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Mirko Kovats

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Datei:Kovats Mirko.jpg
Mirko Kovats, 2005

Mirko Kovats (* 3. August 1948 in Wien) ist ein österreichischer Unternehmer, vor allem bekannt durch seine Rolle als Gründer, Mehrheitseigner (indirekt, über seine Privatstiftung M.U.S.T.) und Vorstandsvorsitzender des in Liquidation befindlichen österreichischen Unternehmens A-Tec Industries.

Lebenslauf

Privatleben

Kovats wurde 1948 als Sohn ungarischer Einwanderer in Wien geboren. Er studierte Handelswissenschaften an der Hochschule für Welthandel und promovierte im Alter von 23 Jahren. Mirko Kovats gilt als öffentlichkeitsscheu. Er ist verheiratet und hat zwei Söhne.

Frühe Geschäftstätigkeit (bis 1997)

Nach dem Studium betätigte sich Kovats in den 1980er und 1990er Jahren zunächst als Händler für Maschinen mit den COMECON-Staaten. Nach dem Zusammenbruch des Ostblocks 1989 suchte er sich ein neues Beschäftigungsfeld, entwickelte Büro- und Hotelprojekte und investierte in Immobilien. In den 1990er Jahren beteiligte sich Kovats gemeinsam mit seinem Partner Franz Mock an mehreren Diskotheken (unter anderem dem Club U4, A2 Südpol in der Multiplex-Vösendorf, Tanzpalast-Baden, Nachtwerk-Wien, Dorian Gray-Korneuburg, Miami-Hagenbrunn, Veranstaltungen in den Sofiensälen 1998 in Wien). Wenig erfolgreich verlief die Sanierung der Ersten Österreichischen Zahnradfabrik und der Wiener Brückenbau und Eisenkonstruktions A. G.

Aufbau der A-TEC

Ab Ende der 1990er Jahre begann Kovats, seinen Konzern A-Tec Industries aufzubauen. Den Grundstock legte er 1997, indem er 50 % der Anteile an der Salzburger Werkzeugmaschinenfabrik Emco erwarb. Später folgten weitere Hauptsäulen der Gruppe: ATB Austria Antriebstechnik, die Montanwerke Brixlegg und Austrian Energy & Environment. Durch Zukäufe erweiterte Kovats kontinuierlich seine Industrieholding. Zumeist kaufte er wirtschaftlich angeschlagene Unternehmen mit einem hohen „Turnaround-Potential“ zu einem günstigen Preis, und es gelang ihm, diese binnen weniger Jahre zu sanieren und gewinnbringend zu machen.<ref name="MM">Ursula Schwarzer, Viel Feind, wenig Ehr. In: Managermagazin. 1/2008</ref> Schließlich gehörten mehr als 70 Unternehmen mit mehr als 10.000 Mitarbeitern zur Gruppe, die einen Umsatz von deutlich über 1 Milliarde Euro erwirtschaftete.<ref>A-TEC Geschäftszahlen</ref>

Nicht immer war Kovats aber uneingeschränkt erfolgreich:

  • 2002 scheiterte z. B. eine Übernahme des Semperit-Werkes von Continental und eine Übernahme der Wiener Grundig-Werke.
  • 2003 erregte Kovats Aufsehen gemeinsam mit Partner Ronny Pecik mit dem Kauf von knapp 20 Prozent der Anteile am VA-Technologie-Industriekonzern und im Jahr 2004 mit dem gewinnbringenden, aber umstrittenen Weiterverkauf dieser Anteile an Siemens.
  • 2005 beteiligte Kovats sich, wieder mit Partner Pecik, beim Schweizer Unternehmen Unaxis (heute: OC Oerlikon). Anfang 2006 zog sich Kovats vom Verwaltungsrat der Gruppe zurück. Im Gegenzug stieg Pecik, offenbar wegen Differenzen mit Kovats, bei A-TEC aus.
  • 2005 versuchte er, dem österreichischen Bundesland Burgenland die Bank Burgenland abzukaufen. Der Verkauf wurde allerdings vom Landtag abgelehnt, der eine Prüfung durch den Rechnungshof verlangte, worauf Kovats sein Kaufangebot zurückzog und auch weitere geplante Investitionen im Südburgenland und in Spielberg (Steiermark) platzen ließ.
  • 2007 lieferte sich Kovats einen Übernahmekampf mit dem Kupferhersteller Norddeutsche Affinerie (NA) um die belgische Cumerio. A-TEC wollte Cumerio übernehmen, die das ablehnten und die NA bevorzugten. Bevor die NA jedoch zum Zuge kommen konnten, blockierte Kovats das Geschäft, indem er seine Anteile bei Cumerio erhöhte und auch bei der NA einstieg. Die Pattsituation dauerte bis April 2008 an.<ref>Manager Magazin vom 15. April 2008</ref>
  • 2007 versucht Kovats, den serbischen Kupferproduzenten RTB Bor zu übernehmen.<ref>Börse Express</ref>
  • Im Juni 2010 wollte A-Tec eine Anleihe emittieren, scheiterte jedoch. A-TEC veröffentlichte jedoch keine Ad-hoc-Meldung über den Misserfolg der Emission. Im Jahr 2012 verhängte die Finanzmarktaufsicht deswegen eine Geldstrafe in der Höhe von 130.000 EUR über Mirko Kovats und seinen Vorstandskollegen Christian Schmidt.<ref>180.000 Euro Strafe für Mirko Kovats. Kurier, 24. August 2012, abgerufen am 25. August 2012.</ref><ref>330.000 Euro Strafe für Kovats & Co. ORF, 25. August 2012, abgerufen am 25. August 2012.</ref>

Am 5. Oktober 2010 stellte A-Tec in einer Ad-hoc-Meldung Großaufträge mit einem Volumen von einer knappen Milliarde in Aussicht.<ref>AE&E erhält Auftrag von Essar für die Lieferung von Kesseln für ein Energieprojekt in Indien. (PDF; 26 kB) A-TEC, 5. Oktober 2010, abgerufen am 25. August 2012.</ref> Da nach Ansicht der Finanzmarktaufsicht damals bereits bekannt war, dass die Finanzierung nicht sichergestellt war, gab es im Jahr 2012 eine weitere Geldstrafe in der Höhe von 200.000 EUR für Mirko Kovats und die Mitvorstände Christian Schmid und Franz Fehringer.<ref>330.000 Euro Strafe für Kovats & Co. ORF, 25. August 2012, abgerufen am 25. August 2012.</ref> Am 20. Oktober 2010 gab A-Tec die Insolvenz bekannt.<ref>wirtschaftsblatt.at: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Mega-Pleite A-Tec: Deadline 29. Dezember (Memento vom 6. Januar 2016 im Internet Archive), vom 20. Oktober 2010</ref> Dies war die drittgrößte Insolvenz in der österreichischen Wirtschaftsgeschichte.

Im Juli 2011 führte die Staatsanwaltschaft Wien eine Hausdurchsuchung bei A-Tec durch, da aufgrund einer Anzeige Ermittlungen unter anderem wegen betrügerischer Krida und Bilanzfälschung gegen mehrere Vorstände, unter anderem Mirko Kovats, liefen.<ref>Hausdurchsuchung bei A-TEC. Kleine Zeitung, 20. Juli 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 15. Januar 2013; abgerufen am 20. Juli 2012.</ref> Am 14. November 2012 erhielten die Gläubiger der A-Tec eine Quote in der Höhe von 39 Prozent ausbezahlt.<ref>A-Tec-Pleite: Gläubiger erhalten 39-Prozent-Quote. Kleine Zeitung, 7. November 2012, abgerufen am 30. April 2020.</ref> Im Dezember 2015 erhielten sie weitere 4,44 Prozent.<ref>Kid Möchel, Andreas Slatner: A-Tec-Pleite: Rekordquote für Gläubiger. Kurier, 21. Dezember 2015, abgerufen am 27. Dezember 2015.</ref> Laut Wirtschaftsmagazin „Format“ wollte Mirko Kovats 2012 gemeinsam mit Investoren die A-Tec nach Auszahlung der Quote als Beteiligungsgesellschaft für Industriebetriebe neu aufstellen. Geplant waren Aktivitäten unter anderem in den Bereichen Öl, Gas und Kupfer. Er sah dabei auch Synergien mit der K&K-Gruppe (gemeint ist offenbar die K & K Oil and Gas GmbH, die er gemeinsam mit Jan Klima betrieb).<ref>Mirko Kovats will A-Tec neu positionieren. Format, 7. November 2012, abgerufen am 11. November 2012.</ref> Diese Absicht hat Kovats im Jänner 2013 erneut bekräftigt, wobei er Akquisitionen in den ursprünglichen 4 Bereichen in Aussicht stellte. Voraussetzung sei jedoch der Wiederaufnahme des Handels der A-TEC-Aktie, worüber mit der Börse Gespräche geführt würden.<ref>Kovats kontert Ankläger und kritisiert Treuhänder. Wirtschaftsblatt, 10. Januar 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 13. Januar 2013; abgerufen am 12. Januar 2013.</ref> Die Finanzmarktaufsicht (FMA) gab jedoch bekannt, dass sie die Wiener Börse beauftragt habe, Gründe für den Widerruf der Handelszulassung der A-TEC Wertpapiere zu untersuchen.<ref>FMA will A-Tec an der Börse verhindern. Wirtschaftsblatt, 2. Februar 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. Januar 2016; abgerufen am 2. Februar 2013.</ref> Im Februar 2014 widerrief die FMA die Börsenzulassung der A-TEC.<ref>A-Tec verliert Zulassung an Wiener Börse. In: Der Standard. 6. Februar 2014, abgerufen am 11. Februar 2014.</ref>

Im Jänner 2013 wurde bekannt, dass der A-TEC 600.000 EUR entzogen worden sein sollen. Im Interview mit dem Wirtschaftsblatt bestätigte Mirko Kovats eine Klage des Insolvenztreuhänders. Es wurde ein Vergleich mit der CII AG, die seiner Stiftung gehört, vereinbart. Dabei wurden ein Abschlag sowie eine längere Zahlungsfrist vereinbart.<ref>Kovats kontert Ankläger und kritisiert Treuhänder. Wirtschaftsblatt, 10. Januar 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 13. Januar 2013; abgerufen am 12. Januar 2013.</ref>

20 Aktionäre haben sich dem Strafverfahren gegen Mirko Kovats bereits als Privatbeteiligte angeschlossen, weitere werden dies noch tun.<ref>A-Tec: Geschädigte Anleger wollen ihr Geld zurück. nachrichten.at, 21. Februar 2013, abgerufen am 23. Februar 2013.</ref> Laut einem Bericht des Magazins „News“ bestand der Verdacht, dass Kovats in eine Bestechungsaffäre in Belgien verwickelt sein könnte. Ein Manager der ehemaligen A-TEC Tochtergesellschaft Inova France, der seine eigene Schuld gestanden hat, behauptete angeblich, Kovats hätte eine Schmiergeldzahlung über zwei Millionen Euro genehmigt. Die belgische Justiz ermittelte und hat von Österreich Rechtshilfe angefordert und erhalten (es kam zu Kontoöffnungen). Kovats wies sämtliche Vorwürfe als unwahr zurück.<ref>Stefan Melichar: Bestechungsvorwurf gegen Mirko Kovats. News, 13. Juni 2015, abgerufen am 13. Juni 2015.</ref> Im Jahr 2019 wurde er freigesprochen.<ref>Intradel-Prozess: Geringere Strafen, ein zusätzlicher Freispruch. 1. Juli 2019, abgerufen am 5. Juli 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Aktivitäten außerhalb der A-TEC

2012 erwarb Kovats gemeinsam mit Jan Klima Schürfrechte für Gold in Sierra Leone.<ref>Kovats und Klima schürfen in Afrika nach Gold. Format, 2. Juni 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 23. Juli 2012; abgerufen am 20. Juli 2012.</ref> Kovats und Klima sind Geschäftsführer und Eigentümer der K & K Oil and Gas GmbH<ref name="kk-oil">K &K Oil and Gas GmbH. (PDF; 99 kB) Format, abgerufen am 18. August 2012.</ref><ref>Mirko Kovats steigt ins Öl- und Gasgeschäft ein. In: Der Standard. 2. Februar 2012, abgerufen am 18. August 2012.</ref> Jan Klima ist der Sohn des ehemaligen österreichischen Bundeskanzlers Viktor Klima.<ref name="kk-oil" />

