P-Glied
Als P-Glied (oder Proportionalglied) bezeichnet man ein lineares zeitinvariantes Übertragungsglied in der Regelungstechnik, welches ein proportionales Übertragungsverhalten aufweist. Die zugehörige Funktionalbeziehung im Zeitbereich lautet
- <math>y(t) = K \cdot u(t)</math>,
so dass die komplexe Übertragungsfunktion im Bildbereich die Form
- <math>G(s) = K</math>
hat. Hierbei bezeichnet <math>K</math> die Übertragungskonstante bzw. den Verstärkungsfaktor.
Bodediagramm
Beim P-Glied ist <math>G(j\omega) = K</math>. Daher gilt für den Amplituden- und Phasengang im Bodediagramm:
- <math>|G(j\omega)| = |K|</math>
- <math>\varphi(\omega) = 0</math> (für <math>K\geq0</math> und <math>-\pi</math> für <math>K<0</math>)
Die Betragskennlinie ist also eine Gerade im Abstand KdB von der 0-dB-Linie. Die Phasenkennlinie liegt bei konstant 0°.
Sprungantwort
Die Sprungantwort des P-Gliedes beschreibt einen Einheitssprung mit der Sprunghöhe <math>K</math>.
Ortskurve
Die Ortskurve (<math>0 \leq \omega \leq \infty</math>) des P-Gliedes liegt für alle <math>\omega</math> auf der positiven reellen Achse im Punkt <math>K</math>.
Siehe auch
Literatur
- Heinz Unbehauen: Regelungstechnik. 15. Auflage. Band 1. Springer, 2008, S. 89f, doi:10.1007/978-3-8348-9491-5.
Weblinks
- E. Müller: Skriptum zur Vorlesung Regelungstechnik. (pdf) In: Hochschule München. 2020 (S. 55).
- Glossar: P-Glied. In: glossar.item24.com.