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Sliver (Film)

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Sliver (dt. Titelzusatz Gier der Augen) ist ein US-amerikanischer Erotikthriller aus dem Jahr 1993. Die Handlung basiert auf dem Roman Sliver von Ira Levin aus dem Jahr 1991. Der Regisseur war Phillip Noyce, die Hauptrollen spielten Sharon Stone, William Baldwin und Tom Berenger.

Handlung

Die frisch geschiedene Lektorin Carly Norris zieht in die 20. Etage eines vornehmen, wegen seiner Schmalheit als „Sliver“ (Splitter) bezeichneten Wohnhochhauses in der 38. Straße an der East Side im New Yorker Stadtteil Manhattan. Sie lernt ihre Nachbarn kennen, darunter den Grafiker Zeke Hawkins, den Schriftsteller Jack Lansford, das Callgirl Vida und den Professor Gus. Sie erfährt, dass sie eine bemerkenswerte Ähnlichkeit mit Naomi Singer hat, der Vormieterin ihrer Wohnung, die kürzlich durch einen Sturz vom Balkon zu Tode kam. Im Zeitungsarchiv findet sie heraus, dass es im Haus weitere Todesfälle gab. Etwas später bekommt sie von einem Unbekannten ein Geschenk – ein Fernrohr, mit dem sie die Bewohner der umliegenden Häuser beobachten kann.

Carly lernt auf einer Party den Nachbarn Zeke Hawkins kennen, der bald zu ihrem Liebhaber wird. Nach einer gemeinsamen Nacht offenbart er ihr, der Besitzer des Hauses zu sein. Es stellt sich heraus, dass er im Hochhaus zahlreiche versteckte Überwachungskameras hat installieren lassen und die Mieter selbst in intimsten Situationen heimlich beobachtet.

Zugleich wird Carly mehrmals von Jack belästigt, welcher ständig versucht, sie vor Zeke zu warnen. Gus und Vida sterben in den nächsten Tagen unter verdächtigen Umständen. Bei einer Auseinandersetzung wird Jack von Carly in ihrer eigenen Wohnung erschossen. Von einem von Zekes Videobändern erfährt Carly anschließend, dass Naomi von Jack ermordet wurde. Jack war eifersüchtig auf Zeke, da dieser eine sexuelle Beziehung zu Naomi hatte.

Carly wird wütend auf Zeke, da er die Beweise für Naomis Mord bewusst zurückgehalten hat, und eifersüchtig auf seine Beziehungen zu den anderen Frauen. Sie zerschießt sämtliche Monitore. Der Film endet mit ihren Worten „Fang endlich an zu leben“, Originalzitat: „Get a life“.

Besetzung und Synchronisation

Die Synchronisation wurde von der Berliner Synchron GmbH erstellt, das Dialogbuch schrieb Alexander Löwe und die Dialogregie führte Clemens Frohmann.<ref>Sliver. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 19. Januar 2026.</ref>

Rolle Darsteller Synchronsprecher
Carly Norris Sharon Stone Katja Nottke
Zeke Hawkins William Baldwin Nicolas Böll
Jack Lansford Tom Berenger Klaus-Dieter Klebsch
Vida Warren Polly Walker Anke Reitzenstein
Judy Marks Colleen Camp Dagmar Biener
Samantha Moore Amanda Foreman
Alex Parsons Martin Landau Eric Vaessen
Victoria Hendrix CCH Pounder Viola Sauer
Evelyn McEvoy Nina Foch Evelyn Gressmann
Gus Hale Keene Curtis Dietmar Richter-Reinick
Peter Farrell Nicholas Pryor Lothar Mann

Kritik

Sliver erhielt ein schlechtes Presseecho, was sich auch in den Auswertungen US-amerikanischer Aggregatoren widerspiegelt. So erfasst Rotten Tomatoes größtenteils kritische Besprechungen und ordnet den Film dementsprechend als „Gammelig“ ein.<ref name="rotten tomatoes" /> Laut Metacritic fallen die Bewertungen im Mittel „Grundsätzlich Ablehnend“ aus.<ref name="metacritic" />

Quelle Bewertung
Rotten Tomatoes (Tomatometer) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)<ref name="rotten tomatoes">Sliver. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen Format invalid (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), aggregiert aus Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Kritiken).</ref>
Metacritic (Metascore) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)<ref name="metacritic">Sliver. In: Metacritic. Abgerufen Format invalid (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), aggregiert aus Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Kritiken).</ref>
Prädikat der FBW wertvoll<ref name="ldif" />
AllMovie SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol<ref>Vorlage:AllMovie</ref>
CinemaScore C–<ref>Datenbankabfrage bei cinemascore.com</ref>
James Berardinelli SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol<ref name="reelviews" />

James Berardinelli kritisierte auf ReelViews, dass die Verfilmung zahlreiche Elemente der Romanvorlage von Ira Levin verändere und eine „Metzgerarbeit“ sei. Er bezeichnete die Darstellung von Sharon Stone als emotional zu wenig differenziert, die von William Baldwin als „fade“ und die von Tom Berenger als „langweilig“. Der Film wirke wegen der „aufdringlichen“ Musik und des „verwirrenden“ Schnitts wie eine MTV-Produktion und gehöre zu den schlechtesten Filmen des Jahres 1993.<ref name="reelviews">Kritik von James Berardinelli, ReelViews, 1993. „bland […] intrusive […] distracting“</ref>

Gregor Torinos von Filmtipps.at vergibt 6 von 10 Punkten und bescheinigt dem Film interessante und gute Ansätzen. Das Problem sei nicht, dass er schlecht wäre, sondern, dass er nicht über diese Ansätze hinauskomme.<ref>Gregor Torinus: Sliver. In: filmtipps.at. 2023, abgerufen am 19. Januar 2026.</ref>

Nils Bothmann von Actionfreunde.de kritisierte, dass man dem Film die Produktionsquerelen anmerke und der Krimiplot zuweilen vernachlässigt werde. Er sei zwar kein Thriller-Highlight, doch optisch ansprechend umgesetzt, und der Subtext um Überwachung, Voyeurismus und Machtgebaren sei interessant und seiner Zeit sogar voraus. Sliver sei einerseits gescheitert, aber besser als sein Ruf.<ref>Nils Bothmann: Sliver. In: Actionfreunde.de. 5. September 2020, abgerufen am 19. Januar 2026.</ref>

„Ausschließlich an der sensationellen Perspektive des Voyeurismus interessierter Film, der in erotischen und kriminalistischen Platitüden und Klischees erstickt.“

Lexikon des internationalen Films<ref name="ldif">Sliver. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 29. Oktober 2019.</ref>

Auszeichnungen

William Baldwin gewann im Jahr 1994 für seine Rolle den Filmpreis MTV Movie Award, Sharon Stone und der Song Can’t Help Falling in Love wurden für den MTV Movie Award nominiert.

Andererseits erhielt der Film 1994 sieben Nominierungen für den Negativpreis Goldene Himbeere: William Baldwin, Sharon Stone, Tom Berenger und Colleen Camp als Schauspieler, Phillip Noyce für die Regie, Joe Eszterhas für das Drehbuch und Robert Evans für den Schlechtesten Film.

Literatur

  • Ira Levin: Sliver. Deutsch von Klaus Fröba. Goldmann, München 2002, ISBN 3-442-55286-9.
  • Gebhard Hölzl, Thomas Lassonczyk: Sharon Stone. Mit „Basic Instinct“ zum Erfolg. Heyne, München 1995, ISBN 3-453-06551-4, S. 124–134, 230–232.

Weblinks

Vorlage:Filmdaten

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Good Afternoon | God Knows Why, But It Works | Backroads | Nachrichtenkrieg | In der Hitze des Zorns | Schatten eines Pfaus | Blinde Wut | Todesstille | Die Stunde der Patrioten | Sliver | Das Kartell | The Saint – Der Mann ohne Namen | Der Knochenjäger | Der stille Amerikaner | Long Walk Home | Catch a Fire | Salt | Hüter der Erinnerung – The Giver | Above Suspicion | The Desperate Hour – Jede Minute zählt | Fast Charlie Vorlage:Klappleiste/Ende