Es gibt Vorwürfe der Steuerhinterziehung gegen Mirko Kovats, die dieser jedoch bestreitet.<ref>Kovats kontert Ankläger und kritisiert Treuhänder. Wirtschaftsblatt, 10. Januar 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 13. Januar 2013; abgerufen am 12. Januar 2013.</ref> Die Vorwürfe gehen unter anderem dahin, er habe „sein Firmengeflecht benutzt, um seine privaten Grundstückskäufe auf den Bahamas zu finanzieren und dabei steuerliche Vorteile zu erlangen“.<ref>Kovats soll Millionen kassiert haben. In: Der Standard. 29. Januar 2013, abgerufen am 2. März 2013.</ref> Konkret geht es dabei um die Capital- und Industrie – Investment AG (CII), eine Tochter der M.U.S.T. Privatstiftung, die einen Teil der nun wertlosen A-TEC-Aktien hält, aber auch Beteiligungen auf den Bahamas besitzt.<ref>Kovats soll Millionen kassiert haben. In: der Standard. 29. Januar 2013, abgerufen am 2. März 2013.</ref><ref name="Millionen">Kid Möchel: Das Millionenvermögen des A-Tec Kapitäns Kovats. In: Wiener Zeitung. 11. Oktober 2011, abgerufen am 13. Juni 2015.</ref> Es soll sich um Grundstücke handeln, die abzüglich Schulden 10 Millionen Euro wert sein sollen.<ref name="Millionen" /> Die Immobilien in der Karibik sollen bis 2014 verkauft worden sein.<ref>Oliver Jaindl: Wirre Bescheide: Teilerfolg für Kovats gegen FMA. In: Wiener Zeitung. 11. Oktober 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 28. April 2016; abgerufen am 13. Juni 2015.</ref>

Unter anderem zählten folgende Firmen zu den Beteiligungen der Capital- und Industrie – Investment AG (CII AG):

  • CII Ressources GmbH (Geschäftsführer: Mirko Kovats)<ref>CII Ressources GmbH. Firmenmonitor, abgerufen am 3. März 2013.</ref>, gegründet im Oktober 2008 als A-TEC Central Asia Resources GmbH, ursprünglich im Eigentum der A-Tec Industries AG<ref>CII Ressources GmbH. Firmenmonitor, 31. Oktober 2008, abgerufen am 30. Mai 2015.</ref> und im März 2009 an die CII AG übertragen.<ref>CII Ressources GmbH. Firmenmonitor, 25. März 2009, abgerufen am 30. Mai 2015.</ref> Im September 2019 wurde die CII Ressources in A-TEC Energy & Environment umbenannt.<ref>Firmenmonitor – CII Ressources GmbH. Abgerufen am 13. Juni 2020.</ref>
  • K&K Investment GmbH (indirekt; Geschäftsführer: Mirko Kovats und Jan Klima)<ref>K&K Investment GmbH. Firmenmonitor, abgerufen am 3. März 2013.</ref> Die K&K Investment GmbH gehörte zu 50 % der CII Resources GmbH und zu 50 % Jan Klima.<ref>K&K Investment GmbH. Firmenmonitor, 10. Februar 2012, abgerufen am 30. Mai 2015.</ref> Diese Gesellschaft hält 100 % der Anteile an der K&K Oil and Gas GmbH (indirekt; Geschäftsführer: Mirko Kovats und Jan Klima)<ref>K&K Investment GmbH. Firmenmonitor, abgerufen am 3. März 2013.</ref>. 2018 schied Kovats als Geschäftsführer aus<ref>Firmenmonitor – K&K Investment GmbH. Abgerufen am 21. Mai 2020.</ref> und die CII Ressources GmbH gab auch ihre Anteile ab<ref>Firmenmonitor – K&K Investment GmbH. Abgerufen am 21. Mai 2020.</ref>
  • K&K Natural Resources GmbH (früher: I 2 C Investment GmbH; indirekt; Geschäftsführer: Mirko Kovats und Jan Klima).<ref>Natural Resources GmbH. Firmenmonitor, abgerufen am 3. März 2013.</ref> Kovats schied 2018 als Geschäftsführer aus.<ref>Firmenmonitor – K&K Natural Resources GmbH. Abgerufen am 13. Juni 2020.</ref>

