Zum Inhalt springen

Melbeatz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 18. März 2026 um 14:54 Uhr durch imported>Dirk Lenke (Einleitung: form).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Melbeatz - Pressefoto.jpg
Melbeatz (2008)
Datei:Melbeatz.jpg
Melbeatz (2001)

Melbeatz (* 18. Juli 1977 in West-Berlin; bürgerlich Melanie Wilhelm) ist eine deutsche Hip-Hop-Produzentin. Da sie innerhalb des deutschsprachigen Raumes eine der wenigen Produzentinnen im Genre Hip-Hop ist, wird sie szenenintern oft „Queen of Beats“ genannt.<ref name="hiphopde"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Interview mit hiphop.de vom 2. Oktober 2007 (Memento vom 22. Mai 2009 im Internet Archive)</ref>

Lebenslauf

Melbeatz wuchs als Einzelkind zunächst in Berlin auf und besuchte insgesamt neun Schulen. Die zahlreichen Schulwechsel kamen durch viele Umzüge in ihrer Jugend zustande. Nachdem sie anderthalb Jahre in Baden-Württemberg gelebt hatte, musste sie nach ihrer Rückkehr vom Gymnasium auf die Realschule wechseln, wo sie zwischenzeitlich sitzen blieb.<ref name="hhnoise">HH Noise Magazin, Juni 2010</ref> Nachdem sie die Realschule ohne Abschluss beendet hatte, holte sie später ihren Haupt- und ihren erweiterten Hauptschulabschluss an Abendschulen nach. Ein anschließend vorgesehener Realschulabschluss kam nicht mehr zustande.<ref name="hhnoise" /> Aufgrund von Graffiti-Vandalismus kam sie in ihrer Jugend häufig mit Polizei und Rechtspflege in Konflikt.<ref name="hhnoise" />

Mit der Musik kam sie durch ihren langjährigen Lebensgefährten Kool Savas in Berührung, den sie durch die gemeinsame Mitgliedschaft in einer Graffitigruppe kennengelernt hatte.<ref name="forehiphopde">forehiphop.de</ref><ref name="hhnoise" /> Im November 1996 begann sie damit, auf einem Tape ihre ersten Beats zu produzieren.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />mzee.com (Memento des Vorlage:IconExternal vom 17. April 2007 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.mzee.com</ref> Ihren eigentlichen Berufswunsch, Grafikerin zu werden, gab sie zwischenzeitlich auf. Bis 2001 übte sie neben ihrer Musikkarriere Nebenberufe aus.<ref>„ich kann von meiner musik dank savas leben..seit 2001 geh ich nicht mehr arbeiten,das sagt ja schon einiges“, optikrecords.de/forum</ref> Seit ihrem siebzehnten Lebensjahr ist sie Vegetarierin,<ref name="stardesignz"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />star-designz.de (Memento vom 20. Februar 2007 im Internet Archive)</ref> wobei sie sich seit der Jahrtausendwende größtenteils vegan ernährt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref>

Karriere

1996 stieg sie bei der von Kool Savas, Justus und Fumanschu gegründeten Band M.O.R. ein, deren im Jahr 2001 erschienenes Album N.L.P. sie produzierte und das Platz 65 in den deutschen Album-Charts erreichte. Im Herbst 2001 verließ sie diese jedoch zusammen mit Savas wieder.<ref name="lautde">laut.de</ref>

Im Mai 2002 gründete Kool Savas das Plattenlabel Optik Records, bei dem Melbeatz als erste Künstlerin unter Vertrag genommen wurde. Unmittelbar danach stießen DJ Nicon, Valezka und Eko Fresh ebenfalls zu diesem Sublabel von Sony BMG. Bis zu dessen Auflösung im Jahr 2009 war sie dort als Produzentin verschiedenster Künstler dieses Labels tätig, neben den Genannten noch für die zwischenzeitlich unter Vertrag genommenen Künstler Amar, Caput, Ercandize, Franky Kubrick und Moe Mitchell. So wurde Kool Savas’ Debütalbum Der beste Tag meines Lebens von ihr produziert, ebenso Eko Freshs Debüthit König von Deutschland, wenngleich dieser unmittelbar danach Optik Records verließ.

