Kaysersberg
| Kaysersberg | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Datei:Blason de la ville de Kaysersberg (68).svg | ||||||
| Staat | Frankreich | |||||
| Region | Grand Est | |||||
| Département | Haut-Rhin | |||||
| Arrondissement | Colmar-Ribeauvillé | |||||
| Gemeinde | Kaysersberg Vignoble | |||||
| Koordinaten | 48° 8′ N, 7° 16′ O
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dim=20000 | globe= | name=Kaysersberg | region=FR-68 | type=city
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| Postleitzahl | 68240 | |||||
| Ehemaliger INSEE-Code | 68162 | |||||
| Eingemeindung | 1. Januar 2016 | |||||
| Status | Commune déléguée | |||||
| Website | www.ville-kaysersberg.fr | |||||
| Datei:Kaysersberg.jpg Blick auf Kaysersberg | ||||||
Kaysersberg (elsässisch Kaisersbari<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Foto von zwei Ortsschildern mit den beiden Schreibweisen des Stadtnamens. ( des Vorlage:IconExternal vom 12. August 2014 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>, welsch Kéyspè) ist eine ehemalige französische Gemeinde mit 2.413 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est auf einer Höhe von 240 Metern. Die frühere Reichsstadt gehörte zum Arrondissement Colmar-Ribeauvillé und zum Kanton Sainte-Marie-aux-Mines. Kaysersberg ist der Geburtsort des Nobelpreisträgers Albert Schweitzer.
Mit Wirkung vom 1. Januar 2016 wurden die früheren Gemeinden Kaysersberg, Kientzheim und Sigolsheim zu einer Commune nouvelle mit dem Namen Kaysersberg Vignoble zusammengelegt.
Geographie
Kaysersberg liegt im Oberelsass im Tal des Flusses Weiss, nordwestlich von Colmar an der Elsässer Weinstraße. Das Gebiet gehört zum Regionalen Naturpark Ballons des Vosges.
Geschichte
In älteren Urkunden wurde der Ort erwähnt als in castro Keisersperg (1226), Kesersperch (1236), Kassesbergh (1248), Kaisirsberc (1249), oppidum Kesepech cum castello suo de novo aedivicavit Volfellus (13. Jh.), zu der Burg zu Kaysersberg (1298), in der stette zu Cheysersberch (1335), Keisersperg, Kaisersperg (1407), Keysersperg (1441), die statt Kessersperg (1510), Caesaris montem (1610), Kayserspurg (1632) und als Montlibre (während der Französischen Revolution).<ref name="Kraus194">Franz Xaver Kraus: Kunst und Alterthum in Elsass-Lothringen. Beschreibende Statistik. Band II: Ober-Elsass. Friedrich Bull, Straßburg 1881, S. 194–214 (books.google.de).</ref>
Eine Römerstraße ist in unmittelbarer Nähe nicht nachgewiesen worden.<ref name="Kraus194" /> Das Tal der Weiss wurde aber im Mittelalter als wichtiger Verbindungsweg zwischen der Rheinebene und Lothringen genutzt. Als Castrum Keisersperg wurde die Siedlung 1226 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Zum Schutz dieser wichtigen Wegstrecke ließ der Stauferkaiser Friedrich II. den günstig gelegenen Platz, an dem vermutlich bereits eine Burg gestanden hatte, vom kaiserlichen Schultheiß Wölflin erwerben und (erneut?) befestigen. 1293 erhielt Kaysersberg das Stadtrecht, nahm aufgrund des regen Handels einen raschen Aufschwung und trat 1353 als Freie Reichsstadt dem Zehnstädtebund bei. Bald gewann auch der Weinbau an Bedeutung: Von dem hier ansässigen kaiserlichen Vogt Lazarus von Schwendi (1522–1584) wird erzählt, dass dieser, als Heerführer gegen die anrückenden Türken in Ungarn dienend, von dort die Tokajerrebe mitgebracht haben soll.
