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Kanton Sainte-Marie-aux-Mines

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Kanton Sainte-Marie-aux-Mines
Region Grand Est
Département Haut-Rhin
Arrondissement Colmar-Ribeauvillé
Hauptort Sainte-Marie-aux-Mines
Einwohner 43.138 (1. Jan. 2023)
Bevölkerungsdichte
Fläche Vorlage:Metadaten Fläche FR km²
Gemeinden 28
INSEE-Code 6815
Datei:Locator map of Kanton Sainte-Marie-aux-Mines 2021.png
Lage des Kantons Sainte-Marie-aux-Mines im
Département Haut-Rhin

Der Kanton Sainte-Marie-aux-Mines ist seit 1793 eine Untergliederung im Colmar-Ribeauvillé im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est in Frankreich.

Name

Mines heißt auf Deutsch „Minen“ oder „Gruben“. Das zentrale Gebiet des Kantons ist identisch mit dem Val d’Argent, dem „Silbertal“.

Geschichte

Der Kanton Sainte-Marie-aux-Mines entstand 1793 bei der Neugliederung Frankreichs. Von 1871 bis 1919 lag er im Kreis Rappoltsweiler und trug den Namen Markirch. Bis 2015 gehörten fünf Gemeinden zum Kanton. Am 22. März 2015 wurde der Kanton völlig umstrukturiert. Zu den bisherigen 5 Gemeinden kamen 25 weitere Gemeinden aus anderen Kantonen. Diese 25 Gemeinden gehörten bis 2015 zu den Kantonen Ribeauvillé (alle 10 Gemeinden), Kaysersberg (10 der 12 Gemeinden des Kantons) und Lapoutroie (alle 5 Gemeinden).<ref>Dekret Nr. 2014-207 des französischen Innenministeriums zur Neueinteilung der Kantone im Département Haut-Rhin</ref>

Geografie

Der Kanton Sainte-Marie-aux-Mines grenzt im Norden und Nordosten an das Département Bas-Rhin, im Südosten an die Kantone Colmar-2 und Colmar-1, im Süden an den Kanton Wintzenheim sowie im Westen an das Département Vosges.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Lage des Kantons Sainte-Marie-aux-Mines im Département Haut-Rhin (Memento des Vorlage:IconExternal vom 8. Mai 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/infogeo68.fr</ref>

Sprache

Die Ortschaften des ehemaligen Kantons Lapoutroie und drei der fünf Gemeinden des alten Kantons Sainte-Marie-aux-Mines waren stets eine frankophone Sprachinsel inmitten des Elsass. Beim vom Aussterben bedrohten Welche (dt. Welsch) oder Vosgien handelt es sich um einen galloromanischen Unterdialekt des Lorrain aus der Gruppe der Langues d’oïl, der u. a. eng mit dem Wallonischen verwandt ist. In den anderen Gemeinden spricht man traditionellerweise Elsässisch.

Gemeinden

Der Kanton besteht aus 28 Gemeinden mit insgesamt 43.138 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) auf einer Gesamtfläche von Vorlage:Metadaten Fläche FR km²:

 Gemeinde   Elsässisch/Patois   Deutsch   Einwohner 
(2023)
 Fläche 
(km²)
 Code
postal
 