Melbeatz veröffentlichte im Jahre 2004 ihr lang geplantes Debüt-Album Rapper’s Delight, welches Gastauftritte von Rappern wie Kanye West, Mobb Deep, Azad, Curse, Olli Banjo, Ol’ Dirty Bastard und Illmatic beinhaltet und Platz 32 der Album-Charts erreichte. Von diesem Album stammt auch die Single OK, die Melbeatz mit Kool Savas und Samy Deluxe aufgenommen hat. Die Beats vieler Lieder, die von ihr produziert werden, sind sehr stark vom Synthesizer-Sound der 1980er Jahre inspiriert. Unter Produzenten besaß sie anfangs keine Vorbilder. Lediglich Timbaland wurde für sie in dieser Hinsicht ein Anhaltspunkt.<ref name="hiphopde" /> Seit einiger Zeit bildet sie zusammen mit Bazz das Produktionsteam Hätrz.<ref name="hhnoise" />

2004, 2005 und 2006 bekam sie einen JUICE-Award in der Kategorie „Bester Produzent“.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />ma-projekt5.hdm-stuttgart.de (Memento vom 27. September 2007 im Internet Archive)</ref> 2007 und 2009 wurde sie bei den Hiphop.de Awards zum besten Produzenten gewählt.<ref name="hhnoise" />

Ferner war sie an der Entstehung der Soundtracks zu den Filmen Let’s Break (Adil geht) von Esther Gronenborn, Kings und für Knallhart von Detlev Buck beteiligt.

Melbeatz ist zusammen mit der Sängerin Alexandra Prince fester Bestandteil des Danceprojekts „Durstlöscher“. Das erste Musikvideo Tanz bis zum Ende wurde am 23. Februar 2012 veröffentlicht.

Ausrüstung

Melbeatz verfügt über ein Homestudio in ihrer Wohnung.<ref name="hhnoise" /> Dabei arbeitete sie anfangs hauptsächlich mit einer Music Production Center 4000.<ref name="hiphopde" /> Mittlerweile benutzt sie Cubase von Steinberg.<ref name="hhnoise" />

Diskografie

Alben

Lua-Fehler in package.lua, Zeile 80: module 'Module:Musikcharts/countries' not found

Singles

Lua-Fehler in package.lua, Zeile 80: module 'Module:Musikcharts/countries' not found

Melbeatz als Produzentin

Jahr Titel
Interpretation
Format
1997 Berlin No. 1 Vol. 1
Diverse
Sampler
1998 Berlin No. 1 Vol. 2
Diverse
Sampler
Überfluss
Shadow
Album
1999 Hassickdir
Fuat
Album
2000 Splash! Allstars Event Album
Diverse
Sampler
2001 Masterblaster I Juice Compilation
Diverse
Sampler
N.L.P.
MOR
Album
Damenwahl
Immo
Single
Splash! Allstars Event Album
Diverse
Sampler
Haus + Boot
Kool Savas
EP
?
J-Luv
EP
Jetzt kommen wir auf die Sachen
Eko Fresh
EP
2002 Dreckig & Tight
J-Luv
Single
Rap.de Allstars
Diverse
Sampler
Weil du mich liebst
J-Luv
Single
Kontraste
J-Luv
Album
Splash! Masterblaster 2002
Diverse
Sampler
Optik Mixtape Vol. 1
Diverse
Sampler
Till’ Ab Joe
Kool Savas
Single
Der beste Tag meines Lebens
Kool Savas
Album
2003 Optik Anthem
Kool Savas feat. Optik Crew
Single
Der Beste Tag meines Lebens
Kool Savas feat. Valezka
Single
König von Deutschland
Eko Fresh
Single
Rain on me (Melbeatz Remix)
Ashanti
Single
2004 Die besten Tage sind gezählt
Kool Savas feat. Lumidee
Single
Die besten Tage sind gezählt
Kool Savas
Album
Optik Takeover 04 – Summer Edition
Diverse
Sampler
Officillz Bootleg
Illmat!c
Album
Ear2TheStreet 2
Ercandize & DJ Catch
Mixtape
Tony Hawk Underground 2 – Grind on
Diverse
Sampler
2005 Die Caputte Sicht
Caput
Mixtape
Das Urteil
Kool Savas
Single
Die John Bello Story
Kool Savas
Mixtape
2006 Unser Block - Compilation
Diverse
Sampler
Das ist OR!
Optik Army
Single
Optik Takeover!
Diverse
Sampler
2007 Verbrannte Erde
Ercandize
Album
Der Beweis
Kool Savas
Single
Tot oder lebendig
Kool Savas
Album
Tot oder lebendig
Kool Savas
Single
2010 John Bello Story 3
Kool Savas
Album
Eins
Maeckes
Remixalbum
2011 Game Over
Sasha Strunin
Single
Ich bin bei dir (Melbeatz Remix)
Der Polar
Single
2012 MMS
Moe Mitchell
Album
2014 Du Kannst Alles Schaffen
Cossu
Juice-Exclusive
2016 Dieses Dasein
Milonair feat. Haftbefehl
Single
2017 Aus Prinzip
Infinit
Album
2018 Liebe ist Safe
Glasperlenspiel
Lied

Weblinks

Commons: Melbeatz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein