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Karl Ludwig von Erlach

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Karl Ludwig von Erlach

Karl Ludwig von Erlach (* 10. November 1746 in Bern; † 5. März 1798 in Niederwichtrach<ref name="baehler" details="28–30">Eduard Baehler: Die Ermordung des Generals Karl Ludwig v. Erlach und seiner Offiziere im Übergang 1798. 1. Auflage. Schüler, Biel / Bern 1892.</ref>), Reichsgraf, Herr von Hindelbank, Bäriswil, Mattstetten und Urtenen,<ref>Barbara Braun-Bucher: Karl Ludwig von Erlach. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 19. November 2004, abgerufen am 14. Januar 2025.</ref> war zuletzt als Generalmajor<ref name="baehler" details="vor 1 "/> Oberkommandierender der Truppen der Stadt und Republik Bern.<ref name="baehler" /><ref>Moritz von Stürler: Über die Ermordung des Generalmajors Carl Ludwig von Erlach, Oberkommandanten der Bernertruppen, am 5. März 1798 zu Niederwichtrach. In: Historischer Verein des Kantons Bern (Hrsg.): Archiv des Historischen Vereins des Kantons Bern. Band 8, Nr. 2 (1873). Stämpfli, Bern 1875, S. 289 ff.</ref>

Er entstammte dem Berner Adelsgeschlecht der von Erlach. Nachdem er zuerst in der französischen Schweizergarde gedient hatte, führte er die bernischen Truppen bei der Niederschlagung der 1791 ausgebrochenen Unruhen in der Waadt. Im Dezember 1797 wurde er, nach dem Einfall der Franzosen, wiederum mit dem Oberbefehl über die bernischen Truppen betraut. Bern unterlag jedoch. Seine Regierung war uneins gewesen, die Bevölkerung aufsässig und Erlachs meist schlecht ausgebildete Truppen in der Unterzahl; Teile meuterten und desertierten.

Nachdem am 4. März 1798 die alte Regierung abgedankt und die neue, provisorische Regierung kapituliert hatte, kam es am 5. März 1798 noch zu einem letzten Gefecht, der so genannten Schlacht am Grauholz. Erlach musste vom Schlachtfeld fliehen und versuchte ins Berner Oberland zu gelangen, um dort weiteren Widerstand zu organisieren. Auf seiner Flucht über Rubigen und Münsingen wurden Erlach und seine Begleiter beim Weiler Neuhaus von entgegenkommenden eigenen Truppen angehalten, entwaffnet und ihrer Pferde beraubt und zu Fuss in Richtung Thun abgeführt. Der entkräftete und kranke Erlach, der zwischenzeitlich auf einem Begleitwagen mitfahren durfte, wurde in Niederwichtrach mit seinen Begleitern vom hinzugekommenem betrunkenen und meuternden Landsturm als angeblicher Landesverräter brutal erschlagen und am 6. März 1798 an der Kirche von Wichtrach bestattet. Hier erinnert eine kaum noch lesbare Gedenktafel an ihn.

Literatur

Weblinks

Commons: Karl Ludwig von Erlach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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Alte Eidgenossenschaft
vor 1798
Von der Tagsatzung ernannte Befehlshaber
von Truppenaufgeboten

Ulrich von Sax (Pavierzug, 1511) | Johann Ludwig von Erlach (1633/1636) | Sebastian Peregrin Zwyer (1653/1656) | Wilhelm Bernhard von Muralt (1792) | Karl Ludwig von Erlach (1798)

Helvetische Republik
1798–1803

Augustin Keller (1798) | Johannes Weber (†) (1799) | Johann Gaudenz von Salis-Seewis (1799) | Joseph Leonz Andermatt (1801) | Pierre von der Weid (1802)

Mediation und Restauration
1803–1847

Niklaus Rudolf von Wattenwyl (1805/1809/1813) | Niklaus Franz von Bachmann (1815) | Charles-Jules Guiguer de Prangins (1830/1838) | Peter Ludwig von Donatz (1845) | Guillaume Henri Dufour (1847) | Johann Ulrich von Salis-Soglio (Sonderbund 1847)

Bundesstaat
ab 1848

Guillaume Henri Dufour (1849/1856/1859) | Hans Herzog (Dt.-Frz. Krieg, 1870–1871) | Ulrich Wille (Erster Weltkrieg, 1914–1918) | Henri Guisan (Zweiter Weltkrieg, 1939–1945)

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