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Flughafen Bozen

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Flughafen Bozen
Aeroporto di Bolzano Dolomiti
Datei:Aerial image of the Bolzano airport.jpg
Kenndaten
ICAO-Code LIPB
IATA-Code BZO
Koordinaten 46° 27′ 37″ N, 11° 19′ 35″ OKoordinaten: 46° 27′ 37″ N, 11° 19′ 35″ O
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Höhe über MSL 240 m  (787 ft)
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 6 km südlich von Bozen
Nahverkehr Buslinien 10A, 110 und 111 der SASA
Basisdaten
Eröffnung 1926
Betreiber Privat
Fläche 40 ha
Terminals 1
Passagiere 106.629<ref name="statistiche">Statistiche. Assaeroporti, abgerufen am 31. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> (2024)
Luftfracht 0 t<ref name="statistiche" /> (2024)
Flug-
bewegungen
14.927<ref name="statistiche" /> (2024)
Start- und Landebahnen
01/19 1432 m × 45 m Asphalt
01/19GLD 653 m × 20 m Gras
Datei:SkyAlps, 9H-EVA, De Havilland Canada Dash 8-400 (52928247209).jpg
Skyalps am Flughafen Bozen

Der Flughafen Bozen ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), Vorlage:Flughafen-Codes) ist ein italienischer Regionalflughafen bei Bozen in Südtirol. Er wird für Linienflüge, Bedarfsflüge, von der allgemeinen Luftfahrt und dem Militär genutzt.

Lage und Verkehrsanbindung

Der Flughafen liegt sechs Kilometer südlich der Innenstadt Bozens, in unmittelbarer Nähe des Bozner Industriegebiets sowie der Ortschaft St. Jakob (daher auch gelegentlich Flughafen St. Jakob genannt). Er befindet sich zu Teilen auf dem Gemeindegebiet von Bozen, zu Teilen auf jenem von Leifers (die Grenze durchquert auch das Terminalgebäude).

Es gibt keine direkte Buslinie, aber die Bushaltestelle Flughafen/Aeroporto der SASA ist etwa 600 Meter vom Terminal entfernt.<ref>bolzanoairport.it: Verbindungen vom und zum Flughafen</ref> Die an Bozen vorbeiführende Brennerautobahn ist von hier über die ca. drei Kilometer entfernte Ausfahrt Bozen-Süd erreichbar. Der nächste Bahnhof ist Bozen Süd/Messe. Am 24. August 2021 genehmigte die Südtiroler Landesregierung ein Projekt zum Bau einer neuen Bahnhaltestelle in St. Jakob in unmittelbarer Nähe zum Flughafen.<ref>News | Autonome Provinz Bozen – Südtirol. Abgerufen am 26. Juli 2022.</ref>

Geschichte

Der Flughafen wurde Ende 1926 als Militärflugplatz eingerichtet und für den zivilen Flugverkehr geöffnet. Bereits 1930 gab es für kurze Zeit kommerzielle Flugverbindungen nach München (über Innsbruck) und nach Mailand und Venedig (über Trient). Zwischen 1992 und 1999 wurde der Flughafen mit finanziellen Mitteln des Landes Südtirol modernisiert und ausgebaut. Ab 1999 boten Fluggesellschaften mit geringem Publikumserfolg Linienflüge an, zunächst die Tyrolean Airways, ab 2002 die Air Alps und zuletzt von 2013 bis 2015 die Darwin Airline.<ref>Geschichte des Flughafens auf den Internetseiten des Landes Südtirol</ref>

Eine weitere vom Land Südtirol projektierte Ausbaustufe wurde in der Südtiroler Öffentlichkeit lange Jahre kontrovers diskutiert. Nach einem Referendum im Jahr 2016, bei dem 70,6 % der Wähler einen Gesetzesentwurf zum Entwicklungskonzept des Flughafens ablehnten, beschloss die Südtiroler Landesregierung, sich aus dem Betrieb des Flughafens zurückzuziehen. Am 16. September 2019 wurde das „offene Verfahren“ zum Verkauf der landeseigenen Anteile an der Betreibergesellschaft (100 %) mit der Veräußerung an die eigens dafür gegründete Gesellschaft ABD Holding GmbH der Unternehmer Josef Gostner, Hans Peter Haselsteiner und René Benko abgeschlossen. Der Kaufpreis betrug 3,8 Millionen Euro.<ref>Beim Flughafen haben jetzt die privaten Investoren das Sagen. Rai Südtirol, 16. September 2019, abgerufen am 16. September 2019.</ref>

Die Flughafen-Eigentümer verkündeten im Dezember 2019 die Gründung der eigenen Fluggesellschaft SkyAlps.<ref>Südtirol bekommt eine eigene Fluggesellschaft. In: aeroTELEGRAPH. 31. Dezember 2019, abgerufen am 28. Juli 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der erste Start fand schließlich am 17. Juni 2021 statt.<ref>Bozen: Flugbetrieb von Sky Alps hat begonnen. Rai Südtirol, 17. Juni 2021, abgerufen am 20. Juni 2021.</ref>

Im Herbst 2021 wurde die 32 m breite Start- und Landebahn von ursprünglich 1.293 m auf 1.432 m verlängert und auf 45 m verbreitert.