Die Ortschaft wurde 1680 zusammen mit Türkheim, Colmar und Münster im Georgiental mit deren Besitz (24 Ortschaften) vom Königreich Frankreich annektiert.<ref>Maximilian du Prel: Die Deutsche Verwaltung in Elsass-Lothringen 1870–1879. Denkschrift mit Benutzung amtlicher Quellen. Karl J. Trübner, Straßburg 1879, S. 7 (books.google.de).</ref> Seiner kaiserlichen Privilegien und seiner strategischen Bedeutung beraubt, fiel Kaysersberg nach 1680 sehr rasch in weitgehende Bedeutungslosigkeit. Nach der Französischen Revolution hieß der Ort vorübergehend Mont-Libre.
Durch den Frankfurter Frieden vom 10. Mai 1871 kam das Gebiet mit dem Reichsland Elsaß-Lothringen an das Deutsche Reich, und der Ort wurde dem Kreis Rappoltsweiler im Bezirk Oberelsass zugeordnet. Nach dem Ersten Weltkrieg musste die Region aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags 1919 an Frankreich abgetreten werden. Im Zweiten Weltkrieg war die Region von der deutschen Wehrmacht besetzt, und der Ort stand bis 1944 unter deutscher Zivilverwaltung.
Heute ist die kleine Stadt mit ihrem gut erhaltenen, pittoresken Altstadtkern ein beliebtes Ausflugsziel.
Bevölkerungsentwicklung
| Jahr | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2008 | 2013 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 2821 | 2979 | 2949 | 2707 | 2755 | 2676 | 2726 | 2701 |
| Quellen: Cassini und INSEE | ||||||||
Sehenswürdigkeiten
Auf vielen Häusern, hohen Masten und Kirchen sieht man Storchennester, sitzende, an- und abfliegende Störche. Dies ist besonders im Frühjahr während der Paarungszeit und Aufzucht der Jungvögel ein Spektakel.
Bauwerke
- Die im Mittelalter entstandene Burg Kaysersberg ist noch als mächtige Burgruine erhalten geblieben, zu der von der Stadt zwei Fußwege führen. In den Bergfried wurde eine neue Treppe aus Beton eingebaut; die Turmspitze ist über diese frei zugänglich.
- In der Kirche Sainte-Croix (Heilig Kreuz) findet sich eine übergroße Christusfigur und ein Schnitzaltar von Hans Bongart aus dem Jahr 1518.<ref>Inneneinrichtung der Pfarrkirche Unserer Lieben Frau (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot, mitte-sued-ka.de, abgerufen am 5. Januar 2015.</ref>
- Das ehemalige Rathaus (Hôtel de ville) ist ein sehenswerter Renaissancebau (1604) mit Innenhof.
- In der Altstadt finden sich weiterhin viele reich verzierte Fachwerkhäuser.
- Teile der alten Stadtbefestigung inklusive 2 Türme.
Museen
- Das örtliche historische Museum ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist in einem Steinhaus aus dem Jahre 1521 untergebracht und zeugt von der Geschichte der Region.
- Das Albert-Schweitzer-Museum ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) bietet Ausstellungsstücke aus dem Leben des 1875 in Kaysersberg geborenen Missionsarztes Albert Schweitzer.
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Die Burg Kaysersberg
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General de Gaulle Straße, der Fluss Weiss, Potiers Straße und Oberthof Straße, gesehen vom Schlossturm aus.
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Kirche Sainte-Croix
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Ehemaliges Rathaus
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Malerischer Winkel
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Geburtshaus von Albert Schweitzer
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Das Museum Doktor Albert Schweitzer
Gemeindepartnerschaften
Kaysersberg pflegte eine Partnerschaft mit Lambaréné in Gabun (Afrika), wo der in Kaysersberg geborene Albert Schweitzer in dem von ihm gegründeten Urwaldhospital gewirkt hatte. Seit 2008 bestand auch eine Partnerschaft zur belgischen Gemeinde Perwez in Wallonien.
Persönlichkeiten
- Johann Geiler von Kaysersberg (1445–1510), bedeutender deutscher Prediger des ausgehenden Mittelalters, ist zwar nicht in Kaysersberg geboren, wuchs aber ab seinem 4. Lebensjahr hier bei seinem Großvater auf.
