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Strontiumchlorid

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Kristallstruktur
Kristallstruktur von Strontiumchlorid
Vorlage:Farbe Sr2+ 0 Vorlage:Farbe Cl
Allgemeines
Name Strontiumchlorid
Andere Namen

Vorlage:INCI

Verhältnisformel SrCl2
Kurzbeschreibung

farb- und geruchloser, scharf-bitter schmeckender, hygroskopischer Feststoff<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref><ref name="HCCD"></ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
EG-Nummer 233-971-6
ECHA-InfoCard 100.030.870
PubChem 5362485
ChemSpider 55440
DrugBank DB13987
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Arzneistoffangaben
ATC-Code

V10BX01

Eigenschaften
Molare Masse
  • 158,52 g·mol−1 (wasserfrei)
  • 266,62 g·mol−1 (Hexahydrat)
Aggregatzustand

fest<ref name="GESTIS"/>

Dichte

1,95 g·cm−3 (Hexahydrat)<ref name="GESTIS"/>

Schmelzpunkt
Siedepunkt

1250 °C<ref name="alfa"/>

Löslichkeit
  • sehr leicht in Wasser (1062 g·l−1 bei 0 °C)<ref name="GESTIS"/>
  • gut in DMSO (100 g·l−1 bei 25 °C) als Dihydrat<ref>Dimethyl Sulfoxide (DMSO) Solubility Data. Gaylord Chemical Company, L.L.C.; Bulletin 102, Juni 2014, S. 14. (PDF)</ref>
Sicherheitshinweise
Bitte die Befreiung von der Kennzeichnungspflicht für Arzneimittel, Medizinprodukte, Kosmetika, Lebensmittel und Futtermittel beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="GESTIS" />
Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 318
P: 280​‐​305+351+338<ref name="GESTIS" />
Toxikologische Daten

2250 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)<ref name="GESTIS" />

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Strontiumchlorid (SrCl2) ist eine anorganische chemische Verbindung und das Strontiumsalz der Salzsäure. Es bildet einen farb- und geruchlosen, scharf-bitter schmeckenden, hygroskopischen Feststoff.

Eigenschaften

Strontiumchlorid ist farblos, geruchlos und schmeckt scharf-bitter. Weiterhin ist es hygroskopisch, wirkt ätzend und bildet ein Hexahydrat, dessen Kristalle farblos und durchscheinend sind. Strontiumchlorid verwittert an trockener Luft und gibt oberhalb von 60 °C sein Kristallwasser ab, so dass es bei 873 °C wasserfrei schmilzt.<ref name="GESTIS" /><ref name="HCCD" /><ref name="Erdalkalimetalle"></ref>

Herstellung

Strontiumchlorid wird aus den Mineralien Cölestin oder Strontianit unter Verwendung von Salzsäure (HCl) gewonnen.<ref name="Erdalkalimetalle" /> Dabei reagiert das aus Cölestin über Zwischenschritte gewonnene oder im Strontianit als Hauptbestandteil enthaltene Strontiumcarbonat mit der Salzsäure zu Strontiumchlorid und Kohlensäure, die wiederum in Kohlendioxid und Wasser zerfällt:

<math>\mathrm{SrCO_3 + 2 \ HCl \longrightarrow \ SrCl_2 + \ H_2O + CO_2 \uparrow}</math>

Verwendung

Strontiumchlorid wird vor allem in der Pyrotechnik zur Rotfärbung von Feuerwerken eingesetzt. Ebenso findet es Verwendung als Zusatz in der Glasindustrie und in der Metallurgie.<ref name="Erdalkalimetalle" />

Als Strontiumchlorid-Hexahydrat (SrCl2 • 6H2O) wird es in der Labortechnik zum Nachweis anderer Strontiumverbindungen und in der Atomabsorptionsspektroskopie sowie in der Medizin verwendet. In manchen Zahnpflegemitteln (z. B. Sensodyne Classic) soll es der Vorbeugung gegen Parodontitis und zur Verminderung der Schmerzempfindlichkeit der Zahnhälse dienen. In der Homöopathie findet es zu ähnlichen Zwecken in stark verdünnter Form als Strontium chloratum Anwendung. Als schwach radioaktive Isotopenverbindung 89-Strontiumchlorid wird es auch in der Krebstherapie zur Behandlung von Schmerzen bei Knochenkrebs eingesetzt, wenn eine Hormontherapie bei fortgeschrittenen Metastasen nicht mehr anschlägt (Radionuklidtherapie).

Strontiumchlorid-Hexahydrat wird auch in der Meerwasseraquaristik zur ausreichenden Zufuhr von Strontium als Skelettbestandteil mancher Korallenarten verwendet.<ref name="Robert Jay Goldstein">Robert Jay Goldstein: Marine Reef Aquarium Handbook. Barron’s Educational Series, 2007, ISBN 0-7641-3674-7, S. 24 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Das Strontiumchlorid wird insbesondere von Steinkorallen dem Wasser entzogen und muss deshalb nachdosiert werden.<ref name="Sven Gehrmann">Sven Gehrmann: Die Fauna der Nordsee: Niedere Tiere. Weichtiere, Moostierchen, Nesseltiere & Rippenquallen. Lobby for a Dying Nature, 2010, ISBN 3-9812553-2-1, S. 125 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Allerdings ist zu beachten, dass Strontium für einige Meeresbewohner (wie Krabben) stark giftig wirkt.<ref name="Aquarist Magazine and Blog">Aquarist Magazine and Blog: Aquarium Chemistry: Strontium and the Reef Aquarium, abgerufen am 12. Mai 2014.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Strontiumfluorid | Strontiumchlorid | Strontiumbromid | Strontiumiodid Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Klappleiste/Anfang Berylliumchlorid | Magnesiumchlorid | Calciumchlorid | Strontiumchlorid | Bariumchlorid | Radiumchlorid Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein