Zum Inhalt springen

Das geheime Fenster

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 29. April 2026 um 10:51 Uhr durch imported>APPERbot (Bot: Umstellung FSK-Vorlage, Infobox formatiert).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Vorlage:Medienbox/Kopf
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2004
Länge 92 Minuten
Altersfreigabe

</ref>

Stab
Regie David Koepp
Drehbuch David Koepp
Produktion Gavin Polone
Musik
Kamera Fred Murphy
Schnitt Jill Savitt
Besetzung
Synchronisation

Das geheime Fenster ist ein Mystery-Thriller von David Koepp aus dem Jahr 2004. Der Film basiert auf der Novelle Das heimliche Fenster, der heimliche Garten (Secret Window, Secret Garden) aus dem Buch Langoliers von Stephen King.

Handlung

Nach der Trennung von seiner Frau zieht sich der Schriftsteller Mort Rainey in ein abgelegenes Landhaus zurück. Während ihn eine Schreibblockade am Arbeiten hindert, wird er mit einem weiteren Problem konfrontiert: Ein seltsamer Mann namens John Shooter beschuldigt ihn des Plagiats bei seiner Erzählung Das geheime Fenster. Shooter behauptet, die Erzählung 1997 verfasst zu haben, Rainey hat sie allerdings bereits im Jahre 1995 in einer Zeitschrift veröffentlicht. Shooter fordert ihn eindringlich auf, innerhalb von drei Tagen eine Ausgabe der Zeitschrift vorzulegen, die seine Urheberschaft beweisen würde, und untermauert die Ernsthaftigkeit seiner Drohung, indem er Raineys Hund tötet und ihn davor warnt, die Polizei einzuschalten.

Doch Raineys Ausgabe der Zeitschrift, die im Haus seiner Noch-Ehefrau Amy gelagert ist, wird vernichtet, als das Haus unter nicht geklärten Umständen in Flammen aufgeht. Rainey wendet sich unter dem Gefühl zunehmender Bedrohung an den örtlichen Sheriff, der ihm jedoch nicht helfen kann. Daraufhin engagiert Rainey den Privatdetektiv Ken Karsch. Während dieser Nachforschungen anstellt, wird die Lage immer bedrohlicher und die Grenzen zwischen Realität und Fiktion werden sukzessive undeutlicher. Als er eine Zweitausgabe der Zeitschrift über seinen Privatdetektiv bezieht und diese gegen Ende der Handlung erhält, fehlen darin die Seiten mit der Erzählung. Karsch und ein alter Mann aus dem nahen Dorf, der Rainey angeblich mit Shooter gesehen hat, werden von Shooter ermordet, als dieser Rainey zu einem Treffen beordert.

Am Ende stellt sich heraus, dass Rainey selbst Shooter ist, dass er, ohne es bewusst zu merken, in die Rolle dieser von ihm selbst erfundenen Figur geschlüpft ist, um sich als Shooter an seiner Ex-Frau zu rächen, wozu Rainey selbst nicht in der Lage war. Rainey hat daher auch alle Morde begangen und das Haus seiner Noch-Ehefrau angezündet. Als diese ihn wegen der von ihm verschleppten Scheidungsformalitäten aufsucht, ermordet er sie – wie auch ihren neuen Lebensgefährten Ted, der ihr heimlich gefolgt ist. Der Name Shooter erweist sich dabei als Homophon von Shoot her („Erschieß sie“). Dann begräbt er sie in seinem Garten, um so die Spuren seines Verbrechens zu verwischen.

Nachdem er die Morde begangen hat, geht Rainey wieder unbeschwert seinem Tagwerk als Autor nach, wobei jede Schreibblockade verflogen scheint. Sein geistiger und körperlicher Zustand hat sich normalisiert und in seinem Haus sind keine Spuren der Ereignisse zu sehen. Der Sheriff mahnt ihn bei einem Hausbesuch jedoch, sich von der Stadt fernzuhalten, da seine Mitmenschen sich in seiner Gegenwart unwohl fühlten, wobei er ihm auf den Kopf zu sagt, dass er über die Morde Bescheid weiß und sie ihm auch irgendwann nachweisen wird, wenn er erst einmal die Leichen findet.

In der Schlussszene sieht man dann, wie Rainey diese Möglichkeit bereits vorausgesehen hat und deshalb auf den Gräbern Mais züchtet, um so die Spuren seines Verbrechens endgültig verwischen zu können, ganz wie er es in der Erzählung Das geheime Fenster beschrieben hat.