Code
Insee
Ammerschwihr Ammerschwihr Ammerschweier 1.580 Vorlage:Metadaten Fläche FR 68770 68005
Aubure Altwihr Altweier 353 Vorlage:Metadaten Fläche FR 68150 68014
Beblenheim Bawle Bebelnheim 928 Vorlage:Metadaten Fläche FR 68980 68023
Bennwihr Bànnwihr Bennweier 1.326 Vorlage:Metadaten Fläche FR 68126, 68630 68026
Bergheim Barige Bergheim 2.069 Vorlage:Metadaten Fläche FR 68750 68028
Fréland Ürbach Frâlât Urbach bei Kaysersberg 1.288 Vorlage:Metadaten Fläche FR 68240 68097
Guémar Geemàr Gemar 1.490 Vorlage:Metadaten Fläche FR 68970 68113
Hunawihr Hunewihr Hunaweier 555 Vorlage:Metadaten Fläche FR 68150 68147
Illhaeusern Ìllhìsre Illhäusern 717 Vorlage:Metadaten Fläche FR 68970 68153
Katzenthal Kàtzedàl Katzenthal 506 Vorlage:Metadaten Fläche FR 68230 68161
Kaysersberg Vignoble Kaiserschbàrig(-Vignoble) Kaysersberg-Vignoble 4.383 Vorlage:Metadaten Fläche FR 68240 68162
Labaroche Barosch Labarotche Zell 2.231 Vorlage:Metadaten Fläche FR 68910 68173
Lapoutroie Schnierlach Lè Peutraille Schnierlach 1.881 Vorlage:Metadaten Fläche FR 68650 68175
Le Bonhomme Bonom Lo Bonam Diedolshausen 744 Vorlage:Metadaten Fläche FR 68650 68044
Lièpvre Laweröi Co Lieuf Leberau 1.632 Vorlage:Metadaten Fläche FR 68660 68185
Mittelwihr Mìttelwihr Mittelweier 853 Vorlage:Metadaten Fläche FR 68630 68209
Orbey Urwes Orbey Urbeis 3.429 Vorlage:Metadaten Fläche FR 68370 68249
Ostheim Ostheim Ostheim 1.651 Vorlage:Metadaten Fläche FR 68150 68252
Ribeauvillé Ràppschwihr Rappoltsweiler 4.685 Vorlage:Metadaten Fläche FR 68150 68269
Riquewihr Richewihr Reichenweier 999 Vorlage:Metadaten Fläche FR 68340 68277
Rodern Rodre Rodern 401 Vorlage:Metadaten Fläche FR 68590 68280
Rombach-le-Franc Rumbàch Robé Rumbach 775 Vorlage:Metadaten Fläche FR 68660 68283
Rorschwihr Rorschwihr Rorschweier 370 Vorlage:Metadaten Fläche FR 68590 68285
Sainte-Croix-aux-Mines Sànkriz Sankt Kreuz im Lebertal 1.742 Vorlage:Metadaten Fläche FR 68160 68294
Sainte-Marie-aux-Mines Màrkirich Markirch 4.851 Vorlage:Metadaten Fläche FR 68160 68298
Saint-Hippolyte Sampìlt Sankt Pilt 927 Vorlage:Metadaten Fläche FR 68590 68296
Thannenkirch Dànnekìrich Thannenkirch 451 Vorlage:Metadaten Fläche FR 68590 68335
Zellenberg Zallebari Zellenberg 321 Vorlage:Metadaten Fläche FR 68340 68383
Kanton Sainte-Marie-aux-Mines Màrkirich Markirch 43.138 Vorlage:Metadaten Fläche FR - 6815

Bis zur landesweiten Neuordnung der französischen Kantone im März 2015 gehörten zum Kanton Sainte-Marie-aux-Mines die fünf Gemeinden Aubure, Lièpvre, Rombach-le-Franc, Sainte-Croix-aux-Mines und Sainte-Marie-aux-Mines. Sein Zuschnitt entsprach einer Fläche von 108,40 km2. Er besaß vor 2015 einen anderen INSEE-Code als heute, nämlich 6823.

Veränderungen im Gemeindebestand seit der landesweiten Neuordnung der Kantone

2016: Fusion Kaysersberg, Kientzheim und SigolsheimKaysersberg Vignoble

Politik

Im 1. Wahlgang am 22. März 2015 erreichte keines der drei Wahlpaare die absolute Mehrheit. Bei der Stichwahl am 29. März 2015 gewann das Gespann Pierre Bihl/Émilie Helderlé (beide Union de la Droite|UD) gegen Jean-François Abraham/Jacqueline Marie (beide FN) und Nadège Florentz/Henri Stoll (beide DVG) mit einem Stimmenanteil von 44,87 % (Wahlbeteiligung:51,29 %).<ref>Wahlergebnis der beiden Wahlgänge</ref>

Seit 1945 hatte der Kanton folgende Abgeordnete im Rat des Départements:

Vertreter im conseil général des Départements
Amtszeit Name Partei
1945–1949 Georges Balland MRP
1949–1955 Auguste Schmitt RPF, danach Républicains sociaux
1955–1961 Louis Marchal SFIO, danach Union pour la défense de la République (UDR)
1961–1998 Guy Naudo Républicains indépendants, danach UDF-Parti républicain
1998–1999 Raymond Hestin DVD
1999–2004 Jacques Loëss PRG
2004–2015 Christian Chaton Alsace d’abord, danach UMP
2015– Pierre Bihl
Émilie Helderlé
Union de la Droite

Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Kantone ab 2015
(17 Kantone)

Altkirch | Brunstatt-Didenheim | Cernay | Colmar-1 | Colmar-2 | Ensisheim | Guebwiller | Kingersheim | Masevaux-Niederbruck | Mulhouse-1 | Mulhouse-2 | Mulhouse-3 | Rixheim | Saint-Louis | Sainte-Marie-aux-Mines | Wintzenheim | Wittenheim

Kantone bis 2015
(31 Kantone)

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