Da die Gesellschaft via K&K Investment gehalten wurde, schied die CII Ressources GmbH auch 2018 indirekt als Eigentümerin aus.<ref>Firmenmonitor – K&K Natural Resources GmbH. Abgerufen am 29. März 2021.</ref>

Im August 2014 wurde die Capital- und Industrie – Investment Aktiengesellschaft in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung umgewandelt.<ref>Firmenmonitor/Capital- und Industrie-Invest Aktiengesellschaft. Firmenmonitor, 27. August 2014, abgerufen am 20. September 2014.</ref> Im Februar 2016 übertrug die nunmehrige CII Capital- und Industrie Investment GmbH (umbenannt im Jahr 2015)<ref>Wiener Zeitung: Firmenmonitor.at // Capital- und Industrie Investment GmbH. 3. Februar 2015, abgerufen am 4. März 2017.</ref> ihre Beteiligung an der CII Ressources GmbH auf die Delos Bauträger GmbH.<ref>Wiener Zeitung: Firmenmonitor.at // CII Resources GmbH. 2. Februar 2016, abgerufen am 4. März 2017.</ref> Die Delos Bauträger GmbH gehört der Abaco Immobilienverwaltung GmbH<ref>DELOS Bauträger Gesellschaft m.b.H., 3. Bezirk / Landstraße, Wien - FirmenABC.at. Abgerufen am 4. März 2017.</ref>, deren Eigentümer zu 1 % Mirko Kovats und zu 99 % Ulrike Kovats sind.<ref>"ABACO" Immobilienverwaltung Ges.m.b.H., 3. Bezirk / Landstraße, Wien - FirmenABC.at. Abgerufen am 4. März 2017.</ref> Kovats war außerdem Geschäftsführer der Airo Handelsgesellschaft m.b.H., die der ihm zuzurechnenden Privatstiftung TOSE gehörte.<ref>Firmenmonitor/AIRO Handelsgesellschaft m.b.H. Firmenbuchnummer 246593m. Firmenmonitor, abgerufen am 5. September 2015.</ref> Der Airo Handelsgesellschaft m.b.H. gehörte die Airo Hotelbetriebs GmbH, die das Airo Tower Hotel in Wien-Favoriten betrieb.<ref>Firmenabc/Airo Hotelbetriebs GmbH. Firmenbuchnummer 256019z. Firmenabc, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 10. November 2012; abgerufen am 5. September 2015.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.firmenabc.at</ref><ref>Airo Hotels/Impressum. Airo Hotel, abgerufen am 5. September 2015.</ref> Die Airo Hotelbetriebs GmbH ging im April 2016 in Konkurs.<ref>Wiener Zeitung: Firmenmonitor.at // AIRO Hotelbetriebs GmbH in Liqu. 5. April 2016, abgerufen am 21. September 2017.</ref><ref>culinariusat: Konkurs: „Hotel Airo Wien“ im 10. Bezirk. In: Gastro News Wien. 15. April 2016, abgerufen am 13. Juni 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im September 2017 wurde die Airo Handelsgesellschaft m.b.H. wegen Vermögenslosigkeit aus dem Firmenbuch gelöscht.<ref>Wiener Zeitung: Firmenmonitor.at // AIRO Handelsgesellschaft m.b.H. 19. September 2017, abgerufen am 21. September 2017.</ref>

