuclear (SSN) bezeichnet.

Mit K-317 Pantera, welche 2007 ihre Instandsetzung und Modernisierung abschloss, hat die Nordflotte das erste Modernisierte U-Boot des Projekts 971 im Dienst. Auch B-534 Nischnij Nowgorod des Projektes 945A (Sierra II-Klasse) kehrte am 29. April 2008 nach vierjähriger Instandsetzung zur Nordflotte zurück.

Weiterhin werden drei Boote des Projekt 671 (Victor III) im Dienst gehalten. Diese sind als einzige SSN der Marine zu Flachwasseroperationen in der Lage. Alle anderen U-Boote dürfen sich wegen ihres empfindlichen Reaktorkühlsystems nicht weniger als 25 Meter dem Meeresboden nähern.

Datei:AkulaProjekt971K335.png
Seitenansicht von K-335
Datei:Submarine Vepr by Ilya Kurganov crop.jpg
K-157
Datei:Akula class submarine.JPG
Akula-I-Klasse
Datei:Sierra class SSN.jpg
Sierra-II-Klasse
Datei:Victor III class submarine.jpg
Victor-III-Klasse

U-Boote mit konventionellem Antrieb (darunter SSG)

Datei:Amur 1650.jpg
Projekt 677
Datei:Kilo Submarine DN-SC-96-00528.jpg
Projekt 877

Die Marine hat noch immer mit Problemen beim Betrieb des neuen Bootes B-585 Sankt-Peterburg des Projekts 677 („Lada-Klasse“) zu kämpfen.

Überwasserschiffe

Flugzeugträger/Flugdeckkreuzer

Datei:Kusnzov2.jpg
Admiral-Kusnezow-Klasse

Die russische Marine verfügt mit der Admiral Kusnezow über einen Flugzeugträger. Bei einem Unfall im Trockendock wurde 2022 eine Reparatur nötig, welche bis 2024 andauern soll.<ref>Russia’s only aircraft carrier, already sidelined for years, catches fire again. Business Insider, 23. Dezember 2022, abgerufen am 30. Dezember 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Geplant ist laut Admiral Massorin eine Erweiterung auf zwei Flugzeugträgereinsatzgruppen – je eine bei Nordflotte und Pazifikflotte –, zu denen jeweils drei Träger gehören würden. Die Notwendigkeit zu jeweils drei Schiffen ergebe sich aus dem Betriebszyklus: In jeder Gruppe sei jeweils ein Träger voll einsatzklar und ein zweiter in der Einsatzvorbereitung, der notfalls ebenfalls einsetzbar sei, während der dritte eine planmäßige Wartungs- und Instandsetzungsperiode durchlaufe.<ref>Admiral betont politische Rolle russischer Flugzeugträger. RIA Novosti, 12. Oktober 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. März 2010; abgerufen am 23. Juni 2024.</ref> 2015 stellte das Krylow-Forschungszentrum das Projekt 23000 ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) vor, in dem ein großer Flugzeugträger mit etwa 100.000 Tonnen Verdrängung und für 80–90 Kampfflugzeuge entwickelt wird.<ref>Construction of Russian aircraft carrier to start after 2025. TASS, 22. Juni 2015</ref>

Raketenschlachtkreuzer

Offiziell befindet sich von der Kirow-Klasse nur noch ein Schiff im aktiven Dienst. Während die Pjotr Weliki das Flaggschiff der Nordflotte ist, soll Admiral Nachimow auf einen anderen Antischiffraketen-Komplex umgerüstet werden. In Frage kämen P-800 Oniks oder SS-N-27 Sizzler.

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Admiral Uschakow (ex „Kirow“), Typschiff der Kirow-Klasse
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Marschall Ustinow, Raketenkreuzer der Slawa-Klasse

Raketenkreuzer

Zwei von drei Kreuzern der Slawa-Klasse sind einsatzbereit. Moskwa und Warjag nahmen in den letzten beiden Jahren an mehreren internationalen Übungen im Mittelmeer und im Pazifik teil. Die Marschall Ustinow nahm regelmäßig an Übungen der Nordflotte teil. Die Moskwa versank am 14. April 2022 während des Kriegs in der Ukraine im Schwarzen Meer, nachdem sie vermutlich von zwei ukrainischen Anti-Schiffs-Raketen vom Typ Neptun getroffen worden war.<ref>USA: „Moskwa“ von ukrainischen Raketen getroffen. Zeit online, 15. April 2022, abgerufen am 15. April 2022.</ref>