Sonstiges

Vorlage:Hinweisbaustein

  • Für die Szene, als Rainey träumt, auf Klippen zu fallen, wurde der Hintergrund aus unverwendetem Filmmaterial für Vergessene Welt: Jurassic Park genommen, bei dem David Koepp ebenfalls als Drehbuchautor tätig war.<ref name=trivia>Dies und Das in der IMDb</ref>
  • In einer Szene liegt der Roman The Rum Diary auf Morts Schreibtisch. Schon damals war eine Verfilmung dieses Werks mit Johnny Depp in der Hauptrolle geplant, die letztlich 2011 veröffentlicht wurde.<ref name="trivia" />
  • Die Szene, in der Mort statt seines Angesichts seinen Hinterkopf im Spiegelbild sieht, erinnert an das Gemälde La Reproduction interdite von René Magritte aus dem Jahr 1937.<ref>Reproduction Prohibited</ref><ref name="trivia" />
  • Der Film feierte seine Premiere im deutschen Free-TV am Sonntag, dem 17. Dezember 2006, auf dem Fernsehsender ProSieben. Die Erstausstrahlung wurde von rund 1,98 Millionen Bundesbürgern verfolgt, was einem Marktanteil von 5,6 Prozent entsprach.<ref>Fernsehquoten, Spiegel Online, 18. Dezember 2006</ref>
  • Filmstarts.de beziffert das Budget des Thrillers auf 40 Mio. Dollar.<ref>Das geheime Fenster. In: filmstarts.de. Abgerufen am 28. Mai 2015.</ref>

Deutsche Synchronfassung

Die deutsche Synchronbearbeitung entstand bei FFS Film- & Fernseh-Synchron in Berlin. Klaus Bickert schrieb das Dialogbuch, Joachim Tennstedt führte Dialogregie.

Darsteller Deutscher Sprecher<ref name="synchronkartei">Das geheime Fenster. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 5. November 2022.</ref> Rolle
Johnny Depp David Nathan Mort Rainey
John Turturro Stefan Fredrich John Shooter
Maria Bello Claudia Urbschat-Mingues Amy Rainey
Charles S. Dutton Engelbert von Nordhausen Ken Karsch
Timothy Hutton Joachim Tennstedt Ted Milner
Len Cariou Jochen Schröder Sheriff Dave Newsome
Matt Holland Uwe Büschken Det. Steven Bradley
Gillian Ferrabee Andrea Loewig Fran Evans
Bronwen Mantel Sonja Deutsch Greta Bowie
Elizabeth Marleau Tanja Geke Juliet Stoker
Joan Heney Regine Albrecht Mrs. Garvey
John Dunn-Hill Peter Groeger Tom Greenleaf

Kritiken

Quelle Bewertung
Rotten Tomatoes (Tomatometer) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)<ref name="rotten tomatoes">Das geheime Fenster. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen Format invalid (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), aggregiert aus Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Kritiken).</ref>
Metacritic (Metascore) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)<ref name="metacritic">Das geheime Fenster. In: Metacritic. Abgerufen Format invalid (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), aggregiert aus Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Kritiken).</ref>

Vorlage:Hinweisbaustein

„‚Das geheime Fenster‘ ist solides Mystery-Kino, das mehr von seiner Stimmung und seinen gut herausgearbeiteten Charakteren lebt, als von einer rasanten, packenden Inszenierung. Spannung kommt schon auf, aber diese schleppt sich oft zäh dahin. Das Finale nach dem großen Wendepunkt kann dann zumindest mit einer sympathischen Konsequenz aufwarten, die ein bisschen was von dem vorher Versäumten gutmacht.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Carsten Baumgardt: Filmstarts.de<ref>Die Filmstarts-Kritik zu Das geheime Fenster. In: filmstarts.de. Abgerufen am 28. Mai 2015.</ref>

„In gemächlichem Tempo erzählt, strebt das Psycho-Puzzle von ‚Panic Room‘-Autor David Koepp Hitchcock-tiefe Seelenabgründe an. Aber es reicht nur zu einer seichten Spielart der Stephen-King-Verfilmung ‚Misery‘. Fazit: Bis in Nebenrollen gut besetzter Psychohorror, dessen Pointe sich leider allzu früh ankündigt.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />cinema<ref>Das geheime Fenster. In: cinema. Abgerufen am 15. März 2022.</ref>

