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Zwerg-Baldrian

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Zwerg-Baldrian
Datei:Valeriana supina 2005.08.01 12.01.53.jpg

Zwerg-Baldrian

Systematik
Euasteriden II
Ordnung: Kardenartige (Dipsacales)
Familie: Geißblattgewächse (Caprifoliaceae)
Unterfamilie: Baldriangewächse (Valerianoideae)
Gattung: Baldriane (Valeriana)
Art: Zwerg-Baldrian
Wissenschaftlicher Name
Valeriana supina
Ard.

Der Zwerg-Baldrian (Valeriana supina) ist eine mehrjährige Pflanze aus der Gattung der Baldriane (Valeriana) innerhalb der Unterfamilie der Baldriangewächse (Valerianoideae).

Merkmale

Der Habitus der Zwerg-Baldrians ist sehr verschieden von dem der anderen Baldrian-Arten. Er besitzt ausläuferartige, waagerecht wachsende Sprosse, von dem 5 bis 10 cm hohe Seitenzweige aufsteigen. Hierdurch bildet er niedrige Polster mit einer Ausdehnung von typischerweise 10 bis 30 cm Durchmesser.

Die blassrosa Blüten mit etwa 5 mm langer Krone sitzen dicht in kopfigen Blütenständen, und nicht wie bei den anderen Baldrian-Arten in ausgedehnten Trugdolden.

Die deutlich bewimperten Laubblätter sind stets ganzrandig. Sie sind umgekehrt eiförmig oder spatelförmig, das heißt im oberen Abschnitt breiter als im unteren. Meist sind die Flanken der Blätter U-förmig nach oben gebogen.

Blütezeit ist von Juli bis August.

Die Chromosomenzahl der Art ist 2n = 16.<ref name="Oberdorfer" />

Datei:Valeriana supina (Zwerg-Baldrian) IMG 4201.JPG
Zwerg-Baldrian (Valeriana supina)

Vorkommen

Der Zwerg-Baldrian kommt ausschließlich in den Ostalpen (bis Graubünden) vor, und zwar in der Regel in Höhenlagen zwischen 1500 m und 2800 m NN. Er zieht Kalkboden vor und wächst auf Kalkschutt oder in Schneetälchen. Er ist eine Charakterart des Thlaspietum rotundifolii, kommt aber auch in Gesellschaften des Verbands Arabidion caeruleae vor.<ref name="Oberdorfer" /> Das Verbreitungsgebiet umfasst Deutschland, die Schweiz, Österreich, Italien und Slowenien.<ref name="Euro+Med" /> In den Allgäuer Alpen steigt er im Tiroler Teil am Hohen Licht bis zu 2550 m Meereshöhe auf.<ref name="Dörr und Lippert" />

Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt & al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 3 (mäßig feucht), Lichtzahl L = 5 (sehr hell), Reaktionszahl R = 5 (basisch), Temperaturzahl T = 1 (alpin und nival), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 3 (subozeanisch bis subkontinental).<ref name="InfoFlora" />

In Österreich zerstreut in den Bundesländern Steiermark, Kärnten, Salzburg, Tirol und Vorarlberg. In Oberösterreich nur auf dem Dachstein.

Taxonomie

Valeriana supina wurde 1764 von Pietro Arduino in Animadversionum Botanicarum Specimen Alterum Seite 13 erstbeschrieben.

Literatur

  • Wolfgang Adler, Karl Oswald, Raimund Fischer: Exkursionsflora von Österreich. Hrsg.: Manfred A. Fischer. Ulmer, Stuttgart/Wien 1994, ISBN 3-8001-3461-6.
  • Xaver Finkenzeller: Alpenblumen. München 2003, ISBN 3-576-11482-3

Einzelnachweise

<references> <ref name="Oberdorfer">Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Stuttgart, Verlag Eugen Ulmer, 2001. Seite 882. ISBN 3-8001-3131-5</ref> <ref name="Dörr und Lippert">Erhard Dörr, Wolfgang Lippert: Flora des Allgäus und seiner Umgebung. Band 2, IHW, Eching 2004, ISBN 3-930167-61-1, S. 538.</ref> <ref name="Euro+Med">E. von Raab-Straube & T. Henning (2017+): Valerianaceae. – In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Datenblatt Valeriana supina</ref> <ref name="InfoFlora"> Valeriana supina Ard. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> </references>

Weblinks

Commons: Zwerg-Baldrian – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien