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Hypoventilation

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Klassifikation nach ICD-10
E66.2 Übermäßige Adipositas mit alveolärer Hypoventilation
G47.3 Schlafapnoe
R06 Störungen der Atmung
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)

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Der Ausdruck einer Blutgasanalyse mit Beschriftung/Erläuterung.
Datei:Pulsoximeter.jpg
Pulsoxymeter

Mit Hypoventilation bezeichnet man eine für den Gasaustausch von Organismen unzulängliche Atmung, die zu oberflächlich und/oder zu langsam sein kann. Dadurch kommt es im Blut zu einem Abfall des Sauerstoff-Gehalts sowie einem Anstieg des Kohlenstoffdioxids (Hyperkapnie) mit respiratorischer Azidose.<ref name="ICU">P. Marino: Das ICU-Buch. 4. Auflage. Urban & Fischer, München/Jena 2008, ISBN 978-3-437-23161-2.</ref> Die Veränderungen können lebensbedrohlich sein.

Zur Diagnose dient die Blutgasanalyse<ref name="ICU" /> oder als kontinuierliches und nicht-invasives Monitoring die Pulsoxymetrie<ref name="ICU" /> oder transkutane Kohlenstoffdioxidpartialdruck-Messung (pCO₂).

Ursachen

Therapie

Bei chronischen Lungenfunktionsstörungen (z. B. COPD) kann sich der Körper bis zu einem gewissen Maß an die veränderten Bedingungen anpassen. Es kommt zu einer Gewöhnung an den verminderten Sauerstoffgehalt des Blutes. Die Veränderungen des Säure-Base-Haushalts durch den erhöhten Kohlendioxidanteil werden durch eine vermehrte Ausscheidung von Säuren über die Nieren kompensiert. Trotzdem sollten die Grundkrankheit optimal behandelt und die Ursache (z. B. Rauchen) beseitigt werden.

Tritt die Hypoventilation plötzlich auf, wie es bereits bei Kurznarkosen beispielsweise im Rahmen einer Magenspiegelung häufig vorkommt, kann durch Gabe von Sauerstoff ein kritischer Abfall des Blutsauerstoffgehalts verhindert werden. Voraussetzung ist, dass die Atmung grundsätzlich noch funktioniert. Ist diese Maßnahme nicht ausreichend, kann zunächst über eine Mund-zu-Mund-Beatmung oder eine Masken-Beatmung der Gasaustausch gewährleistet werden. Bei einem länger anhaltenden Problem wird dies mit maschineller Unterstützung im Rahmen einer nicht-invasiven Maskenbeatmung oder einer invasiven Beatmung nach Intubation durchgeführt.

Eine Sonderform stellen die häufig nicht bemerkten Atemregulationsstörungen im Schlaf (Schlaf-Apnoe-Syndrome) dar. Nach Therapie einer auslösenden Grundkrankheit (schlecht eingestellter Bluthochdruck, Herzschwäche, Schnarchen) wird im Schlaflabor eine nichtinvasive Maskenbeatmung angepasst.<ref name="DGSM" />

Siehe auch

Einzelnachweise

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