- Matthäus Zell (1477–1548), Theologe und Reformator
- Joseph Philippi (1808–1891), Pfarrer und Reichstagsabgeordneter
- Albert Schweitzer (1875–1965), evangelischer Theologe, Orgelkünstler, Musikforscher, Philosoph, Missionsarzt und Friedensnobelpreisträger (1952)
- Henri Stoll (* 1955), Politiker der Grünen und Bürgermeister von Kaysersberg
Literatur
- Vorlage:MerianTopo
- Le Patrimoine des Communes du Haut-Rhin. Band 1, Flohic Editions, Paris 1998, ISBN 2-84234-036-1, S. 675–681.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
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Bank der geistlichen Fürsten: Hochstift Worms | Hochstift Speyer | Hochstift Straßburg | Fürstbistum Basel | Hochstift Fulda | Fürstabtei Murbach | Fürstentum Heitersheim | Fürstpropstei Weißenburg | Abtei Prüm | Frühere Mitglieder: Erzstift Besançon | Hochstift Sitten | Hochstift Lausanne | Hochstift Genf | Hochstift Metz | Hochstift Toul | Hochstift Verdun | Stift Hersfeld (bis 1606/1648)
Bank der weltlichen Fürsten: Fürstentum Pfalz-Lautern | Fürstentum Pfalz-Simmern | Fürstentum Pfalz-Veldenz | Fürstentum Pfalz-Zweibrücken | Landgrafschaft Hessen-Darmstadt | Landgrafschaft Hessen-Kassel | Herzogtum Savoyen | Fürstentum Hersfeld (ab 1648) | Markgrafschaft Nomeny | gefürstete Grafschaft Sponheim | gefürstete Grafschaft Waldeck | gefürstete Grafschaft Salm (Wild- und Rheingrafen) | gefürstete Grafschaft Salm-Kyrburg (Wild- und Rheingrafen) | gefürstete Grafschaft Nassau-Usingen | gefürstete Grafschaft Nassau-Saarbrücken | gefürstete Grafschaft Nassau-Weilburg | gefürstete Grafschaft Solms-Braunfels | gefürstete Grafschaft Isenburg-Birstein | Frühere Mitglieder: Herzogtum Lothringen | Herzogtum Savoyen
Rheinische Prälaten: Kloster und Ritterstift Odenheim | Frühere Mitglieder: Kloster Kaufungen
Bank der Grafen und Herren: Grafschaft Hanau-Münzenberg | Grafschaft Solms-Hohensolms | Grafschaft Solms-Lich | Grafschaft Solms-Laubach | Grafschaft Solms-Rödelheim | Grafschaft Königstein | Grafschaft Ysenburg-Büdingen-Büdingen | Grafschaft Ysenburg-Büdingen-Meerholz | Grafschaft Ysenburg-Büdingen-Wächtersbach | Grafschaft Salm-Grumbach (Wild- und Rheingrafen) | Grafschaft Salm-Stein-Grehweiler (Wild- und Rheingrafen) | Grafschaft Leiningen-Hardenburg | Grafschaft Leiningen-Westerburg | Grafschaft Sayn-Wittgenstein-Wittgenstein | Grafschaft Sayn-Wittgenstein-Berleburg | Grafschaft Kriechingen | Grafschaft Hanau-Lichtenberg | Grafschaft Salm-Dhaun (Wild- und Rheingrafen) | Grafschaft Falkenstein | Herrschaft Reipoltskirchen | Grafschaft Wartenberg | Herrschaft Bretzenheim | Herrschaft Dagstuhl | Herrschaft Olbrück | Schloss und Dorf Mensfelden | Burggrafschaft Friedberg
Bank der Städte (Reichsstädte): Frankfurt am Main | Friedberg | Gelnhausen | Wetzlar | Speyer | Worms | Frühere Mitglieder: Straßburg (Strasbourg) | Colmar | Oberehnheim (Obernai) | Kaysersberg | Türkheim (Turckheim) | Rosheim | Benfeld | Schlettstadt (Sélestat) | Hagenau (Haguenau) | Weißenburg (Wissembourg) | Münster im Gregoriental | Landau in der Pfalz
Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang Gründungsmitglieder Hagenau • Colmar • Weißenburg • Türkheim • Oberehnheim • Kaisersberg • Rosheim • Münster • Schlettstadt • Mülhausen
Andere Mitglieder Landau • Selz Vorlage:Klappleiste/Ende
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