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Kloster Wonnenstein

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Wonnenstein
(Lokalname)
Staat: Vorlage:CHE2
Kanton: Kanton Appenzell InnerrhodenDatei:Wappen Appenzell Innerrhoden matt.svg Appenzell Innerrhoden (AI)
Bezirk: Schlatt-Hasleni2w1
Postleitzahl: 9052
Koordinaten: 745275 / 250207Koordinaten: 47° 23′ 12″ N, 9° 21′ 46″ O; CH1903: 745275 / 250207
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Höhe: 785 m ü. M.
Datei:Kloster Mariä Rosengarten Wonnenstein 04.jpg
Kloster Wonnenstein (2011)
Kloster Wonnenstein (2011)
Karte
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Das Kloster Wonnenstein, auch genannt Kloster Mariä Rosengarten, ist ein Kapuzinerinnenkloster, das als innerrhodische Exklave im Gebiet der Gemeinde Teufen (Kanton Appenzell Ausserrhoden) liegt (etwa 2 km westlich von Teufen und 1 km südlich vom Ortsteil Lustmühle).

Geschichte

Das Kloster wurde 1379 als Beginenkloster gegründet und nahm 1596 die Kapuzinerinnenreform (Pfanneregger Reform) an. Nach der 1597 erfolgten Appenzeller Landteilung war die territoriale Zugehörigkeit Wonnensteins umstritten, bis 1870 ein Bundesbeschluss festlegte, dass alles Gebiet innerhalb der Klostermauern zu Appenzell Innerrhoden gehöre. Dort ist es dem Bezirk Schlatt-Haslen zugeordnet. Ein Neubau des Klosters und der Kirche erfolgte 1687. Eine weitere Innerrhoder Exklave im Kanton Appenzell Ausserrhoden ist das Kloster Grimmenstein.

Die Wonnensteiner Schwesterngemeinschaft führte ein kontemplatives Leben mit Gebet und Handarbeit. Die Schwestern stellten Salben, Tinkturen und Schnäpse her und verdienten so ihr Auskommen. Die Kirche wurde bei Renovierungsarbeiten zu Beginn des 20. Jahrhunderts stark verändert. An der Hauptschiffwand, rechts vom Eingang, befindet sich eine Pietà aus dem späten 15. Jahrhundert. Sie wird von Rainald Fischer als «das bedeutendste spätgotische Bildwerk in Innerrhoden» bezeichnet.<ref>Kommission Kultur der Internationalen Bodenseekonferenz (Hrsg.): Klöster & Orden am Bodensee, Bodensee-Hefte, 47. Jg., Wil 1997, S. 13.</ref>

Seit 2020 lebte nur noch Schwester Scolastica in diesem Kloster. Schon vorher wurde über die Zukunft dieses Kloster gestritten. Es standen sich der Verein Kloster Wonnenstein als Besitzer des Klosters und die Interessengemeinschaft Das Kloster Wonnenstein gehört den Frauen gegenüber.<ref>Kathrin Klette: Die rebellische Nonne vom Kloster Wonnenstein. In: nzz.ch. 24. April 2023, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 23. April 2023;.</ref> Ende September 2025 verliess Schwester Scolastica nach langem Kampf das Kloster.<ref>Max Sprick: Das Kloster Wonnenstein schliesst: Schwester Scolastica zieht aus. In: nzz.ch. 30. Oktober 2025, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 30. Oktober 2025;.</ref> Sie fand 2026 im Kurhaus Marienburg in St. Pelagiberg ein neues Zuhause.<ref>Nach Klosterstreit: Schwester Scolastica hat ein neues Zuhause. In: katholisch.de. 9. Januar 2026, abgerufen am 9. Januar 2026.</ref>

Anfang Dezember 2025 wurde bekannt, dass das Kloster ab Ende 2026 von einer neuen Gemeinschaft bewohnt wird, den Schwestern von Maria Stella Matutina.<ref>Neues Leben im Kloster Wonnenstein. In: SRF. 1. Dezember 2025, abgerufen am 3. Dezember 2025.
Marc Hanimann: Neues Leben im Kloster Wonnenstein. (mp3-Audio; 21 MB; 26:56 Minuten) In: Regionaljournal Ostschweiz. 1. Dezember 2025, abgerufen am 9. Januar 2026 (Minute 0:57–4:47).</ref><ref>Jacqueline Straub: Das Kloster Wonnenstein bekommt eine neue Gemeinschaft. In: kath.ch. 1. Dezember 2025, abgerufen am 9. Januar 2026.</ref> Nach mehreren Meldungen hat das Bistum St. Gallen entschieden die Situation neu zu evaluieren,<ref>Barbara Ludwig: Warnungen vor «Maria Stella Matutina»: Bistum St. Gallen «evaluiert die Situation neu». In: Kath.ch. 20. Dezember 2025, abgerufen am 12. Januar 2026.</ref> und letztendlich die Gemeinschaft nicht aufzunehmen.<ref>Barbara Ludwig: «Maria Stella Matutina» wird nicht ins Kloster Wonnenstein einziehen. In: Kath.ch. 4. Februar 2026, abgerufen am 24. Februar 2026.</ref>

Galerie

Literatur

  • Rainald Fischer: Die Kunstdenkmäler des Kantons Appenzell Innerrhoden. Das Innere Land: Kloster Mariä Rosengarten Wonnenstein. Birkhäuser AG, Basel 1984, ISBN 3-7643-1629-2. (= Die Kunstdenkmäler der Schweiz, Band 74.) S. 538–556 (online).
  • Paul Staerkle: Wonnenstein. In: Helvetia Sacra. Band V/2. Francke Verlag, Bern, S. 1104–1110 (helvetiasacra.ch).

Weblinks

Einzelnachweise

<references />