Der im ukrainischen Mykolajiw liegende vierte Raketenkreuzer der Slawa-Klasse, Ukraina, soll von der Ukraine verkauft werden. Die Ukraina wurde im Jahre 1993 von der Schwarzmeerflotte an die Ukraine übergeben. Sie ist zu 96 Prozent fertiggestellt, doch über weitere Mittel zum Abschluss der Arbeiten verfügt die Ukraine nicht. Kiew versuchte vielmals, die Ukraina an Russland oder ein anderes Land zu verkaufen, jedoch scheiterten diese Versuche bisher allesamt.

Raketenzerstörer

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Der Zerstörer Nastoitschiwy (610) im Juni 2005

Während die Admiral Tschabanenko in der russischen Flotte das einzige Gegenstück zur US-amerikanischen Arleigh-Burke-Klasse bildet und erst kürzlich an Manövern teilnahm, werden die Raketenschiffe der Sowremenny-Klasse eher zurückgehalten. Von einst 18 Schiffen sind hier nur noch 10 im Dienst, während der Rest entweder verschrottet oder außer Dienst gestellt wurde. Diese Tatsache ist auf die Finanzkrise der 1990er Jahre zurückzuführen. Im Juli 2007 wurde schließlich auch noch die Gremjaschtschi ausgemustert, da eine Grundinstandsetzung zu teuer gewesen wäre.

ASW-Raketenzerstörer

Die U-Jagdschiffe der Udaloj-Klasse nehmen in letzter Zeit häufig an Einsätzen im offenen Ozean und internationalen Übungen teil. Nach 16 Jahren Inaktivität kehrt Wize-Admiral Kulakow nach einer Grundinstandsetzung Ende 2007/Anfang 2008 zur Flotte zurück. Eine Instandsetzung lohnte sich nur deshalb, weil das Schiff von der Werft eigenmächtig rechtzeitig konserviert wurde, als 1996 während einer sich seit 1991 hinziehenden Reparatur der Antriebsanlage kein Geld mehr floss. Die Marschall Wasilewskij wurde am 10. Februar 2007 ausgemustert. Das Schiff verfiel während der Finanzkrise, so dass eine Instandsetzung zu aufwändig gewesen wäre.

Datei:MarshalShaposhnikov2006ApraHarbor.jpg
Marschall Schaposchnikow, Udaloy-I-Klasse
Datei:RFS Neustrashimy (FF 712).jpg
Neustraschimij, Typschiff der Neustraschimy-Klasse
Datei:Soviet Pomornik class.JPEG
Pomornik-Klasse

Raketenfregatten (ASW-Schiffe)

Landungsschiffe

Des Weiteren verfügt die Marine über neun Schiffe des Projekts 1176, fünf Schiffe des Projekts 21820 und zwölf Schiffe des Projekts 11770.

Mehrzweckkampfschiffe

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Kriwak-Klasse
Datei:Corvette Steregushchiy.jpg
Stereguschtschi-Klasse

Mit der Kiellegung der Admiral Gorschkow begann in Russland erstmals der Bau einer Fregatte, die in jeder Hinsicht westlichen Mustern entspricht. Die Übergabe war für 2009 angesetzt, allerdings war hierbei die Zeit für die Seeerprobung anzurechnen. Am 15. November 2009 unterzeichnete der damalige Befehlshaber der Baltischen Flotte, Vizeadmiral Konstantin Sidenko, die Dokumente, mit denen die Übergabe der neuen Korvette von der St. Petersburger Werft Sewernaja an die WMF offiziell besiegelt wurde, worauf auch weitere Gelder an die Werft fließen sollten. Nochmals umgebaut, wurde die Admiral Gorschkow am 25. Dezember 2017 nördlich von Schottland gesichtet. Dabei eskortierte die britische Fregatte HMS St Albans (F83) das Schiff nahe der britischen Hoheitsgewässer in der Nähe des Moray Firth.<ref>telegraph.co.uk</ref>