Kovats besitzt bzw. besaß indirekt über seine Privatstiftung TOSE mehrere Immobilien.<ref>Das Millionen-Vermögen des A-Tec-Kapitäns Kovats. Wiener Zeitung, 11. Oktober 2011, abgerufen am 14. November 2012.</ref> Im März 2013 wurde bekannt, dass das Artis-Hotel am Semmering an eine österreichisch-ukrainische Investorengruppe verkauft werden soll.<ref>Nach Panhans wird Artis verkauft. NÖN, 17. März 2013, abgerufen am 30. März 2013.</ref><ref>Vienna Spa Hotel Investment & Management GmbH. Firmenmonitor, abgerufen am 12. April 2014 (Im Artikel wird als Verkäuferin die Vienna Spa Hotel Investment & Management GmbH erwähnt. Laut Firmenbuch gehört sie der TOSE Privatstiftung.).</ref> Im Juni 2014 verkaufte die der Stiftung gehörige Novamobil GmbH ein Zinshaus in der Universitätsstrasse 4 in Wien um 8,3 Millionen Euro an die Österreichische Beamtenversicherung.<ref>Thomas Wilhelm, Robert Wiedersich: Neues aus dem Österreichischen Grundbuch: Kovats’ Zinshausabverkauf. Gewinn, 30. Juni 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 15. Juli 2014; abgerufen am 12. Juli 2014.</ref><ref>Novamobil Immobilien GmbH. Firmenmonitor, abgerufen am 12. April 2014.</ref> Im Juli 2014 verkaufte die TOSE-Privatstiftung das Artis-Hotel Wien Rennweg und das Schlosshotel Krumbach um mehr als 10 Millionen Euro an Erich Podstatnys Unternehmen „EPI“.<ref>Michaela Stipsits: EPI kauft Hotels von Mirko Kovats. Wirtschaftsblatt, 7. Juli 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 9. Juli 2014; abgerufen am 12. Juli 2014.</ref> Laut einem Artikel im Industriemagazin soll der Preis nicht allzu hoch sein, es könnte sich also um einen Notverkauf handeln.<ref>Rudolf Loidl und Piotr Dobrowolski: Was wurde eigentlich aus Mirko Kovats? Industriemagazin, 13. April 2015, abgerufen am 13. Juni 2015.</ref> Die Artis Schlosshotel Krumbach GmbH trat daraufhin im Jänner 2015 in Liquidation und wurde im Jahr 2019 aus dem Firmenbuch gelöscht.<ref>Firmenmonitor – Artis Schlosshotel Krumbach GmbH. Abgerufen am 13. Juni 2020.</ref><ref>Artis Schlosshotel Krumbach GmbH. In: www.firmenmonitor.at. 27. Januar 2015, abgerufen am 30. Mai 2015.</ref>

Im Jahr 2020 wurde die Novamobil GmbH wegen Vermögenslosigkeit aus dem Firmenbuch gelöscht.<ref>Firmenmonitor – Novamobil. Abgerufen am 13. Juni 2020.</ref>

Das oben erwähnte Airo Tower Hotel selbst gehörte indirekt der TOSE Privatstiftung von Mirko Kovats,<ref>AIRO Tower Hotel Wien, Oberlaa. 17. November 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 23. Juli 2014; abgerufen am 17. November 2012.</ref><ref>AIRO Hotelbetriebs GmbH. Firmenabc, 17. November 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 10. November 2012; abgerufen am 17. November 2012.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.firmenabc.at</ref><ref>AIRO Handelsgesellschaft m.b.H. Firmenabc, 17. November 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 6. Januar 2014; abgerufen am 17. November 2012.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.firmenabc.at</ref><ref>Das Millionen-Vermögen des A-Tec-Kapitäns Kovats. Wiener Zeitung, 11. Oktober 2011, abgerufen am 14. November 2012.</ref> wurde jedoch im Juni 2015 an die Kurbadstrasse Projektentwicklungs GmbH verkauft, die im Eigentum der Familie Breiteneder sowie Thomas Levinitschnig steht.<ref name=":1">Mirko Kovats ist Thermenhotel los. In: www.gewinn.com. Abgerufen am 7. November 2015.</ref> Der Verkaufspreis betrug 10,75 Millionen Euro.<ref name=":1" />