Seit 2024 gehören 76 % der Flughafengesellschaft Fri-El Green Power AG, zu deren Eigentümern Josef Gostner zählt, und 24 % Hans Peter Haselsteiner.<ref>Andrej Werth: Unter den Wolken. In: ff – Südtiroler Wochenmagazin, Nr. 24, 12. Juni 2025, S. 26–28.</ref>

Fluggesellschaften und Flugziel

SkyAlps ist aktuell die einzige Fluggesellschaft, die Bozen bedient. Sie fliegt in den Sommermonaten nach Italien (Cagliari, Olbia, Lamezia Terme, Catania, Brindisi), nach Spanien (Menorca, Ibiza), Griechenland (Korfu, Kefalonia) und Deutschland (Kassel) sowie ganzjährig nach Deutschland (Düsseldorf, Berlin, Hamburg, Hannover), Belgien (Antwerpen), Großbritannien (London-Gatwick). Wintersaisonal fliegt die Fluggesellschaft nach Schweden (Göteborg) und nach Dänemark (Kopenhagen, Billund).<ref>Bozen / Südtirol. Sky Alps, abgerufen am 28. Januar 2024.</ref><ref>Flüge ab Bozen (BZO) - FlightConnections. 8. April 2025, abgerufen am 17. April 2025.</ref> Im Winter 2025/26 werden Polen (Warschau) und Deutschland (Dresden) neu angeflogen, sowie im Sommer zwei Ziele in Griechenland (Preveza/Lefkada und Thessaloniki).

Militär

Westlich der Start- und Landebahn befindet sich ein militärischer Teil, auf dem das 4. Luftfahrtregiment "Altair" stationiert ist.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />4. Heeresfliegerregiment Altair (Memento vom 27. August 2012 im Internet Archive)</ref> Außerdem sind auf dem Flughafengelände auch Helikopter der Finanzwache und der Carabinieri stationiert.

Flughafenfeuerwehr

Bis zum Sommer 2024 wurde die Gefahrenabwehr am Flughafen Bozen durch die Berufsfeuerwehr Bozen übernommen. Hierfür kamen 3 Flugfeldlöschfahrzeuge, ein Einsatzleitfahrzeug sowie mehrere Pick-Ups zum Einsatz. Der Brandschutzdienst kostete den Flughafenbetreiber mehr als 900.000 € jährlich. Da dieser diesen Betrag nicht mehr zahlen wollte, wurde der Brandschutzdienst nach einer 18-monatigen Übergangsphase von einem privaten Betreiber übernommen. Diese Lösung ist in Italien einzigartig, da hierzulande der Brandschutzdienst an Flughäfen im Gegensatz zu anderen Ländern fast ausschließlich von den kommunalen Feuerwehren übernommen werden.<ref>Flughafen: Übergangsfrist für Brandschutz-Vereinbarung genehmigt. In: Südtirol News. Abgerufen am 24. Juli 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Die private Gesellschaft AFF betreibt seit Juni 2024 die Flughafenfeuerwehr. Sie wird von Freiwilligen im Schichtbetrieb (5–23 Uhr) betrieben und verfügt über 2 Flugfeldlöschfahrzeuge des Typs Panther 8x8, sowie einen Pick-Up.<ref>AFF-BZ - Airport Firefighters Bolzano. Abgerufen am 24. Juli 2025.</ref>

Zwischenfälle

  • Am 19. Februar 2005 wurde bei der Landung einer Maschine des italienischen Zivilschutzes das rechte Hauptfahrwerk stark beschädigt. Die Piloten konnten das Flugzeug glücklicherweise auf der Landebahn halten, es war jedoch nicht mehr Rollfähig. Keine Person kam zu Schaden.<ref>Südtiroler Informatik AG | Informatica Alto Adige SPA: Aktuelle Einsätze | Brandschutz | Autonome Provinz Bozen - Südtirol. Abgerufen am 24. Juli 2025.</ref>
  • Am 27. März 2021 kam es beim Startmanöver eines nur rund ein Jahr alten AW169 der Finanzpolizei zu einem schweren Unfall. Der Helikopter kam aus ungeklärter Ursache noch am Boden in eine schnelle Kreiselbewegung. Daraufhin kippte die Maschine um. Die zwei Insassen, Angehörige der Finanzpolizei wurden leicht verletzt. Am Helikopter entstand erheblicher Sachschaden.<ref>T. G. R. Tagesschau: Hubschrauberunfall in Bozen: Beeindruckende Bilder. 28. März 2021, abgerufen am 24. Juli 2025.</ref>

Weblinks

Commons: Flughafen Bozen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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