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Kanareneidechse

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Kanareneidechse
Datei:Eidechsen Teide.jpg

Oben Männchen, rechts unten Weibchen

Systematik
Überordnung: Schuppenechsen (Lepidosauria)
Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
Familie: Echte Eidechsen (Lacertidae)
Unterfamilie: Gallotiinae
Gattung: Kanareneidechsen (Gallotia)
Art: Kanareneidechse
Wissenschaftlicher Name
Gallotia galloti
(Oudart, 1839)
Datei:Gallotia galloti LC0211.jpg
Männchen
Datei:Gallotia galloti palmae La Palma.jpg
Weibchen

Die Kanareneidechse (Gallotia galloti) ist eine Eidechsenart aus der Familie Lacertidae.

Merkmale

Die Kanareneidechse erreicht eine Gesamtlänge von 44 Zentimeter, womit sie innerhalb der Gattung Gallotia zu den mittelgroßen Arten zählt. Die Männchen erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge bis 14,5 Zentimeter, die Weibchen bleiben mit bis 13,5 Zentimeter etwas kleiner. Die Rückenschuppen sind ungekielt und sehr klein. Eine große Schläfenplatte (Massetericum) ist in der Regel an den Schläfen vorhanden. Das Halsband der Art ist an seiner Hinterkante glattrandig. Die Kanareneidechse ist sehr variabel gefärbt und gezeichnet.

Systematik

Die Art wird unterteilt in:

  • Gallotia galloti galloti (<templatestyles src="Person/styles.css" />Oudart, 1839)<ref name="oudart">Paul Louis Oudart (1839), Tafel in Histoire naturelle des Iles Canaries.</ref> im Süden und Zentrum Teneriffas
  • Gallotia galloti eisentrauti <templatestyles src="Person/styles.css" />Bischoff, 1982<ref name="bischoff371">Wolfgang Bischoff (1982), S. 371.</ref> im Norden Teneriffas
  • Gallotia galloti insulanagae <templatestyles src="Person/styles.css" />Martin, 1985<ref name="martin524">Aurelío Martin (1985), S. 524.</ref> auf dem Roque Fuera de Anaga vor der Küste Teneriffas
  • Gallotia galloti palmae (<templatestyles src="Person/styles.css" />Boettger & <templatestyles src="Person/styles.css" />Müller, 1914)<ref name="boettger71">Caesar-Rudolf Boettger u. a. (1914), S. 71.</ref> auf La Palma

Lebensraum

Die Kanareneidechse bevorzugt offene, steinige Landschaften und lebt als Kulturfolger besonders in den kanarentypischen Natursteinmauern. Sie ernährt sich von Pflanzen und kleinen wirbellosen Tieren.

Die Kanareneidechse ist in ihrem natürlichen Lebensraum recht häufig, wird sogar stellenweise als Plage und Ernteschädling (besonders im Weinanbau) angesehen und von den Landwirten mit Gift und Fallen bekämpft.

Etymologie und Forschungsgeschichte

Paul Louis Oudart gilt als Autor der Kanareneidechse (Gallotia galloti), doch ist die Publikationsgeschichte etwas kompliziert. Vor der Tafel hatte Paul Gervais zwar bereits den Namen veröffentlicht<ref name="gervais45">Paul Gervais (1839), S. 45.</ref>, doch da dieser Artikel keine Beschreibung enthielt, wird der Name als Nomen nudum betrachtet. Die Tafel zur Art erschien 1839 in Histoire naturelle des Iles Canaries noch vor Gabriel Bibrons und André Marie Constant Dumérils Veröffentlichung der Beschreibung in Erpétologie générale<ref name="bribon238">Gabriel Bibron u. a., S. 238.</ref> aus demselben Jahr. Paul Gervais Beschreibung zur Tafel in Histoire naturelle des Iles Canaries erfolgte erst im Jahr 1844. Somit gilt Oudart heute als Autor der Art.<ref name="dubois27f">Alain Dubois, S. 27–30.</ref> Der Artname wurde nach Jean Augustin Gallot (1804–1830)<ref name="beraud1035">Gilles Béraud (2018), S. 1035.</ref> benannt.<ref name="bribon240">Gabriel Bibron u. a., S. 240.</ref>

Literatur

Weblinks

Commons: Kanareneidechse (Gallotia galloti) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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