Die Rückflüsse aus den Immobilienverkäufen sollen großteils zur Abdeckung von Bankschulden verwendet worden sein.<ref name=":3">INDUSTRIEMAGAZIN: Was wurde eigentlich aus Mirko Kovats? Artikel vom 13.04.2015, wurde aber im Februar 2016 aktualisiert. In: INDUSTRIEMAGAZIN. 13. April 2015, abgerufen am 13. Februar 2016.</ref>

Kovats Privathaus ist geleast. Eigentümer der Grundstücke sind die Raiffeisen Impuls-My Immobilien GmbH und die Firma Abaco Immobilienverwaltung GmbH, die Kovats und seiner Frau gehört. Es bestehen Pfandrechte der Privatbank der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich in Millionenhöhe.<ref name="Millionen" /> Vor dem Unabhängigen Verwaltungssenat (UVS) im April 2013 sagte Kovats, er habe kein Vermögen, kein Einkommen und lebe auf Kredit. Das UVS-Verfahren betrifft die Strafen der Finanzmarktaufsicht, die im Jahr 2012 wegen Vorfällen im Jahr 2010 verhängt wurden (siehe oben)<ref>Mirko Kovats vor dem UVS: „Ich lebe auf Kredit“. In: Der Standard. 10. April 2013, abgerufen am 13. April 2013.</ref>

Im Juni 2022 meldete die M.U.S.T. Privatstiftung Konkurs an.<ref>kid.moechel,dominik.schreiber: Kuriose Stiftungspleite rund um den Ex-Industriellen Mirko Kovats. 23. Juni 2022, abgerufen am 31. März 2023.</ref>

Übernahme von Cupori

Mirko Kovats erwarb 2014 den finnischen Kupferrohrproduzenten Cupori.<ref>Cupori Oy reprend deux sites de KME en France, 214 emplois sauvés dans les Ardennes. In: leparisien.fr. Abgerufen am 8. Dezember 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>INDUSTRIEMAGAZIN: Der Stehaufmann. In: INDUSTRIEMAGAZIN. 2. Februar 2016, abgerufen am 6. Februar 2016.</ref> Das Unternehmen ist eines der größten in seinem Sektor in Skandinavien und setzt mit 170 Mitarbeitern 100 Millionen Euro um.<ref>Cupori Oy reprend deux sites de KME en France, 214 emplois sauvés dans les Ardennes. In: leparisien.fr. Abgerufen am 8. Dezember 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im November 2015 übernahm Cupori zwei Standorte des Konkurrenten KME in Frankreich um 6 Millionen Euro.<ref name=":2">Cupori Oy reprend deux sites de KME en France, 214 emplois sauvés dans les Ardennes. In: leparisien.fr. Abgerufen am 8. Dezember 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Bundeswettbewerbsbehörde: Cupori Ltd.; KME France SAS. In: www.bwb.gv.at. 19. Januar 2016, abgerufen am 6. Februar 2016.</ref><ref name=":3">INDUSTRIEMAGAZIN: Was wurde eigentlich aus Mirko Kovats? Artikel vom 13.04.2015, wurde aber im Februar 2016 aktualisiert. In: INDUSTRIEMAGAZIN. 13. April 2015, abgerufen am 13. Februar 2016.</ref> Durch die Übernahme wurden 214 von insgesamt 260 Arbeitsplätzen gerettet und KME bleibt an der übernehmenden Gesellschaft mit 40 % beteiligt.<ref name=":2">Cupori Oy reprend deux sites de KME en France, 214 emplois sauvés dans les Ardennes. In: leparisien.fr. Abgerufen am 8. Dezember 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Da die komplette Schließung der Standorte bevorstand, war die Gewerkschaft trotz Kovats Reputation bezüglich A-Tec für diese Lösung.<ref name=":2">Cupori Oy reprend deux sites de KME en France, 214 emplois sauvés dans les Ardennes. In: leparisien.fr. Abgerufen am 8. Dezember 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der Vorteil für Cupori aus dieser Transaktion war, dass damit eine Kupfergießerei erworben wird, über die das Unternehmen bisher nicht verfügte.<ref name=":3">INDUSTRIEMAGAZIN: Was wurde eigentlich aus Mirko Kovats? Artikel vom 13.04.2015, wurde aber im Februar 2016 aktualisiert. In: INDUSTRIEMAGAZIN. 13. April 2015, abgerufen am 13. Februar 2016.</ref> Kovats ist seit April 2015 als Direktor der britischen Niederlassung von Cupori Oy eingetragen.<ref>CUPORI OY :: OpenCorporates. In: opencorporates.com. Abgerufen am 8. Dezember 2015.</ref><ref>Cupori – Kurzüberblick Cupori. In: cupori.com. Abgerufen am 8. Dezember 2015.</ref> Cupori gehörte bis 2008 zum finnischen Stahlkonzern Outokumpu.