„Verfilmung einer Kurzgeschichte von Stephen King, die als Horrorthriller bereits an der mangelhaft entwickelten Story scheitert. Der überzeugende Hauptdarsteller arbeitet in vielem den Genrekonventionen entgegen, was durchaus fasziniert, zugleich aber dazu beiträgt, dass sich keine dem Genre immanente Spannung aufbauen will.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Lexikon des internationalen Films<ref>Das geheime Fenster. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 2. März 2017.</ref>

Auszeichnungen

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />

Vorlage:Navigationsleiste Filme von David Koepp<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Filme

1970er und 1980er: Carrie – Des Satans jüngste Tochter (1976) Brennen muß Salem (1979) Shining (1980) Cujo (1983) Dead Zone (1983) Christine (1983) Kinder des Zorns (1984) Der Feuerteufel (1984) Werwolf von Tarker Mills (1985) Katzenauge (1985) Stand by Me – Das Geheimnis eines Sommers (1986) Rhea M – Es begann ohne Warnung (1986) Running Man (1987) Friedhof der Kuscheltiere (1989)
1990er: Geschichten aus der Schattenwelt (1990) Nachtschicht (1990) Misery (1990) Stephen Kings Es (1990) Manchmal kommen sie wieder (1991) Friedhof der Kuscheltiere II (1992) Kinder des Zorns 2 – Tödliche Ernte (1992) Der Rasenmähermann (1992) Schlafwandler (1992) Tommyknockers – Das Monstrum (1993) Stephen Kings Stark (1993) In einer kleinen Stadt (1993) Die Verurteilten (1994) Stephen Kings The Stand – Das letzte Gefecht (1994) Kinder des Zorns 3 – Das Chicago-Massaker (1995) Die Langoliers (1995) Dolores (1995) The Mangler (1995) Thinner – Der Fluch (1996) Kinder des Zorns IV – Mörderischer Kult (1996) Manchmal kommen sie wieder II (1996) Quicksilver Highway (1997) Trucks – Out of Control (1997) The Shining (1997) Stephen King’s The Night Flier (1997) Der Musterschüler (1998) Kinder des Zorns 5 – Feld des Terrors (1998) Kinder des Zorns 6 – Isaacs Rückkehr (1999) Der Sturm des Jahrhunderts (1999) The Green Mile (1999)
2000er: The Mangler 2 (2001) Hearts in Atlantis (2001) Children of the Corn: Revelation (2001) Feuerteufel – Die Rückkehr (2002) Carrie (2002) Stephen Kings Haus der Verdammnis (2002) Dreamcatcher (2003) Das geheime Fenster (2004) Riding the Bullet (2004) Salem’s Lot – Brennen muss Salem (2004) The Mangler Reborn (2005) Desperation (2006) Zimmer 1408 (2007) Der Nebel (2007) Dolan’s Cadillac (2009) Stephen Kings Kinder des Zorns (2009) Everything’s Eventual (2009)
2010er: Kinder des Zorns: Genesis – Der Anfang (2011) Willa (2013) Carrie (2013) Stephen King’s A Good Marriage (2014) Mercy – Der Teufel kennt keine Gnade (2014) Big Driver (2014) Willa (Kurzfilm) (2015) Puls (2016) Der Dunkle Turm (2017) 1922 (2017) Das Spiel (2017) Es (2017) The Doctor’s Case (2018) Mute (2018) Children of the Corn: Runaway (2018) Friedhof der Kuscheltiere (2019) Es Kapitel 2 (2019) Im hohen Gras (2019) Doctor Sleeps Erwachen (2019)
2020er: Kinder des Zorns (2020) Firestarter (2022) Mr. Harrigan’s Phone (2022) The Boogeyman (2023) Friedhof der Kuscheltiere: Bloodlines (2023) The Life of Chuck (2024) Salem’s Lot – Brennen muss Salem (2024) The Monkey (2025) The Long Walk – Todesmarsch (2025) The Running Man (2025)

Fernsehserien

2000er: Kingdom Hospital (2004) Stephen King’s Alpträume (2006)
2010er: Haven (2010–2015) Stephen Kings Bag of Bones (2011) Under the Dome (2013–2015) 11.22.63 – Der Anschlag (2016) Der Nebel (2017) Mr. Mercedes (2017) Castle Rock (2018)
2020er: The Outsider (2020) The Stand – Das letzte Gefecht (2020–2021) Lisey’s Story (2021) Das Institut (2025) Es – Welcome to Derry (2025)

Vorlage:Klappleiste/Ende