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Nagykanizsa

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Nagykanizsa
Datei:HUN Nagykanizsa Címer.svg
Basisdaten
Staat: UngarnDatei:Flag of Hungary.svg Ungarn
Region: Westtransdanubien
Komitat: Zala
Kleingebiet bis 31.12.2012: Nagykanizsa
Kreis: Nagykanizsa
Koordinaten: 46° 27′ N, 17° 0′ OKoordinaten: 46° 27′ 21″ N, 16° 59′ 51″ O
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Fläche: 148 km²
Einwohner: 42.042 (1. Jan. 2025)
Bevölkerungsdichte: 284 Einwohner je km²
Telefonvorwahl: (+36) 93
Postleitzahl: 8800
KSH-kód: 30933
Struktur und Verwaltung (Stand: 2024)
Gemeindeart: Stadt
Bürgermeister: Jácint Horváth<ref>Helyi önkormányzati választások 2024. június 9. - Nagykanizsa. Nemzeti Választási Iroda, 2. August 2024, abgerufen am 25. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> (ÉVE-DK-Jobbik-LMP-Momentum-MSZP)
Postanschrift: Erzsébet tér 7
8800 Nagykanizsa
Website:
(Quelle: II. Detailed data of localities In: Detailed Gazetteer of Hungary. Hungarian Central Statistical Office)

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Nagykanizsa [<templatestyles src="IPA/styles.css" />ˈnɒɟkɒniʒɒ] (deutsch Großkirchen oder Groß-Kanizsa; früher: ungarisch Kanizsa, deutsch Kanischa, kroatisch Kaniža, türkisch Kanije, slowenisch Velika Kaniža) ist eine Stadt im Komitat Zala in Ungarn. Sie befindet sich im Zentrum des gleichnamigen Kreises und besitzt, wie 24 andere ungarische Städte auch, Komitatsrecht. Nagykanizsa liegt etwa 40 km südwestlich des Balatons und ist etwa 15 km von der kroatischen Grenze entfernt. Sie wird vom Prinzipal-Kanal durchflossen, der die Zala mit der Mur verbindet<ref>Hölzel: Oberstufenatlas</ref>.

Geschichte

Datei:Canischa.png
Canischa zur Zeit der Besetzung der Stadt durch die Türken.

Der Ort wird 1245 als Knysa zum ersten Mal erwähnt. Der Name ist (west- oder süd-)slawischen Ursprungs und bedeutet „Fürst“ (vgl. serbisch knez).

Am 20. Oktober 1600 war die wegen ihrer strategischen Bedeutung als der „Schlüssel zu Deutschland“ bezeichnete Stadt nach einer 40 Tage dauernden Belagerung den Türken übergeben worden. Dadurch war vor allem die Steiermark so unmittelbar gefährdet, dass im folgenden Jahr ein von Erzherzog Ferdinand, dem späteren Kaiser Ferdinand II., persönlich angeführtes Heer sich an die Rückeroberung Kanizsas machte. Diese scheiterte jedoch Mitte November 1601 unter schweren Verlusten.<ref>Vgl. dazu Günter Cerwinka: Die Eroberung der Festung Kanizsa durch die Türken im Jahre 1600. In: Innerösterreich 1564–1619 (= Joannea 3, Graz 1968), S. 409–511.</ref>

Datei:Kanizsa -1664.jpg
Versuch der Rückeroberung bzw. Beschuss der Festungsstadt im Jahr 1664.

Auch im Rahmen der Verhandlungen, die zum Frieden von Zsitvatorok führten, war es nicht gelungen, die Rückgabe Kanijes, wie die Türken die Stadt nannten, zu erreichen. Ein erneuter Versuch von christlicher Seite, die Stadt militärisch wieder zu erlangen, musste Anfang Juni 1664 angesichts des herannahenden osmanischen Heeres abgebrochen werden. Der Abwehrsieg in der nachfolgenden Schlacht bei St. Gotthard–Mogersdorf und der Frieden von Eisenburg änderten an den Besitzverhältnissen Kanizsas abermals nichts.<ref name="Pickl">Vgl. dazu Othmar Pickl: Die Kapitulation der Festung (Nagy) Kanisza der „Hauptfestung des Osmanischen Reiches“ am 13. April 1690 (zum 300. Jubiläum der Kapitulation der letzten türkischen Garnison Transdanubiens). In: Kulönteneyomat. Zalai Múzeum 4 (1992), 85–93.</ref>

Erst die nach der zweiten türkischen Belagerung Wiens einsetzende habsburgische Gegenoffensive, die endgültig zur Rückgewinnung des von den Türken besetzten Teils Ungarns führen sollte, brachte auch Kanizsa wieder in christlichen Besitz. Am 13. April 1690 übergab die völlig eingeschlossene und von der Nahrungsmittelzufuhr abgeschnittene türkische Garnison die Stadt gegen freien Abzug, der von den Christen auch gewährt wurde.<ref name="Pickl"/>

Im Jahr 1913 gab es in der damaligen Stadt mit geordnetem Magistrat (rendezett tanácsú város) 3154 Häuser und 26.524 Einwohner auf einer Fläche von 12.931 Katastraljochen.<ref></ref> Sie gehörte zu dieser Zeit zum Komitat Zala.

Städtepartnerschaften

Söhne und Töchter der Stadt

Siehe auch

Galerie

Literatur

  • Nagykanizsa, in: Guy Miron (Hrsg.): The Yad Vashem encyclopedia of the ghettos during the Holocaust. Yad Vashem, Jerusalem 2009, ISBN 978-965-308-345-5, S. 512.

Weblinks

Commons: Nagykanizsa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Nagykanizsa. Offizielle Webseite. (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).
  • Magyarország helységnévtára: Nagykanizsa. Daten zur Stadt. In: ksh.hu. Központi Statisztikai Hivatal; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).
  • Nagy-Kanizsa. In: A Pallas Nagy Lexikona. (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).
  • Illustration von Lukas Schnitzer von 1665: Abbildung der Vestung Canischa, welche den 27 Apprill 1664 von den Christen Vergeblich belägert worden (Digitalisat)

Einzelnachweise

<references />

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