Ein erstes Schiff der Stereguschtschi-Klasse ist seit 28. Februar 2008 im Dienst bei der Baltischen Flotte.<ref>Stereguschtschi-Klasse auf warfare.ru</ref> Eigentlich sollte die Stereguschtschi schon 2004 geliefert werden. Finanzielle Engpässe bei zwischenzeitlich mehr als verdreifachten Baukosten, aber auch technische Probleme verzögerten die Fertigstellung der Korvette immer wieder. Bei Erprobungen sollen immer wieder Fehlfunktionen festgestellt worden sein, die teilweise erhebliche Designänderungen notwendig gemacht hätten. Das zweite Schiff dieses Typs, die ebenfalls auf der Werft Sewernaja gebaute Soobrasitelny, wurde am 14. Oktober 2011 in Dienst gestellt.<ref>Fontanka.ru: Военно-морской флот России пополнился современной боевой единицей (14. Oktober 2011). Abgerufen am 9. Januar 2012 (russisch, „Die Marine Russlands wird mit moderner Kampfeinheit ergänzt“).</ref> Es folgten die Schiffe Boiki (Baltische Flotte), Sowerschenny (Pazifikflotte) und Stoiki (Baltische Flotte).

Als Grund für die Verzögerungen beim Bau nannte die russische Marine Prioritätenverschiebungen zugunsten des Baus neuer nuklear-strategischer U-Boote.

Datei:Odentsovo (ship, 2021).jpg
Korvette Odinzowo
Datei:«Василий Быков».jpg
Korvette Wassili Bykow
  • Projekt 22160 Wassili-Bykow-Klasse
    • Wassili Bykow (Schwarzmeerflotte, Indienststellung Dezember 2018)
    • Dmitri Rogatschjow (Schwarzmeerflotte, Indienststellung Juni 2019)
    • Pawel Derschawin (Schwarzmeerflotte, Indienststellung November 2020)
    • Wiktor Weliki (Kiellegung am 25. November 2016)<ref>Russia to Lay Keel for Fifth Caliber-Armed Corvette. In: mil.today. 24. November 2016, abgerufen am 30. Dezember 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
    • Nikolai Sipjagin (Kiellegung am 13. Januar 2018)<ref>Corvette Nikolay Sipyagin laid down in Russia’s Tatarstan. Tass, 13. Januar 2018, abgerufen am 30. Dezember 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • Projekt 133.1M (NATO-Bezeichnung: Parchim-Klasse)
    • Urengoi (Baltische Flotte)
    • Kasanez (Baltische Flotte)
    • Selenodolsk (Baltische Flotte)
    • Alexin (Baltische Flotte)
    • Baschkortostan (Baltische Flotte)
    • Kalmykija (Baltische Flotte)
Eisbrecher

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurden viele dieser Eisbrecher nicht mehr repariert, gingen in den Besitz privater Unternehmen über oder wurden an andere Länder verliehen. Seitdem hat die russische Regierung jedoch die Kontrolle über viele dieser Schiffe zurückgewonnen und zahlreiche neue Schiffe für militärische und zivile Zwecke gebaut. Der dieselelektrische Eisbrecher Ilja Muromez war das erste Schiff dieser Klasse für die russische Marine seit 45 Jahren.<ref>Richard Weitz: Russia Revives its Icebreaking Fleet. In: https://sldinfo.com/. SLDinfo, 6. Juli 2016, abgerufen am 23. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Nach Angaben der russischen Streitkräfte werden militärische Eisbrecher für die Erschließung der Arktis, die Erforschung der arktischen Gewässer und den Schutz der Nordostpassage von großer Bedeutung sein.<ref>Atle Staalesen: Russian Navy builds more icebreakers. In: https://www.thebarentsobserver.com/. The Independent Barents Observer AS, 7. Januar 2022, abgerufen am 23. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Sonstige Schiffe

Datei:Balzam-class general intelligence collector ship - Ocean Sarafi 85 - DN-ST-86-02553.JPEG
Aufklärungsschiff der Balzam-Klasse

Des Weiteren verfügt die russische Marine über weitere 113 Patrouillenboote und 42 Minenabwehrfahrzeuge. Als Hilfsschiffe stehen den Seestreitkräften 278 Schiffe zur Verfügung, darunter Experimental-U-Boote, Vermessungsschiffe, Versorgungsschiffe, Schlepper und Schulschiffe.

Siehe auch

Weblinks

Commons: Russische Marine – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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