Kritik

Wegen seiner unkonventionellen Geschäftspraktiken und Finanzierungsmethoden und seiner teils spektakulären Transaktionen wurden Kovats wiederholt riskante, unlautere oder sogar kriminelle Machenschaften vorgeworfen.<ref name="MM" /> In der frühen Phase seiner Geschäftstätigkeit (vor 1997) gingen zahlreiche Unternehmen, an denen Kovats direkt oder indirekt beteiligt war, in Insolvenz. Mehrfach wurde Kovats privatrechtlich verklagt. Auch strafrechtlich wurde er zweimal angeklagt:

  1. Im Jahr 2000 wurde Kovats vom Oberlandesgericht Wien wegen eines Konkursdelikts im Zusammenhang mit der Diskothek „Dorian Gray“ rechtskräftig zu sechs Monaten auf Bewährung verurteilt.<ref name="FAZ">"Mirko Kovats angeklagt", Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nr. 216, S. 17 (vom 17. September 2007)</ref>
  2. Im Juli 2007 gab die Staatsanwaltschaft Wien bekannt, dass im Zusammenhang mit der Insolvenz der Diskothek „A2 Südpol“ gegen Mirko Kovats Anklage wegen betrügerischer Krida erhoben wird. Bei einer Verurteilung drohte ihm als Wiederholungstäter eine Haftstrafe. Der Prozess begann am 17. September 2007.<ref name="FAZ" /><ref>„Disco-Pleite: Anklage gegen Mirko Kovats“, Die Presse (vom 17. Juli 2007)</ref> Die Vorwürfe gingen dahin, Kovats und Mitangeklagte hätten vorsätzlich einen Konkurs herbeigeführt, indem der Betreibergesellschaft Mieten und Betriebskosten nicht verrechnet wurden. Das Verfahren wurde jedoch eingestellt. Laut Gutachter Keppert war nämlich das Gerichtsgutachten fehlerhaft, die Nichtverrechnung erfolgte demnach aufgrund der Nichteinbringlichkeit der Forderungen.<ref>Krida-Prozess gegen Mirko Kovats eingestellt. In: Der Standard. 17. August 2009, abgerufen am 13. Juni 2015.</ref>

Kleinanleger warfen Kovats vor, dass sein Geschäftsgebaren dem Ansehen der A-TEC schade und den Kursverlauf der Aktie massiv negativ beeinflusst habe. Sie forderten mehr Transparenz.<ref>diepresse.com: A-Tec: Anleger fordern von Kovats mehr Transparenz. Artikel vom 8. Jänner 2008, abgerufen am 6. Juni 2015.</ref> Die A-TEC-Aktie wurde im Dezember 2006 um 100 Euro (nach einem getätigten Aktiensplit würde dieser Emissionskurs einen Wert von 25 Euro je Aktie entsprechen) ausgegeben und erreichte nach Bekanntwerden der Insolvenz im Oktober 2010 einen historischen Tiefststand von 1,85 Euro. Nach dem Scheitern der Sanierung und Übernahme durch neue Investoren fiel die Aktie im Oktober 2011 auf 84 Cent.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Wirtschaftsblatt 3. Oktober 2011 (Memento vom 27. März 2016 im Internet Archive)</ref>

Der 2008 erschienene Dokumentarfilm Let’s Make Money von Erwin Wagenhofer zeigt ihn bei höchst kontroversen Aussagen über die Arbeitsverhältnisse in seinen indischen Fabriken.

Werke

Weblinks

Einzelnachweise

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